Hallo liebe Leute,
ich möchte meine Autoaffahrt zur Garage mit Rasengittersteine verlegen. Wie muss der Aufbau erfolgen?
Für Hilfe eurerseits wäre ich sehr dankbar.
Hallo liebe Leute,
ich möchte meine Autoaffahrt zur Garage mit Rasengittersteine
verlegen. Wie muss der Aufbau erfolgen?
Für Hilfe eurerseits wäre ich sehr dankbar.
Hallo Dietmar!
Dazu die Einfahrt ca. 40 cm unter der gewünschten endgültigen Höhe ausbaggern. Untergrund dann glätten und mit einer Rüttelplatte verdichten.
Frostschutz-Mineralgemisch der Körnung 0-32mm anfahren lassen, und in 3 Schichten von je ca. 10 cm einbringen.
Jede Schicht leicht mit Wasser anfeuchten und mit der Rüttelplatte verdichten, bis die „springt“.
Die oberste der 3 Schichten tragenden Unterbau sollte man dann einigermaßen parallel zur gewünschten Oberfläche erstellen.
Für eine Garageneinfahrt nimmt man üblicherweise 8 cm starke Rasengittersteine, so 4 cm Splitt muss darunter.
Also die Tragschicht ca. 12 cm unter der gewünschten Oberkante der fertigen Einfahrt halten.
Dann wird darauf Pflastersplitt geschüttet, der lässt sich nicht verdichten, einfach daraufschütten. Dieser Splitt wird dann geglättet,
(am besten Rohre in den Splitt legen, und mit einem Brett abziehen).
Das sollte man sehr sorgfältig tun, weil direkt darauf die Betonteile gelegt werden.
Dabei ist zu beachten, dass der Splitt so abgezogen wird, dass die Betonsteine erstmal 1 cm über der gewünschten Höhe liegen.
Danach füllt man die Hohlräume der Steine noch mit Splitt aus.
Wenn das fertig ist, und die Steine ordentlich liegen,
kommt nochmal die Rüttelplatte zum Einsatz:
Und zwar mit einer Gummimatte unten dran, und nur Halbgas, werden dann die Steine festgerüttelt.
Sie werden sich dann ca. 1 cm. senken, so dass Du auf die gewünschte Höhe kommst:
Anmerkungen dazu:
Es ist günstig, den Unterbau einen halben Meter breiter zu den Rändern hin zu machen, und dann später ringsum die Platten das Mineralgemisch anzufüllen und zu verdichten.
So schwimmen die seitlich nicht weg.
Beachten, dass man die ganze Sache so baut, dass sich keine Pfützen bilden können. Besser reichlich Gefälle geben, und darauf achten, dass das Wasser abfließen kann.
Je nach örtlichen Gegebenheiten, Notwendigkeit und Möglichkeiten eine Drainage ganz unten einbauen.
Ansonsten als letztes:
Man kann auch die Rasengittersteine ganz einfach in den Dreck legen,
die verwerfen sich dann nach paar Jahren, und werden irgendwann zerbrechen. So wirst du es sicher nicht haben wollen,
weil du dann nicht gefragt hättest.
So wie ich es beschrieben habe, ist die bestmöglichste und aber auch aufwändigste und teuerste Methode.
Da wird eine täglich mehrmals benutzte Fläche auch nach 20 Jahren keinerlei Probleme machen. Auch wenn der Heizöl-LKW gelegentlich mal darüber fährt.
Man kann die Sache natürlich auch beliebig abspecken, und die Stabilität des Untergrundes ist auch wichtig.
Grtüße, Steffen!
Hi Steffen,
ich war so frei, aus Deiner Antwort eine FAQ zu wursten (FAQ:2585).
Wenn Du das nicht möchtest, sag bescheid, dann lösche ich sie wieder.
Gandalf
Hallo Steffen,
Danke Dir für Deine präzise umfassende Antwort.
So wie Du es beschrieben hast, ist es für mich als Laie nachvollziebar.
Scheinst wohl vom Fach zu sein. Ich danke Dir recht herzlich.
Grüße aus Berlin,
Dietmar
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Entwässerung…
Hoi Steffen!
Frostschutz-Mineralgemisch der Körnung 0-32mm anfahren lassen,
und in 3 Schichten von je ca. 10 cm einbringen.
Je nach Lage im Gelände und gewünschtem Quergefälle an der Oberseite,
sollte er nicht auf den Nullanteil verzichten, um die Entwässerung/Versickerung zu verbessern?
Rasengittersteine sind ja „offen“ - dann sollte es der Oberbau auch sein - oder?
leicht verwirrte Grüsse
Ulli - die unter „offenen“ Oberflächen lieber ohne NULL einbaut 
Hallo!
Also mal eine leicht verwirrte Antwort.
Du hast ja, wenn ich deiner Visitenkarte vertraue, erstmal einen Bildungsvorsprung gegenüber mir, weil ich mit dem Bau in meiner Berufsausbildung überhaupt nichts zu tun hatte.
Ich kann aber dagegenhalten, aus eigener und langjähriger Erfahrung, dass das Mineralgemisch mit der Null besser verdichtbar ist.
Das wird fest wie eine Betonplatte, und hat eine geschlossene Oberfläche.
Ohne Null sehe ich immer die Gefahr, dass der Pflastersplitt in die Spalten einer gobkörnigen Tragschicht hineinrieselt.
Und zwecks Wasserversickerung:
Ich sehe keinen Grund, warum das Wasser unbedingt unter der Einfahrt versickern soll.
Mir ist es lieber, wenn das Regenwasser in die daneben liegende Wiese oder sonstwohin läuft.
Ansonsten dringt da mit dem Wasser eine Menge Dreck in die Tragschicht ein, so dass diese sich nach ca. 15 Jahren in eine Art Schlamm verwandelt, wenn es regnet. Dann verwerfen sich die Steine und brechen, wenn sie belastet werden.
Grüße, Steffen!
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Nochmal Hoi!
Ich kann aber dagegenhalten, aus eigener und langjähriger
Erfahrung, dass das Mineralgemisch mit der Null besser
verdichtbar ist.
Wenn die Kornverteilung stimmt, lassen sich auch „Nullfreie“ Gemische gut verdichten!
Das wird fest wie eine Betonplatte, und hat eine geschlossene
Oberfläche.
Ohne Null sehe ich immer die Gefahr, dass der Pflastersplitt
in die Spalten einer gobkörnigen Tragschicht hineinrieselt.
Nö… dazu ist der zu grob. In der Tragschicht fehlen nur die Feinstkörnungen, die hat ja keine Löcher.
Und zwecks Wasserversickerung:
Ich sehe keinen Grund, warum das Wasser unbedingt unter der
Einfahrt versickern soll.
Na, er will keine Pflastersteine einbauen, sondern Rasengittersteine. Also ist das Wasser erstmal in den oberen 8 cm plus Splittbett. Wäre doch recht nett, wenn es nicht im Splittbett auf der Tragschicht weglaufen müsste, sondern einfach nach unten versickern könnte. Hier in NRW fallen für die Rasengitterflächen auch keine/geringere Niederschlagsgebühren an.
So kam ich auf die Antwort…
Lieben Gruss
Ulli