Lastverkehr auf die Schiene verlegen!
Diese Schlagzeilen sind in fast jeder Tageszeitung vertreten (bes. nach LKW Unfällen). Nun frage ich mich, wieso nicht versucht wird den Gütertransport mehr über das Schienennetz abzuwickeln. Eine Antwort auf diese Frage gibt die Bahn-AG (nicht ausreichend Kapazität). Nur niemand verlagert den LKW-Verkehr auf die Schiene, wenn es nicht unbedingt sein muss, also kein Zwang, bzw. geldwerter Vorteil darin zu sehen ist.
Waere eine Autobahngebür wie in den Niederlanden zu überlegen. Die meisten Güter werden mit dem LKW in die Niederlande transportiert (kostenlos, da die Nachbarländer keine Autobahngebür haben) dort auf die Bahn verladen, um Gebühren zu sparen.
Wieso kommt in der BRD keiner auf die Idee, insbesonders, da ein LKW soviel Strassenschäden verursacht wie 1600 PKW’s?
Waere dies nicht eine Lösung mehr Geld in die Staatskassen zu bringen, anstatt nur die Mineralölsteuer zu erhöhen, was die LKW’s die Deutschland nur durchfahren sowieso nur am Rande tangiert, da sie regelmässig mit einer Tankfüllung die BRD durchqueren können.
Hallo Christian,
da ist in Deutschland eine ganz bittere Fehlentwicklung gelaufen, deren Aufarbeitung Milliarden kostet. Die großen Schienentrassen werden hauptsächlich für den schnellen Personenverkehr benötigt. Wo aber im Stundentakt ein IC oder ICE fährt, ist gleichzeitiger Güterverkehr mit deutlich geringerer Geschwindigkeit unmöglich.
Um den Kapazitätsengpaß zu beseitigen, müßten alle Trassen mindestens 2spurig je Richtung ausgebaut werden, nämlich je Richtung eine Hochgeschwindigkeits- und eine Güterverkehrstrecke.
Die Unmöglichkeit, grob unterschiedliche Fahrzeuggeschwindigkeiten auf ein- und derselben Spur (bei kurzen Taktzeiten der Hochgeschwindigkeitszüge) zu realisieren, ist merkwürdigerweise kaum in der Diskussion. Statt dessen wird die Magnetschwebebahn verteufelt, die eine mögliche Problemlösung wäre, weil die vorhandenen Trassen für den langsamen Verkehr frei würden.
allerdings, darum verstehe ich erstens die diskussionen über „wer welche schäden verursacht“ nicht und zweitens, warum nicht eine allgemeine autobahngebühr für alle fahrzeuge eingeführt wird
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
In der Schweiz wurde die Leistungabhängige Schwerverkehrsabgabe mit grosser Stimmbeteiligung angenommen. Doch für die Umsetzung gab es, besonders wegen der Uneinigkeit der EU viel Ueberzeugungsarbeit.
Vor allem die Lobys der Lastwagen wehrten sich, weil sie nicht einsehen wollen, dass man für die Benützung und Verschleiss der Strasse und Umweltbelastung auch bezahlen sollte. Ich hoffe, das auch Deutschland diese Gebüren einführt. Nur so ist die Möglichkeit gegeben, den Schwerverkehr auf die Schiene zu verlagern.
Urs Wettstein
wir haben bereits eine
lkw-autobahngebuehr!
mail mich mal an, wenn du naehere infos
brauchst.
gruss
khs
allerdings, darum verstehe ich erstens
die diskussionen über „wer welche schäden
verursacht“ nicht und zweitens, warum
nicht eine allgemeine autobahngebühr für
alle fahrzeuge eingeführt wird
Ganz einfach.Weil durch Kfz- und Mineralölsteuer und weitere mit dem Auto verbundene Steuern das deutsche Autobahnnetz zigfach bezahlt wurde vom Autofahrer. Diejenigen die so etwas fordern sollten mal überlegen wieviel Arbeitsplätze an den Fahrzeugen hängen.
Ich muß Ihnen in gewisser Weise zustimmen.
Natürlich würden einige Arbeitzplätze verloren gehen, wenn der Lkw Verkehr auf die Schiene verlagert würde. Es würden zwar auch einige neue Arbeitzplätze in der logistik entstehen, die jedoch nicht die verlorenen Plätze abdecken können.
Insoweit herrscht Einigkeit, aber zu bedenken ist, dass es so auf Dauer auch nicht weitergeht, dies ist an den Verschiedenen Beispielen aus dem Ausland zu sehen.
Weiterhin ferfehlt die KFZ Steuer ihren ursprünglichen Zweck. Einst sollte die KFZ Steuer den Strassenausbau finanzieren, heute wird der Sozialhaushalt hiermit finanziert.
Bleibt zu hoffen, dass sich in diesem Gebiet einiges ändern wird. Und der erste Schritt wäre eine höhere Autobahngebür für LKW’s.
(Die für Spediteure immer noch billiger sein würde als die schrittweise Erhöhung der Mineralölsteuer, die auch den Endverbraucher belastet.)
mfg
-Christian Lennartz-