Hallo,
ich habe einige Batterien die nicht mehr wirklich toll
funktionieren (d.h. man kann sie zwar laden aber am Anzeiger
tut sich nur sehr wenig).
Wie alt sind denn die Teile? Sind es teure Markenbatterieen oder billige Kaufhauswaren? Wenn sie billig und/oder älter sind als sagen wir mal 4 Jahre lohnt sich der Aufwand für eine Auffrischung nicht, zumal niemand dafür garantieren kann, dass das Wiederbeleben überhaupt funktioniert.
Nun habe ich gelesen dass es sinnvoll waere diese mit 15 V zu
laden
(http://www.helifred.info/kamikaze/tipps/autobatterie…) -
wie bekommt man das hin ohne fuer Unsummen ein teueres
Ladegeraet zu kaufen? Ist es ueberhaupt sinnvoll?
Das weiß man leider erst hinterher 
Noch etwas anderes: Ueber die Hoehe der Saeuere habe ich nicht
wirklich etwas brauchbares gefunden - ab welcher Fuellhoehe
sollte man destiliertes Wasser nachfuellen und wie erkennt man
die Fuellhoehe bei schwarzen Batterien wo man nicht durchsehen
kann (frage mich wieso man die ueberhaupt in schwarz
herstellt…)?
Ich antworte mal aus dem Gedächtnis - korrigiert mich wenn ich mich irre. Bleiakkus neigen dazu, wenn man sie überlädt, Gas zu bilden. Macht man das lang genug, kann eine hermetisch dichte Batterie aufplatzen, und dann hat man eine Suppe aus hoch aggressive Säure im Auto, die Blech und Lack innerhalb kürzester Zeit großflächig anfrisst. Die Spannungsregelung in alten Autos war eher rudimentär, Elektronik damals nicht verbaut, und deshalb konnte das schon mal passieren. Damit es nicht zum Super-Gau durch Platzen kommt, hatten die Verschlusstopfen der Zellen damals ein Luftloch um das Gas abzulassen. Da dort auch immer ein wenig Wasser aus der Säure-Wasser Mischung verdunstet ist, musste man die Batterieen von Zeit zu Zeit mit destilliertem Wasser nachfüllen, Regel war immer, so weit, bis die Bleiplatten, die man durch das Verschlussloch gut sehen konnte, wieder gut bedeckt sind. War also alles nicht so kritisch und eher eine Schätzsache, und die Verschlusstopfen waren so gebaut, dass man sie leicht aufdrehen konnte fürs Nachfüllen. Irgendwann hat man die Baterieen dann aus durchsichtigem Kunststoff gebaut, dann ging das Füllstand checken und Nachfüllen noch einfacher.
Modernere Autos haben eine gute Spannungsregelung, Überladung der Batterie ist also in der Regel kein Problem mehr. Man kann die Batterieen also dicht verschließen, nichts verdunstet mehr, und nichts muss nachgefüllt werden. Nun könnte theoretisch in ganz seltenen Fällen ein defekter Regler trotzdem eine Batterie zum Gasen/Platzen bringen, für diesen fall haben die Batterieen ein Überdruckventil.
Es gibt also normalerweise keinen Grund, den Füllstand einer Batterie zu prüfen, also kann man sie ruhig schwarz machen, und die Stopfen lassen sich auch nicht mehr (so einfach) entfernen wie früher.
Armin.