Autofahren in den U.S.A

tach Community,

ich werde diesen Sommer in Miami Beach verbringen und dort natuerlich ein Auto mieten. Ich war zwar schon oefter in den Staaten, musste jedoch nie selbst fahren…

Jetzt werde ich allerdings staendig umher fahren… nun die Frage…
Auf welche Dinge muss ich achten? Was sind die typischen Fallen für Europaeische Autofahrer?

also… sowas wie abstaende zu strassenecken…und sowas…

55 meilen ist klar… und in der stadt?
parken niemals vor einem wasseranschluss…
was noch? wer-weiss-was???

merci und danke

grusz

PixelKoenig

Hallo

Jetzt werde ich allerdings staendig umher fahren… nun die
Frage…
Auf welche Dinge muss ich achten? Was sind die typischen
Fallen für Europaeische Autofahrer?

Four Way Stop Kreuzungen (find ich Klasse, das würd hier nie funktionieren). Wer zuerst kommt, fährt zuerst.

Stoppschilder. Nicht einfach rübergleiten, sondern wirklich halten. Ist zwar nicht häufig, aber dafür kann man schon mal ein Ticket bekommen.

Und an Kreuzungen/Einmündungen nicht ungeduldig werden, mir scheint es als ob der Ami :wink: auf grössere Lücken im Verkehr wartet als der Deutsche :smile:

Auch fährt er gerne mit Vollgas auf die rote Ampel zu, um dann scharf zu bremsen, rollt also nicht spritsparend bis nach vorne, also drauf gefasst sein.

Auf „Krallen“ im Boden achten (um falschfahren zu verhindern). Nicht darauf anhalten! sondern zügig drüberfahren (ein Kollege hat sich echt mal die Reifen zerschnitten).

Generell kann man am Anfang in den USA (ausser vielleicht in NY :smile: ) ohne Probleme ruhig und langsam fahren, bis man sich sicher fühlt. Es gibt sehr viele Fahrer, die deutlich unter den Geschwindigkeitsbegrenzungen bleiben.

Gruß, DW.

tach Community,

ich werde diesen Sommer in Miami Beach verbringen

SEHR GEIL, KANN ICH NUR EMPFEHLEN
und dort

natuerlich ein Auto mieten.

HAB ICH AUCH GEMACHT
Ich war zwar schon oefter in den

Staaten, musste jedoch nie selbst fahren…

DAS WIRD GANZ HARMLOS SEIN

Auf welche Dinge muss ich achten? Was sind die typischen
Fallen für Europaeische Autofahrer?

In der Stadt 25 miles, aber fast immer sind Schilder mit der jew. Hoechstgeschwdgkt aufgestellt, so zB machmal 30, 35 od 40 miles, dann wieder 25

4-way-stop: an einer kreuzung ohne ample gilt NICHT rechts vor links. alle fahrzeuge STOPPEN immer und der der als erster an der Kreuzng war darf auch als erster wieder losfahren, ggfs Sichtkontakt und verstaendigen

rechts ueberholen ist auf highways ok und legal. alles laeuft viel ruhiger und fliessender ab, die omi in ihrem Pick-Up faehrt mit 40 miles auf dem highway ganz links - statt lichthupe und terror faehrt man einfach rechts dran vorbei

bei Polizeikontrollen IMMER beide Haende sichtbar am Lenkrad halten, sonst werden die Cops sehr rauh

am Schulbus der immer mit Warnblinklicht anhaelt darf man GAR NICHT vorbeifahren, erst wieder hinterher fahren, wenn der Bus auch wieder losfaehrt.

US-Autos haben fast immer Automatik-Schaltung. wer das nicht kennt sollte sich darauf gefasst machen, dass der Verleiher KEINE Schaltwagen hat. Ggfs in Deutschland ueben, ist aber easy

Das war es erstmal, wenn mir noch was einfaellt, melde ich mich nochmal.

Gruss,
Martin

Hallo,

Glücwunsch, möchte auch mal wieder rüber.

Autofahren in den Staaten macht mir ehrlich gesagt mehr Spaß als hier, da man (steckt man nicht gerade im Stau während der Rushhour vor oder in einer größeren Stadt) viel gemütlicher fahren kann. „Leben und Leben lassen“, trifft es wohl ganz gut. Außerhalb der großen Städte ist jedenfalls die Zahl agressiver Fahrer deutlich geringer als bei uns und klein Fehler werden viel leichter verziehen. Aufpassen muss man eigentlich nur bei Truckern im Zeitdruck, die übertrumpfen ihre hiesigen Kollegen leicht, was riskante Fahrweise angeht. Also im Zweifel besser Platz machen, wenn dir so ein Schlachtschiff hupend im Kofferraum hängt.

4-Way-Stop wurde ja schon erwähnt, gilt meiner Erinnerung nach aber nicht grundsätzlich an unbeschilderten Kreuzungen, sondern nur da wo ausgeschildert (warum würde man es sonst auch ausschildern?). Beim Tempo sollte man vorsichtig sein, aber die Mietwagen haben ja alle Tempomat und wenn man den so einstellt, wie man auch hier fahren würde (also etwas oberhalb der Begrenzung), kann eigentlich nichts passieren. Trotzdem immer auf versteckte Greifer achten.

Etwas putzig für unsere gewohnte Sichtweise sind oft die Ampeln angebracht, also genau hinsehen, welche Ampel für dich gerade gilt. „Yield on left turn“ o.ä. Schilder findest du oft an Kreuzungen und wirst dich sicher fragen, was sie bedeuten. Ist aber einfach nur die bekannt Situation, dass man als Linksabbieger trotz grüner Ampel natürlich den Gegenverkehr abwarten muss.

Hässlich sind oft die Parkverbote, da sie oft in Form seitenlanger Texte ausformuliert sind und verstanden werden wollen. Parkverbote nach geraden und ungeraden Monatstagen je nach Straßenseite für bestimmte Monate mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage mit Sonderregelung für Anwohner, „Snow-Emergencies“, … kommen gerne mal vor und können teuer werden (in Frankokanada verschärft sich dies für Leute ohne ausreichende französischen Sprachkenntnisse massiv und hat mich mal richtig Geld gekostet).

Ganz praktisch und weniger direkt auf das Fahren bezogen ein Tipp für Leute die sonst Schaltwagen fahren: Im Amaturenbrett findet sich oft der sinnige Spruch „Aply Brake to Start/Switch from Neutral“ o.ä. Den sollte man lesen, verstehen und dann auch befolgen. Ich weiß noch wie ich mit meinem ersten Wagen drüben (erster Automatik-Wagen nach über 10 Jahren) eine Viertelstunde auf dem Parkplatz stand, immer den Spruch im Blickfeld, aber eben nicht umgesetzt. Also Fuß auf die Bremse beim Anlassen und Fahrstufenwechseln!

Witzig sind zumdem oft die von Vermietern in die Autos gelegten Stadtpläne. Sie sind oft grob vereinfacht, kennen nur jede 10. Straße und zeigen so Feinheiten wie Auffahrrampen auf Highways oder Überführungen nicht an (stattdessen nur eine einfache Kreuzung). Als ich damals in Chicago den Wagen endlich vom Hof hatte, hat es mich fast eine Stunde gekostet, bis ich dies so richtig mitbekommen hatte und dann endlich auf dem richtigen Weg war (lt. Plan lag der richtige Highway drei Kreuzungen weiter, tatsächlich war er einige Kilometer weiter weg und überquerte die Straße nur, die nächste Auffahrt war einige Blocks weiter).

Ansonsten ist es noch ganz hilfreich sich das Nummernsystem der Highways mit den Himmelsrichtungen etwas zu vergegenwärtigen. Dies erleichtet die Orientierung ungemein. Man muss nicht das genaue Ziel kennen, sondern fährt eben notfalls einfach den nächsten Highway in die richtige Himmelsrichtung, und wechselt auf einen Highway mit drei Ziffern, wenn man in eine Stadt rein will, …

Ansonsten sei in Städten auf viele Einbahnstraßen gefasst. In den quadratisch angelegten modernen Städten kein Problem, da die Richtungen immer abwechselnd ausgeschildert sind, in Städten wie Boston mit gewachsenem Kern schon mal was für Leute mit guten Nerven.

Gruß und viel Spaß und erkundige dich nach den Gegenden, die man besser mit dem Auto meidet.

Wiz

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Hi,

Jetzt werde ich allerdings staendig umher fahren… nun die
Frage…
Auf welche Dinge muss ich achten? Was sind die typischen
Fallen für Europaeische Autofahrer?

warum man gerade im Sommer nach Miami Beach will, ist mir unklar. War wohl günstig :wink: Stell Dich auf viel warm und viel feucht ein. Damit meine ich hohe Luftfeuchtigkeit und hohe Gewitterneigung. Das bringt uns zum ersten Tip: In Miami hat man das Abwassersystem nicht auf Gewitter/Unwetter ausgelegt. Nach einem ordentlichen Guß steht das Wasser mitunter mal einen halben Meter auf der Straße. Dann ist Vorsicht angesagt.

Kommt Ihr auf einer Überlandstraße in ein Gewitter, sucht euch möglichst schnell einen sicheren Parkplatz abseits von der Straße. Das hat zwei Gründe: Erstens sieht man schnell gar nichts mehr - und ich meine gar nichts, d.h. egal ob mit Scheibenwischer oder ohne: es macht keinen Unterschied. Zweitens ficht genau dies die Trucker nicht an. Die kennen den Weg und fahren mit unverminderter Geschwindigkeit weiter. Ein PKW wird im Zweifel nur als kleine Unebenheit registriert :wink:

Das mit dem Parken ist da so eine Sache. Teilweise gilt ein Parkverbot wie schon erwähnt zu den seltsamsten Zeiten. Das kann dazu führen, daß man morgens ab 8 im Parkverbot steht. Die Parkuhr abends schon für morgens füttern geht nicht. Das Ticket wird dann auf dem Polizeirevier bezahlt.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist für Nichtrowdies das nicht vorhandene Rechtsfahrgebot. Gefahren wird also da, wo es Spaß macht. Außerdem gibt es Autobahnausfahrten, die nach links abgehen. Hier ist Aufmerksamkeit angesagt.

Gruß,
Christian

Hi PixelKoenig,

ich war auch im Sommer in Florida, allerdings an der Golfseite (Naples).
Mittags ist es teilweise nicht auszuhalten. Nichts gegen die Hitze, aber die Luftfeuchte ist schlimm.

55 meilen ist klar… und in der stadt?

Das Tempolimit beträgt 70 m/h auf Überlandautobahnen.

Wenn gelbe Lichter an Schulen blinken, gilt ein besonderes Tempolimit.

Hier stehen noch ein paar Infos:
http://www.floridasunmagazine.com/files/1_infos_a_z…

Gruß, Joe
noch75tagebiscostarica

Hallo,

daß die Ampel, die für dich zuständig ist, dankenswerterweise auf der anderen Seite der kreuzung hängt, hast Du sicher selbst schon gesehen - ich liebe das!

Dein erster Weg sollte Dich in einen Walmart führen, hier kannst Du für 4,95 $ den aktuellen Rand McNally Straßenatlas kaufen, der somit 5 $ billiger ist, als regulär, dafür aber ein Verzeichnis aller Walmarts beinhaltet.

Dieser Atlas führt Dich notfalls sicher durch die gesamten USA, hat ein Verzeichnis der gängigen Verkehrsschilder drin und reicht für fast jede Gelegenheit.

Grüße

Wendy

Danke an Alle
Hallo Ihr,

SUPER TIPS !!!
Vielen herzlichen Dank an alle Poster.
vor allem der Link zur Seite mit den Tips war sehr lehrreich.

Ich erspare mir jetzt mal den Traffic um bei jedem einzelnd Danke schoen zu sagen *smile* sondern mache das mal ganz pauschal.

Hab mich wirklich riesig gefreut ueber eure Tips.

Vielen Dank und noch schoene sonnige Tage.

Grusz

PixelKoenig

*** Keep On Answering ***

frage am rande
meiner erfahrung nach verleihen us unternehmen nicht solange man keinen US drivers licence hat. und insurance wird doch auch verlangt.