Autolautsprecher zu Hause ?

Hi !

Macht es Sinn, Autolautsprecher in eine Kiste zu basteln und an die heimische Stereoanlage anzuschließen ?

Ich besitze ein 3-Wege System mit 80W Sinus- und 200W (2x) Musikleistung.
Der Verstärker (der Heimstereoanlage) besitzt ca. 200W (2x) Musikleistung.

Es würde kein Impedanzproblem auftauchen.

Da ich keine Ahnung von Akustikberechnungen habe, würde ich mir einfach zwei chicke Holzkisten bauen und die Lautsprecher da reinzimmern.

Ferner hätte ich da gerne noch den Autosubwoofer dran.
Gibt es für diesen Zweck billige Frequenzweichen ?

Danke für Tips.

Gruß,

Mathias

Hallo Matthias!!

Zunächst einmal zu mir: Ich habe sehr viel Erfahrung im Lautsprecherbau.

Aber jetzt zu deinen Fragen:

Macht es Sinn, Autolautsprecher in eine
Kiste zu basteln und an die heimische
Stereoanlage anzuschließen ?

Kann man pauschal nicht beantworten, hängt zudem von deinen Ansprüchen ab. Es gibt durchaus hochwertige Autolautsprecher mit denen man das machen kann. Im Durchschnitt sind Autolautsprecher aber minderwertiger als Heimlautsprecher.

Ich besitze ein 3-Wege System mit 80W
Sinus- und 200W (2x) Musikleistung.
Der Verstärker (der Heimstereoanlage)
besitzt ca. 200W (2x) Musikleistung.

Es würde kein Impedanzproblem auftauchen.

Wenn das die einzigen technischen Daten sind, die Du hast, dann hast du ein Problem:

Für eine Gehäuseberechnung brauchst du mind. folgende technische Angaben

  1. totaler Freiluftgütefaktor des Basses qts
  2. Äquivalentvolumen des Basses vas
  3. Freiluftresonanzfrequenz des Basses fs

Hast du diese Angaben nicht, kann selbst ein erfahrener Lautsprecherbauer wie ich nur grob Schätzen und ein wirklich gutes Ergebnis wäre mit Glück verbunden.

Die Belastbearkeitsangaben sind übrigens total unwichtig - zumal Lautsprecher überhaupt keine Sinusleistung besitzen (es gibt nach DIN nur eine Nenn- und eine Musikbelastbarkeit, die Tests hierfür werden mit Frequenzgemischen, dem rosa Rauschen durchgeführt und laufen über 300 Std… Die Test bei Verstärkern laufen nach anderen Kriterien, ein Verstärker muß seine Nennleistung zb. nur über 10 min. garantieren können. Die Angaben sind also kaum miteinander vergleichbar und für den Home- Carhifibereich sowiso vollkommen uninteressant. Für die erzielbare Lautstärke ist der lineare Hub des Basses und vorallem der Wirkungsgrad dB/1W/1m wesentlich wichtiger. Der Wirkungsgrad hat auch auf die Betriebssicherheit des Lautsprechers einen imensen Einfluß. 3 dB mehr bedeuten gleich Lautstärke bei halber Verstärkerleistung. Dadurch werden Boxen und Verstärker geschont.)

Da ich keine Ahnung von
Akustikberechnungen habe, würde ich mir
einfach zwei chicke Holzkisten bauen und
die Lautsprecher da reinzimmern.

Wenn Du die oben genannten Werte herausfinden kannst, mach ich dir gerne eine Computerberechnung. Falls nicht kann ich die gerne auch eine grobe Volumenschätzung und genauere Tips für den Gehäusebau durchgeben. Wichtig wäre dann der Membrandurchmesser des Basses und ob er weich oder hart aufgehängt ist (läßt sich die Membran leicht bewegen oder nicht?)wäre auch eine interessante Information.

Ferner hätte ich da gerne noch den
Autosubwoofer dran.
Gibt es für diesen Zweck billige
Frequenzweichen ?

Gibt es. Gib mir mehr Informationen über den Bass (siehe oben, zusätzlich ist hier auch noch die Impedanz wichtig)und ich sage dir welche Fertigweiche du nehmen kannst, bzw welche Bauteile du für eine selbstgelötete benötigst (ist billiger und mindestens genauso gut).

Gruß Andreas

Hi Andreas !

Zunächst einmal zu mir: Ich habe sehr
viel Erfahrung im Lautsprecherbau.

Das habe ich weiter oben in der Diskussion mit Tom gesehen.
Ich habe nur am Rande verstanden, worum es Euch geht. Hätte gar nicht gedacht, daß man über so etwas wie Boxen so angeregt diskutieren kann.

Aber jetzt zu deinen Fragen:

Macht es Sinn, Autolautsprecher in eine
Kiste zu basteln und an die heimische
Stereoanlage anzuschließen ?

Kann man pauschal nicht beantworten,
hängt zudem von deinen Ansprüchen ab. Es
gibt durchaus hochwertige
Autolautsprecher mit denen man das machen
kann. Im Durchschnitt sind
Autolautsprecher aber minderwertiger als
Heimlautsprecher.

Meine Ansprüche sind wohl eher niedrig.
Ich möchte einfach nochr ein zweites Paar Lautsprecher für meine Stereoanlage haben.
Die Autolautsprecher sind gar nicht schlecht.
Es handelt sich hierbei um das etwas ältere Visaton 200 System, welches die Infinity Kappa CS1 damals im test geschlagen hatte.

Ich besitze ein 3-Wege System mit 80W
Sinus- und 200W (2x) Musikleistung.
Der Verstärker (der Heimstereoanlage)
besitzt ca. 200W (2x) Musikleistung.

Es würde kein Impedanzproblem auftauchen.

Wenn das die einzigen technischen Daten
sind, die Du hast, dann hast du ein
Problem:

Für eine Gehäuseberechnung brauchst du
mind. folgende technische Angaben

  1. totaler Freiluftgütefaktor des Basses
    qts
  2. Äquivalentvolumen des Basses vas
  3. Freiluftresonanzfrequenz des Basses fs

Alle 3 Werte sagen mir schlichtweg gar nichts.
Kann ich sie messen ?

Hast du diese Angaben nicht, kann selbst
ein erfahrener Lautsprecherbauer wie ich
nur grob Schätzen und ein wirklich gutes
Ergebnis wäre mit Glück verbunden.

Was soll´s: trial and error-Prinzip.

Die Belastbearkeitsangaben sind übrigens
total unwichtig - zumal Lautsprecher
überhaupt keine Sinusleistung besitzen
(es gibt nach DIN nur eine Nenn- und eine
Musikbelastbarkeit, die Tests hierfür
werden mit Frequenzgemischen, dem rosa
Rauschen durchgeführt und laufen über 300
Std… Die Test bei Verstärkern laufen
nach anderen Kriterien, ein Verstärker
muß seine Nennleistung zb. nur über 10
min. garantieren können. Die Angaben sind
also kaum miteinander vergleichbar und
für den Home- Carhifibereich sowiso
vollkommen uninteressant. Für die
erzielbare Lautstärke ist der lineare
Hub des Basses und vorallem der
Wirkungsgrad dB/1W/1m wesentlich
wichtiger. Der Wirkungsgrad hat auch auf
die Betriebssicherheit des Lautsprechers
einen imensen Einfluß. 3 dB mehr bedeuten
gleich Lautstärke bei halber
Verstärkerleistung. Dadurch werden Boxen
und Verstärker geschont.)

Da ich keine Ahnung von
Akustikberechnungen habe, würde ich mir
einfach zwei chicke Holzkisten bauen und
die Lautsprecher da reinzimmern.

Wenn Du die oben genannten Werte
herausfinden kannst, mach ich dir gerne
eine Computerberechnung. Falls nicht kann
ich die gerne auch eine grobe
Volumenschätzung und genauere Tips für
den Gehäusebau durchgeben. Wichtig wäre
dann der Membrandurchmesser des Basses
und ob er weich oder hart aufgehängt ist
(läßt sich die Membran leicht bewegen
oder nicht?)wäre auch eine interessante
Information.

Also:
Bassdurchm. des Lautsprechersystems: ca. 18cm, Membran eher weich.

Durchm. des Subwoofers: ca 28-30 cm, Membran eher hart.

Ferner hätte ich da gerne noch den
Autosubwoofer dran.
Gibt es für diesen Zweck billige
Frequenzweichen ?

Gibt es. Gib mir mehr Informationen über
den Bass (siehe oben, zusätzlich ist hier
auch noch die Impedanz wichtig)und ich
sage dir welche Fertigweiche du nehmen
kannst, bzw welche Bauteile du für eine
selbstgelötete benötigst (ist billiger
und mindestens genauso gut).

Ich habe gerade festgestellt, daß das 3-Wege-System eine gemeinsame Frequenzweiche für links und rechts hat. Das ist beim Bau von zwei Boxen wohl wenig opportun.
Hier bräuchte ich wohl auch zwei neue Weichen.

Der Subwoofer besotzt 400W Leistung und ist von Pioneer.
Die Impedanz des 3.Wege-Systems sowie auch des Subwoofers ist 4 Ohm.

Würde mich freuen, wenn Du mir einen Tip geben könntest.

Gruß,

Mathias

Hallo Mathias!

Es handelt sich hierbei um das etwas
ältere Visaton 200 System, welches die
Infinity Kappa CS1 damals im test
geschlagen hatte.

Hast Du eine genaue Typenbezeichnung. Bei Visaton haben wir nämlich recht große Chancen, alle erfolderlichen Daten zu bekommen

Ich habe gerade festgestellt, daß das
3-Wege-System eine gemeinsame
Frequenzweiche für links und rechts hat.

Ich vermute, das zwar nur ein Gehäuse vorhanden ist, jedoch zwei Weichen. (Sonst wäre jeglicher Stereo-Effekt futsch)

Das ist beim Bau von zwei Boxen wohl
wenig opportun.
Hier bräuchte ich wohl auch zwei neue
Weichen.

Wird sich wahrscheinlich nicht anders realisieren lassen.

Der Subwoofer besotzt 400W Leistung und
ist von Pioneer.

Auch bei Pioneer haben wir vieleicht eine Chance, die Daten rauszubekommen. Bräuchte dafür aber auch die Typenbezeichnung.

Die Impedanz des 3.Wege-Systems sowie
auch des Subwoofers ist 4 Ohm.

Würde mich freuen, wenn Du mir einen Tip
geben könntest.

Kriegen wir schon irgendwie hin, brauche wahrscheinlich nur ein paar Tage.

Gruß Andreas

Oh Gott!!! Wenn das der Tom liest *grins* (o.T.)

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

HI Andreas !

Es handelt sich hierbei um das etwas
ältere Visaton 200 System, welches die
Infinity Kappa CS1 damals im test
geschlagen hatte.

Hast Du eine genaue Typenbezeichnung. Bei
Visaton haben wir nämlich recht große
Chancen, alle erfolderlichen Daten zu
bekommen

Einfach Visaton C 200.
Das wäre natürlich echt klasse.

Ich habe gerade festgestellt, daß das
3-Wege-System eine gemeinsame
Frequenzweiche für links und rechts hat.

Ich vermute, das zwar nur ein Gehäuse
vorhanden ist, jedoch zwei Weichen.
(Sonst wäre jeglicher Stereo-Effekt
futsch)

Richtig. Es sind sicherlich zwei Weichen in einem Gehäuse, welches man aber nicht öffnen kann.

Das ist beim Bau von zwei Boxen wohl
wenig opportun.
Hier bräuchte ich wohl auch zwei neue
Weichen.

Wird sich wahrscheinlich nicht anders
realisieren lassen.

Der Subwoofer besotzt 400W Leistung und
ist von Pioneer.

Auch bei Pioneer haben wir vieleicht eine
Chance, die Daten rauszubekommen.
Bräuchte dafür aber auch die
Typenbezeichnung.

Die Impedanz des 3.Wege-Systems sowie
auch des Subwoofers ist 4 Ohm.

Würde mich freuen, wenn Du mir einen Tip
geben könntest.

Kriegen wir schon irgendwie hin, brauche
wahrscheinlich nur ein paar Tage.

Ich schaue mal nach der Typenbezeichnung für den Sub.

Vielen Dank,

Mathias

Moin!

Richtig. Es sind sicherlich zwei Weichen
in einem Gehäuse, welches man aber nicht
öffnen kann.

Dann ist es wohl mit Kunstharz vergossen. Alles andere läßt sich mit brachialer Gewalt öffnen. Schwerwiegender ist, daß solche Frequenzweichen meist auf einer Platine aufgebaut sind, die sich in den seltensten Fällen einfach durchsägen läßt. Idealfall wären zwei Platinen in einem Gehäuse, ist aber auch eher selten.

Warum Du die Weiche dennoch aufbrechen solltest: So kannst Du an die Werte der Filterelemente der Weiche kommen, falls das Internet darüber nichts hergibt. Es geht natürlich auch, wenn man die Kennfelder der Lautsprecher hat.

Generell sollte Dir aber klar sein, daß die Lautsprecher für andere Betriebsbedingungen konzipiert sind. So sind Einbau-Komponenten für’s Auto oft sehr baßlastig ausgelegt (was ja im Auto durchaus seine Berechtigung hat), wie beispielsweise mein Blaupunkt XL170-System. So ist eben vom Baß auch noch was zu hören, wenn die Fahrgeräusche ihn bei Heimboxen überdecken würden. Zudem hast Du noch einen Subwoofer dabei. Ich fürchte, daß diese Kombination selbst für ausgesprochene Baßliebhaber zu wuchtig wird. Soll nicht heißen, daß sich damit keine passablen Boxen bauen lassen, aber ob der Klang letztendlich Deinen Geschmack trifft, bleibt abzuwarten.

Munter bleiben… TRICHTEX

Hallo Günter!

Generell sollte Dir aber klar sein, daß
die Lautsprecher für andere
Betriebsbedingungen konzipiert sind.

Richtig!! Etwas wirklich gutes wird man daraus nicht machen können

So

sind Einbau-Komponenten für’s Auto oft
sehr baßlastig ausgelegt
Zudem hast Du noch einen Subwoofer dabei.
Ich fürchte, daß diese Kombination selbst
für ausgesprochene Baßliebhaber zu
wuchtig wird.

Im Prinzip kein Widerspruch! Autosysteme sind häufig basslastig ausgelegt. Das hängt jedoch wesentlich mit den räumlichen Begebenheiten zusammen. Häufig wird der Kofferraum als Volumen genutzt. Diese Volumen sind sehr groß. Gleichzeitig ist der zu beschallende Raum recht klein. Dies führt zu einer deutlichen Verstärkung der Frequenzen um 50 Hz, also dem Tiefbaß (physikalische Begründung dauert mir jetzt zu lange, kann aber auf Wunsch nachgeliefert werden.)
Das bedeutet, daß ein im Auto eingebauter, baßlastiger Lautsprecher bzw. Lautsprechersystem, der/das in einem Gehäuse und zuhause genutzt wird, noch lange nicht baßlastig klingen muß.
Im Gegenteil ist es sogar so, daß Autobässe im Durchschnitt härter aufgehängt sind und damit höhere Resonanzfrequenzen besitzen als „Homehifibässe“ um einen zu stark dröhnenden Bass zu vermeiden.

Also um die Basslastigkeit mach ich mir bei der ganzen Geschichte keine Sorgen, zumal der Subwoofer hart aufgehängt sein soll. Das die Ansprüche an ein solches Projekt recht niedrig anzusetzen sind, dürfte auch jedem klar sein.
Ich hoffe nur, daß es gelingt die Thiel-Small Parameter zu bekommen weil sonst wäre selbst ein halbwegs aktzeptables Ergebnis mit etwas Glück verbunden. Aber diesbezüglich bin ich bereits bei Visaton am Ball.

Beste Grüße Andreas

Hi !

Macht es Sinn, Autolautsprecher in eine
Kiste zu basteln und an die heimische
Stereoanlage anzuschließen ?

Vergiss das bitte. Das hört sich beschissen an.