Hi Andreas !
Zunächst einmal zu mir: Ich habe sehr
viel Erfahrung im Lautsprecherbau.
Das habe ich weiter oben in der Diskussion mit Tom gesehen.
Ich habe nur am Rande verstanden, worum es Euch geht. Hätte gar nicht gedacht, daß man über so etwas wie Boxen so angeregt diskutieren kann.
Aber jetzt zu deinen Fragen:
Macht es Sinn, Autolautsprecher in eine
Kiste zu basteln und an die heimische
Stereoanlage anzuschließen ?
Kann man pauschal nicht beantworten,
hängt zudem von deinen Ansprüchen ab. Es
gibt durchaus hochwertige
Autolautsprecher mit denen man das machen
kann. Im Durchschnitt sind
Autolautsprecher aber minderwertiger als
Heimlautsprecher.
Meine Ansprüche sind wohl eher niedrig.
Ich möchte einfach nochr ein zweites Paar Lautsprecher für meine Stereoanlage haben.
Die Autolautsprecher sind gar nicht schlecht.
Es handelt sich hierbei um das etwas ältere Visaton 200 System, welches die Infinity Kappa CS1 damals im test geschlagen hatte.
Ich besitze ein 3-Wege System mit 80W
Sinus- und 200W (2x) Musikleistung.
Der Verstärker (der Heimstereoanlage)
besitzt ca. 200W (2x) Musikleistung.
Es würde kein Impedanzproblem auftauchen.
Wenn das die einzigen technischen Daten
sind, die Du hast, dann hast du ein
Problem:
Für eine Gehäuseberechnung brauchst du
mind. folgende technische Angaben
- totaler Freiluftgütefaktor des Basses
qts
- Äquivalentvolumen des Basses vas
- Freiluftresonanzfrequenz des Basses fs
Alle 3 Werte sagen mir schlichtweg gar nichts.
Kann ich sie messen ?
Hast du diese Angaben nicht, kann selbst
ein erfahrener Lautsprecherbauer wie ich
nur grob Schätzen und ein wirklich gutes
Ergebnis wäre mit Glück verbunden.
Was soll´s: trial and error-Prinzip.
Die Belastbearkeitsangaben sind übrigens
total unwichtig - zumal Lautsprecher
überhaupt keine Sinusleistung besitzen
(es gibt nach DIN nur eine Nenn- und eine
Musikbelastbarkeit, die Tests hierfür
werden mit Frequenzgemischen, dem rosa
Rauschen durchgeführt und laufen über 300
Std… Die Test bei Verstärkern laufen
nach anderen Kriterien, ein Verstärker
muß seine Nennleistung zb. nur über 10
min. garantieren können. Die Angaben sind
also kaum miteinander vergleichbar und
für den Home- Carhifibereich sowiso
vollkommen uninteressant. Für die
erzielbare Lautstärke ist der lineare
Hub des Basses und vorallem der
Wirkungsgrad dB/1W/1m wesentlich
wichtiger. Der Wirkungsgrad hat auch auf
die Betriebssicherheit des Lautsprechers
einen imensen Einfluß. 3 dB mehr bedeuten
gleich Lautstärke bei halber
Verstärkerleistung. Dadurch werden Boxen
und Verstärker geschont.)
Da ich keine Ahnung von
Akustikberechnungen habe, würde ich mir
einfach zwei chicke Holzkisten bauen und
die Lautsprecher da reinzimmern.
Wenn Du die oben genannten Werte
herausfinden kannst, mach ich dir gerne
eine Computerberechnung. Falls nicht kann
ich die gerne auch eine grobe
Volumenschätzung und genauere Tips für
den Gehäusebau durchgeben. Wichtig wäre
dann der Membrandurchmesser des Basses
und ob er weich oder hart aufgehängt ist
(läßt sich die Membran leicht bewegen
oder nicht?)wäre auch eine interessante
Information.
Also:
Bassdurchm. des Lautsprechersystems: ca. 18cm, Membran eher weich.
Durchm. des Subwoofers: ca 28-30 cm, Membran eher hart.
Ferner hätte ich da gerne noch den
Autosubwoofer dran.
Gibt es für diesen Zweck billige
Frequenzweichen ?
Gibt es. Gib mir mehr Informationen über
den Bass (siehe oben, zusätzlich ist hier
auch noch die Impedanz wichtig)und ich
sage dir welche Fertigweiche du nehmen
kannst, bzw welche Bauteile du für eine
selbstgelötete benötigst (ist billiger
und mindestens genauso gut).
Ich habe gerade festgestellt, daß das 3-Wege-System eine gemeinsame Frequenzweiche für links und rechts hat. Das ist beim Bau von zwei Boxen wohl wenig opportun.
Hier bräuchte ich wohl auch zwei neue Weichen.
Der Subwoofer besotzt 400W Leistung und ist von Pioneer.
Die Impedanz des 3.Wege-Systems sowie auch des Subwoofers ist 4 Ohm.
Würde mich freuen, wenn Du mir einen Tip geben könntest.
Gruß,
Mathias