wir erhalten in letzter Zeit häufiger Anrufe, bei denen eine Stimme vom Band oder aus einem Sprachcomputer freudenstrahlend mitteilt, man habe einen Preis gewonnen.
Wir legen dann sofort auf, und gut ist erstmal.
Aber: Mit der Zeit nervt das, man rennt extra von wer-weiß-woher zum Telefon, und dann so was. Oder man bekommt den Anrufbeantworter vollgelabert, und wenn dann wirklich jemand was hinterlassen will, ist er voll.
Leider wird bei diesen Anrufen niemals die Rufnummer angezeigt.
Wie kann ich also feststellen, von wem diese Anrufe kommen, damit ich sie untersagen bzw. dagegen vorgehen kann?
Wenn ich zum Schein auf irgendwas eingehe und auf die Aufforderung „Wenn Sie dies und das wollen, drücken Sie die 1.“ dann tatsächlich die 1 drücke, habe ich möglicherweise irgendeinen Vertrag abgeschlossen. Geheime Vorbehalte gegen eine Willenserklärung sind wirkungslos (§116 BGB), und eine nicht ernst gemeinte Willenserklärung ist nur dann nichtig, wenn man sie in der Erwartung abgibt, der Mangel an Ernsthaftigkeit werde nicht verkannt (§ 118 BGB). Das heißt also, so tun als ob, um herauszufinden, wer dahintersteckt, ist nicht.
Mir fällt nur eine Fangschaltung ein, aber das wäre wohl mit Kanonen auf Spatzen geschossen.
Aufforderung „Wenn Sie dies und das wollen, drücken Sie die
1.“ dann tatsächlich die 1 drücke, habe ich möglicherweise
irgendeinen Vertrag abgeschlossen.
Nach dem Fernabsatzgesetz mit 14 tägigem Rücktrittsrecht.
Mir fällt nur eine Fangschaltung ein, aber das wäre wohl mit
Kanonen auf Spatzen geschossen.
Hat jemand eine Idee?
Nicht wirklich aber wenn du einen guten Kumpel auf einer Leitstelle hast, dann kannst du dein Telefon dorthin weiterleiten. Leitstellen haben eine permanente Fangschaltung oder besser gesagt, das unterdrücken der Rufnummer geht dort nicht.
Die Technik ist bekannt, aber zum ersten Mal höre ich von dieser Masche. Man bekommt einen Anruf und wird aufgefordert, eine bestimmte Ziffer zu wählen. Damit wird dann eine Funktion ausgelöst und die Übernahme der anfallenden Kosten bestätigt. Bei diesen Gebühren-bezahlt-der-Angerufene-Gesprächen funktioniert das so. Bei den Schweinskramlines ebenfalls, dort wird dann kostenpflichtig auf die nächste Maschine, den Operator oder direkt zur Säuselstimme weitergeleitet. In jedem Fall ist aber eine deutliche Info zu den anfallenden Kosten vorgeschrieben.
Theoretisch kannst Du so ein Ding mitschneiden und dann darauf warten, wer Geld von Dir will. Aber es lohnt die Mühe nicht, denke ich. In letzter Konsequenz gehen die Drecksäcke auch bis vor Gericht mit Dir, wenn in Deiner Beweiskette eine Lücke ist, die ein Fehlverhalten, eine Willenserklärung oder Argumentationsnot Deinerseits durchschimmern lässt. Sowas ist oft genug passiert. Vergiss nicht, die haben häufiger Sorgen mit ihren „Kunden“ und sind mit dem Überwinden der Tücken ihrer Abzocke ganz gut vertraut.
wir bekommen genau diese anrufe auch (meist sonntags!!!).
da wird man kaum was gegen machen koennen
allerhöchstens vorbeugen und keine gewinnspiele usw mitmachen (wo eine einverständniserklärung verlangt wird für „werbezwecke“ usw)
da wird man kaum was gegen machen koennen
allerhöchstens vorbeugen und keine gewinnspiele usw mitmachen
(wo eine einverständniserklärung verlangt wird für
„werbezwecke“ usw)
Wir nehmen nie an solchen Gewinnspielen teil und stimmen auch nirgends zu, wo es um die Verwendung der Daten für Werbezwecke geht. Ich gehe mal davon aus, dass die Firmen die Rufnummern aus dem Telefonbuch raussuchen.
Ich habe jetzt mal bei einem Anruf mich mit einem „freundlichen Mitarbeiter“ verbinden lassen, dieser Anruf war allerdings von der SKL, von der wir ein Los haben. Ich habe uns dann für weitere Werbeanrufe sperren lassen.
Leider wird bei diesen Anrufen niemals die Rufnummer
angezeigt.
Es gibt eine Lösung für das Problem. Ich habe bei meiner Telefongesellschaft (ARCOR) einen Dienst freigeschaltet, der Anrufe auf meinen ISDN-Anschluß NUR mit übertragener Rufnummer annimmt. Seit dem hab ich Ruhe. Allerdings sollte man sich darüber im klaren sein, das dann auch ggf. Verwandte, Freunde od. Behörden Dich nicht anrufen können, wenn sie ebenfalls die Rufnummer nicht übertragen. Jene bekommen dann eine Ansage.
Es gibt eine Lösung für das Problem. Ich habe bei meiner
Telefongesellschaft (ARCOR) einen Dienst freigeschaltet, der
Anrufe auf meinen ISDN-Anschluß NUR mit übertragener Rufnummer
annimmt.
Das können auch einige ISDN-Telefone schon, dort kann man beispielsweise alle Anrufe ohne Nummer wahlweise mit der Nachricht „nicht erreichbar“ abweisen, auf den Beantworter umleiten (normale Ansage) oder mit einer speziellen Ansage auf den Beantworter umleiten.
Allerdings sollte man sich
darüber im klaren sein, das dann auch ggf. Verwandte, Freunde
od. Behörden Dich nicht anrufen können, wenn sie ebenfalls die
Rufnummer nicht übertragen. Jene bekommen dann eine Ansage.
Dazu bekommen wir zu viele Anrufe ohne Nummer von Leuten, mit denen wir durchaus sprechen wollen. Manche davon haben die Rufnummernübermittlung ohne besondere Absicht nicht eingeschaltet (bei denen könnte man es vielleicht ändern), manche haben sie auch absichtlich blockiert (Privatnummer von Geschäftsleuten, die nur Freunden und Verwandten bekannt ist, weil sie sonst zu Hause keine Ruhe hätten).
Mein Vorschlag kommt zwar spät, hilft aber vielleicht trotzdem weiter.
Hatte selber kurz nach Weihnachten eine SMS mit dubiosem Inhalt „Ihr Weihnachtspoaket liegt auf Lager und muß umgehend abgeholt werden. Rufen Sie uns umgehend an“ mit einer 0190er nummer erhalten und mich daraufhin an die BundesNetzagentur gewandt, die den Rufnummernbetreiber dann abgemahn hatten.
Klar sieht die Sache bei Dir anders aus, aber Die werden Dir sicher sagen können was Du machen kannst.
Die rufnummer ist in Bonn die 0228 / 14-0.