Hi,
bei dem 94er Corsa-B 1,4 meiner Frau tropft Öl aus dem Automatikgetriebe. Zwischenzeitlich habe ich auch die Stelle wo es austritt lokalisiert. Wie auch immer ist der Abstand zwischen Stabilisator und Stirndeckel des Getriebes Null.
Ich vermute das meine Frau mit dem Auto also irgendwo Kontakt mit einem Bordstein o.ä. gehabt haben muss. Normalerweise ist da locker 1-2cm Abstand. Den Stabi zu tauschen ist ja nun einfach, aber irgendwie hat der Stirndeckel scheinbar einen kleinen Riss bekommen.
Da ich noch nicht richtig drunterschauen konnte bzw. der Stabi die „Unglücksstelle“ verdeckt konnte ich den Schaden noch nicht richtig beurteilen.
Nun habe ich wenig Lust das Getriebe komplett auszubauen und erst recht wenig Lust das Getriebe zu öffnen.
Ich dachte nun daran, sofern machbar, die schadhafte Stelle evtl. mit Kaltmetall abzudichten.
Allerdings habe ich Zweifel ob das vernünftig haftet.
Hat jemand sonst eine brauchbare Idee? Ich habe von dem Getriebe leider auch keine Zeichnung und weiss daher nicht was überhaupt unter dem Stirndeckel im unteren Bereich sitzt.
Also, wer hat Vorschläge oder Ideen?
Gruss Sebastian
Gruss Sebastian
Hallo Sebastian!
Ich würde da auch erstmal die verschiedenen Möglichkeiten vom einfachsten her durchprobieren, ehe Du das Getriebe zerlegst.
Das einfachste wäre, den Deckel gründlich mit Stahlwolle / Drahtbürste zu reinigen und anzurauhen, mit Bremsenreiniger und Druckluft entfetten. Und die verdächtige Stelle mit einer Dichtungsmasse dick einschmieren.
Inzwischen gibt es verschiedene Dichtungsmaterialien, welche auch auf leichten Ölrückständen haften,
am besten sowas, mit dem bei manchen Autos die Ölwannen angeklebt werden.
Das ist meist eine schwarze Masse, ähnlich wie Silikon, riecht auch genauso nach Essig.
Das wird im Zubehörhandel u.a. als „Reinzosil“ in kleinen Tuben verkauft.
Wenn während der Reinigung immer wieder Öl nachsickert, müsstest Du das Öl ablassen, und paar Stunden warten.
Das solltest Du als erstes versuchen, wenn das nicht hilft, wäre dann Kaltmetall das nächste.
Grüße, Steffen!
Hallo Steffen,
erstmal Danke für die Tipps.
Für mich völlig unverständlich ist bisher noch die Ursache.
Also entweder hats den Stabi nach hinten verschoben oder der Motor ist irgendwie nach vorne gewandert, was ich für sehr unwahrscheinlich halte.
Aber den Stabi verbiegt so leicht ja nichts. Das muss dann schon ordentlich gerummst haben. Meine Frau sagt sie hat nichts wahrgenommen.
(Hat ein Freund von mir auch mal gesagt auf meine Feststellung hin dass die Getriebeglocke seines Wagens ein 7 x 7cm grosses Loch hatte).
Getriebe ausbauen und zerlegen wäre wirklich die letzte Tat. Die Kiste hat jetzt 160TKM runter aber immerhin gerade durch den TÜV.
Ein Automatikgetriebe zerlege ich nicht ohne Handbuch. Vor den Biestern habe ich ehrlich Respekt. Da schraubst Du einen Deckel ab und Dir springen da munter die Federchen und Scheibchen entgegen 
Ausserdem sollte man da fast klinische Arbeitsbedingungen haben, wenn ich mir meine Werkstatt momentan so ansehe stelle ich mir ernsthaft die Frage was zeitaufwendiger ist:
Getriebe ausbauen, zerlegen, reparieren und zusammensetzen und einbauen oder aber Werkstatt aufräumen.
Naja, morgen werde ich mir das bei Tageslicht mal ansehen.
Aufgrund des niedrigen Ölstandes fährt der Wagen natürlich jetzt erst mal nicht ;-(
Irgenwie hatte ich mir mein Wochenende mal wieder anders vorgestellt.
Gruss Sebastian
Hallo!
Na dann hoffe ich mal, dass da nichts vom Getriebeinneren den Deckel beschädigt hat.
Wenn es von aussen geschehen ist, müsste zumindest eine Schlagspur zu sehen sein, und es nach innen eingedrückt sein.
Wenn kein Einschlag zu sehen ist, und das Material nach aussen gedrückt ist, kannst Du ein völlig entspanntes Wochenende verleben.
Vielleicht mal abends nach dem Wochenend-Familienausflug bei Ebay schauen, was solche Getriebe kosten.
Ich hatte auch schon mal bei einer Bekannten eine völlig verbogene Hinterachse im Golf gewechselt. Die Dame ist auch „nur über einen kleinen Stein“ gefahren, und hat nichts gemerkt, nur das Lenkrad stand dann 90° versetzt.
Grüße, Steffen!
Hallo Steffen,
das Grauen hat jetzt ein Gesicht 
Nachdem der Stabi runter war ist mir jetzt einiges klar.
Scheinbar ist der hintere Getriebehalter ausgeschlagen.
Jetzt ist das Getriebe im Laufe der Zeit hinten etwas abgesackt und dadurch vorne dem Stabi nähergekommen.
Am Getriebe ist jetzt eine schöne runde Auswaschung im Durchmesser des Stabis im Deckel und irgendwann war das Material des Deckels hat nicht mehr stark genug.
Zuerst war nur ein kleines Loch zu sehen aber nachdem ich etwas gepröpelt habe ist da nun ein Loch von ca. 6mmø.
Da hilft wohl wirklich nur noch Kaltmetall (grummel).
Öl läuft keins nach, der Wagen ist ja jetzt auch vorne hochgebockt.
Ich werde mal sehen ob ich heute noch Kaltmetall auftreibe und dann starte ich mal einen Versuch.
Gruss Sebastian
Der Zwischenstand
Hi Steffen,
bei traumhaftem Wind und Regen habe ich das Loch jetzt erstmal mit Zweikomponenten-Dichtmasse verschlossen (ich hasse sowas).
Aber es ist dicht. Den Stabi habe ich jetzt einen Zentimeter weiter nach vorn auf der Zugstrebe wieder befestigt, ich nehme an das der sich bei dem stümperhaft reparierten Unfallschaden des Vorbesitzers verschoben hatte.
Meine Befürchtung das gerade unter dem Stirndeckel hoher Öldruck herrscht und sich die „Reparatur“ mit Dichtmasse wieder löst scheint sich nicht zu bewahrheiten.
Jetzt hoffe ich nur das sich der Stabi im Fahrbetrieb nicht wieder nach hinten verschiebt und Kontakt zum Getriebe sucht.
Ansonsten muss ich mir doch noch den Einbau eines neuen Getriebes überlegen, denn den Deckel einzeln zu bekommen würde an ein Wunder grenzen.
Gruss Sebastian