Hallo Christoph,
Na dann gibt es doch weniger von meiner Sorte als ich dachte.
Also ich, als Laie, kann mir vorstellen (neben dem was die anderen geschrieben haben) daß man sich so fühlt wie du es beschrieben hast wenn man unter starkem Druck steht. z.B.
a) weil man soziale Probleme oder Ängste hat, sich unwohl fühlt in seiner Haut und sich ständig beobachtet also auch versucht sich mit den Augen anderer Menschen zu sehen
oder
b) unter Leistungsdruck steht (von außen oder sich selber) und ständig versucht diesen Ansprüchen zu genügen
Ich weiß von Freunden, dass Sie sich manchmal auch so fühlen
(geistig abwesend, verpeilt…) aber bei mir ist es immer und
überall.
Hast du mal versucht es genauer zu beobachten bzw. aufzuzeichnen wann du dich wie fühlst?
Ich weiß es ist ein bißchen nervig, aber möglicherweise entdeckst du daß es nicht immer ist oder in welchen Situation es verstärkt auftritt.
Fühlst du dich oft gehetzt oder gereizt und weißt nicht
wirklich weswegen?
Ich fühle mich nicht oft gehetzt, damit meine ich, dass ich
mich auch nicht hetzen lasse. Ich bin nicht der pünktlichste
Mensch und es ist mir oft egal, ob ich 10 min später bin oder
eine halbe Stunde.
Was ich auch meinte: ob du dir selber Fristen setzt wann du was geschafft haben musst und oft das Gefühl hast nicht im Soll zu sein und es beschäftigt dich ständig was du noch machen mußt? Kannst du dich nicht auf das konzentrieren was du gerade machst weil du quasi schon auf dem Sprung bist zur nächsten Sache.
Wenn ich gereizt bin, dann weiß ich eigentlich auch weswegen.
Ich bin ja keine Frau 
Ja, sehr witzig :-/
Hast du wenig Erinnerungen an deine Kindheit und dann auch oft
noch schlechte (obwohl du vielleicht von anderen weißt daß es
auch positive geben müßte)?
Ja, ich habe sehr wenige Erinnerungen an meine Kindheit. Im
Großen und Ganzen sind es aber gute Erinnerungen.
Ich weiß noch von einem Geburtstag eines Freundes, ich war
damals 10 oder 11, der Geburtstag war in einem Tennisheim und
vom Tennisheim zu den einzelnen Tennisplätzen musste man ein
Stück laufen, auch Treppen. Ich weiß noch, dass ich als
10-11-jähriger in der Mitte der etwa 20 Treppen stehenblieb
und merkte, dass um mich rum alles anders wird. Von der einen
zur anderen Treppe vom Bewussten zum Unbewussten.(so sehe ich
es heute). Ich lief die Treppen noch einmal ganz nach oben, um
zu schauen, ob sich wieder was ändert. Aber es änderte sich
bis heute nichts.
Ich habe mal gelesen daß man sich, der momentanen (oder auch schon länger anhaltenden) Stimmung entsprechend unbewusst Erinnerungen aussucht die dazupassen und auch im Nachhinein Ereignisse dem entsprechend anders beurteilt als man es damals tat.
Analysierst Du Dich (Deine Reaktionen) und Deine Umwelt oft?
Ja, ich glaube schon, dass ich es mehr mache als ein
„normaler“ Mensch
Du bist also kritischer als andere. Oder sensibler. Oder intelligenter.
Bist du dann ein anormaler Mensch?
Versuchst Du Dich ständig zu kontrollieren?
Inwiefern? In Bezug auf Kontrolle zu mir selbst? Ich denke ich
hab mich selbst z.B. in einer Diskussion, oder in einem
Gespräch unter Kontrolle.
Wählst du deine Worte mit Bedacht, willst das Richtige sagen? Versuchst du einen bestimmten Eindruck zu hinterlassen? Hast du Probleme damit dich fallen zu lassen? Brauchst du das Gefühl eine Situation kontrollieren zu können?
Stellst Du Dir hohe Ansprüche (Dich und vorallem Deine
Leistungen betreffend)?
Ja.
Vielleicht sind deine Ansprüche zu hoch?
Kannst du deine eigenen guten Leistungen würdigen und dich darüber freuen? Kannst du Lob annehmen?
Vielleicht liege ich mit meiner Interpretation total daneben…
Grüße
Emina