Automobilindustrie - Jammerlappen

Moin,

in dieser Zeit macht Dacia Ueberstunden und Gewinn.
Bezeichnend. Jammert aber nicht mit.

Wobei man allerdings ehrlich sein muss, dass momentan gerade die Fahrzeuge boomen, die eher mit veralterter Technik ausgestattet sind (und damit billig sind). Den deutschen Automobilherstellern vorzuwerfen, dass sie technisch auf der Höhe der Zeit sind (konzeptionell vielleicht nicht ganz), ist ziemlich töricht. Primitive Autos kann jeder weltweit bauen, das kann und darf nicht unserer Nische sein, da wir hierfür im Vergleich zu teuer sind.

Grüße
Jürgen

Moin,

Eine Bitte habe ich : Leute hört endlich auf € in DM
umzurechnen.

Du sprichst mir aus der Seele. Vor allem, da die Gehaltserhöhungen in der Zwischenzeit gerne ignoriert werden. Wie war das mit „Jammerlappen“:wink:

Grüße
Jürgen

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hallo

Eine Bitte habe ich : Leute hört endlich auf € in DM
umzurechnen.

nee, auf keinen fall.

Den vollen
Einkaufswagen bei Aldi für 100 DM gab es in den 70er jahren
und nicht mehr im Jahr 2000.
Ein anderer Vergleich : Im jahr 2000 hat ein guter PC knapp
2000 DM
gekostet,heute gibt es x-mal bessere Computer für unter 500 €
oder
eine Digitalcam mit 1Mil. Pixel hat 1000 DM gekostet,heute
8Millionen Pixel für unter 100 €.

Ich denke der Vergleich hinkt etwas. Es gibt wohl nichts wo der Preisverfall so groß ist wie bei Elektronikartikeln. Das liegt aber wohl nicht am Euro.
Und wer kauft schon jeden Tag Computer und Co??? Der einfache Joghurt der vor der Euroumstellung 29Pfennig gekostet hat kostet jetzt 30Cent, das Brötchen statt 20Pfennig jetzt 22Cent. Ich denke das sind die Dinge die zählen, essen muß ich nämlich jeden Tag.
Und es gibt mehr als genug Menschen (meiner Meinung nach viel zu viele) die heute dank Zeitarbeit und Billiglöhnen für 7Euro Brutto arbeiten müssen, da bleiben ja nur 5Euro Netto von übrig. Früher wäre keiner unter 10DM/Std auch nur aufgestanden um überhaupt arbeiten zu gehen. Heute werden die Menschen dazu gezwungen. Es wird weniger verdient, aber sich auch nur zu ernähren ist doppelt so teuer geworden…

Gruß

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Richtig!

Das erinnert an die Phono-Industrie im Jahre 1966.
Niemand hat damals Radios und Plattenspieler gekauft, weil bekanntermaßen HiFi-Stereo kommen würde in Transistor-Technik.

Jetzt wird auf Billigautos aus Indien etc. gewartet. Und auf Elektroautos, die (ausschließlich im Innerortsverkehr betrieben) kaum Treibstoffkosten verursachen.

Man macht sich heute schon zum Gespött, wenn man beim Tengelmann mit dem Hummer vorfährt.

LG

Gitta

Hallo,

(…)

Den deutschen
Automobilherstellern vorzuwerfen, dass sie technisch auf der
Höhe der Zeit sind (konzeptionell vielleicht nicht ganz), ist
ziemlich töricht.

Im Prinzip mache ich das ja.
Aber ich finde diesen übertriebenen Schnickschnack, der einem teilweise als Sicherheitsaspekt aufgeschwatzt wird, ganz im Gegenteil nicht auf der Höhe der Zeit, weil er an den wirklichen Bedürfnissen vieler Menschen total vorbeigeht.

Primitive Autos kann jeder weltweit bauen,
das kann und darf nicht unserer Nische sein, da wir hierfür im
Vergleich zu teuer sind.

Aus meiner Erfahrung mit anderen Branchen, vornehmlich Militär, kann ich folgendes sagen:
Es gehört sehr viel mehr Hirn und Genialität dazu, ein mässig komplexes bis einfaches Produkt zu entwickeln, das geplant zuverlässig und über den gesamten Life Cycle vernünftig wartbar ist, keine bösen Überraschungen bietet und bei denen der Kunde vor dem Kauf gescheite Antworten auf einfache Fragen bekommt wie z.B.: „Mit was habe ich denn nach 10 Jahren zu rechen?“, als irgendsoein „High-Tech“ Firlefanz a la Auto, bei dem der Kunde bei der erst besten Gelegenheit in die Röhre guckt, weil die Werkstatt keinen Fehler findet.

Gruss,
TR

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Der Markt gibt das ja eben nicht mehr her.

Ich kann es mir definitiv nicht erlauben, mir ein Auto von jemandem bauen zu lassen der schon als ungelernte Kraft am Fließband mehr als das doppelte von mir verdient.

Den ganzen modernen Elektronikkram in den heutigen Autos braucht normalerweise auch kein Mensch.
Bei meinem letzten Gebrauchtwagen habe ich sogar konsequent darauf geachtet möglichst wenig technik zu bekommen und fahre mit ihm genauso sparsam wie mit einem wesentlich jüngerem Neuwagen.

Außerdem brauche ich so auch vor eventuellen Reparaturen keine Angst zu haben.

Hi,

alle Autobauer jammer und heulen - aber hat sich schon jemand
von den Gedanken gemacht wer sich die Autos noch kaufen kann.

offenbar haben die Autobauer in den letzten Jahren schon genügend Leute gefunden die bereit waren den ganzen Mist zu kaufen. Mir ist zwar schleierhaft warum ein Golf ein Fahrwerk ausgelegt für 220kmh haben muss, warum alle Kunststoffteile inkl Stoßfänger lackiert, das Handschuhfach gekühlt und der Außenspiegel elektrisch erigier hochklappbar sein muss. Aber irgendjemand hat das gekauft und bezahlt sonst wäre es nicht gebaut worden.
So gesehen kann man eigentlich den Autobauern nicht die Schuld geben. Allerdings sind Firmen dieser Größe ja nicht nur Marktbediener sondern wecken ja unnötige Scheinbedürfnisse auch mit. Zusätzlich wird natürlich trotzdem erstmal lauthals rumgemeckert, dass liegt wohl in der Natur der Deutschen.

Das es auch Autos gibt die sicher UND preiswert sind sieht man an ausländischen Marken a la Franzosen oder Toyota oder gar Dacia.

Nur zum Vergleich im Jahre 1998 hat ein Kombi 20300 DM
gekostet, heute kostet das gleiche Modell 23000€ es hat sich
außer dem Facelifting groß nichts geändert.

Naja so ganz stimmt das IMHO nicht. In Punkto Sicherheit, Rostanfälligkeit und Lebensdauer des Motors hat sich schon viel getan in den letzten Jahrzehnten.

VG,
J~

Hallo,

Wenn ich unter bafa.de sehe wieviel Leute ein neues Auto
gekauft haben um die Abwrackprämie zu bekommen denke ich
mir,die Menschen haben doch das Geld !!

Dann schau mal in 1 Jahr wieviele von denen den Kredit/Leasingrate fuer die Karre nicht meht zahlen koennen.

Tschau
Peter

Hallo,

(…)

100%ige Zustimmung für alles Weggestrichene.

Außerdem brauche ich so auch vor eventuellen Reparaturen keine
Angst zu haben.

Genau, weil sie überschaubar und kalkulierbar sind.
Eine Reparatur bei einem elektronisch nicht versauten Auto führt mit hoher Wahrscheinlichkeit im ersten Anlauf zu dauerhaftem Erfolg.

Gruss,
TR

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Hi,

Eine Bitte habe ich : Leute hört endlich auf € in DM
umzurechnen.

nee, auf keinen fall.

Und warum nicht auch mal in Reichsmark? :smile:

Der einfache
Joghurt der vor der Euroumstellung 29Pfennig gekostet hat
kostet jetzt 30Cent, das Brötchen statt 20Pfennig jetzt
22Cent.

Ja und?
Die Frage muss doch lauten: wie viel würden Joghurt oder Brötchen heute kosten, wenn es die Euroumstellung nicht gegeben hätte.
Kannst du diese Frage seriös beantworten?

WoDi

Der Markt gibt das ja eben nicht mehr her.

Es werden also überhaupt keine Autos mehr verkauft?
Die Krise lassen wir hierbei mal aussen vor, da sich die Einkommensbedingungen zunächst nicht verändert haben.

Ich kann es mir definitiv nicht erlauben, mir ein Auto von
jemandem bauen zu lassen der schon als ungelernte Kraft am
Fließband mehr als das doppelte von mir verdient.

Die Lohnkosten haben bei einem Auto einen so kleinen Anteil am Gesamtpreis, dass du es praktisch nicht merken würdest, wenn der Lohn der dortigen Arbeiter z.B. halbiert würde.

Den ganzen modernen Elektronikkram in den heutigen Autos
braucht normalerweise auch kein Mensch.

Wie möchtest du die derzeitigen bzw. kommenden gesetzlichen Abgasnormen (Euro 4, 5 oder demnächst 6) einhalten ohne Elektronik?
Wie möchtest du Sicherheitseinrichtungen wie Airbag, ABS, ESP… ohne Elektronik realisieren?

Bei meinem letzten Gebrauchtwagen habe ich sogar konsequent
darauf geachtet möglichst wenig technik zu bekommen und fahre
mit ihm genauso sparsam wie mit einem wesentlich jüngerem
Neuwagen.

Außerdem brauche ich so auch vor eventuellen Reparaturen keine
Angst zu haben.

Die wirklich teuren Reparaturen wären Motor defekt, Getriebe defekt, Kupplung defekt, Auspuff komplett, Bremse rundum komplett…sowas in der Art. Und das sind die Reparaturen, bei denen Elektronik eine eher untergeordnete Rolle spielt.

WoDi

Naja, mechanische defekte sind in der Pannenstatistik ja nun eher selten vertreten.
Die Hauptursachen für defekte sind ja im allgemeinen in der Elektrik zu finden.
Da die Autos mittlerweile derartig komplex aufgebaut sind reicht bei einem 10 Jahre altem Auto ja schon das Versagen eines Steuergerätes um eine Reparatur unwirtschaftlich werden zu lassen.
Eine Notreparatur am Strassenrand ist fast unmöglich geworden.

Weiterhin denke ich auch, das nur der Kraftstoff der nicht verbraucht wird keine Schadstoffe verursacht.
Ein Wagen der höheren preisklasse als umweltfreundlich zu bezeichnen, wenn der problemlos 30l auf 100km mit meinetwegen auch Euro 10 verbraucht ist jedenfalls nicht der richtige weg.

Aber, das ist hier nicht das Thema.
Ich finde die Deutschen Autohersteller haben es einfach verschlafen einen wirklichen Volkswagen mit wenig Verbrauch und niedrigem Anschaffungspreis auf den Markt zu bringen.
Ich denke so an Autos vom schlag eines R4, 2CV, Käfer oder Opel Kadett B
Statt die Autos billiger werden zu lassen wird immer mehr Ausstattung selbst in Kleistwagen hineingepackt um sie wertiger erscheinen zu lassen
Für den Morgendlichen Weg zur Arbeit oder Kinder zur schule bringen brauche ich kein ESP,Elektrische Sitzverstellung, Zentralverriegelung, Navi, Regensensor, extrem kleinen CW wert usw.

Der Witz schlechthin sind dabei Stoßstangen in Wagenfarbe die das halbe Auto umgeben und beim kleinsten Anrempeln aus Sicherheitsgründen ausgetauscht werden müssen.

In höheren Fahrzeugklassen sieht das sicherlich anders aus.
Mir geht es jetzt um Autos die auch ein alleinverdiener mit 2 Kindern auch noch bezahlen kann.

Ich bin sicher kein Öko oder Pfennigfuchser.
Ich habe fast nur Old und Youngtimer, alleine schon wegen dem Fahrspaß.
Ich habe aber trotz mehrerer angemeldeter Fahrzeuge weniger Kosten Reparaturen und Wertverlust als mein nachbar, der sich ab und zu einen Neuwagen leistet.
Und weniger Spritverbrauch hat er damit auch nicht.

Die Hauptursachen für defekte sind ja im allgemeinen in der
Elektrik zu finden.

Elektrik != Elektronik.

Da die Autos mittlerweile derartig komplex aufgebaut sind
reicht bei einem 10 Jahre altem Auto ja schon das Versagen
eines Steuergerätes um eine Reparatur unwirtschaftlich werden
zu lassen.

Abgesehen davon, dass Steuergeräte äußerst selten kaputt gehen, kann bei einem so alten Auto auch ein Kupplungsdefekt zum wirtschaftlichen Totalschaden führen.

Eine Notreparatur am Strassenrand ist fast unmöglich geworden.

Mag sein, aber ist es ein Qualitätsmerkmal, wenn man ein Auto am Straßenrand reparieren kann? Wie viel Werkzeug möchtest du mitführen?

Weiterhin denke ich auch, das nur der Kraftstoff der nicht
verbraucht wird keine Schadstoffe verursacht.
Ein Wagen der höheren preisklasse als umweltfreundlich zu
bezeichnen, wenn der problemlos 30l auf 100km mit meinetwegen
auch Euro 10 verbraucht ist jedenfalls nicht der richtige
weg.

Ging es dir nicht um kleinere Autos?

Aber, das ist hier nicht das Thema.
Ich finde die Deutschen Autohersteller haben es einfach
verschlafen einen wirklichen Volkswagen mit wenig Verbrauch
und niedrigem Anschaffungspreis auf den Markt zu bringen.
Ich denke so an Autos vom schlag eines R4, 2CV, Käfer oder
Opel Kadett B

Von VW gibt es z.B. den Fox, von Ford den Ka, von Opel den Corsa.
Mercedes und BMW haben in der Tat keine Kleinwagen in deinem Sinne im Programm.

Statt die Autos billiger werden zu lassen wird immer mehr
Ausstattung selbst in Kleistwagen hineingepackt um sie
wertiger erscheinen zu lassen
Für den Morgendlichen Weg zur Arbeit oder Kinder zur schule
bringen brauche ich kein ESP,Elektrische Sitzverstellung,
Zentralverriegelung, Navi, Regensensor, extrem kleinen CW wert
usw.

ESP ist bzw. wird gesetzlich vorgeschrieben und ist im Grunde nur eine Erweiterung des ABS. Elektrische Sitzverstellung ist in dieser Fahrzeugklasse immer aufpreispflichtig, d.h., du musst es nicht mit kaufen. Dasselbe gilt für Navi und Regensensor. Der cw-Wert sollte schon aus Verbrauchsgründen niedrig sein.

Der Witz schlechthin sind dabei Stoßstangen in Wagenfarbe die
das halbe Auto umgeben und beim kleinsten Anrempeln aus
Sicherheitsgründen ausgetauscht werden müssen.

Den VW Fox z.B. bekommst du auch mit nicht lackierten Stoßfängern.

In höheren Fahrzeugklassen sieht das sicherlich anders aus.
Mir geht es jetzt um Autos die auch ein alleinverdiener mit 2
Kindern auch noch bezahlen kann.

Das kommt aber doch immer auf das Einkommen dieses Alleinverdieners an und kann daher nicht pauschal bewertet werden. Für die, die weniger verdienen, gibt es einen gut gefüllten Gebrauchtwagenmarkt.

Ich bin sicher kein Öko oder Pfennigfuchser.
Ich habe fast nur Old und Youngtimer, alleine schon wegen dem
Fahrspaß.
Ich habe aber trotz mehrerer angemeldeter Fahrzeuge weniger
Kosten Reparaturen und Wertverlust als mein nachbar, der sich
ab und zu einen Neuwagen leistet.
Und weniger Spritverbrauch hat er damit auch nicht.

Kommt halt drauf an, was der Nachbar für ein Auto hat. Die Vielfalt ist groß und es sollte eigentlich für jeden was dabei sein.

WoDi

hallo

alle Autobauer jammer und heulen - aber hat sich schon jemand
von den Gedanken gemacht wer sich die Autos noch kaufen kann.

Wenn ich unter bafa.de sehe wieviel Leute ein neues Auto
gekauft haben um die Abwrackprämie zu bekommen denke ich
mir,die Menschen haben doch das Geld !!

Nur zum Vergleich im Jahre 1998 hat ein Kombi 20300 DM
gekostet, heute kostet das gleiche Modell 23000€ es hat sich
außer dem Facelifting groß nichts geändert.

Anderes Beispiel bei einer Autozeitschrift wurde ein Ford S
Max im Dauertest vorgestellt, dieser hat 41000€ gekostet, wenn
man bedenkt sorry ich falle immer wieder mal in die DM-Zeiten
sind dies knapp 80000DM.

Eine Bitte habe ich : Leute hört endlich auf € in DM
umzurechnen.
Seit über 7Jahren haben wir den € also ist die Umrechnung nach
so langer Zeit nicht mehr zu vergleichen.Den vollen
Einkaufswagen bei Aldi für 100 DM gab es in den 70er jahren
und nicht mehr im Jahr 2000.
Ein anderer Vergleich : Im jahr 2000 hat ein guter PC knapp
2000 DM
gekostet,heute gibt es x-mal bessere Computer für unter 500 €
oder
eine Digitalcam mit 1Mil. Pixel hat 1000 DM gekostet,heute
8Millionen Pixel für unter 100 €.

Ja bei diesem Punkt mag das stimmen, aber es gibt genügend Beispiele wo sich das ganze verdoppelt hat.

Also bietet wieder Autos zu realen Preisen an und sie werden
wieder gekauft.

Die Autos gibt es,schau mal bei Citroen vorbei

Was hat ein Citroen 1998 gekostet?
Ich gehe von mir aus mit unseren Kombis, da hat sich wirklich nicht viel verändert so gar der Hubraum und PS sind gleich. Klar sind einige technische bestimmt am Motor gemacht worden, aber weniger braucht der heutige auch nicht wie früher.
Noch ein Beispiel eine Frontscheibe hat mich bei einem Connect 1500€ gekostet ( 2008)ein halbes Jahr vorher waren es 1100€. Ist das normal?

Hallo Wodi,

Mechanik ist überschaubar. Erst kommt Funktion, dann Degradation und schliesslich Kaputt.
Kaputt = Geht eindeutig nicht mehr, Tropft heraus, usw.

Eine mechanische Reparatur führt in Gegenwart von Fachwissen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf Anhieb zu dauerhaftem Erfolg.

Für Elektronik ist charakteristisch, dass „Defekt“ nicht gleich Kaputt ist. Hier gibt es intermittierende Artefakte, NTF’s (no trouble found) sind an der Tagesordnung, jede Komponente funktioniert innerhalb Spec und trotzdem wirft der Karren eine Fehlermeldung. Interfaceprobleme, hilflose Softwareupdates in der Hoffnung dass es jetzt geht.
Es ist typisch, dass man „irgendwas“ tauscht, nach dem Motto „Schauen wir mal ob’s jetzt weg ist, wenn’s wieder auftritt, dann kommen Sie wieder“

Wenn Fahrzeuge in die Jahre kommen, dann ist es genau die Elektronik, die den Wagen ruiniert, nicht die Mechanik. Das kann dir jeder bestätigen, der Autos bis ans Lebensende fährt.

Gruss,
TR

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Den deutschen
Automobilherstellern vorzuwerfen, dass sie technisch auf der
Höhe der Zeit sind (konzeptionell vielleicht nicht ganz), ist
ziemlich töricht. Primitive Autos kann jeder weltweit bauen,
das kann und darf nicht unserer Nische sein, da wir hierfür im
Vergleich zu teuer sind.

Hallo,
wenn Deine Argumente weitergedacht werden, kommst die erkenntnis, alle muessen RollRoyce bauen, hochwertigst, und wenn dieses Geschaeft nicht laeuft, sind andere Schuld, nicht diejenigen mit den am Markt vorbeientwickelten Autos.

Ich seh das ganz anders. Machen wir mal einen Vergleich. Der Dacia Logam MPV und der Opel Astra Caravan. Der Opel kostet ab 15ooo EUR mit Reimport und Tricks. Der Dacia ab 8400. Wenn ich den Astra als Diesel haben will, sind wir mit Krisenrabatt bei 18.ooo und beim Dacia bleibe ich unter 13.ooo EUR neu selbst wenn ich die 7 Sitze reinnehme, die in den kleinen Astra Caravan gar nicht reinpassen.

Ich will hier nicht sagen, dass der Astra billiger werden muss oder die Autos direkt vergleichbar waeren. Ich will darauf hinaus, dass es bei Opel kein Angebot gibt. Wo ist die Baureihe mit nix fuer wenig Geld?

Anderes Beispiel, selbst erlebt, Bekannter will drei Kindersitze in Passat nebeneinander reinbringen. Geht nicht, kauft keinen Passat, neu ab 19ooo. Er nimmt stattdessen einen Berlingo, neu ab unter 10ooo. Da ist es wieder dasselbe, die Autos sind zwar nicht vergleichbar, aber welchen Wagen hat VW anzubieten, breiter als der Passat und deutlich billiger. Kein Angebot.

Es gibt nicht das, was der Kunde braucht. Aber jammern, dass der Kunde sich weigert, die falschen Produkte zu kaufen.

Ganz so absolut ist es allerdings nicht, es werden auch noch BMW usw verkauft, halt eben 30 Prozent weniger. Wenn dann die Firma schon einknickt, erkennt man auch die Managementfehler der Vergangenheit.

Gruss Helmut

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Moin!

Als Fahrer eines solchen Wagens muss ich natürlich sofort
intervenieren…

  1. die Dinger einen unverschämten Spritverbrauch haben

…was relativ ist, niemanden etwas angeht und solange ich das
bezahle mein Problem ist.

Nun, der Dreck den Du täglich rausbläst, geht mich schon was
an.

Das eben ist das Problem: Unwissenheit und technisches Unverständnis.
Mein Auto, um ein konkretes Bsp. zu nehmen, besitzt einen 2.5 Liter 5-Zylinder Reihenmotor mit Turboaufladung (ca. 0,3-0,5 bar, also sog. „Soft-Turbo“). Der Motor verfügt über die Abgasnorm Euro 4.
Das Auto verbraucht, ja nach Einsatz, zwischen 11 und 15 L Superbenzin / 100 Km.
Dieser Motor ist recht modern und wird auch von Ford in versch. MOdellen genutzt.
Er entspricht dem Trend: kleiner Hubraum mit Aufladung.

Der Verbrauch ist relativ hoch, klar.
Aber jetzt kommt´s: der Wagen läuft um die 10.000 Km p.a., da ich für weite geschäftliche Fahrten ein sparsames Mittelklasseauto nutze und den SUV nur für Fahrten ins Büro und ins WE brauche.

Vergleiche nun meinen Schadstoffausstoß mit demjenigen eines Pendlers, der tägl. 100 Km hin und zurück fährt, also im Jahr allein 22.000 Km zum Arbeitsplatz. Dies mit einem deutschen Durchschnittsauto, 8 Jahre alt, also z.B. einem 2001er Golf 4 TDI ohne DPF.

Zudem ist mein Auto immer perfekt gewartet und wird vernünftig gefahren.

Es lohnt sich also, den Einzelfall genau zu betrachten.

Dass sich außerdem die Spritfresser auf den Öl-Preis nicht
besonders positiv auswirken, ebenfalls.

Du sprichst von Angebot und Nachfrage?
Hier verweise ich auf den relativ geringen Anteil von Autos in Klassen oberhalb der Kompakt-/unteren Mittelklasse in Europa.
Zudem weise ich auf die Nutzung der Fahrzeuge hin, s.o.

Beschwert sich der landläufige SUV-Kritiker über den
Spritverbrauch eines Mercedes E 350 T 4matic, der genau so
hoch ist wie bei meinem Volvo XC 90 2.5T oder über den
Verbrauch eines VW Bus T5 V6, der um 20% höher liegt?

Ja, tue ich, da ich jedes Auto für nicht sinnvoll halte, bei
dem zum Transport von 80 kg Mensch mehrere Tonnen Stahl
mittransportiert werden müssen (hinzu kommen für den
Stadtverkehr gleichsam nützliche wie energiesparende
Eigenschaften wie Allrad, 285er Reifen und einem CW-Wert wie
ein Kleiderschrank).

Ein Kleinwagen wiegt heute ca. 1.000 - 1.200 Kg. Der Volvo wiegt 2.200 Kg. Das ist ein Punkt.
EIn Diesel-Kleinwagen ohne DPF jedoch verspielt seinen ewichtsvorteil allein schon wegen der hoch-karzerogenen Partikel, die er ausstößt und das dann auch noch genau dort, wo man das NICHT will: in den Städten.
Ist da nicht mein Benziner-SUV mit deutlich harmoseren Abgasen die bessere Alternative?
Nicht vergessen: die meisten Diesel haben noch keine DPF, das durchschnittl. deutsche AUto ist 8 Jahre alt!

CW-Werte müsste ich ergoogeln, aber man darf bei den SUV nicht vergessen, dass der Bereich wischen Boden des Fahrzeuges und Straße keinen Windwiderstand bieten. So schlecht sind die CW-Werte faktisch nicht.

Der Volvo verfügt serienmässig über 235er Reifen.
Der genannte Mercedes über 225er.

Ein Benziner SUV, das wie meines Euro4 hat und 10.000 Km p.a.
läuft ist sicherlich besser für die Umwelt als ein Golf 4 TDI,
der 50.000 Km p.a. zum Pendeln genutzt wird.

Wer vergleicht denn hier jetzt Äpfel mit Birnen?
Der Golf-Fahrer hat ja auch das 5fache an Strecke zurückgelegt
oder willst Du andeuten dass SUV-Fahrer weniger weit fahren?

Ja, so ist es.
Vielfahrer nutzen eher selten die Fahrzeugklasse SUV.
Suche mal unter mobile.de nach Golf TDI und nach Mercedes ML 270 CDI, Baujahr 2004, und errechne die durchschn. Laufleistung.

Wobei ich nicht wissen will was ein SUV gerade bei
Kurzstrecken so rausbläst Euro-Norm hin oder her.

Gerade hier kommt mein Wagen im Vergleich zu den ach so sparsamen Dieseln super weg.

Abgesehen
mal davon, dass der Energiemehrverbrauch allein bei der
Herstellung nicht in Deine Beispiele mit einfließt.

Der wird keinen großen Unterschied machen.
500 Kg Stahl hin oder her.

Oder willst Du behaupten, dass Dein SUV genauso gut für die
Umwelt ist, wie ein Kleinwagen, der die Euro4 Norm erfüllt?

Nein.
Das würde aber implizieren, dass ich einen Kleinwagen fahren müsste, was ich niemals tun würde.
Vielmehr überlege ich aktuell, als Drittwagen einen Mercedes S 500 aus 1999 (300 PS, 2 Tonnen) anzuschaffen. Bei der geringen Fahrstrecke, für die er gedacht wäre, ist der Spritverbrauch völlig unerheblich und man würde ein vernünftiges Auto fahren.

  1. der Fahrer eines normalen Autos oder gar eines Kleinwagens
    bei einem Frontalcrash keine Chance hätte

Schon mal was von Partnerschutz gehört?
Dein Argument ist seit ca. 1998 hinfällig.

Klar, wie dieser Test von 2008 beweist:
http://auto.freenet.de/news/neuheiten/crashtest-fiat…

Das lehrt uns:
1.) Kleinwagen sollte man meiden
2.) Das NCAP-Sternesystem ist irreführend.

Im Ernst: im Fiat überleben alle.
Noch vor 20 Jahren gab es Tote, wenn in der STadt 2 Pandas aufeinander trafen.

Die Physik kann man nicht ändern, aber der Partnerschutz ist heute auf einem derart hohen Niveau, dass man sogar im Kleinwagen sicher fahren kann.
Traf man in 1990 mit einem Uno auf einen Pajero, war der Ofen aus.

  1. ich es für abartig halte, ein Auto außschließlich im
    Stadtverkehr zu nutzen, dass offentsichtlich für irgendwelche
    Wüstenrennen gebaut wurde

Das geht Dich nichts an.

Meine Meinung darf aber äußern, schließlich ist dass hier noch
ein freies Land.

Kalr.
Aber es geht Dich nichts an, wenn jemand in diesem freien Land seine Freiheit nutzt und sich einen SUV kauft.

Es gibt seit locker 25 Jahren sehr sparsame Kleinwagen.
Sie wurden auch gut verkauft.
Nur eine 6-köpfige Familie oder menschen, die viel in die
Berge fahren können mti solchen Autos nichts anfangen.

Klar, alleine hier in München gehören alle SUVs 6-köpfigen
Familien, die viel in die Berge fahren. Vor allem jene SUVs,
die aus dem Hause Porsche oder BMW oder Mercedes stammen…

Was geht es Dich an?
In meinem Umfeld gibt es einige Allradfahrzeuge, so auch Passat 4 motion u.ä., weil einige sehr aktiv im Bergsport sind, Hütten besitzen oder einfach im Schnee nicht schieben wollen.

Ich parke mit dem Volvo auf jedem Schneehaufen, was diesen Winter einfach sehr bequem war.

Komisch nur, dass ich selten mehr als einen Fahrer darin sehe.
Interessant wie viele Menschen im Anzug gerade auf dem Weg in
die Berge sind…

Die Autos taugen halt für alle Lebensbereiche.
Früher, und da ziehe ich mit, ging das natürlich alles auch mit einem Golf.

Aber die SUV sichern Arbeitsplätze und die Leute wollen sie haben.
Einmal damit fahren und man will nichts anderes mehr. So ging es mir auch. Ich bin von einem großen, schnellen Kombi umgestiegen, einem Mercedes E 320 CDI, der damals als super Kom promiss zwischen Wirtschaftlichkeit, Umweltfreundlichkeit und Leistung angesehen wurde. Gegen den Volvo ist er einfach nur eine alte Dreckschleuder.

Deshalb gibt es nicht das Einheits-Auto. Denn dafür wäre ein
politisches System nötig, das ca. 70% der Deutschen ablehnen.
Hatten wir ja schon mal.

Wer redet denn vom Einheitsauto?

Wäre das nicht eine mögliche Konsequenz aus Deiner bisherigen Argumentation?

Allerdings hat es etwas mit Verantwortungsbewusstsein zu tun,
ob ich mich für ein Fortbewgungsmittel entscheide, dass das
vier- bis fünffache der Energiekosten (Herstellung und Nutzung
zusammengerechnet) von dem verbraucht, was eigentlich für ein
gutes Auto nötig wäre.

Belege das.

Sprechen wir doch aus was es ist: Es sind Statussymbole!

Echt?
Ein fast 6 Jahre alter blauer Volvo??
Wohl kaum.

Und der Fehler der (deutschen) Autoindustrie war es, jahrelang
zu sehr auf diese zu setzen, anstatt an Alternativen zu
arbeiten.

Der Fehler, wenn es einen gab, lag beim Verbraucher, der so etwas gekauft hat. Die Hersteller bedienen nur Bedarfe von Kunden.

Gruß,
M.

Hallo!

Den deutschen
Automobilherstellern vorzuwerfen, dass sie technisch auf der
Höhe der Zeit sind (konzeptionell vielleicht nicht ganz), ist
ziemlich töricht. Primitive Autos kann jeder weltweit bauen,
das kann und darf nicht unserer Nische sein, da wir hierfür im
Vergleich zu teuer sind.

Hallo,
wenn Deine Argumente weitergedacht werden, kommst die
erkenntnis, alle muessen RollRoyce bauen, hochwertigst, und
wenn dieses Geschaeft nicht laeuft, sind andere Schuld, nicht
diejenigen mit den am Markt vorbeientwickelten Autos.

Das sehe ich nicht so.
Hochwertige Produkte zu marktgerechten Preisen ist das, was die deutsche Automobilindustrie zwischen 1980 und 2000 gut gefüttert hat.
RR hingegen war schon zwei oder dreimal banmkrott…

Das Problem heute ist, dass die Autos zu teuer sind für das was sie bieten und was der Kunde realistisch bezahlen kann.

Hinzu kommt eine teilweise befremdliche Modellpolitik.
Der BMW X6 oder der VW Golf Plus sind Autos, die kein Mensch braucht, will und kauft.
Trotzdem werden sie gebaut.

Was der MArkt braucht, fehlt bei den deutschen Herstellern im Portfolio oft.
VW muss den Fox aus Brasilien importieren, um ein Mini-Auto zum Preis eines Dacia LOgan, der in Europa produziert wird, anbieten zu können.

Ich persönlich würde niemals einen Dacia fahren, aber als Famileinvater mit niedrigem Einkommen wäre es dumm, das nicht zu tun. Ein 9 Jahre alter PAssat oder ein neuer Dacia. Da ist der Dacia sicher der bessere Deal.

Ich seh das ganz anders. Machen wir mal einen Vergleich. Der
Dacia Logam MPV und der Opel Astra Caravan. Der Opel kostet ab
15ooo EUR mit Reimport und Tricks. Der Dacia ab 8400. Wenn ich
den Astra als Diesel haben will, sind wir mit Krisenrabatt bei
18.ooo und beim Dacia bleibe ich unter 13.ooo EUR neu selbst
wenn ich die 7 Sitze reinnehme, die in den kleinen Astra
Caravan gar nicht reinpassen.

Ich will hier nicht sagen, dass der Astra billiger werden muss
oder die Autos direkt vergleichbar waeren. Ich will darauf
hinaus, dass es bei Opel kein Angebot gibt. Wo ist die
Baureihe mit nix fuer wenig Geld?

Skoda hat den Roomster. Das wäre so etwas von VW, allerdings 10 Jahre nach den Franzosen.

Anderes Beispiel, selbst erlebt, Bekannter will drei
Kindersitze in Passat nebeneinander reinbringen. Geht nicht,
kauft keinen Passat, neu ab 19ooo. Er nimmt stattdessen einen
Berlingo, neu ab unter 10ooo. Da ist es wieder dasselbe, die
Autos sind zwar nicht vergleichbar, aber welchen Wagen hat VW
anzubieten, breiter als der Passat und deutlich billiger. Kein
Angebot.

Diese Autos scheinen anzukommen.
Würde ich auch nie akufen, war aber mit 4 Erwachsenen und 1 Kind im Kindersitz damit von München aus in Prag und das klappte toll. Riesig Platz innen, 170 Km/h (ca. 100 PS Benziner, echt o.k.), 7 L Verbrauch.
Klasse Sache. Und das für 13.000 Eur neu (für einen realistisch ausgestatteten Berlingo). Was soll man da mit einem PAssat für 35.000? Verstehe ich.

Es gibt nicht das, was der Kunde braucht. Aber jammern, dass
der Kunde sich weigert, die falschen Produkte zu kaufen.

Ganz so absolut ist es allerdings nicht, es werden auch noch
BMW usw verkauft, halt eben 30 Prozent weniger. Wenn dann die
Firma schon einknickt, erkennt man auch die Managementfehler
der Vergangenheit.

So ist es.
Mercedes sehe ich z.B. auf dem richtigen Weg. Gutes Design, ordentliche Technik, (wieder) wartungsfreundlich. Die neue A Klasse wird super attraktiv auch für jüngere Leute. Die Bluetec-Motoren scheinen auf der Höhe der Zeit zu sein. Baut man die B-Klasse nun noch zu einem ordentlichen Minivan aus, sehe ich gute Chancen.
Bei BMW hingegen wird es m.E. ganz finster.
Hier fehlt eigentlich alles, was der breite Markt sucht und die 5er Fahrer brechen ihnen aufgrund rigiderer DIienstwagenregelungen reihenweise weg.
Mal sehen, ob der X1 es reisst…

Gruss,
M.

Hi!

Mechanik ist überschaubar. Erst kommt Funktion, dann
Degradation und schliesslich Kaputt.
Kaputt = Geht eindeutig nicht mehr, Tropft heraus, usw.

Eine mechanische Reparatur führt in Gegenwart von Fachwissen
mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf Anhieb zu
dauerhaftem Erfolg.

Das kommt auch immer darauf an, was sich noch lohnt.
Die von wodi beschriebenen Reparaturen können bei einem richtigen Auto schnell auf 3.000 Eur kommen und sind keineswegs unwahrscheinlich.

Ich fahre auch heuptsächlich große Gebrauchtwägen, weiss aber genau, worauf ich zu achten habe und brauche bei manchen Käufen sehr viel Zeit für das Finden des richtigen Angebotes, die auch Geld kostet.

Für Elektronik ist charakteristisch, dass „Defekt“ nicht
gleich Kaputt ist. Hier gibt es intermittierende Artefakte,
NTF’s (no trouble found) sind an der Tagesordnung, jede
Komponente funktioniert innerhalb Spec und trotzdem wirft der
Karren eine Fehlermeldung. Interfaceprobleme, hilflose
Softwareupdates in der Hoffnung dass es jetzt geht.
Es ist typisch, dass man „irgendwas“ tauscht, nach dem Motto
„Schauen wir mal ob’s jetzt weg ist, wenn’s wieder auftritt,
dann kommen Sie wieder“

Das Problem gibt es ab und an, klar.
Bei Volvo, Mercedes und BMW hält sich das jedoch nach meiner Erfahrung auch nach einigen Jahren noch in Grenzen.
Unlösbare Elektronik-Probleme oder sehr teure gab es bislang nicht.

Wenn Fahrzeuge in die Jahre kommen, dann ist es genau die
Elektronik, die den Wagen ruiniert, nicht die Mechanik. Das
kann dir jeder bestätigen, der Autos bis ans Lebensende fährt.

Das wäre unwirtschaftlich.
Selbst ein Mercedes W126, Inbegriff von Solidität, kann bei einem Defekt des Steuergerätes ein wirtschaftlicher Totalschaden sein.

Einzig ein W123 macht da noch Sinn, aber wer will sich so eine Gurke im Alltag noch antun?

Gruß,
M.

Guten Tag.

es hat sich außer dem Facelifting groß nichts geändert.

Die Autos selbst sind größer geworden, die Motorleistung ist ø nicht ganz unerheblich gestiegen, jedes Auto hat x Airbags, Klima, Servuslenkung, ESP und ABS und Euroirgendwaskat und andere schlimme Wörter.

ich falle immer wieder mal in die DM-Zeiten sind dies knapp 80000DM.

Wieviel ist das in Fischen? Oder in Sesterzen? Man muss den € ja nicht lieben - aber irgendwann ist auch mal gut mit der Währung von Anno Tobak, oder?

Wenn ich die Löhne von Handwerkern und den Autobauern ( ich kenne
jemand der im Sep.2008 26,80€ die Stunde verdient hat)

Im Handwerk ist der Lohnanteil an den Gesamtkosten wesentlich höher als in der Autoindustrie. Wenn der Lohn in der Autoindustrie um meinetwegen 5% -LOL, habe ich schon lange nicht mehr gesehen- steigt, macht das vielleicht 1% vom Gesamtpreis aus. Was dann natürlich eine Preiserhöhung um 2,9% bedingt und rechtfertigt …

Die Preis im Handwerk sind so nicht gestiegen wenn ich
Rechnungen von 1998 zu 2008 vergleiche.

Ganz primitiv ausgedrückt, ist eine 10 m lange und 1 m hohe Mauer immer noch das gleiche Produkt wie 1998. Beim Auto - siehe oben …

Also bietet wieder Autos zu realen Preisen an und sie werden
wieder gekauft.

Du meinst reelle Preise - aber seis drum. Das Grundprodukt Auto - ein Stück Blech mit Motor und vier Rädern - wird erstens nicht nachgefragt (sonst müssten Hunderttausende davon herumfahren) und bekommst du zweitens weder in der EU noch in USA oder Japan zugelassen. TANSTAAFL - all die Umweltauflagen (die im übrigen auch die Produktion verteuern) sowie die Komfortansprüche (wieso muss ein Fliewatüt von smart eigentlich eine Servolenkung haben? Kriegen wir vor Kraft keinen Löffel mehr zum Munde?), deren Halbwertszeit zudem immer kürzer wird, kosten Geld, und dieses muss der Kunde bezahlen.

Das gleiche gilt für die mittlerweile völlig überzogenen Motorleistungen - braucht ein Auto von 1000 kg, das einmal im Jahr auf die Autobahn kommt und sonst 90% auf Kurzstrecken bewegt wird, 200 und mehr PS? Tja - es wird aber nachgefragt, bzw. wurde. Und jetzt tun alle so, als hätten die Autobauer jahrelang dem Kunden diese Fahrzeuge aufgedrückt — wenn der Bedarf nicht da war, wieso hat es denn dann die letzten Jahre so gebrummt beim Autoverkauf?

Trotzdem haben sich die Autobauer, speziell die deutschen, natürlich auch selbst in die Ecke gemalt, indem z.B. VW den 3 L - Lupo nicht nur, berechtigt wegen mangelnder Nachfrage, einstellte, sondern auch mutmaßlich dafür sorgte, dass man dieses Fahrzeug nicht mehr kurzfristig auflegen kann. Gleiches gilt für den smart Forfour, der sich im Augenblick wohl verkaufen würde wie geschnitten Brot … die richtigen Fahrzeuge waren da, aber zur falschen Zeit.

Dummerweise ist es natürlich auch so, dass man an einer S-Klasse, einem A8 oder BMW 7 bedeutend mehr verdient als an einem Kleinwagen. Wenn man dann noch, wie in den letzten Jahren geschehen, auf extrem kurzfristige Amortisationszeiträume bei Neuinvestitionen schielt, kommt genau der jetzt zu genießende Salat heraus. Habemus endiviam.

GEK