Moin!
Als Fahrer eines solchen Wagens muss ich natürlich sofort
intervenieren…
- die Dinger einen unverschämten Spritverbrauch haben
…was relativ ist, niemanden etwas angeht und solange ich das
bezahle mein Problem ist.
Nun, der Dreck den Du täglich rausbläst, geht mich schon was
an.
Das eben ist das Problem: Unwissenheit und technisches Unverständnis.
Mein Auto, um ein konkretes Bsp. zu nehmen, besitzt einen 2.5 Liter 5-Zylinder Reihenmotor mit Turboaufladung (ca. 0,3-0,5 bar, also sog. „Soft-Turbo“). Der Motor verfügt über die Abgasnorm Euro 4.
Das Auto verbraucht, ja nach Einsatz, zwischen 11 und 15 L Superbenzin / 100 Km.
Dieser Motor ist recht modern und wird auch von Ford in versch. MOdellen genutzt.
Er entspricht dem Trend: kleiner Hubraum mit Aufladung.
Der Verbrauch ist relativ hoch, klar.
Aber jetzt kommt´s: der Wagen läuft um die 10.000 Km p.a., da ich für weite geschäftliche Fahrten ein sparsames Mittelklasseauto nutze und den SUV nur für Fahrten ins Büro und ins WE brauche.
Vergleiche nun meinen Schadstoffausstoß mit demjenigen eines Pendlers, der tägl. 100 Km hin und zurück fährt, also im Jahr allein 22.000 Km zum Arbeitsplatz. Dies mit einem deutschen Durchschnittsauto, 8 Jahre alt, also z.B. einem 2001er Golf 4 TDI ohne DPF.
Zudem ist mein Auto immer perfekt gewartet und wird vernünftig gefahren.
Es lohnt sich also, den Einzelfall genau zu betrachten.
Dass sich außerdem die Spritfresser auf den Öl-Preis nicht
besonders positiv auswirken, ebenfalls.
Du sprichst von Angebot und Nachfrage?
Hier verweise ich auf den relativ geringen Anteil von Autos in Klassen oberhalb der Kompakt-/unteren Mittelklasse in Europa.
Zudem weise ich auf die Nutzung der Fahrzeuge hin, s.o.
Beschwert sich der landläufige SUV-Kritiker über den
Spritverbrauch eines Mercedes E 350 T 4matic, der genau so
hoch ist wie bei meinem Volvo XC 90 2.5T oder über den
Verbrauch eines VW Bus T5 V6, der um 20% höher liegt?
Ja, tue ich, da ich jedes Auto für nicht sinnvoll halte, bei
dem zum Transport von 80 kg Mensch mehrere Tonnen Stahl
mittransportiert werden müssen (hinzu kommen für den
Stadtverkehr gleichsam nützliche wie energiesparende
Eigenschaften wie Allrad, 285er Reifen und einem CW-Wert wie
ein Kleiderschrank).
Ein Kleinwagen wiegt heute ca. 1.000 - 1.200 Kg. Der Volvo wiegt 2.200 Kg. Das ist ein Punkt.
EIn Diesel-Kleinwagen ohne DPF jedoch verspielt seinen ewichtsvorteil allein schon wegen der hoch-karzerogenen Partikel, die er ausstößt und das dann auch noch genau dort, wo man das NICHT will: in den Städten.
Ist da nicht mein Benziner-SUV mit deutlich harmoseren Abgasen die bessere Alternative?
Nicht vergessen: die meisten Diesel haben noch keine DPF, das durchschnittl. deutsche AUto ist 8 Jahre alt!
CW-Werte müsste ich ergoogeln, aber man darf bei den SUV nicht vergessen, dass der Bereich wischen Boden des Fahrzeuges und Straße keinen Windwiderstand bieten. So schlecht sind die CW-Werte faktisch nicht.
Der Volvo verfügt serienmässig über 235er Reifen.
Der genannte Mercedes über 225er.
Ein Benziner SUV, das wie meines Euro4 hat und 10.000 Km p.a.
läuft ist sicherlich besser für die Umwelt als ein Golf 4 TDI,
der 50.000 Km p.a. zum Pendeln genutzt wird.
Wer vergleicht denn hier jetzt Äpfel mit Birnen?
Der Golf-Fahrer hat ja auch das 5fache an Strecke zurückgelegt
oder willst Du andeuten dass SUV-Fahrer weniger weit fahren?
Ja, so ist es.
Vielfahrer nutzen eher selten die Fahrzeugklasse SUV.
Suche mal unter mobile.de nach Golf TDI und nach Mercedes ML 270 CDI, Baujahr 2004, und errechne die durchschn. Laufleistung.
Wobei ich nicht wissen will was ein SUV gerade bei
Kurzstrecken so rausbläst Euro-Norm hin oder her.
Gerade hier kommt mein Wagen im Vergleich zu den ach so sparsamen Dieseln super weg.
Abgesehen
mal davon, dass der Energiemehrverbrauch allein bei der
Herstellung nicht in Deine Beispiele mit einfließt.
Der wird keinen großen Unterschied machen.
500 Kg Stahl hin oder her.
Oder willst Du behaupten, dass Dein SUV genauso gut für die
Umwelt ist, wie ein Kleinwagen, der die Euro4 Norm erfüllt?
Nein.
Das würde aber implizieren, dass ich einen Kleinwagen fahren müsste, was ich niemals tun würde.
Vielmehr überlege ich aktuell, als Drittwagen einen Mercedes S 500 aus 1999 (300 PS, 2 Tonnen) anzuschaffen. Bei der geringen Fahrstrecke, für die er gedacht wäre, ist der Spritverbrauch völlig unerheblich und man würde ein vernünftiges Auto fahren.
- der Fahrer eines normalen Autos oder gar eines Kleinwagens
bei einem Frontalcrash keine Chance hätte
Schon mal was von Partnerschutz gehört?
Dein Argument ist seit ca. 1998 hinfällig.
Klar, wie dieser Test von 2008 beweist:
http://auto.freenet.de/news/neuheiten/crashtest-fiat…
Das lehrt uns:
1.) Kleinwagen sollte man meiden
2.) Das NCAP-Sternesystem ist irreführend.
Im Ernst: im Fiat überleben alle.
Noch vor 20 Jahren gab es Tote, wenn in der STadt 2 Pandas aufeinander trafen.
Die Physik kann man nicht ändern, aber der Partnerschutz ist heute auf einem derart hohen Niveau, dass man sogar im Kleinwagen sicher fahren kann.
Traf man in 1990 mit einem Uno auf einen Pajero, war der Ofen aus.
- ich es für abartig halte, ein Auto außschließlich im
Stadtverkehr zu nutzen, dass offentsichtlich für irgendwelche
Wüstenrennen gebaut wurde
Das geht Dich nichts an.
Meine Meinung darf aber äußern, schließlich ist dass hier noch
ein freies Land.
Kalr.
Aber es geht Dich nichts an, wenn jemand in diesem freien Land seine Freiheit nutzt und sich einen SUV kauft.
Es gibt seit locker 25 Jahren sehr sparsame Kleinwagen.
Sie wurden auch gut verkauft.
Nur eine 6-köpfige Familie oder menschen, die viel in die
Berge fahren können mti solchen Autos nichts anfangen.
Klar, alleine hier in München gehören alle SUVs 6-köpfigen
Familien, die viel in die Berge fahren. Vor allem jene SUVs,
die aus dem Hause Porsche oder BMW oder Mercedes stammen…
Was geht es Dich an?
In meinem Umfeld gibt es einige Allradfahrzeuge, so auch Passat 4 motion u.ä., weil einige sehr aktiv im Bergsport sind, Hütten besitzen oder einfach im Schnee nicht schieben wollen.
Ich parke mit dem Volvo auf jedem Schneehaufen, was diesen Winter einfach sehr bequem war.
Komisch nur, dass ich selten mehr als einen Fahrer darin sehe.
Interessant wie viele Menschen im Anzug gerade auf dem Weg in
die Berge sind…
Die Autos taugen halt für alle Lebensbereiche.
Früher, und da ziehe ich mit, ging das natürlich alles auch mit einem Golf.
Aber die SUV sichern Arbeitsplätze und die Leute wollen sie haben.
Einmal damit fahren und man will nichts anderes mehr. So ging es mir auch. Ich bin von einem großen, schnellen Kombi umgestiegen, einem Mercedes E 320 CDI, der damals als super Kom promiss zwischen Wirtschaftlichkeit, Umweltfreundlichkeit und Leistung angesehen wurde. Gegen den Volvo ist er einfach nur eine alte Dreckschleuder.
Deshalb gibt es nicht das Einheits-Auto. Denn dafür wäre ein
politisches System nötig, das ca. 70% der Deutschen ablehnen.
Hatten wir ja schon mal.
Wer redet denn vom Einheitsauto?
Wäre das nicht eine mögliche Konsequenz aus Deiner bisherigen Argumentation?
Allerdings hat es etwas mit Verantwortungsbewusstsein zu tun,
ob ich mich für ein Fortbewgungsmittel entscheide, dass das
vier- bis fünffache der Energiekosten (Herstellung und Nutzung
zusammengerechnet) von dem verbraucht, was eigentlich für ein
gutes Auto nötig wäre.
Belege das.
Sprechen wir doch aus was es ist: Es sind Statussymbole!
Echt?
Ein fast 6 Jahre alter blauer Volvo??
Wohl kaum.
Und der Fehler der (deutschen) Autoindustrie war es, jahrelang
zu sehr auf diese zu setzen, anstatt an Alternativen zu
arbeiten.
Der Fehler, wenn es einen gab, lag beim Verbraucher, der so etwas gekauft hat. Die Hersteller bedienen nur Bedarfe von Kunden.
Gruß,
M.