Autonegotiation

Hallo zusammen,

wer kann mir mal genau erklären wie dieses Auton. wirklich funktioniert. Ich weiß zwar was es machen soll, aber nicht wie es reagiert in verschiedenen Kombinationen.

z.B. 10MBit/HD fest Auto
Wie reagiert die Autoseite, wenn auf der anderen Seite
Auton. abgeschaltet wurde.

Bedankt im voraus…Joerg

Grundlagen der Autonegotiation
moings…

wer kann mir mal genau erklären wie dieses Auton. wirklich
funktioniert. Ich weiß zwar was es machen soll, aber nicht wie
es reagiert in verschiedenen Kombinationen.

Es folgt ein etwas laengerer Text zu den Grundlagen…


Der Vorgang der Autonegotiation dient zur automatischen
Konfiguration einer Übertragungsstrecke, dabei bestimmen 2 MACs
die bestmögliche Übertragungsart und Geschwindigkeit, zu der sie
beide fähig sind. Dies ist nicht mit den alten Koaxialkabeln der
10MBit/s-Systeme möglich, sondern nur bei Systemen, in welchen
jedes Endgerät eine dedizierte Leitung zu einem Sternkopf hat, in
der Regel bei Twisted-Pair Kabel oder Lichtwellenleiter.

Allerdings ist es aufgrund der sehr unterschiedlichen
Charakteristika der einzelnen Übertragungsmodi über
Lichtwellenleiter teilweise nicht einmal zu erkennen, dass
überhaupt eine Gegenstelle (mit einem anderen Übertragungsmodus)
existiert. Demnach ist Autonegotiation nur bei Twisted-Pair
Kabeln möglich und wurde auch nur dafür vom IEEE spezifiziert.

Die Autonegotiation wird zu Beginn eines Linkaufbaues
durchgeführt, danach findet keine weitere Anpassung der
Übertragungsparameter statt, im Gegensatz zu Modem-Verbindungen,
die über eine Fall-Back bzw. Fall-Forward Funktion verfügen.

Bei der Autonegotiation tauschen die beiden Linkpartner über ein
sehr einfaches Protokoll ihre jeweiligen Fähigkeiten aus und
wählen den besten gemeinsamen Modus. Das Austauschen erfolgt
mittels des Ver-sendens von 16 Bit breiten sogenannten Pages, die
bezüglich der jeweiligen Bitbedeutung exakt spezifiziert sind.
Eine Page wird solange alle 16ms wiederholt, bis von der
Gegenstation ein »Acknowledge« gesendet wird, dies erfolgt, wenn
eine Page drei mal mit identischem Inhalt empfangen wurde. Eine
wei-tere Fehlerkontrolle beziehungsweise Korrektur ist nicht
vorgesehen. Die Übertragungsdauer einer Page beträgt 2ms, die
Pulsbreite 100ns und der Pulsabstand 62,5µs. Es wird eine
alternierende Folge von Clock und Datenpulsen gesendet, beginnend
und endend jeweils mit einem Clock. Die erste Page, die
ausge-tauscht wird, ist die sogenannte »Base-Page«, deren erste 5
Bits stehen für den Nachrichtentyp (für Ethernet ist das 00001).
Die folgenden Bits geben die jeweiligen Fähigkeiten wieder, wobei
eine 1 bedeutet, dass die Fähigkeit vorhanden ist. Das Bit 13 ist
der »Remote Fault Indicator«, dieser wird gesetzt, wenn ein
Fehler erkannt wird, ein solcher kann durch eine separate Page
weitergehend bezeichnet werden. Bit 14 ist das »Acknowledgement«
Bit und wird gesetzt, wenn drei identische Pages empfangen
wurden. Das letzte Bit wird mit »Next Page Present« bezeichnet
und wird gesetzt, wenn eine weitere Page übermittelt werden soll.

z.B. 10MBit/HD fest Auto
Wie reagiert die Autoseite, wenn auf der anderen Seite
Auton. abgeschaltet wurde.

Das haengt von der Konfiguration der Autoseite ab, normalerweise
wird die Autoseite die 10MBit Linkpulse der Gegenseite
detektieren und sich ebenfalls auf 10MBit/HD festlegen, nachdem
kein Acknowledge von der 10MBit-Seite im Auto-Neg-Protokoll
kommen wird, bzw. es wird keine einzige Page gesendet…
Die 10MBit-Seite sendet nur die Standart-Link-Pulse, daher wird
die AutoSeite annehmen, dass die Gegenseite voellig veraltet ist
und nur 10MBit kann…

Allerdings hat dieser Vorgang NICHTS mit der Autonegotiation zu
tun, bei der Autoneg. handelt es sich NUR um den oben beschriebenen
Vorgang mit dem Austausch von Pages…

Eine andere Moeglichkeit waere, dass die AutoSeite bei Nichtempfang
von Autoneg.-Pages sich automatisch auf einen vorgegebenen Modus
stellt (haeufig 100MBit/HD) in der Hoffnung, dass das funktioniert…

Servutz
Stephan