Hallo Uschi,
Den Totenschein habe ich nicht gesehen, stand total unter Schock.
Das berührt mich. Auch wenn wir uns nicht kennen, Uschi, fühle ich mit dir. Ich habe diese Erfahrung, die ja jeder irgendwann einmal macht, auch hinter mit.
Gerade eben habe ich in einem anderen Brett eine Mail an jemand geschrieben, die mir vorgeworfen hat, „emotional“ zu sein. Ich versuche das also jetzt zu vermeiden, wenn ich weiterschreibe
:
Die Autopsie wollte nicht ich, sondern die Ärzte. Meine
Einwilligung
haben sie nur bekommen, weil sie mir die Ergebnisse miteilen wollten.
Dies wollen sie jetzt aber nicht mehr, was soll ich denn da denken?
Also denken kann man da tatsächlich nur Negatives. Aber das ist ein rechtliches Problem. Hast du die Einwilligung schriftlich gegeben? Auch die Bedingung, das Ergebnis zu erfahren? Ich denke, dass du einen Anspruch auf das Ergebnis hast.
Ich würde an deiner Stelle das Amt oder die Person, die das Ergebnis vorliegen hat, schriftlich auffordern, es mir zuzusenden. Dabei darauf hinweisen, dass ich nur unter dieser Bedingung meine Zustimmung gegeben habe. Kommt dann nichts, zum Rechtsanwalt gehen. Ich denke, deine Chancen sind gut. Für ein erstes Kontaktgespräch kann man Kostenfreiheit vereinbaren und darin klären, wie hoch die Kosten werden. Als Geringverdiener kannst du auch Beratungshilfe (Auskunft beim Amtsgericht) für 10 € bekommen.
Wie gesagt, das ist nun wirklich ein rechtliches Problem, keine medizinisches. Du könntest also auch vorab noch einmal ins Rechtebrett gehen, deine erste Frage war nicht richtig gestellt. Es gibt dort ja auch einige Juristen, die zuweilen antworten. - Oder soll ich für dich fragen? Ich kann dann ohne rot zu werden sagen: Eine Bekannte von mir … 
Und dann im Internet suchen, ob …
Habe bis jetzt noch nichts gefunden.
Das müsstest du aber so oder so. Denn selbst wenn in dem Autopsiebericht etwas Kritisches steht, reicht ein Einzelfall nicht, erfolgreich gegen die Vertreiber des Medikamentes vorzugehen. Wenn du die Sache wirklich intensiv verfolgen willst, müsstest du selbst eine WebSite anlegen und wo immer du kannst, darauf aufmerksam machen. Vielleicht kommen ja andere erst durch dich auf die Idee, dass bei ihnen auch so etwas vorliegen könnte, was (möglicherwiese) in dem Autopsiebericht steht.
Du musst dich aber auch fragen, ob du die Kraft und die Nerven für all das hast, was da auf dich zukommen kann. Nicht nur sachlich, sondern auch emotional.
Gruß
Peter