ich erinnere mich an ein Zitat etwa folgenden Wortlautes:
„Die Menschen erwarten, von der Wissenschaft belehrt und von der Kunst unterhalten zu werden. Als ob die Kunst sie nichts zu lehren hätte!“
Mir fällt allerdings der Autor nicht mehr ein. Das war ein Mann, ziemlich bekannt, möglicherweise Physiker.
Meine Erinnerung ist allerdings unscharf. Statt „Wissenschaft“ könnte es auch „Philosophie“, statt „Kunst“ auch „Musik“ gewesen sein. Es drückte jedenfalls große Verwunderung über diese unterschiedliche Wahrnehmung aus.
Suchmaschinen, Wikiquote etc. habe ich bemüht, ohne Ergebnis.
danke für den Schnellschuss, aber ich bin ziemlich sicher, dass er es nicht war. Es war jemand aus einem ganz anderen Fach, sowas wie Kernphysik, der sich eigentlich wenig mit ästhetischer Theorie befasst hat. Er wunderte sich in dem Zitat, dass die Leute ausschließlich von ihm oder seinem Fach erwarten, die Welt erklärt zu bekommen.
Oh Mann, kennt ihr das? Es *wurmt* mich echt. Ich komme in Stimmung, eine Belohnung auszusetzen.
Die Runde ist weiter offen, bin für jeden Tipp dankbar.
solchen Sprüchen ist oft eines gemeinsam: sie werden als Zitat eines Promi-Denkers gehandelt, aber sie sind es nicht. Da braucht nur jemand in einem Blog zu schreiben „wie Alfred Schweinstein schon sagte“ - und blitzschnell glaubt die deutschsprachige Internet-Welt daran.
Das wird dann übersetzt, und irgendwann glaubt man in der ganzen Welt, es sei ein echtes Zitat.
Das „Problem“ selbst wurde schon vor über 2000 Jahren von Horaz formuliert (wenn es denn wirklich Horaz als erster war):
delectare et prodesse…: Eine gute Rede muss dem Zuhörer Freude machen und ihm nützen.
Diese Erkenntnis findet man immer wieder - anders formuliert, bildhaft ausgemalt, usw. usw.: http://www.google.de/search?as_q=&hl=de&num=10&btnG=…