ich habe unvorsichtigerweise die autorun-Datei meines USB-Sticks gelöscht. Wenn ich jetzt im Windows Explorer den Stick anwähle, poppt ein Fenster auf, das mich fragt mit welchem Programm ich den Stick öffnen möchte. Da ist dann von Adobe über Office etc. alles dabei, was ich an Software am Rechner installiert habe. Der Stick wird also behandelt wie eine Datei mit unbekannter Endung.
Was muss ich denn da auswählen, damit sich der Stick wieder verwenden lässt bzw. kann ich die gelöschte autorun-Datei wieder irgendwo herbekommen?
Bei dem Stick handelt es sich um einen Flash Voyager USB 2.0 von Corsair, ich verwende Win XP Professional.
Hintergrund, warum ich autorun gelöscht habe: Als ich den Stick angesteckt habe, hat AntiVir angeschlagen und in autorun einen Trojaner festgestellt. Habe leider nicht notiert welcher es war, sondern statt dessen die Datei von AntiVir löschen lassen. Ich weiß, das war nicht so clever. Woher der Trojaner kommt, ist mir schleierhaft. Aber einen vollständigen Scan des Sticks kann ich ja erst wieder machen, wenn ich wieder auf ihn zugreifen kann.
Normalerweise hat eine Autorun.inf auf nem USB-Stick überhaupt nix zu suchen.
Es gibt allerdings manche Viren, die sich verbreiten, indem sie ein paar Dateien auf jeden angeschlossenen USB-Stick kopieren (u.a. Autorun.inf) damit der Virus jedesmal beim anschließen des USB-Sticks erneut ausgeführt wird.
Probier einfach mal, im Arbeitsplatz statt nem Doppelklick, den Stick mit der rechten Maustatste anzuklicken und im erscheinenden Menü den Punkt „Explorer“ zu wählen.
Wenn das funktioniert, solltest du mit dem Virenscanner den kompletten Stick und am besten auch alle anderen Datenträger des PCs untersuchen.
@echo off
set drives=a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z
for %%a in ( %drives% ) do attrib -h -a -s -r %%a:\autorun.*
for %%a in ( %drives% ) do del %%a:\autorun.*
pause
[Datei]->[Speichern unter…] anklicken.
bei „Dateityp“ „Alle Dateien“ auswählen.
bei „Dateiname“ „c:\killauto.bat“ eingeben und [Return] drücken.
Jetzt im Explorer auf die erstellte Datei doppelklicken.
Sobald der Vorgang durchgelaufen ist, sollte am unteren Fensterrand „Drücken Sie eine beliebige Taste . . .“ stehen.
Einfach eine beliebige Taste drücken und fertig.
Danach sollte der Stick wieder problemlos funktionieren.
Normalerweise hat eine Autorun.inf auf nem USB-Stick überhaupt
nix zu suchen.
Das stimmt so nicht.
Stick-Tools wie U3, Portable Apps, Virenscanner für den Stick, eine Linux- oder MacOs-Stickinstallation oder ein Notfallsystem für den USB-Stick verwenden allesamt eine autorun.inf
Gerade bei einem U3-System kann eine fehlende autorun.inf problematisch sein, da die U3-Software den Stick erst für einen Zugriff frei gibt, wenn sie gestartet und ein vergebenes Passwort eingegeben wurde.
Der U3-Installer, den man beim Stick-Hersteller downloaden kann, besitzt allerdings eine Reparaturfunktion und kann die Autorun neu schreiben. Bei anderen Systemen wie Portable Apps bleibt da nur eine Neuinstallation des Tools auf den Stick. Eigene Dateien auf dem Stick bleiben dabei aber in der Regel erhalten.
@ PantherX
Deine autorun.inf muss nicht mal einen Trojaner enthalten haben. Wesentlich wahrscheinlicher ist, das ein bestimmter Teil des Inhalts der Datei von AntiVir als Signatur eines Schädlings fehlinterpretiert wurde. Gerade AntiVir ist für zahlreiche Fehlalarme bekannt.
Normalerweise hat eine Autorun.inf auf nem USB-Stick überhaupt
nix zu suchen.
Das stimmt so nicht.
Stick-Tools wie U3, Portable Apps, Virenscanner für den Stick,
eine Linux- oder MacOs-Stickinstallation oder ein
Notfallsystem für den USB-Stick verwenden allesamt eine
autorun.inf
Gerade bei einem U3-System kann eine fehlende autorun.inf
problematisch sein, da die U3-Software den Stick erst für
einen Zugriff frei gibt, wenn sie gestartet und ein vergebenes
Passwort eingegeben wurde.
Stimmt zwar größtenteils, mit Ausnahme von U3.
Die Firmware von Sticks mit U3 Funktionalität emuliert ein CD Laufwerk auf dem sich eine Autorun.inf und eine Launcher Anwendung befinden. Diese Launcher Anwendung sucht, wenn sie gestartet wurde nach dem Laufwerksbuchstaben für den eigentlichen Datenspeicher und führt von dort aus den eigentlichen U3 Launcher aus. (Auf diesem Bereich des Sticks liegen z.B. auch die einzelnen U3 Anwendungen, Konfigurationsdateien, etc. allerdings keine Autorun.inf (Es sei denn, der Benutzer erstellt dort manuell eine…)
Der Grund dafür ist, dass Windows, auch wenn sich auf einem (normalen) USB-Stick eine Autorun.inf mit „open=programm.exe“ befindet, das angegebene Programm nicht einfach ausführt, sondern die Möglichkeit bietet es aus der Liste der durchführbaren Aktionen auszuwählen. Anders bei einem CD Laufwerk: Ist auf einer eingelegten CD eine Autorun.inf mit „open“ Anweisung wird das angegebene Programm sofort ausgeführt. Und ein U3 Stick ist für Windows nichts anderes als ein USB Stick und ein USB CD Laufwerk.
P.S.: Dass beim Doppelklick auf das Symbol eines USB Sticks der „Öffnen mit“ Dialog erscheint, habe ich bisher nur bei Befall durch diverse Viren erlebt.
P.P.S.:
Portable Apps, Virenscanner für den Stick,
eine Linux- oder MacOs-Stickinstallation oder ein
Notfallsystem für den USB-Stick verwenden allesamt eine
autorun.inf
Zugegeben, alle der Aufgelisteten Funktionen verwenden zwar eine Autorun.inf, aber: Keine(!) von denen benötigt diese zwingend um zu funktionieren…
Vielen Dank, Stick funktioniert wieder!
Herzlichen Dank, jetzt passts wieder.
Deine autorun.inf muss nicht mal einen Trojaner enthalten haben.
Wesentlich wahrscheinlicher ist, das ein bestimmter Teil des Inhalts
der Datei von AntiVir als Signatur eines Schädlings fehlinterpretiert
wurde. Gerade AntiVir ist für zahlreiche Fehlalarme bekannt.
Ich glaube, das ist bei mir passiert. An einem anderen PC konnte ich den Stick öffnen, habe einen Virenscan gemacht, nichts wurde gefunden. Dann hab ichs wieder an meinem PC probiert und es ging wieder. Habe natürlich auch meinen Rechner überprüft, aber auch der war sauber.