Autos Sicherheit

Mein 2. Post…ich weiß, aber das Thema hats mir grad angetan:

Kann man seine Sicherheit auf der Straße auch durch die Wahl des Autos beeinflussen? Ist z.B. jemand der ein robusteres Auto fährt sicherer, falls es z.B. zu einem Unfall kommt, der von jemand anders verschuldet war? (Dass es jemandem der besoffen von der Landstraße abkommt nicht viel bringt ist ja klar…)

Gruß

Hallo!
Ja.
Kauf dir einen Panzer und rüste den mit Sicherheitsgurten und mit 8 Airbags aus. Viel Spass + MfG

Hallo!
Du kannst das nur geringfügig beeinflussen. Sicher hat man in einer Mercedes E-Klasse bessere Karten bei einem Frontalzusammenstoß mit 50 km/h als in einem Smart.
Denn wozu gibt es sonst die Euro- NCAP- Wertung?
Ich denke, die sagt schon einiges aus.
So würde ich niemals, niemals (!!!) in einen in China produzierten „Geländewagen“ einsteigen. Dieser bricht laut Crash- Tests sgar auseinander und man hat dort nahezu keine Überlebenschance (bei einem Crash mit 60 km/h)…
Und im Weiteren haben diese China- „Böller“ nicht mal 1 Stern beim Euro- NCAP erhalten.
Deutsche Behörden warnen sogar eindringlich vorm Kauf dieser Fahrzeuge.

Aber das nur so am Rande.

Gruß
Florian

Hallo Bruni,

da hast du aber schlechte Karten. Du musst bedenken, dass sich die Autos gewollt verformen, um so die Aufprallenergie erst einmal zu absorbieren. D.h. ein Wagen, dessen Vorbau sehr „weich“ ist, bietet wesentlich bessere Chancen als einer mit hartem Vorbau.
Beispiel: Smart gegen S Klasse, der Smart ist hier ein sehr sicheres Auto, da der Benz die ganze Energie schluckt. Aber Smart gegen Smart? Da kommt sehr viel Aufprallenergie durch.
Und beim Panzer bekommst du die ganze Energie ab. Ob die Airbags da viel helfen?

Du kannst letztendlich immer nur hoffen, dass dein „Gegner“ eine Luxuslimousine ist, dann hast du die besten Chancen, heil davon zu kommen.

MFG
Henning

Hallo!

Na, ich weiss nicht, ob Deine Theorie so ganz richtig ist.
Ich meine mal, dass du das Fahrzeuggewicht nicht beachtet hast.
Wenn ich in einem Panzer mit 40 Tonnen sitze, und Du mir mit dem Smart da rein fährts,
werde ich es wohl etwas knallen hören, vielleicht gibt es auch einen kleinen Ruck, aber mehr wird mir nicht pasieren.

Tauschen möchte ich mit Dir in dem Fall nicht.

Grüße, Steffen!

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

bei Auto gegen Auto gehts nach Massentraegheitsgesetz, viel Gewicht hilft viel, und etwas nach Dimensionierung der Knautschzone. Du musst also viel Geld ausgeben, um in dem schwereren Auto zu sitzen, meist fuer Kaufpreis und vor allen fuer Sprit.

Wenn Alle moeglichst sicher fahren wollten, koennte der Gesetzgeber auf die Idee kommen, alle Autos GLEICH schwer zu machen, mit Sanktionen und Anreizen. Das waere aber gegen Wachstum und Vollbeschaeftigung. Die an unserem Selbstmord verdienen wollen auch leben. Jedes kaputte Bein bringt Geld.

Bei Auto gegen Betonklotz NCAP Test gehts nur um die Knautschzone, ein schweres Auto schiebt beim Crash auch sein schweres Hinterteil nach. Hier kann ein leichtes Auto genauso gut abschneiden.

Gruss Helmut

Wenn ich in einem Panzer mit 40 Tonnen sitze, und Du mir mit
dem Smart da rein fährts,

Hi,
Massentraegheit,
der Panzer faehrt mit 60km/h weiter und der Smart aendert seine Geschwindigkeit von 60km/h auf -60km/h also um 120 km/h ± eine kleine Toleranz entsprechend dem Gewichtsverhaeltnis, 2% vielleicht.
Wenn der Panzer nicht gleich elegant drueberrollt.
Gruss Helmut

Hallo,

mit ist vor zwei Jahren ein Opel Corsa A mit 50km/h auf den an der Haltestelle stehenden Linienbus geknallt.

Ich habe nur ein kleines Kitzeln im Sitz bemerkt und erst durch das Schmerzerfüllte Schreien des Autofahrers gemerkt, was da war…

gruß

dennis

Hi.

Hallo,

mit ist vor zwei Jahren ein Opel Corsa A mit 50km/h auf den an
der Haltestelle stehenden Linienbus geknallt.

Autsch. Darf man fragen, was dem Opel Corsa-Fahrer passiert ist? (frag mich bloß wie schlimm so ein Aufprall in der Regel ausgeht (wenn nur ein Fahrzeug gefahren ist)).

Ich habe nur ein kleines Kitzeln im Sitz bemerkt und erst
durch das Schmerzerfüllte Schreien des Autofahrers gemerkt,
was da war…

gruß

dennis

Gruß

Hallo,

ihr habt hier beide Recht;

ich hatte mehr den Panzer vor Augen, der mit 60 gegen eine Wand oder Betonpfeiler donnert. Den Smart merkt der Panzer wohl kaum, das stimmt.

MFG
HG

Hi.

Autsch. Darf man fragen, was dem Opel Corsa-Fahrer passiert
ist? (frag mich bloß wie schlimm so ein Aufprall in der Regel
ausgeht (wenn nur ein Fahrzeug gefahren ist)).

Er hatte eines oder beide Beine gebrochen, war evtl. nicht angschnallt und knallte gegen die Scheibe (Spinnennetz), bzw er suchte wahrscheinlich in seinen Kassetten die VOR dem Aufprall auf dem Beifahrersitz lagen nach einer anderen (hinterher lagen sie im Beifahrerfußraum) und übersah den stehenden Bus. Das Cassetten-Deck dudelte wie laut, als ich nach hinten ging um ihm zu helfen.

Die Polizei und ich standen da und rätselten Minutenlang, wie, was, wann, wo, und so weiter. O.g. Beschreibung traf es dann unserer Meinung nach am ehesten.

Der Corsa war 50cm kürzer, Armaturenbrett eingedrückt, Zündschlüssel nicht mehr AUSdrehbar (ich schnitt mit meinem „Leatherman“ das Batteriekabel durch), Motorhaube wie eine Pyramide mittig geknickt aufgestellt. Also das ganze hatte was…

Als er auf dem Boden neben der Türe lag, fragte er mich ob sein Corsa noch fahren würde Ich: „Ja, per Lkw auf den Schrottplatz“ :smile:)

gruß

dennis

Hi.

Autsch. Darf man fragen, was dem Opel Corsa-Fahrer passiert
ist? (frag mich bloß wie schlimm so ein Aufprall in der Regel
ausgeht (wenn nur ein Fahrzeug gefahren ist)).

Er hatte eines oder beide Beine gebrochen, war evtl. nicht
angschnallt und knallte gegen die Scheibe (Spinnennetz), bzw
er suchte wahrscheinlich in seinen Kassetten die VOR dem
Aufprall auf dem Beifahrersitz lagen nach einer anderen
(hinterher lagen sie im Beifahrerfußraum) und übersah den
stehenden Bus. Das Cassetten-Deck dudelte wie laut, als ich
nach hinten ging um ihm zu helfen.

Naja mit „nur“ einem oder beiden Beinen gebrochen ist er ja nochmal einigermaßen glimpflich weggekommen. Wie man in so einer Situation noch fragen kann ob das Auto noch fährt ist mir allerdings unbegreiflich…

Gruß

Die Polizei und ich standen da und rätselten Minutenlang, wie,
was, wann, wo, und so weiter. O.g. Beschreibung traf es dann
unserer Meinung nach am ehesten.

Der Corsa war 50cm kürzer, Armaturenbrett eingedrückt,
Zündschlüssel nicht mehr AUSdrehbar (ich schnitt mit meinem
„Leatherman“ das Batteriekabel durch), Motorhaube wie eine
Pyramide mittig geknickt aufgestellt. Also das ganze hatte
was…

Als er auf dem Boden neben der Türe lag, fragte er mich ob
sein Corsa noch fahren würde Ich: „Ja, per Lkw auf den
Schrottplatz“ :smile:)

gruß

dennis

Hi!

Mein 2. Post…ich weiß, aber das Thema hats mir grad angetan:

Kann man seine Sicherheit auf der Straße auch durch die Wahl
des Autos beeinflussen?

Allerdings. Vor allem dadurch, würde ich sogar behaupten.

Ist z.B. jemand der ein robusteres
Auto fährt sicherer, falls es z.B. zu einem Unfall kommt, der
von jemand anders verschuldet war?

Natürlich.

(Dass es jemandem der
besoffen von der Landstraße abkommt nicht viel bringt ist ja
klar…)

Wieso?
Wenn man mit einer neuen S-Klasse an einen Baum knallt, ist das weniger schlimm, als mit einem alten Polo.

Bei Unfällen ist es wichtig, dass die Energie von anderen „Teilen“ als dem Fahrer aufgenommen wird.
Ein baum oder eine Betonmauer nehmen wenig Energie auf.
Ein Kleinwagen kann, wegen der faktisch kleineren Knautschzone, weniger Energie aufnehmen als ein großer Wagen.
Ein Smart mit seiner Walnuß-Karosseriestruktur funktioniert nur, wenn der Unfallgegner den Großteil der Energie aufnehmen kann.
Sonst ist der Effekt ähnlich dem einer 30 Jahre alten Mercedes S-Klasse. Diese Autos waren gebaut wie eine Wand. Wenn es knallte, hatte ein kleinerer Unfallgegner keine Chance, ein Großteil der Energie musst von ihm aufgenommen werden.
Fährt man nun mit so einem Wagen gegen eine Wand, wird die Fuhre nicht (relativ) sanft abgebremst wie bei einem neuen Wagen, dessen Knautschzone einen Großteil der Energie aufnimmt, sondern zwei harte Strukturen krachen aufeinander, der Wagen ist evtl. sogar noch reparabel, aber der Fahrer ist tot. Denn er musste seine und die Energie des Sitzes selbst absorbieren. Da seine inneren Organe dann immer noch etwas länger beschleunigt sind, als der durch den Gurt oder das Lenkrad und Armaturenbrett abgebremste äußere Teil des Körpers, stirbt der Fahrer an inneren Verletzungen.

Es ist eben alles eine Frage der positiven und negativen Beschleunigung…

Am sichersten ist man somit mit einem Auto unterwegs, das eine möglichst große und ausgeklügelte Knautschzone hat.
Sehr empfehlenswert sind hier die Topmodelle von BMW und Mercedes und Audi.
Übrigens ist hier nicht allein die Bewertung im Euro NCAP-Crashtest ausschlaggebend.
Renault ist hier regelmässig an erster Stelle, weil sie nicht in die USA exportieren und somit ihr Design ganz auf die Anforderungen des europäischen Tests ausrichten können.
Die deutschen premiumhersteller müssen alle Norman weltweit erfüllen und bieten somit ein universell sicheres Produkt, nciht eines, welches rein auf die Erfüllung einiger weniger Kriterien ausgelegt ist.

Letztes Jahr hatte ich das zweifelhafte Vergnügen, einen Unfall zwischen einem Renault Laguna (die vollen 5 Sterne im Euro-NCAP Test) und einem aktuellen BMW 5er (4 Sterne) auf der Autobahn zu sehen.
Der Renault war zerfetzt, 2 Tote. Der BMW war innen stabil geblieben, alle Insassen nur leicht verletzt.

Grüße,

Mathias

Hallo Fragezeichen

Wie man in so einer Situation noch fragen kann ob das Auto noch fährt
ist mir allerdings unbegreiflich…

Schock. Da realisiert man nicht, was wirklich passiert ist und so kann einen so eine Frage ungeheuer beschäftigen.

CU
Peter

Hallo Fragezeichen

Wie man in so einer Situation noch fragen kann ob das Auto noch fährt
ist mir allerdings unbegreiflich…

Schock. Da realisiert man nicht, was wirklich passiert ist und
so kann einen so eine Frage ungeheuer beschäftigen.

Richtig. Er wollte sogar, daß ich seine Freundin anrufe, er gab mir sein Handy aus der Jackenaußenbrusttasche. Habs aber gelassen, wiel die Reaktion des Mädels, wen ich anrufe und sage: „Ich bin der freundliche Busfahrer und Ihr Freund ist mit 50km/h ungebremst auf den Bus aufgefahren…“. Die wäre begeistert gewesen *grins*

gruß

dennis