Autos zum Händler - Einkaufspreis ?

Hallo Forum, mein Bekannter sich kürzlich einen neuen Gebrauchtwagen gekauft. Er ist Geschäftsführer einer Handelsfirma ( handelt eigentlich mit Textilien, geht jedoch aus dem Firmenbriefkopf nicht hervor ). Auf Firmenpapier forderte er per Fax Angebote von Autohändlern an. Einige Händler vermuteten wohl einen Autohändlerkollegen und boten Ihm die PKWs einige Tausend (!!) Euro billiger an, als Sie auf dem Hof ausgezeichnet waren. Vermerkt war dabei stets auf dem Angebot „Händlerpreis … Euro“. Natürlich hat er zugeschlagen und so ein echt günstiges Auto gekauft. Er hat vorher die Probe gemacht und seine Frau hingeschickt, um für ein konkretes Auto nachzufragen. Natürlich war auch hier der übliche Barrabatt rauszuholen, aber bei weitem nicht der für Händler gebotene Preis. Beispiel: BMW 528 für 28.000 Euro ausgezeichnet, sollte gegen bar an Endkunden für 26.000 weggehen und sollte zum Händlerpreis von 22.500,- verkauft werden. Nun meine Frage: Warum geben Autohändler für andere Händler so großzügige Rabatte, wo bleibt Ihr Gewinn und wo ist der Haken an der Sache ??? Meinem Freund war übrigens bekannt, daß beim Verkauf Händler-Händler die Gewährleistung ausgeschlossen werden kann und hat statt dessen beim ADAC eine Reparaturversicherung abgeschlossen. Aber auch die eingesparte Garantie kann doch solche enormen Preisunterschiede nicht ausmachen.

kannst ja mal berichten …

ich glaube dein bekannter hat den günstigen preis bekommen und dabei übersehen das auch noch die MWST drauf kommt.
ist unter händlern so üblich.
und dann stimmts auch wieder.

frage: warum sollte er einem ihm total unbekannen den max rabatt einräumen ? denn ganz umsonst gibt er ihn auch an einen händler nicht weiter. man hilft sich. aber verschenkt keine provision.
eine weitere möglichkeit ist - der wagen hat ne macke. sowas drückt man an einen unbekannten gerne weg.
t.

Hat man ihm evtl. einen Nettopreis (ohne MwSt.) genannt?

Grüße
Bruno

schau mal auf die uhrzeit ! owt

Hat man ihm evtl. einen Nettopreis (ohne MwSt.) genannt?

Grüße
Bruno

Also, ich hab ja schon viele Räuberpistolen gehört, aber das hier schlägt dem sprichwörtlichen Fass den Boden aus.

HM

So sieht es aus :
Es gibt Haupthändler bzw Regionalhändler und kleinere lokale Händler.
Die Haupthändler bekommen Ihre Fahrzeuge direkt vom Hersteller.
Die kleineren Händler bekommen Ihre Fahrzeuge NUR vom Haupthändler.

Wenn ich z.B. bei einen Ford-Haupthändler gehe (bei Ford weiß ich es aus eigener Erfahrung), kann der mir (Privatmann) bis zu 16,5 % Nachlaß geben, UND VERDIENT IMMER NOCH.
Umso mehr Händler hinten dran hängen, umso weniger wird der Nachlaß.

Diese Nachläße sind nicht nur abhängig von den Zwischenhändlern.
Wenn z.B. ein kleinerer Händler mehr Fahrzeuge abnimmt, bekommt er vom Hersteller so eine Art Mengenrabatt.

Wenn also kleinere Händler viele Wagen mit Tageszulassung anbieten, treibt das die Menge der zugelassenen Wagen des Händlers hoch, seinen Rabatt vom Hersteller hoch und der Hersteller steht in den Zulassungslisten gut da.

Jedenfalls, ein Haupthändler kann einem Händler noch mehr Nachlaß geben, weil hier auch anders abgerechnet wird z.B. auch über die Menge. Nicht unrealistisch sind Nachläße zwischen 20 und 25% zwischen Haupthändler und Folgehändler, wenn die Menge stimmt.

Wenn man dann hochrechnet, das bei dem restlichen Geld noch Spediteure, Zulieferer und viele mehr dran verdienen, müßte es einem klar sein warum z.B. VDO damit rechnet, das ein PKW in Deutschland bei der Herstellung nur 10% des Verkaufspreises kostet (mein Bruder war in der Planung von VDO).

Winni