Autosuggestion

Hi!

Ich habe ja viele Allergien. Ich gehe davon aus, dass diese bei mir psychosomatisch bedingt sind. Sie haben alle angefangen als ich meinen ersten Freund hatte und das war wirklich die Hölle.
Ich habe nun schon viel bei Google gelesen, dass man durch Autosuggestion etc. es schaffen kann die Körperfunktionen zu „steuern“. Manche können zum Beispiel ja auch ihren Pulsschlag so weit abflachen dass er nicht mehr zu spüren ist.
Ich gehe einfach mal davon aus, dass ich dann auch einfach meinem Körper sagen könnte, dass er jetzt nicht mehr auf die Allergene reagieren soll.

Geht das? Wie heißt die Methode dazu genau? Gibt es dafür Kurse?

Danke schon mal, Tara

Hi Tara

Ich habe ja viele Allergien. Ich gehe davon aus, dass diese
bei mir psychosomatisch bedingt sind.

Zunächst mal: ENTWEDER ist eine Erkrankung oder eine Symptomatik allergisch ODER sie ist psychosomatisch.
Natürlich kann man jetzt rein akademisch auch darüber diskutieren, ob einzelne allergische Krankheitsbilder durch psychosomatische Hintergründe verstäkt werden können, z.B. bei einem Asthma bronchiale.

Als Spezialist für Psychosomatische Erkrankungen lernt man auf die Dauer, da genauer zu unterscheiden.
Pollenallergien sind z.B. nicht psychosomatisch bedingt, sondern eben allergische Reaktionen auf bestimmte Blütenpollen. Ein Mensch ist meinetwegen gegen Birkenpollen allergisch und deshalb kriegt er seinen Heuschnupfen immer zeitlich deutlich früher als derjenige, der z.B. gegen Gräserblüten allergisch ist.

Was Du mit Autosuggestion wiederum beschreibst, ist zum Teil das autogene Training, zum Teil auch andere Methodik, die wiederum teilweise aus dem Yoga abgeleutet wurden. Dies ist jedoch ein weites Feld.
Gruß,
Branden

Hallo Tara,

es gibt keine psychosomatisch bedingten Allergien - entweder Du bist allergisch oder Du bist es nicht. Fertisch! Aaaaaaallerdings: vor allem in puncto Haut (ganz wichtig bei uns Mädels) gibt es viele Faktoren, die völlig unkleidsame Allergie-Folgeerscheinungen wie Neurodermitis, Asthma & Co. begünstigen können (die möglichen Kreuz-Allergien nicht zu vergessen). Es gibt Tage, da braucht mich nur einer blöd anzuschauen…

Was Auto-Suggestion angeht: ja, man kann die Pulsfrequenz & Co. steuern, aber unser übereifriges Immunsystem ist in dieser Hinsicht leider stur - sprich: absolut immun… Du kannst aber sehr wohl die anderen Störfaktoren wie Stress, Angst & Co. per Auto-Suggestion (‚Selbsthypnose‘) ‚ausschalten‘. Falls Du es mal ausprobieren möchtest: http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…. Es ist absolut ungefährlich, das habe ich aber in den beiden dort verlinkten Artikeln sehr deutlich geschrieben. Das Allerschlimmste, was Dir dabei passieren kannst: Du schläfst ein und wachst ein paar Stunden später putzmunter wieder auf.

Viele Grüße

Renee

Hallo,

Allergien werden psychisch mitbeinflußt. Es gibt auch Belege dafür, daß das Immunsystem mit Nerven und Psyche zusammenhängt (die Forschung, die sich damit beschäftigt, heißt Psychoneuroimmunologie). Die Verhaltensmedizin macht sich diese Erkenntnisse bei der Behandlung von verschiedenen psychosomatischen Krankheiten an, u.a. Krankheiten des Immunsystems, der Haut, der Atemwege. Sie wendet dazu u.a. das Biofeedback, die Methode, die Du meinst, an. So wird das Biofeedback z.B. zur Behandlung von Asthma bronchiale eingesetzt, eine Krankheit, die z.T. allergisch bedingt ist. Ob für Deine Allergien Biofeedback oder eine andere verhaltensmedizinische Therapie das Richtige ist, müßtest Du allerdings mit Fachleuten vor Ort klären.

Hier noch ein paar informative Links:

Deutsche Gesellschaft für Psycho-Allergologie:

http://www.psychoallergologie.de/allergie_4_1.html

Deutsche Gesellschaft für Biofeedback:

http://www.biofeedbackforum.de/

Allergie: Die Psyche spielt mit

http://www.netdoktor.de/allergie/psyche.htm

Und hier noch der Link zu einem Posting, das „der lebende Beweis“ für psychisch bedingte Allergien geschrieben hat:

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Ihr Name ist Tessa aka Renee Bernadette. :wink:

Grüße,

Oliver Walter

Also wirklich!
Hallo Oliver,

Und hier noch der Link zu einem Posting, das „der lebende
Beweis“ für psychisch bedingte Allergien geschrieben hat:

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Ihr Name ist Tessa aka Renee Bernadette. :wink:

Du bettelst ja geradezu darum, mit der Neunschwänzigen verdroschen zu werden… *lach* Übrigens: was aus dem damaligen Posting steht Deiner Meinung nach im Gegensatz zu dem heutigen? Nichts! Daß man die ‚psychischen Nebenerscheinungen‘ durchaus steuern kann, habe ich schon damals geschrieben.

Viele Grüße

Renee

Ach ja: Humor ist eine überaus wertvolle Unterstützung. :wink:

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Guten Morgen, Renee,

Humor ist eine überaus wertvolle Unterstützung. :wink:

für den Du Dir ein Sternchen wohl verdient hast. :smile:

Grüße,

Oliver

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Hallo Branden,

Ich habe ja viele Allergien. Ich gehe davon aus, dass diese
bei mir psychosomatisch bedingt sind.

Zunächst mal: ENTWEDER ist eine Erkrankung oder eine
Symptomatik allergisch ODER sie ist psychosomatisch.

Sehr schön, dass gerade ein Psycho- Experte mal auf diesen Punkt hinweist und differenzierst; in einer Zeit, wo geradezu alles und jedes als psychosomatisch erklärt wird, ist das besonders wichtig, finde ich!

Gruß

Wilfried

Sehr schön, dass gerade ein Psycho- Experte mal auf diesen
Punkt hinweist und differenzierst; in einer Zeit, wo geradezu
alles und jedes als psychosomatisch erklärt wird, ist das
besonders wichtig, finde ich!

dANKE für Dein feed-back, Wilfried.
Es ist wirklich immer wieder verblüffend, wie stark sich diese Meinung hält, dass allergische Erkrankungen einen deutlichen psychosomatischen Anteil haben.
Ich kann diese Hypothesen nicht bestätigen. Ich habe vor meiner Facharzt-Zeit in den 80er Jahren als Allgemeinarzt gearbeitet und genug Vergleiche ziehen können.
Auch bei meiner eigenen Familie und mir selber kann ich es ganz deutlich abgrenzen, was allergisch und was psychosomatisch ist. Pünktlich zur Blütezeit und entpsrechendem Wetter setzen bei den einzelnen Familienmitgliedern die Heuschnuofen-Symptome ein.
Die Untersuchungen, die zeigen wollen, dass da ein psychosomatischer Anteilist, halte ich überwiegend für unglaubwürdig und bringen die Patienten eher dazu, den real existierenden allergischen Anteil zu „vernachlässigen“.
Gruß,
Branden

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Hallo Branden,

Sehr schön, dass gerade ein Psycho- Experte mal auf diesen
Punkt hinweist und differenzierst; in einer Zeit, wo geradezu
alles und jedes als psychosomatisch erklärt wird, ist das
besonders wichtig, finde ich!

dANKE für Dein feed-back, Wilfried.

Gern geschehen, dafür sind u.a. die Forumsbesucher ja auch da :smile:.

Es ist wirklich immer wieder verblüffend, wie stark sich diese
Meinung hält, dass allergische Erkrankungen einen deutlichen
psychosomatischen Anteil haben.

Wie gesagt: Ich bin alles andere als Experte, mir fällt nur- auch in meinem Bekanntenkreis- immer wieder auf, wie sehr alles auf psychische Ursachen zurückgeführt wird. Das geschieht vor allem- hoffe ich und schätze ich mal- von Leuten, die im Grunde genommen von Tuten und Blasen keine Ahnung haben. Wenn man dann mal sagt: „Hör mal, das weißt du doch gar nicht, du kannst doch nicht einfach sagen, dass der/die einen psychischen Schaden hat“ ist man out bzw. im günstigsten Fall total „unsensibel“.

Ich kann diese Hypothesen nicht bestätigen. Ich habe vor
meiner Facharzt-Zeit in den 80er Jahren als Allgemeinarzt
gearbeitet und genug Vergleiche ziehen können.

Das muss man wohl auch, um sich ein profundes Urteil zu erlauben. Ich würde mir sowas nie gestatten.

Auch bei meiner eigenen Familie und mir selber kann ich es
ganz deutlich abgrenzen, was allergisch und was
psychosomatisch ist. Pünktlich zur Blütezeit und
entpsrechendem Wetter setzen bei den einzelnen
Familienmitgliedern die Heuschnuofen-Symptome ein.

Klar, alles psychosomatisch *g*.

Die Untersuchungen, die zeigen wollen, dass da ein
psychosomatischer Anteilist, halte ich überwiegend für
unglaubwürdig und bringen die Patienten eher dazu, den real
existierenden allergischen Anteil zu „vernachlässigen“.

Genau so schätze ich das auch ein. Man bekommt gesagt, es sei „psychisch“ und folglich kümmert man sich nicht um den „somatischen“ Anteil nicht mehr. Sicher ist dadurch schon der ein oder andere über die Wupper gegangen. Bei Herzbeschwerden ist das sicher ähnlich gelagert. Gerade da kann man einen Haufen Mist reindeuteln; in Wirklichkeit verbirgt sich dahinter vielleicht eine ernsthafte somatische Erkrankung des Herzens, die aber so unbehandelt bleibt, solange man felsenfest an die psychische Ursache glaubt.

Gruß

Wilfried

Hallo, Branden und Wilfried,
ich bin wie ihr der Meinung, dass Allergien nicht unmittelbar auf eine psychische Ursache zurückgeführt werden können und somit eine tatsächliche rein somatische Reaktion auf Umweltreize darstellen.

Allerdings bin ich andererseits der Ansicht, dass es eine gewisse psychische Disposition gibt, die dem Auftreten und der Anfälligkeit gegenüber allergischen Reaktionen Vorschub leistet.

In meinem Bekanntenkreis erlebe ich häufig Menschen, die sich nicht recht im Einklang mit der Tatsache finden, dass sie Teil eines natürlichen Kreislaufes sind, die nichts mit Natur zu tun haben wollen und grob gesagt eine Tanne nicht von einer Eiche unterscheiden können. Stattdessen betreiben sie eine übertriebene Hygiene und fürchten sich vor jeder Türklinke, weil dort ja Bakterien kleben könnten.

Das führt natürlich dazu, dass ihr Immunsystem selbst einer geringfügigen Attacke mangels Übung nichts entgegenzusetzen hat und sie daher immer wieder unter der Begegnung mit natürlich und überall vorkommenden Keimen und Auslösern zu leiden haben - was wiederum zu einer verstärkten Vorsichtshaltung Vorschub leistet.

Anstatt sich und ihren Körper den normalerweise in geringen Mengen auftretenden Reizungen der natürlichen Umwelt auszusetzen und so ihre natürlichen Abwehrkräfte zu steigern, flüchten diese Menschen immer mehr in eine sterile, künstliche Umgebung.

Grüße
Eckard

Hallo, Eckard,

das Durcheinander hier kommt dadurch zustande, daß jeder eine andere Definition von „psychosomatisch“ verwendet.

Die heute gebräuchliche Definition besagt allerdings, daß alle Krankheiten / Störungen psychosomatisch sind, bei deren Entstehung oder Aufrechterhaltung psychische Faktoren eine Rolle spielen. Auch wenn eine Krankheit eine „rein“ somatische Ursache hat, kann sie durch psychische Faktoren wie z.B. Streß verschlimmert werden und fällt dann unter „psychosomatisch“ (oder psychophysiologisch, wie man heute auch sagt).

"Nach diesen definitorischen Abgrenzungen handelt es sich bei den Psychophysiologischen Störungen also um körperliche Erkrankungen, deren Entwicklung und Verlauf in deutlichem Ausmaß mit von psychischen Faktoren abhängt. Damit ist jedoch nicht gemeint, daß diese somatischen Störungen ‚psychogen‘ verursacht seien. Mit dem Begriff der Psychophysiologischen Störung soll lediglich dem Umstand Rechnung getragen werden, demzufolge insbesondere die Schwankungen im Verlauf körperlicher Symptome oft erheblich mit psychischen Faktoren kovariieren. Vor dem Hintergrund dieser Modellvorstellung kommt psychischen Faktoren also vor allem eine modulierende, keinesfalls als monokausal verursachende Bedeutung zu. Dieser modulierende Einfluß kann allerdings für das klinische Erscheinungsbild einer Erkrankung von entscheidender Bedeutung sein (Leplow & Ferstl, Psychophysiologische Störungen, 1998, S. 542).

Da (manche) Allergien durch psychische Faktoren in ihrem Ausprägungsgrad moduliert werden können, kann man sie unter psychosomatisch einordnen.

Grüße,

Oliver Walter

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@ Eckard + @ Oliver
Hallo Eckard, hallo Oliver,
wie schon gesagt, kann ich letztlich beides nicht bestätigen, auch, wenn ich weiß, was ihr meint und Eure Hypothesen grundsätzlich nachvollziehen kann.
Aufgrund meiner jahrzehntelangen Erfahrungen (darunter 40 Jahre Erfahrung mit Heuschnupfen-Symptomatik und allen möglichen "Auslöse-Momenten) kann ich mit großer Sicherheit behaupten, dass zumindest bei POLLENallergien jegleicher Provenienz KEINERLEI persönlichkeits- oder Auslöse-Situations-abhängige Parameter von Bedeutung sind.
Um garnicht von mir zu reden, sondern z.B. von meinem älteren Sohn, den ich sozusagen dauerhaft dieszüglich bebochten konnte, ist zu sagen, dass er sich überhaupt nicht um seine Allergie „kümmert“, ein absoluter Sportler und das Gegenteil eines „Sensibelchens“ ist (im Sinne von Eckard Andeutungen). Pünktlich zur Frühblüte geht es handfest bei ihm los mit Niesen, Augenjucken usw.
Man tut den Allergien, denke ich, keinen Gefallen, wenn man auf Verdacht eine wesentlichen psychosomatischen Anteil bei ihnen vermutet.
Wie Ihr ja wisst, ist die Psychosomatische Medizin mein Spezialgebiet und mein Interesse an ihr ungebrochen - was aber nicht heißt, dass ich manchen Interpretationen und „Studien“ gegenüber weiterhin skeptisch bleibe. :wink: Wir alle wissen ja wohl, wie Studien entstehen und welche subjektiven Einstellungen in dieslben immer wieder einfließen.
Gruß,
Branden

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Hallo Branden,

ich glaube Dir, daß Du solche Erfahrungen gemacht hast, und will auch nicht hier für die Meinung einer „psychisch bedingten“ Pollenallergie in die Bresche springen. Denn mir geht´s mit meinem Beitrag darum, dem Märchen zu widersprechen, psychosomatische Störungen seien prinzipiell alle psychisch verursacht, so daß man sich nicht mehr um den Körper kümmern müßte. Diese Meinung ist sicher falsch - da sind wir uns einig. Sie wird deshalb auch nicht von Eckard oder mir vertreten. Als psychosomatische Störungen bezeichnen wir vielmehr solche, die psychisch beeinflußt werden. Manche zählen nun einige allergisch bedingte Störungen dazu. Das ist alles.

Kleine Randbemerkung zum Schluß: Obwohl noch keiner von konkreten „Studien“ gesprochen hat, sollen Deiner Meinung nach alle Studien Deiner ärztlichen, z.T. psychoanalytischen Kollegen also total subjektiv sein, während Deine Beobachtungen - zumal Deinen Stammhalter betreffend - dagegen völlig objektiv sind? Wie kommt es, daß ich das schwer glauben kann? :wink:

Grüße,

Oliver

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Hallo, Oliver,
in der Tat scheint eine etwas verschwommene Definition von Begriffen zu vielen eigentlich gar nicht notwendigen Differenzen in den einzelnen Lagern der sich mit der menschlichen Psyche befassenden Wissenschaften zu führen.

Meine Anmerkungen ließen sich ja noch dadurch erhärten, dass sich in vielen Fällen eine Desensibilisierung durch Exposition mit (abgeschwächten) Allergenen erreichen läßt, was m.E. ganz klar darauf hinweist, dass Allergien zu allererst somatischer Natur sind.
Gleiches lässt sich auch anhand von Untersuchungen nachweisen, die die unterschiedliche Anfälligkeit für Allergien bei Stadt- und Landkindern zum Gegenstand haben.

Dass die psychische Disposition eines Menschen mit seiner physischen Gesundheit in Wechselwirkung steht, ist ja wohl unstrittig.

Die Frage, ob sich eine Erkrankung, sei sie rein somatisch oder (auch) psychogen allein durch Autosuggestion oder psychische Behandlung beheben läßt, stellt sich also eigentlich nicht oder muß mit Nein beantwortet werden. Außer Frage steht, dass die gegenseitige Unterstützung psychischer und physischer Behandlungsmethoden hilfreich sein werden.

Danke Für Deine Hinweise, Oliver, auch an Branden Dank, wenn auch für die erhellende Diskussion.
Grüße
Eckard

Hallo Oliver,

Kleine Randbemerkung zum Schluß: Obwohl noch keiner von
konkreten „Studien“ gesprochen hat, sollen Deiner Meinung nach
alle Studien Deiner ärztlichen, z.T. psychoanalytischen
Kollegen also total subjektiv sein, während Deine
Beobachtungen - zumal Deinen Stammhalter betreffend -
dagegen völlig objektiv sind? Wie kommt es, daß ich das schwer
glauben kann? :wink:

Nun, möglicherweise kannst du das deswegen schwer glauben, weil Branden möglicherweise hier eingesteht, wie langsam es auf dem Gebiet der Medizin vorwärtsgeht. Schließlich hat er seinen Sohn doch den ganzen Tag um sich, kann sich allein aufgrund dieser Tatsache doch wohl ein profundes (oder meinetwegen profunderes) Urteil gestatten :wink:.

Gruß

Wilfried

Hallo Oliver,

bei allem Respekt vor deiner fachlichen Autorität: Meinst du nicht auch, dass es genau so ausgelegt wird: Psychosomatische Beschwerden sind landläufig diejenigen Beschwerden, die psychisch bedingt sind. Da hilft jetzt auch keine wissenschaftliche Haarspalterei.

das Durcheinander hier kommt dadurch zustande, daß jeder eine
andere Definition von „psychosomatisch“ verwendet.

Wird wohl so sein, Frage die für mich entsteht: Wie kömmt es denn, dass man es gemeinhin so versteht? Hat da die Wissenschaft nicht erheblichen Anteil dran?

Übrigens finde ich- nebenbei bemerkt-, dass man dazu einen neuen Thread aufmachen müsste, denn mit der ursprünglichen Frage hat das alles nichts mehr zu tun.

Gruß

Wilfried

Hallo Oliver

Kleine Randbemerkung zum Schluß: Obwohl noch keiner von
konkreten „Studien“ gesprochen hat, sollen Deiner Meinung nach
alle Studien Deiner ärztlichen, z.T. psychoanalytischen
Kollegen also total subjektiv sein, während Deine
Beobachtungen - zumal Deinen Stammhalter betreffend -
dagegen völlig objektiv sind? Wie kommt es, daß ich das schwer
glauben kann? :wink:

Nein, selbstredend sind meine Beobachtungen a) nicht statistisch relevant und b) nicht nur auf meinen Sohn bezogen. Ich sagte ja, ich beobachte über Jahrzehnte viele Pollenallergiker und bei einigen eben ganz aus der Nähe :wink:.
Gruß,
Branden

Hallo,

ich denke, daß Du kein Problem damit haben solltest, wenn die landläufige Vorstellung von psychosomatischen Störungen richtig gestellt wird.

Grüße,

Oliver Walter

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Hallo ihr zwei,

Nun, möglicherweise kannst du das deswegen schwer glauben,
weil Branden möglicherweise hier eingesteht, wie langsam es
auf dem Gebiet der Medizin vorwärtsgeht. Schließlich hat er
seinen Sohn doch den ganzen Tag um sich, kann sich allein
aufgrund dieser Tatsache doch wohl ein profundes (oder
meinetwegen profunderes) Urteil gestatten :wink:.

bei der Beobachtung und Einschätzung der eigenen Kinder sind weder Objektivität noch Generalisierbarkeit gegeben. Auch die unsystematisch gewonnenen Ergebnisse aus der eigenen Patientenstichprobe sind aus den Gründen, die Branden oben gegen die Untersuchungen seiner Kolleginnen und Kollegen anführte, anzuzweifeln: Wer nicht dran glaubt, der sieht tendenziell nichts. Deshalb bedarf es methodisch sauberer Forschungsarbeiten.

Grüße,

Oliver Walter

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Hallo Oliver,

Nun, möglicherweise kannst du das deswegen schwer glauben,
weil Branden möglicherweise hier eingesteht, wie langsam es
auf dem Gebiet der Medizin vorwärtsgeht. Schließlich hat er
seinen Sohn doch den ganzen Tag um sich, kann sich allein
aufgrund dieser Tatsache doch wohl ein profundes (oder
meinetwegen profunderes) Urteil gestatten :wink:.

bei der Beobachtung und Einschätzung der eigenen Kinder sind
weder Objektivität

o heilige wissenschaftliche Kuh…

noch Generalisierbarkeit gegeben.

Na ja, Oliver, nix für ungut, aber bei der Fülle an wissenschaftlichen Untersuchungen, die alle was unterschiedliches aussagen, würde ich nicht so sehr auf der Objektivitäts- Kuh herumreiten.

Auch die
unsystematisch gewonnenen Ergebnisse aus der eigenen
Patientenstichprobe sind aus den Gründen, die Branden oben
gegen die Untersuchungen seiner Kolleginnen und Kollegen
anführte, anzuzweifeln:

Es ist letztendlich alles anzweifelbar und DAS ist Realität- ob einem das passt oder nicht. Mir passt es- nebenbei gesagt- nicht, weil die Orientierung dabei flöten geht. Ich sage immer erst hinterher, ob mir was geholfen hat und ziehe deswegen auch nicht den Schluß, dass es JEDEM helfen würde. Wenn mir also ein Esoverfahren helfen würde, was ich nicht ausschließen will und was dann freilich gegen jede universitäre wissenschaftliche Kotz- und Würg Objektivität gehen würde, also nicht mit wissenschaftlichen Methoden verifizierbar (sagt man glaube ich) wäre, dann wäre mir das zu deutsch und vereinfacht gesagt total egal und Banane.

Wer nicht dran glaubt, der sieht
tendenziell nichts. Deshalb bedarf es methodisch sauberer
Forschungsarbeiten.

… um noch mehr Tendenzen zu erstellen?!

Gruß

Wilfried

PS:

Heißer Tipp zu diesem Thema: Karl Heinz Joepen: „Die Psychofalle, über die Verdrängung der Wirklichkeit bei der Suche nach dem wahren Selbst“