Hallo liebe User
Ich hatte am 18.02.2010 auf den Weg zur Arbeit einen schweren Autounfall. So schätze ich das zumindest ein. Ich fuhr über eine Ampel die für mich grün zeigte. Von links erschien unverhofft ein älterer Herr mit seinem Auto der laut Aussage eines Zeugen voll über Rot gefahren war. Ich stieß mit etwas 50-60 km/h in seine Beifahrerseite. An unserem Auto Ford Fiesta 1 Jahr alt ist ein Schaden von 11200€ zu beklagen. Die Schuldfrage ist klar geklärt. Der Schadenersatz für unser Auto ist auch klar und der neue Wagen bestellt.
Ich bin am selben Tag noch zum Unfallarzt und wurde umfangreich untesucht. Ich habe laut Arzt u.a. ein Schleudertrauma 2 Grades, Gurtmarken vom Gurtdstraffer und einen verstauchten Fuß. Taube Hände, Arme, schwerer Schock und starke Schlaffstörungen. Kann max 1 h sitzen oder stehen, dann ist Schluß. Ich bekomme täglich Massagen und bin weiter krank geschrieben. Schlaffe extrem viel und bekomme starke Medikamente.
Wie viel Schmerzensgeld ist zu erwarten? Was ist hierbei angebracht und in welcher Höhe?
Nach Rücksprache mit der Versicherung am heutigen Tage wird man mir ein Angebort machen in der Höhe die für richtig gehalten wird. Möchte mich aber auch nicht abspreisen lassen.
Grüße Frank
PS.: Ich danke Ford für alle Airbags die ich zu Gesicht bekommen durfte. Alle die verbaut waren!!!
Hallo Frank,
erst mal gute Besserung!
Ich denke mal, dass die Versicherung einen zu niedrigen Betrag anbieten wird. Versicherungen drücken sich gerade bei Schleudertraumat immer herum. Das P’roblem am HWS ist immer, dass es befundmäßig nur schwer nachweisbar ist, man also auf Röntgenaufnahmen etc. kaum etwas sehen wird. Ich bin selbst Anwalt und aus unserer Erfahrung ist das immer eine knifflige Sache. Auf ww.schmerzensgeld.info findet man für schwere HWS-Verletzungen durchaus Fälle, in denen mehrere tausend EUR Schmerzensgeld zugesprochen werden. Das ist aber oft ein längerer Kampf mit den Versicherungen. Ohne juristischen Beistand musst Du extrem aufpassen, dass man Dich nicht über den Tisch zieht. Man wird allerdings von den Gurtmarken auf etwaige Verletzungen bzw. die Intesität des Aufpralls schließen können. Außerdem ist der eingetretene Sachschaden natürlich eine entspr. Indiz. Es ist natürlich aus der Distanz schwierig, eine Einschätzung hinsichtlich der Höhe des Schmerzensgeldes zu geben. Man bräuchte dafür den Arztbericht und ergänzend ein Gutachten, damit man der Versicherung ordentlich Gas geben kann.
Ich drücke Dir die Daumen. Halt mich bitte auf dem Laufenden. Gute Besserung noch mal!
Grüße Olli
Vielen Dank für Deine Antwort. Ich habe den Arzt per Vordruck von seiner Schweigepflicht entbunden, so das er Aukunft geben darf. Ich warte das Angebot der Versicherung ab. Wie der Zufall es will sitzt ein Anwalt für Schmerzensgeld Rechtsfälle direkt im Hause des Unfallarztes. Ich bin mir nun unsicher ob ich mir diesen auch leisten kann. Habe aber gelesen das diese Kosten auch die Versicherung des Verursachers zahlen muß. Würde gerne schon vor dem Angebot Rücksprache halten mit einem Fachmann sprich Anwalt. Laut Internet komme ich auf etwa 1500-2500 € Schmerzensgeld. Mein Arzt vermutet das in der Regel nach 4 Wochen alles wieder ausgeheilt sein soll. Wenn nicht wird nächste Woche noch mal geröntgt. Ich bin weiter in der Physiotherapie täglich eingespannt! Es geht aber aufwärts.
Grüße Frank
Hallo Frank,
da musst du Dir keine Sorgen machen. Wenn dich kein Verschulden trifft, was hier wohl offensichtlich ist, dann kostet Dich der Anwalt auch nichts, denn die gegnerische Versicherung muss für Deine Anwaltskosten aufkommen.
alles Gute!
Olli