Folgende Situation für die ich einen Rat brauche:
Ein Jugendlicher fährt mit seiner Freundin und deren Vaters Auto, ohne das der Vater davon Kentnis hat. Das Auto hat einen Schaden, der Jugendl. bringt es allein zur Werkstatt und verlangt einen Leihwagen. Er behauptet, Personalausweis und Führerschein vergessen zu haben, ein Kumpel, welcher in der Werkstatt arbeitet, gibt seine Daten her.Der junge Mann fährt nun diesen Leihwagen über drei Tage (3 Tage währen wegen der EM Mobilätsgarantie des kaputten Autos frei gewesen),bekommt wegen Falschparkens einen Strafzettel an die Scheibe und beschädigt den Leihwagen. Nun wollte die Autowerkstatt natürlich die Kosten von dem eigentlichen Fahrzeughalter des kaputten Wagens gezahlt haben, dieser weigert sich logischerweise. Die eigentliche Problematik besteht allerdings darin, dass der Jugenliche gar keinen Führerschein besitzt, den will er demnächst erst machen. Mittlerweile hat er eine Rechnung über die gesamten Summen des Leihwagens bekommen (inkl. Reperatur). Mal ganz abgesehen davon, dass es von dem Jugendlichen eine Frechheit ist, die Leute zu belügen, die schnell helfen wollten, so sehe ich doch trotzdem eine Mitschuld bei der Autowerkstatt. Wie verhält man sich in dieser Situation???Zahlen ohne wenn und aber oder die Werkstatt auf ihre Prüfpflicht hinweisen und evtl. eine Kostensenkung zu erreichen??Ziemlich kompliziert alles und deswegen hoffe ich sehr auf eine ratgebende Antwort.
Danke!
Anne
Hallo
Mal ganz abgesehen davon, dass es von dem
Jugendlichen eine Frechheit ist, die Leute zu belügen, die
schnell helfen wollten,
Frechheit? Es ist vor allem eine Straftat. Und das Fahren ohne Führerschein auch.
so sehe ich doch trotzdem eine
Mitschuld bei der Autowerkstatt. Wie verhält man sich in
dieser Situation???Zahlen ohne wenn und aber oder die
Werkstatt auf ihre Prüfpflicht hinweisen und evtl. eine
Kostensenkung zu erreichen??Ziemlich kompliziert alles und
deswegen hoffe ich sehr auf eine ratgebende Antwort.
Klar ist die Werkstatt mitschuldig. Wäre ich der Werkstattleiter, würde ich das Bürschchen aber vor die Wahl stellen, den Schaden entweder ganz allein zu übernehmen oder wegen Betrugs und Fahrens ohne Führerschein von mir angezeigt zu werden. Mit dem Führerschein machen ist es die nächsten Jahre dann erst mal vorbei. Auch wenn dir das nicht hilft: Das ist eine durchaus reale (und legale) Möglichkeit für die Werkstatt, sich zu wehren.
Gruß
smalbop
schnell helfen wollten, so sehe ich doch trotzdem eine
Mitschuld bei der Autowerkstatt.
Da machen wir mal schnell den Bock zum Gärtner. Der Junge ist mit den zu reparierenden KFZ in die Werkstatt gefahren. wie soll da die Werksattt auf die Idee kommen, er habe keinen Führerschein. Läßt Du Dir von jedem den Führerschein zeigen, dem Du Dein Auto leihst ?
dieser Situation???Zahlen ohne wenn und aber oder die
Aber ganz schnell, damit die Werkstatt keinen Ärger macht.
Werkstatt auf ihre Prüfpflicht hinweisen und evtl. eine
Kostensenkung zu erreichen??
Der „Überltäter“ kann froh sein, wenn die Werkstatt von einer Strafanzeige absieht, also schon flach halten, den Ball.
Guten Abend.
Die Werkstatt hätte natürlich den FS einsehen müssen. Hier hat sie gegen die Sorgfaltspflicht verstoßen und würde sich mit einer Anzeige ein schönes Eigentor schießen, schon wegen dem zu erwartenden Stress mit der eigenen Versicherung.
Im Falle sich der Werkstattinhaber aber für den großen Bumsdich entscheidet, also Anzeige mit allem Komfort und -zurück, hat der Jugendliche nicht nur die Aussicht, eine ganze Weile keinen FS zu bekommen, sondern er wird auch ansonsten noch eine schöne Blasung erhalten - ich glaube zwar nicht, dass es zu einer „richtigen“ Vorstrafe kommt, aber darauf verlassen würde ich mich auch nicht. Die rechtliche Würdigung können die hier mitlesenden Juristen besser einschätzen - ich weiß z.B. nicht, ob Betrug/Unterschlagung/Diebstahl oder was auch immer im Spiel sein kann; Fahren ohne FS ist aber in jedem Fall ein „guter“ Anfang zum Theater haben. Also Schaden ausgleichen und ganz klein mit Hut bleiben; wenn alles gut gehen sollte, ein paar Kerzen stiften. Und künftig bei einem anderen Hirnhaber denken lassen.
NB: Der Mann in der Werkstatt wird, wenn alles so zur Sprache kommt, auch verschärfte Freizeit genießen können, däucht mich - ich würde mih als Arbeitgeber von einem Mitarbeiter nur einmal so in die *PIEP* reiten lassen …
Gruß Eillicht zu Vensre
und wie oft wills Du das noch fragen?
Hi Niels
… bis die Antwort kommt, die gewünscht ist!
Im Ernst: fahren ohne Führerschein ist keine gute Beschleunigungsmaßnahme für den vielleicht einmal angestrebten Führerschein.
… aber das läuft auch wieder nicht auf die gewünschte Antwort heraus.
Ulli - den Schaden bezahlen und hoffen, dass niemals wieder über die Sache gesprochen wird - so besteht eine Chance, irgendwann einen Führerschein zu erhalten