Hallo, ich bin in dem oberen Investmentfond drin (WKN: A0M7WR)
Er hat sich im Vergleich zu ähnlichen Fonds schlecht entwickelt. Natürlich sehe ich die Anlage langfristig (10 Jahre). Die rel. große (!) Position in meinem Depot ist mir wie ein Klotz am Bein! Soll ich abwarten und (Beruhigungd-) Tee trinken? Wird wohl das beste sein…Ich bitte um Beurteilung für dieses Investment!
Hallo,
ich bin in dem oberen Investmentfond drin (WKN: A0M7WR)
Er hat sich im Vergleich zu ähnlichen Fonds schlecht
entwickelt.
bei diesem Fonds handelt es sich um einen Aktiendachfonds. Vergleicht man ihn über die letzten drei Jahre mit dem MSCI Welt, war er eine Weile besser, jetzt ist er schlechter als der Index. Dazu muss man sagen, dass der aktuelle Anstieg keinerlei fundamentale Gründe hat und deswegen für systematische Anlagestrategien nur sehr schwer zu fassen war.
Natürlich sehe ich die Anlage langfristig (10
Jahre). Die rel. große (!) Position in meinem Depot ist mir
wie ein Klotz am Bein! Soll ich abwarten und (Beruhigungd-)
Tee trinken?
Ich würde mir anschauen, was ein Fonds, der jetzt besser ist, besser macht. Oder ob es einfach nur Glück und eine generell offensivere Positionierung ist. (= mehr Risiko)
Was mich skeptisch machen würde, ist das zu geringe Volumen (ca. 7 mio) des Fonds. Damit kann er nicht richtig investieren und die Kosten sind zu hoch. Unter diesem Aspekt würde ich diesen Fonds verkaufen, der liegt sowieso im Sterben und wird künstlich beatmet.
Wird wohl das beste sein…Ich bitte um
Beurteilung für dieses Investment!
Nach meinem Verständnis ist aus Sicht eines Anlegers ein reiner Aktien-Dachfonds völlig sinnfrei. Was soll der besser können, als ein normaler Aktienfonds? Wenn der Fondsmanager die Allokation vornimmt, dann wird er meistens am besten fahren, wenn er einfach den Index abbildet. Wirklich den besten Manager für die einzelne Region im Vorfeld zu finden ist reines Glücksspiel. Auch wenn die Dachfondsbranche uns etwas anderes erzählen will… .
Auf der anderen Seite sind die Kosten immens. Dieser Dachfonds hat 1,7% Verwaltungsvergütung (VV) p.a. (wofür eigentlich?). Dazu kommen dann noch die Kosten in den Zielfonds. Da kommen mal locker 2,5% p.a. zusammen, die das Management dauerhaft besser sein muss, als der Index. Ein normaler Atienfonds, der z.B. 1,5% VV hat, hat es da ein wenig leichter.
Viel Gück wünscht der Money-Schorsch
bei diesem Fonds handelt es sich um einen Aktiendachfonds.
Vergleicht man ihn über die letzten drei Jahre mit dem MSCI
Welt, war er eine Weile besser, jetzt ist er schlechter als
der Index. Dazu muss man sagen, dass der aktuelle Anstieg
keinerlei fundamentale Gründe hat und deswegen für
systematische Anlagestrategien nur sehr schwer zu fassen war.
Die Rezession verläuft glimpflicher als erwartet, es ist bereits früher bereits wieder ein höheres Wirtschaftswachstum festzustellen als erwartet, es können wieder Anleihen begeben werden… also von „keinerlei fundamentale Gründe[n]“ zu sprechen, finde ich ein bisschen hart. Über die Relevanz und Nachhaltigkeit dieser Faktoren mag man diskutieren, aber da sind sie, oder?
Viele Grüße,
Sebastian
Vielen Dank an euch für eure Antworten! Lasst mich bitte noch ein paar Worte dazu sagen. Mir wurde das Investment von „Consors“ letztes Jahr im Juli empfohlen 2 Depot-Positionen zu verkaufen (DWS Top Dividende und M&G Global Basics) und dafür den AVM zu kaufen. Der Top-geschulte Fond-Verkaufsberater hat mich natürlich leicht überzeugen können…Fakt ist daß ich mit dem heutigen Tag 3.475,85 Euro im Minus bin. Bei einem Verkauf hätte ich rund 8500 Euro. Es wird viele Jahre dauern bis ich wieder beim Einstieg bin wenn ich eine Verzinsung von 3% pro Jahr annehme. Die Abgeltungssteuer hemmt ja doch zu sehr vor einer Neuinvestition zum Beispiel in den DWS Top Dividende. Also sehe ich es richtig, wenn meine Nerven stabil sind, halten und hoffen daß ich irgendwann wieder eine Schwarze Zahl hinter der Wertentwicklung sehe. IMHO wäre der Verkauf jetzt die schlechteste Wahl.
… also von „keinerlei fundamentale Gründe[n]“ zu
sprechen, finde ich ein bisschen hart. Hallo Sebastian,
nur die Harten komm´n in Garten 
Per heute könnte man einen Anstieg natürlich rechtfertigen. Aber wie war denn die fundamentale Lage Mitte März, als die Börse drehte und eine Fondsmanager (oder ein System) auf Offensive hätte umstellen müssen, um derzeit in den Performacelisten vorne zu sein?
Über die Relevanz und
Nachhaltigkeit dieser Faktoren mag man diskutieren, aber da
sind sie, oder?
Also solche Diskussion gehe nur mit einer angemessenen Menge guten Rotweins…
Schönes WE wünscht der Money-Schorsch
Vielen Dank an euch für eure Antworten! Lasst mich bitte noch
ein paar Worte dazu sagen. Mir wurde das Investment von
„Consors“ letztes Jahr im Juli empfohlen 2 Depot-Positionen zu
verkaufen (DWS Top Dividende und M&G Global Basics) und dafür
den AVM zu kaufen.
Consors ist der „Berater“, will heißen, die managen den Fonds. Also kein Wunder
Der Top-geschulte Fond-Verkaufsberater hat
mich natürlich leicht überzeugen können…Fakt ist daß ich mit
dem heutigen Tag 3.475,85 Euro im Minus bin. Bei einem Verkauf
hätte ich rund 8500 Euro. Es wird viele Jahre dauern bis ich
wieder beim Einstieg bin wenn ich eine Verzinsung von 3% pro
Jahr annehme. Die Abgeltungssteuer hemmt ja doch zu sehr vor
einer Neuinvestition zum Beispiel in den DWS Top Dividende.
Gewinne zu vermeiden ist auch eine Art Steuern zu sparen… .
Also sehe ich es richtig, wenn meine Nerven stabil sind,
halten und hoffen daß ich irgendwann wieder eine Schwarze Zahl
hinter der Wertentwicklung sehe. IMHO wäre der Verkauf jetzt
die schlechteste Wahl.
Ich befürchte, dass der Fonds wegen des geringen Volumens sowieso bald geschlossen wird, wie viele andere seiner Artgenossen auch.
Aus meiner Sicht muss man einen Fehler auch mal abschließen und neu anfangen. Wenn Du bei dem genannten Anlagebetrag intelligent mit dem Sparerfreibetrag umgehst, ist die AbgSt. kein Thema.
Gruß vom Moeny-Schorsch
Per heute könnte man einen Anstieg natürlich rechtfertigen.
Aber wie war denn die fundamentale Lage Mitte März, als die
Börse drehte und eine Fondsmanager (oder ein System) auf
Offensive hätte umstellen müssen, um derzeit in den
Performacelisten vorne zu sein?
Womit wir bei der Frage wären, ob Börse überhaupt vorhersehbar sein kann bzw. ein aktiver Fondsmanager den Index systematisch schlagen kann. Was von der Wissenschaft ja bekanntlich - zumindest für einen theoretisch effizienten Markt - verneint wird. 
Viele Grüße,
Sebastian
Womit wir bei der Frage wären, ob Börse überhaupt vorhersehbar
sein kann bzw. ein aktiver Fondsmanager den Index systematisch
schlagen kann. Was von der Wissenschaft ja bekanntlich -
zumindest für einen theoretisch effizienten Markt - verneint
wird.
Ich habe kürzlich eine Studie gesehen:
US-Markt (S&:stuck_out_tongue_winking_eye: 500)
1975: 375 Fonds am Start
2005:
davon noch 225 übrig (der Rest wegen „übermäßigen Erfolges“ geschlossen)
Davon rund die Hälfte deutlich schlechter als der Index.
110 Fonds ungefähr auf Indexniveau
Nur 8 Fonds langfristig deutlich besser als der Index
Davon nur drei dauerhaft besser. Der Rest hatte mal ein besonders gutes Jahr, ansonsten in Indexnähe.
Die Chance als Anleger 1975 einen richtig guten Fonds zu finden