lkw faehrt mit ladung von deutschland nach bulgarien.
im guenstigsten fall durchfaehrt er oesterreich - ungarn - rumaenien.
an jeder grenze befindet sich ein ausgangszollamt, auf der anderen seite ein eingangszollamt.
ein grosser haengerzug kann mindestens 30 paletten laden - wenn der spediteur „gut“ ist, dann haben diese 30 paletten unterschiedliche absender/exporteure + empfaenger/importeure.
gar nicht auszudenken, wenn sich auf einer palette 50 kartons befinden, die nochmals je einen unterschiedlichen exporteur/importeur haben
der arme fahrer hat also - sagen wir mal - 100 verschiedene sendungen drauf - verschieden heisst: unterschiedliche exporteure/importeure - das wiederum bedeutet: 100 saetze zollpapiere = ausfuhrerklaerung, handelsrechnung mehrfach, ursprungszeugnis, cmr-frachtbrief.
bei 100 sendungen bedeutet das: mindestens 500 blatt papier!!
jetzt gibt es zwei moeglichkeiten:
a.)
500 blatt transit-abfertigen am oesterreichischen grenzausgang
500 blatt transit-abfertigen am ungarischen grenzeingang
500 blatt papier …
usw usw
b.)
lkw verplomben und ein carnet-tir fuer die gesamte ladung erstellen
es gibt zwei voraussetzungen fuer die tir-befoerderung:
- die durchfahrenen laender muessen das verfahren akzeptiert haben
- der lkw muss „verschlussgaehig“ sein - also keine geheimtuer, dass man unterwegs was zu/abladen kann
wuerdest du da nicht auch lieber mit so einem blauen schildchen fahren?