Ba-Wü: Aufbaustudiengang zum Dipl.-Päd

Hallo liebe www-ler!

Ich studiere derzeit in Baden-Württemberg an der PH und mache dieses Semester das erste Staatsexamen für das Grund- und Hauptschullehramt.

Im Moment bin ich am überlegen, ob ich nicht noch das Diplom hintendran hängen soll (Aufbaustudiengang Erziehungswissenschaft, Studienrichtung Schulpädagogik). Grund für meine Überlegungen: einerseits interessieren mich meine Fächer und ich würde diese gerne vertiefen. Außerdem hätte ich mit dem Diplom auch nicht so festgelegt bzw. hätte noch weitere Möglichenkeiten über den "normalen Lehreralltag hinaus. Andererseits ist es aber auch so, dass ich mich noch nicht „soweit“ fühle, in die Schule zu gehen, wobei ich denke, dass das aber auch mit einem wichtigen Übergang im Leben zusammenhängt und das die Zweifel auch daher kommen könnten, was denk ich aber in einem gewissen Rahmen auch „normal“ ist.
Ich hätte gerne noch ein bißchen Zeit, um mich weiter zu entwickeln. Es ist nicht so, dass ich daran zweifle, dass ich meinen zukünftigen Beruf einmal ausüben will.

Ich hab jetzt folgende Fragen:

Einmal zum Berufsfeld:
Was konkret bedeutet die Möglichkeit, dass man mit dem Abschluss
sich an der „wissenschaftlichen Mitarbeit bei der didaktischen Forschung und bei schulorganisatorischen Forschungen“ beteiligen kann

und

was konkret bedeutet die „Mitarbeit bei der Medienerstellung und bei Medienverbundsystemen“?

=> Wie sieht das in der Praxis konkret aus?

Meine andere Frage geht eher nach Meinungen. Ich denke nicht, dass es generell eine eindeutige Antwort darauf geben kann:
Ist es legitim weiter zu machen, weil man sich „noch Zeit geben will“?

Gruß und Danke vorab für Antworten
Micky

Hi

Micky
„wissenschaftlichen Mitarbeit bei der didaktischen
Forschung und bei schulorganisatorischen Forschungen“

Klingt nach einer Ausschreibung für Diplomanden an einer Hochschule? Wenn was unklar ist, sollte man den kontaktieren, der die Ausschreibung getätigt hat. Stellen als wiss.MA sind meist befristet und sehr rar. Ich verstehe das so, dass du den Lehrstuhl bei Projekten aktiv unterstützt und eigenständig Ergebnisse dazu beiträgst.

was konkret bedeutet die „Mitarbeit bei der Medienerstellung
und bei Medienverbundsystemen“?

Klingt ebenso nach einer Ausschreibung für wiss. MA!!! Vielleicht sollen Elearning-Medien erstellt werden, Broschüren, Bücher, der Begriff Medien ist weit gefasst…

Ist es legitim weiter zu machen, weil man sich „noch Zeit
geben will“?

Das musst du mit dir selbst ausmachen und vor allem mit deinen Finanzgebern. Stehen die Chancen auf eine Anstellung als Dipl. besser, ja, nein. Was habe ich persönlich davon? Will ich promovieren? Oder will ich Lehrer werden? Das solltest du dich fragen.

Viel Erfolg.
KG

Ich glaube, du hast mich falsch verstanden:

"wissenschaftlichen Mitarbeit bei der didaktischen

Forschung und bei schulorganisatorischen Forschungen"

Klingt nach einer Ausschreibung für Diplomanden an einer
Hochschule? Wenn was unklar ist, sollte man den kontaktieren,
der die Ausschreibung getätigt hat. Stellen als wiss.MA sind
meist befristet und sehr rar. Ich verstehe das so, dass du den
Lehrstuhl bei Projekten aktiv unterstützt und eigenständig
Ergebnisse dazu beiträgst.

was konkret bedeutet die „Mitarbeit bei der Medienerstellung
und bei Medienverbundsystemen“?

Klingt ebenso nach einer Ausschreibung für wiss. MA?!?!
Vielleicht sollen Elearning-Medien erstellt werden,
Broschüren, Bücher, der Begriff Medien ist weit gefasst…

Es handelt sich nicht um Ausschreibungen, sondern um Möglichkeiten, die man u.a. mit dem erreichten Abschluss hat (laut Studienordnung). Meine Frage geht in Richtung konkrete Beispiele aus der Praxis des Berufsfeldes.

Gruß Micky

HAllo, da du bisher noch nicht die optimale Antwort bekommen hast, hier ein paar Gedanken von mir, die ich eigentlich nicht allzuviel mit Lehramt am Hut hab.
Also ich kenne einige, die an der Uni auf Lehramt/StE studiert haben und sich diese Arbeit als Magister haben anerkennen lassen, dazu waren bestuimmte Vorraussetzungen nötig, die man neben oder nach dem eigentlichen Studium absolvierte (ein Neben-FAch extra, zwei mündliche Prüfungen zum Schlu extra und eine besonders gute Note in der Arbeit)
Allerdings gabs hier auch FH-Lehrämter die am IPN (Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften Uni Kiel)wissenschaftliche Stellen innehatten um damit über einen Umweg den Dr. zu machen (Uni Dr. von FH aus ist auch so ein Spezialfall). Dafür haben sie genau das gemacht, was du aufgezählt hast. und u.a. auch PISA mitausgeheckt.

Einmal zum Berufsfeld:
Was konkret bedeutet die Möglichkeit, dass man mit dem
Abschluss
sich an der „wissenschaftlichen Mitarbeit bei der didaktischen
Forschung und bei schulorganisatorischen Forschungen“
beteiligen kann

Du forscht darüber wie man Kindern ein bestimmtes Fach besser nahebringen kannst und entwickelst neue Lehrmethoden
Du forscht darüber wie man Schule besser organisieren kann, so dass angenehme Lehrumgebungen bestehen, und dass auch das was im Hintergrund passiert (Besprechungen, Zusammenarbeit mit den Schul-Behörden, etc.)effektiver gestaltet werden.

was konkret bedeutet die "Mitarbeit bei der Medienerstellung

Lehrmedien erstellen, seien es Onlinemedien, Print, Arbeitsblätter und Schulbücher

und bei Medienverbundsystemen"?

Bibliotheken, Bildstellen (die Stellen wo Lehrer ihre Schulfilme ausleihen können, kann auch sein, dass das bei euch anders heißt), Verlage etc.

=> Wie sieht das in der Praxis konkret aus?

Weit ab von Schule…bzw. nur sporadischer Kontakt zu Forschungs/Testzwecken.

Meine andere Frage geht eher nach Meinungen. Ich denke nicht,
dass es generell eine eindeutige Antwort darauf geben kann:
Ist es legitim weiter zu machen, weil man sich „noch Zeit
geben will“?

Die Frage ist, wenn dein eigentliches Ziel wirklich die Schule ist, ob du wirklich mit dieser eher forschungsorientierten Richtung nicht zu weit abdriftest und dann womöglich in keinem der Bereiche etwas bekommst (Forschungsstellen sind rar und als Lehrer möchte man nicht unbedingt einen Theoretiker), wobei allerdings die Einstellungsverfahren für Lehrer eh „Speziell“ sind.
Allerdings bietet dieses Studium evtl auch Möglichkeiten dass du dir quasi deinen Beruf selbst erfindest, also zB. einen Mittelweg findest, der aktuelle Forschung umsetzt, indem du zB. Schulen anbietest ihnen bei der Einführung neuer Lehrformen beizustehen, sprich dass du einer der vielen tausen Berater für alles mögliche wirst.
Oder du endest als Alleinunterhalter für hochbegabte oder gepushte Kiddies (wissenschaftliches Experimentieren zum Kindergeburtstag etc.)

Aber beides könntest du eigentlich genausogut auch ohne Zusatzstudium.
Denn das Lehramt bietet meist noch eine Menge Alternativen, als nur die Schule. Bei der AA gibts dazu ne Broschüre, mancherorten auch Veranstaltungen und sicher auch das ein oder andere Buch in eurer Bib.

Gruß Susanne
die als MagA immer mit Lehramt in einen Topf geworfen wird…
zumindest bei der AA