Baby

Liebe Expertin,
ich habe meine Tochter Frieda seit sie 6 Mon. alt ist bei einer Tagesmutter. Seit letzter Woche ist sie bei ihr bis auf wenige Pausen nur am brüllen (Zorn). Immer „von 0 auf 100“… Sie ist jetzt fast 9 Mon. alt. Körperlich ist sie völlig gesund - abgesehen von der gelegentlichen Schnupfnase. Bei mir zu Hause verhält sie sich wie immer. Aufgrund meiner Situation (Studium, alleinerziehend mit 3 Kindern) gibt es keine Alternative - außer der KiTa, was ich in dem Alter für keine gute Lösung halte. Hängt das mit der sog. Fremdelphase zusammen? Wie lange dauert das? Ist es zumutbar, die Phase „auszusitzen“ und sie trotzdem wie immer (ganztags) zur Tagesmutter zu bringen? Welche Möglichkeiten gibt es, dem Kind da durch zu helfen? Lohnt der Weg zum Heilpraktiker?
Liebe Grüße und lieben Dank,
Heike R.

Hallo Heike,

da Kinder ab 8 Monaten eine Trennung erst richtig realisieren, kann es gut sein, dass Frieda mit dem Trennungsschmerz nicht klar kommt.
Sie jetzt allerdings wieder von der Tagesmutter wegzunehmen gibt ihr glaube ich ein falsches Zeichen. Sie hätte dann mit ihrem Brüllen das erreicht was sie wollte. Da man die Zeit nicht zurückdrehen kann, muss man damit zurechtkommen, was jetzt ist. Ich würde dem Kind immer viel erklären, nicht zu stark klammern, wenn sie es zur TaMu bringen und ihr nicht das gefühl geben, dass sie traurig sind, sie gehen zu lassen.
Kinder haben ganz starke Antennen, was die Gefühle ihrer Eltern anbetrifft.
Aus der Homöopathie kann man auch noch Chamomilla C200 einmal ein Kügelchen geben. Das hilft bei Kindern mit Trennungsängsten.
Ansonsten ist es für Frieda wichtig, die restliche Zeit eine verlässliche Routine zu haben, an die sie sich klammern kann.
Liebe Grüße

Hallo Heike,

ich halte das für eine typische Fremdelphase, die zur normalen Entwicklung dazugehört. Das geht wieder vorbei.

Ihr sitzt im Hinblick auf die Lebenssituation alle ein einem Boot, eine echte Alternative besteht nicht. Ich denke nicht, dass es etwas ist, das irgendwie *behandelt* werden müsste. Gibt ihr zu Hause besonders deutliche Zuwendung, dann wird es bald überstanden sein.

Viele Grüße und alles Gute von
Katrin