Hallo,
bin ja eigentlich ein großer Gegner von Fernsehen mit Babys/Kleinkindern (aufgrund besorgniserregender Fernsehsucht im Umfeld:wink:, aber manchmal kann Fernsehen auch tatsächlich nützlich sein, und zwar, um das Baby ein paar Minuten „ruhig zu stellen“. Klingt schrecklich, ist aber wahrlich erforderlich, und zwar dann, wenn man mit einem Säugling inhalieren muß. Wir sind ja nun gerade mal um eine Lungenentzündung drumrum gekommen und nun muß meine Kleine eben mehrmals am Tag inhalieren, um den ganzen Schleim irgendwie loszuwerden. Habe vorher alles versucht, aber alleine der Fernseher schafft es, daß meine Kleine widerstandslos mitsammt Atemmaske auf meinem Schoß sitzt und dies gleich mehrere Minuten.
Nun frag ich mich was genau ein 6monatiges Baby im Fernseher erkennt. Eigentlich heißt es ja, daß ein Baby mit 6 Monaten genauso wie ein Erwachsener sieht. Aber wie ist das mit Fernsehen? Dieser flimmernde Bildschirm ist doch gewöhnungsbedürftig? Meist such ich irgendeine Tiersendung, aber frage mich „erkennt das Baby überhaupt den Hund auf dem Bildschirm?“.
Wer weiß das?
Liebe Grüße,
Christiane
Hallo,
auch Hi…
„erkennt das Baby überhaupt den Hund auf dem Bildschirm?“.
Tja, meine 8-monatige „next generation“ ist ein wahrer Fernsehjunky, obwohl wir nich oft TV anhaben, nur Nachrichten oder mal ein guter Film und wir sie immer mit einem Buch beschäftigen, versucht sie fast alles, um einen Blick aufs Gerät zu erhaschen. Vom Verbiegen über Dinge wegreissen bis zum Blick in einen Spiegel kommt alles vor.
Und wir könnten ihr ein Testbild oder Schnee auf weissem Grund ansehen lassen, egal. Anscheinend reagiert sie auf das Flimmern und findet das einfach nur schön. Wir haben entschieden, dass das nicht so gesund sein kann und stellen unseren eigenen Konsum um so mehr ein…
Sorry, wenn ich dir nicht mehr bzw. wissenschaftliche Erkenntnisse mitteilen kann, aber anderen Eltern geht es oft ähnlichh wie dir…
Liebe Grüße,
Christiane
dto. 7m
Hallo
Nun frag ich mich was genau ein 6monatiges Baby im Fernseher
erkennt. Eigentlich heißt es ja, daß ein Baby mit 6 Monaten
genauso wie ein Erwachsener sieht. Aber wie ist das mit
Fernsehen?
Wie ist das denn, wenn deine Tochter ein Bilderbuch anschaut? Erkennt sie da irgendwas? Oder findet sie das Blättern oder Blätter rausreißen interessanter als die Bilder?
Ich denke, 6monatige Babies erkennen noch keine Bilder, und natürlich auch nicht auf dem Fernseher. Von daher braucht man sich wohl auch noch keine Sorgen zu machen, wenn es z. B. mal Nachrichten oder sowas sieht; aber irgendwann ist es natürlich soweit.
Aber da sie ja wohl nicht jahrelang inhalieren muss, sehe ich da kein Problem.
Viele Grüße
Thea
Hi Christiane et al,
vorweg: Daß Du das TV benutzt, um mit Deinem Baby inhalieren zu können, ist eine Ausnahme, die nachvollziehbar ist.
Aber grundsätzlich will ich mal was anmerken:
Es geht bei der „TV und Babys“ Diskussion nicht darum, ob und wieviel ein Baby schon von den Bildern versteht und erkennt, insofern auch nicht darum, ob man etwas „Sinnvolles“ oder „Sinnloses“ anschaltet, wenn das Kind im Raume ist.
Es geht (zumindest im Babyalter, also so bis anderthalb, zwei Jahre) darum, daß
-
Die Reizüberflutung des Mediums als solchem für Babys einfach zu viel ist. Flimmern, Geräusche, bewegte Bilder - zu viel auf einmal. Und das auch, wenn das Baby vermeintlich nicht hinsieht. Ich höre immer wieder aus Familien „Unser Kind guckt ganz wenig fern, er schaut eh nicht hin, wenn das Fernsehen läuft“. Trugschluß.
-
geht es um den Tunnelblick. Kinder, die fernsehen, bewegen ihre Pupillen kaum, während sie es tun. Sie bewegen sie sogar noch weniger, als wenn sie schlafen (Als ich mal eine Augenverletzung hatte, sagte mir der Augenarzt, ich solle fernsehen, bei keiner anderen Tätigkeit bewegen sich die Augen so wenig wie dabei). Das ganze Kind - einschließlich der Augen - ist also komplett „lahmgelegt“.
Genau darum ist es ja so „günstig“, wenn man dem Baby ein Inhalationsgerät verpassen, die Nägel schneiden oder sonst was Unangenehmes vornehmen möchte. Verständlich.
Trotzdem ändert das nichts daran, daß Augen (und oft auch der restliche Körper) während des Fernsehens in eine unnatürliche Starre verfallen - das kann man übrigens auch bei größeren Kindern noch oft beobachten, wenn sie fernsehen.
Summa summarum: Als Ausnahme und in Notsituationen ok, aber grundsätzlich ist Fernsehen, auch als Hintergrundgedudel, für Babys rein gar nix.
Liebe Grüße,
Nike
Abend!
Habe vorher alles versucht, aber
alleine der Fernseher schafft es, daß meine Kleine
widerstandslos mitsammt Atemmaske auf meinem Schoß sitzt und
dies gleich mehrere Minuten.
Nein, es wäre nur etwas mühseliger geworden und wäre womöglich
auch nicht ohne Tränen abgegangen.
Wir haben hier genügend Kinder im Freundeskreis bei denen es genau
so anfing. Danach mußte man wichtig telefonieren oder bügeln oder
essen kochen oder oder oder am ende war es toll einfach nur ein
Buch zu lesen und die Bälger saßen wieder vor der Glotze.
Es gab immer mehr Ausreden sich nicht mit dem eigenen Kind zu
beschäftigen.
Unsere Tochter wußte bis sie ca. 3,5 Jahren alt war gar nicht, das
wir einen Fernseher haben. Danach ging es halt los, das die Zwerge
im Kindergarten darüber redeten und sie auch mal was schauen wollte.
Bis heute (8 Jahre) interessiert sie sich kaum für Fernsehen und
sie geht viel lieber zu Kindern spielen die nicht Nachmittags vor
der Glotze sitzen sondern irgendwas selber entdecken, kreativ sind
und noch wissen wie man spielt.
Gruß
Stefan
Hallo,
Hallo
ich finde es als Ausnahme ok, und natürlich haben alle anderen Recht, wenn sie sagen, dass man die Sucht auch selber züchten kann.
Meiner hat mit einem halben Jahr immermal wieder mitgeguckt (natürlich nur ruhige, kinderverträgliche Sachen), aber als alleinerziehende Mutter mußte ich ab und an auch mal die Beine baumeln lassen und hab nicht jedesmal die Glotze ausgemacht, wenn Junior abends noch mal wach wurde.
Er hat im Laufe der Zeit aus pädagogischer Sicht wahrscheinlich zu viel ferngesehen, aber ich hab halt drauf geachtet, dass er genügend Ausgleich hatte (immer eine Gute-Nacht-Geschichte, jeden Tag ein paar Stunden Bewegung und raus an die Luft…)
Er hat mit 2 Jahren grammatikalisch korrekte Sätze mit eingeschobenen Nebensätzen gesprochen, selten kürzer als 15 Worte (ein echter Wasserfall). Das nur zum Thema: Fernsehen schädigt die Sprachentwicklung zwangsläufig.
Also, Fazit: ich habe meinen Kleinen aus rein egoistischen Motiven schauen lassen,- und ich bin trotzdem eine richtig gute Mutter.
Ach ja: er hat seit seinem 14 Lebensjahr einen eigenen Fernseher. Außer dass er MTV hört, hab ich ihn schon seit Ewigkeiten nicht mehr fernsehen sehen. (und noch krieg ich mit was läuft
)
Laß dich nicht kirre machen
sei die beste die du sein kannst
Fehler sind erlaubt
glaubt
Susanne
Hi Susanne,
Laß dich nicht kirre machen
sei die beste die du sein kannst
Fehler sind erlaubt
Ich bin zwar, was das Fernsehen anbelangt, immer noch anderer Ansicht … aber das hast Du richtig schön gesagt! (
Hi Nike,
- Die Reizüberflutung …
- geht es um den Tunnelblick…
Bin ganz Deiner Meinung, kenne auch diese Argumente. Vor allem das zweite trifft ja auch auf Erwachsene zu. Ich würd sogar weitergehen, da ich denke, daß die starre Haltung beim Fernsehen bei sog. Fernsehsüchtigen Auswirkungen auf die Körperhaltung hat und somit auch zu gravierenden Rückenschmerzen führen kann.
Genau darum ist es ja so „günstig“, wenn man dem Baby ein
Inhalationsgerät verpassen, die Nägel schneiden oder sonst was
Unangenehmes vornehmen möchte. Verständlich.
Wobei ich das Nägel schneiden auch ganz gut so hinbekomme, im Schlaf oder sogar beim Stillen:wink:
Summa summarum: Als Ausnahme und in Notsituationen ok, aber
grundsätzlich ist Fernsehen, auch als Hintergrundgedudel, für
Babys rein gar nix.
Klar, natürlich auch für Kleinkinder nichts, aber irgendwann kommen dann die Einflüsse von außen und dann muß man erneut überlegen wie man damit umgeht. Aber bis dahin ist’s noch lang… Denke nur gerade an meine Kindheit; meine Mutter wähnte mich draußen in der Sonne und tatsächlich war ich bei irgendwelchen Nachbarn Flipper o.ä. gucken:wink:
Liebe Grüße,
Christiane
Hi Stefan,
Nein, es wäre nur etwas mühseliger geworden und wäre womöglich
auch nicht ohne Tränen abgegangen.
Hmm, mach mal nen Vorschlag wie man es schafft einem 6monatigem Säugling ca. 5-10 Minuten eine Atemmaske ans Gesicht zu halten - ohne Widerstand? Vor allem, wenn sich die Kleine dann so richtig wütend eingebrüllt hat ist’s auch mit dem Inhalieren vorbei:wink:
Wir haben hier genügend Kinder im Freundeskreis bei denen es
genau
so anfing. Danach mußte man wichtig telefonieren oder bügeln
oder
essen kochen oder oder oder am ende war es toll einfach nur
ein
Buch zu lesen und die Bälger saßen wieder vor der Glotze.
Ich weiß ganz genau was Du meinst. Kenne das auch im Bekanntenkreis. Aber gerade diese Beispiele schrecken mich so ab, daß es dazu garantiert nicht kommen wird.
Es gab immer mehr Ausreden sich nicht mit dem eigenen Kind zu
beschäftigen.
Oh ja, der Vater meiner Kleinen fand sogar die ersten Wochen mit ihr so langweilig, daß er nebenher immer Nachrichten sehen mußte (auch wenn er sie schon auswendig kannte:wink:
Danach ging es halt los, das die
Zwerge
im Kindergarten darüber redeten und sie auch mal was schauen
wollte.
Genau, dann fangen die Probleme an. Aber das vertage ich jetzt erstmal.
Bis heute (8 Jahre) interessiert sie sich kaum für Fernsehen
Scheint ihr gut hinbekommen zu haben.
sie geht viel lieber zu Kindern spielen die nicht Nachmittags
vor
der Glotze sitzen sondern irgendwas selber entdecken, kreativ
sind
und noch wissen wie man spielt.
Na Gott sei Dank gibt’s noch solche!
Gruß,
Christiane
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Morgen Christiane,
Hmm, mach mal nen Vorschlag wie man es schafft einem
6monatigem Säugling ca. 5-10 Minuten eine Atemmaske ans
Gesicht zu halten - ohne Widerstand?
Das kannst nur du wissen wie es bei deiner Kleinen klappen könnte. Ich
weiß nicht mehr wie alt unsere Tochter war, als wir zum ersten mal
inhallieren mußten aber ich kann mich noch gut an die Aktionen erinnern.
Wir haben zum einen die Maske nicht ganz ans Gesicht gehalten, waren
zu zweit mit der Nase dran, haben Musik gehört, gesungen, immer gerade
das gemacht was sie momentan am allerliebsten mochte.
Und hinterher gab/gibt es immer eine riesen Knuddelei.
Gruß
Stefan
Hiho,
Klar, natürlich auch für Kleinkinder nichts, aber irgendwann
kommen dann die Einflüsse von außen und dann muß man erneut
überlegen wie man damit umgeht. Aber bis dahin ist’s noch
lang… Denke nur gerade an meine Kindheit; meine Mutter wähnte
mich draußen in der Sonne und tatsächlich war ich bei
irgendwelchen Nachbarn Flipper o.ä. gucken:wink:
Kenne ich. 
Ich verteufle aus diesem Grund das Fernsehen auch überhaupt nicht völlig. Es sollte sich nur _sehr_ im Rahmen halten.
Mein Kleiner ist drei und schaut jeden Sonntag die Maus auf der ARD, er liebt die Maus! Eine halbe Stunde in der Woche ist in dem Alter auch echt genug, finde ich.
Angefangen hat er damit vor ein paar Wochen. Vorher war ihm gar nicht klar, wozu der große schwarze Kasten im WoZi gut ist. 
Liebe Grüße,
Nike
Morgen Stefan,
Ich
weiß nicht mehr wie alt unsere Tochter war
Ich vermute mal etwas älter…
Wir haben zum einen die Maske nicht ganz ans Gesicht gehalten,
waren
zu zweit mit der Nase dran, haben Musik gehört, gesungen,
immer gerade
das gemacht was sie momentan am allerliebsten mochte.
Musik gehört, gesungen? Bei dem Lärm?? Also dann hattet ihr ein anderes (besseres) Inhaliergerät! Meines hier brummt und scheppert so laut, daß man sein eigenes Wort nicht verstehen kann. Und da ich alleine bin, bleibt nur eine visuelle Ablenkung, d.h. TV oder PC:wink:
Und hinterher gab/gibt es immer eine riesen Knuddelei.
Also den Zusammenhang wird sie in ihrem jungen Alter und bei den relativ wenigen Malen Inhalieren nicht feststellen können; von daher aus kein Anreiz.
Viele Grüße,
Christiane