Hallo,
Hallo!
Babyschwimmen ist ja offensichtlich schwer in zur Zeit.
Nicht nur zur Zeit. Babyschwimmen gab es schon vor 20 Jahren!
Nun weiß ich aus meiner Zeit als aktiver Rettungsschwimmer,
daß es beim Einatmen von Wasser oder anderen Fremdstoffen zum
Stimmritzenkrampf mit möglicherweise tödlichem Ausgang kommen
kann. Es reicht ein Tropfen.
Wie wird dem vorgebeugt, wenn 3monatige Kinder untergetaucht
werden?
Diese Frage wurde schon von Renee Bernadette beantwortet. Ergänzend dazu noch folgendes:
Ich weiß nicht, ob du das Babyschwimm-Programm kennst. Ganz kurz: Die ersten Stunden trägt man das Kind im Wasser spazieren, das für die Babyschwimmstunden übrigens knapp über Körpertemperatur hat.
Später taucht man gemeinsam mit den Baby unter und gleich wieder auf. Der Reflex, der noch da ist, lässt das Baby die Atemwege schließen und die Augen aufmachen. Deshalb ist es wichtig, dass die Mutter (oder die Begleitperson) ebenfalls untertaucht, damit das Kind das vertraute Gesicht sieht.
Dann kommt das Reinplumpsen vom Beckenrand. Die Babies werden auf den Beckenrand gesetzt - dabei natürlich an den Händen gehalten - und ins Wasser gelockt bzw. leicht gezogen. Sie plumpsen rein, tauchen unter, Atemwege zu, Augen auf und strampeln in die Höhe. Man empfängt das Kind selbstverständlich lachend und lobend und nimmt es sofort wieder in die Arme. Und das macht man so tausend Mal *g*.
Ziel ist die Sicherheit bzw. Vorsorge: fällt ein Kind dann später einmal unabsichtlich ins Wasser und hat es diese Reflexe trainiert, passiert nicht sehr viel. Beobachtungen haben gezeigt, dass „normalerweise“ Kinder vor Schreck nach Luft schnappen und dann passiert das, was du gesagt hast, und untergehen wie ein Stein.
Deshalb enden solche Unglücksfälle oft tragisch.
Kinder, die Babyschwimmen waren, reagieren da eben anders, haben später selten Angst vor Wasser und lernen schneller und leichter tauchen und schwimmen. Interessanterweise vorher tauchen, dann schwimmen.
Danke
Dan
Liebe Grüße
Irene