Babyschwimmen, Expertenfrage

Hallo,

Babyschwimmen ist ja offensichtlich schwer in zur Zeit.

Nun weiß ich aus meiner Zeit als aktiver Rettungsschwimmer, daß es beim Einatmen von Wasser oder anderen Fremdstoffen zum Stimmritzenkrampf mit möglicherweise tödlichem Ausgang kommen kann. Es reicht ein Tropfen.

Wie wird dem vorgebeugt, wenn 3monatige Kinder untergetaucht werden?

Danke
Dan

Hallo Dan,

bis zu einem gewissen Alter (im Schnitt ca. sechs Monate) wird bei Babys durch Berührung des Gesichts mit Wasser der Atemschutzreflex ausgelöst. Sprich: wird der Zwerg untergetaucht, blockiert er mal eben kurz die Atmung, so daß keine Flüssigkeit in die Atemwege gelangen kann.

Bei größeren Kindern bzw. bei Erwachsenen kann so etwas in der Tat schon mal tödlich enden, weil wir diesen angeborenen Reflex mit der Zeit verlieren; wir brauchen ihn schlicht nicht mehr.

Beste Grüße

Renee

Hi Dan!

Vorab: Ich habe die anderen Antworten noch nicht gelesen.

Das Kind, im vorgeburtigen Phase, war ja eh nur von Wasser umgeben. Es ist somit an dieses Element gewöhnt und empfindet ihn nicht als fremd.

Mein sohn war in ein paar solche Kurse, als er noch 3 Monate alt war. Und er hat sie auch genossen. Wie 99% alle anderen Kindern. Diese Kurse dienen aber leider nur das sog. Wasergewöhnung des Kindes. Schwimmen lernen sie in diesen Kursen nicht.

Da auch Mütter unbedingt dabei sind, läuft die Gefahr kaum, daß den Kindern etwas passiert. Ich habe mir damals auch keine Sorge diesbezüglich gemacht.

Ich hoffe ich habe Dir damit die Frage beantwortet!

Schönen Gruß
Helena

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

Hallo!

Babyschwimmen ist ja offensichtlich schwer in zur Zeit.

Nicht nur zur Zeit. Babyschwimmen gab es schon vor 20 Jahren!

Nun weiß ich aus meiner Zeit als aktiver Rettungsschwimmer,
daß es beim Einatmen von Wasser oder anderen Fremdstoffen zum
Stimmritzenkrampf mit möglicherweise tödlichem Ausgang kommen
kann. Es reicht ein Tropfen.

Wie wird dem vorgebeugt, wenn 3monatige Kinder untergetaucht
werden?

Diese Frage wurde schon von Renee Bernadette beantwortet. Ergänzend dazu noch folgendes:

Ich weiß nicht, ob du das Babyschwimm-Programm kennst. Ganz kurz: Die ersten Stunden trägt man das Kind im Wasser spazieren, das für die Babyschwimmstunden übrigens knapp über Körpertemperatur hat.

Später taucht man gemeinsam mit den Baby unter und gleich wieder auf. Der Reflex, der noch da ist, lässt das Baby die Atemwege schließen und die Augen aufmachen. Deshalb ist es wichtig, dass die Mutter (oder die Begleitperson) ebenfalls untertaucht, damit das Kind das vertraute Gesicht sieht.

Dann kommt das Reinplumpsen vom Beckenrand. Die Babies werden auf den Beckenrand gesetzt - dabei natürlich an den Händen gehalten - und ins Wasser gelockt bzw. leicht gezogen. Sie plumpsen rein, tauchen unter, Atemwege zu, Augen auf und strampeln in die Höhe. Man empfängt das Kind selbstverständlich lachend und lobend und nimmt es sofort wieder in die Arme. Und das macht man so tausend Mal *g*.

Ziel ist die Sicherheit bzw. Vorsorge: fällt ein Kind dann später einmal unabsichtlich ins Wasser und hat es diese Reflexe trainiert, passiert nicht sehr viel. Beobachtungen haben gezeigt, dass „normalerweise“ Kinder vor Schreck nach Luft schnappen und dann passiert das, was du gesagt hast, und untergehen wie ein Stein.
Deshalb enden solche Unglücksfälle oft tragisch.
Kinder, die Babyschwimmen waren, reagieren da eben anders, haben später selten Angst vor Wasser und lernen schneller und leichter tauchen und schwimmen. Interessanterweise vorher tauchen, dann schwimmen.

Danke
Dan

Liebe Grüße
Irene

Hallo Dan,

Babyschwimmen ist ja offensichtlich schwer in zur Zeit.

nöh, das war es schon vor Jahren.

Nun weiß ich aus meiner Zeit als aktiver Rettungsschwimmer,
daß es beim Einatmen von Wasser oder anderen Fremdstoffen zum
Stimmritzenkrampf mit möglicherweise tödlichem Ausgang kommen
kann. Es reicht ein Tropfen.

Wenn die kurzen früh genug ans Wasser gewöhnt werden passiert nichts, weil Babys instinktiv aufhören zu atmen und wieder anfangen, wenn der Kopf wieder über Wasser ist.
Wird später mit dem SChwimmen begonnen, muß man das Kind langsam und spielerisch ans Wasser gewöhnen. Normalerweise ist das aber kein Problem.

Gandalf

Hallo,

ich habe sowas damals auch mit meinem Sohn gemacht.
Um den Reflex etwas zu verstärken, habe ich meinem Sohn
kurz vorm untertauchen einmal kräftig ins Gesicht gepustet.
Dadurch allein hielt er bereits die Luft an, so das ich auch
keine Bedenken mehr hatte dann sofort mit ihm unterzutauchen.

Gruss
Olli