Bachelor. Kann man durchfallen ?

Hallo Ihr,

ich habe eine grundsätzliche Frage zum Bacherlor. Nehmen wir an ein Student schreibt im ersten Semester Prüfungen nicht und erhält somit in allen ,Fächern" eine Fünf. Wird er dann vom Studium ausgeschlossen, wenn er diese Prüfungen nicht nachholt ?

Wenn nein, wie lange darf er dann studieren ohne Prüfungen zu machen ? Geht es theroetisch, dass sich jemand jedes Semester neu einschreibt, jedoch nie Prüfungen schreibt , somit zwar keinen Abschluß hat, jedoch an allen Vorlesungen teilnehmen kann und ordentlicher Student ist ?

Danke.

Gruß

Claus

Hallo Du,

ich habe eine grundsätzliche Frage zum Bacherlor. Nehmen wir
an ein Student schreibt im ersten Semester Prüfungen nicht und
erhält somit in allen ,Fächern" eine Fünf. Wird er dann vom
Studium ausgeschlossen, wenn er diese Prüfungen nicht nachholt

hm, Du hast eine ziemlich verschulte Vorstellung des Studiums, kann das sein?!
Zu meiner Zeit (OK schon einige Jahre her und auf Diolom) mußte man gar keine Prüfungen schreiben, wenn man nicht wollte.
Nichtteilnahme war kein Grund zur Exmatrikulation.
Anders wars natürlich, wenn man sich zu Prüfungen angemeldet hatte und nicht erschien, bzw. sich krank schreiben ließ.
Dann war der Versuch ein Durchfaller.

Gandalf

Hi,

ich habe eine grundsätzliche Frage zum Bacherlor. Nehmen wir
an ein Student schreibt im ersten Semester Prüfungen nicht und
erhält somit in allen ,Fächern" eine Fünf.

hängt davon ab, ob man die Klausuren wieder abgemeldet hat oder nicht. Wenn nicht und man erscheint nicht, bekommt man eine 5. Wenn man sich rechtzeitig abmeldet oder ein Attest vom Arzt hat, bekommt man lediglich ein „n.e.“ (= nicht erschienen), dann passiert nichts.

Wird er dann vom
Studium ausgeschlossen, wenn er diese Prüfungen nicht nachholt
?

Nein. Du kommst aber halt nicht weiter. Man darf keine weiteren Klausuren schreiben, bevor man nicht Klausur x,y und z bestanden hat.

Wenn nein, wie lange darf er dann studieren ohne Prüfungen zu
machen ?

So lange du willst. Hängt davon ab, wieviel du zahlen kannst / willst (Langzeitgebühren).

Geht es theroetisch, dass sich jemand jedes Semester
neu einschreibt,

man braucht sich dafür nicht jedes Mal neu einzuschreiben

jedoch nie Prüfungen schreibt , somit zwar
keinen Abschluß hat, jedoch an allen Vorlesungen teilnehmen
kann und ordentlicher Student ist ?

Ja. Du kannst aber auch als nichteingeschriebener Student in eine Vorlesung gehen. Gerade im Grundstudium fällt das nicht auf, ob da einer mehr oder weniger in der Vorlesung sitzt :wink:
Aber ein ordentlicher Student wärst du dann nicht *g*

Gruß,

Steffie

Hallo Claus,

ich habe eine grundsätzliche Frage zum Bacherlor. Nehmen wir
an ein Student schreibt im ersten Semester Prüfungen nicht und
erhält somit in allen ,Fächern" eine Fünf. Wird er dann vom
Studium ausgeschlossen, wenn er diese Prüfungen nicht nachholt
?

Irgendwie versteh ich deine Frage nicht ganz. Man bekommt doch an der Uni keine „Fünf“, weil man irgendwo nicht mitgeschrieben hat. Wenn du an der Endklausur nicht teilnimmst, bekommst du den Schein einfach nicht. Basta. Kein Schein - keine Note. Eine Auswirkung auf deine Note in dem Sinne hat das nicht. Auf die Tatsache, dass du danach weniger Zeit hast um sämtliche Prüfungsleistungen zu erwerben schon.
Naholen wirst du sie dann irgendwann schon müssen.

Wenn nein, wie lange darf er dann studieren ohne Prüfungen zu
machen ?

Das kommt wohl auf die Studienordnung an…ewig wird es wahrscheinlich nicht sein.

Geht es theroetisch, dass sich jemand jedes Semester
neu einschreibt, jedoch nie Prüfungen schreibt , somit zwar
keinen Abschluß hat, jedoch an allen Vorlesungen teilnehmen
kann und ordentlicher Student ist ?

Natürlich könntest du dich jedes Semster neu einschreiben. Allerdings zählt dann wahrscheinlich auch jedes Semster, bis du dein Limit erreicht hast und Langzeitstudiengebühren zahlen darfst. (Möglicherweise fängst du auch gleich mit den Studiengebühren im ersten Semester an.)
Du kannst auch so an den meisten Vorlesungen teilnehmen. Wenn du die Prüfungen eh nicht machen willst, sollte das kein so großes Problem sein. Entweder du schleichst dich einfach so in die Uni, fragst einfach mal den Prof, ob er was dagegen hat oder du versuchst es eben als Gasthörer.

Kel

hm, Du hast eine ziemlich verschulte Vorstellung des Studiums,
kann das sein?!

Das ist keine Vorstellung, das ist jetzt so…

Hallo Claus,

im BA gibt es klare Anwesenheits- und Prüfungsregelungen, jedenfalls an meiner Universität. Eine Klausur, zu der man unentschuldigt nicht erschienen ist, wird normalerweise mit „nicht bestanden“ gewertet. Bei entschuldigtem Fehlen muss man mit dem Prof über den Nachschreibetermin verhandeln.

Für jede nicht bestandene Klausur gibt es mindestens eine zweite Chance => erkundigen beim Prof.

Und wie Steffie schon schrieb: eine bestandene Klausur in einem Modul oder Seminar ist meistens Zugangsvoraussetzung für das nächste Modul. Die genauen Regelungen findest du in der Studienordnung!

Nehmen wir an ein Student schreibt im ersten Semester Prüfungen nicht und
erhält somit in allen ,Fächern" eine Fünf. Wird er dann vom
Studium ausgeschlossen, wenn er diese Prüfungen nicht nachholt

bei meinem Studium: JA! wenn du die prüfung nicht mitschreibst (unentschuldigt) und sie nicht nachholst, wirst du automatisch exmatrikuliert.

Geht es theroetisch, dass sich jemand jedes Semester
neu einschreibt, jedoch nie Prüfungen schreibt , somit zwar
keinen Abschluß hat, jedoch an allen Vorlesungen teilnehmen
kann und ordentlicher Student ist ?

Theoretisch geht das bestimmt, aber ich frage mich, was das für einen Sinn hat? Wozu sollte man jedes Semester Studiengebühren zahlen (denn so ist es ja leider an vielen Unis mittlerweile ab dem ersten Semester), um am Ende nix dabei rauszubekommen?

Fragt
Artemis

hm, Du hast eine ziemlich verschulte Vorstellung des Studiums,
kann das sein?!

Das ist keine Vorstellung, das ist jetzt so…

Nicht wirklich - das hängt von der Uni ab.

Eine Universität sollte sich normalerweise durch extrem WENIGE Eingriffe in das Studium des einzelnen Studiosis auszeichnen und eben NICHT geschichtete Klausuren anbieten.

Die besten Unis momentan sind genau die, die endlich dieses stufige System aufbrechen, dieses „Man braucht das und das [als Zwangsvoraussetzung] dafür …“. Die besten Unis momentan sind weiterhin auch die, die möglichst WENIGE Komplexprüfungen schreiben - also Prüfungen über viel und vielleicht verschiedenartigen Stoff in mehrere Einzelprüfungen aufteilen, die man separat als Student wiederholen kann.

Was Du da also erzählst, ist normalerweise genau falsch herum gedacht - man überlege: 6 Semester Bachelor, ich bin in einer Prüfungsperiode krank und kann keine oder nur wenige Klausuren mitschreiben usw. usw…
Greift hier die Uni zuviel ein mit Reglementierungen zwischen den gängigen Semestergrenzen, trifft es vor allem wieder einmal die sozial Schwachen usw. usw. .

Und bei der Prüfungssache hast Du etwas Grundlegendes falsch verstanden. Wenn ich mich zu einer Prüfung nicht einschreibe, nehme ich nicht teil, ich stehe auf keiner Liste. Damit setzt auch nicht die berühmte 1-Jahres-Schranke ein, also daß man eine Fachprüfung binnen eines Jahres BESTEHEN MUSS, wenn man sich einmal eingeschrieben hat.

Du verwechselst das mit dem bereits eingeschriebenen Zustand.

MfG

hm, Du hast eine ziemlich verschulte Vorstellung des Studiums,
kann das sein?!

Das ist keine Vorstellung, das ist jetzt so…

Nicht wirklich - das hängt von der Uni ab.

Und vom Studiengang!

Ich bin gerade nicht sicher - richtet sich der Rest der Antwort an mich oder an Claus? Ich kommentiere es vorsichtshalber mal :smile:

Eine Universität sollte sich normalerweise durch extrem WENIGE
Eingriffe in das Studium des einzelnen Studiosis auszeichnen
und eben NICHT geschichtete Klausuren anbieten.

Genau das ist aber das Prinzip des Bachelor. Das ist eben der wesentliche Unterschied zu Diplom- und Magisterstudiengängen.

Die besten Unis momentan sind genau die, die endlich dieses
stufige System aufbrechen, dieses „Man braucht das und das
[als Zwangsvoraussetzung] dafür …“. Die besten Unis momentan
sind weiterhin auch die, die möglichst WENIGE Komplexprüfungen
schreiben - also Prüfungen über viel und vielleicht
verschiedenartigen Stoff in mehrere Einzelprüfungen aufteilen,
die man separat als Student wiederholen kann.

Es gibt aber auch Universitäten, die in exakt die entgegengesetzte Richtung unterwegs sind!

Was Du da also erzählst, ist normalerweise genau falsch herum
gedacht - man überlege: 6 Semester Bachelor, ich bin in einer
Prüfungsperiode krank und kann keine oder nur wenige Klausuren
mitschreiben usw. usw…
Greift hier die Uni zuviel ein mit Reglementierungen zwischen
den gängigen Semestergrenzen, trifft es vor allem wieder
einmal die sozial Schwachen usw. usw. .

Ich stimme dir voll zu. Fakt ist aber: Die Regeln mache nicht ich, sondern die Uni. Und da Claus im Bachelor eingeschrieben ist, hilft es jetzt ja nicht weiter sich über die Regelungen aufzuregen.

Und bei der Prüfungssache hast Du etwas Grundlegendes falsch
verstanden. Wenn ich mich zu einer Prüfung nicht einschreibe,
nehme ich nicht teil, ich stehe auf keiner Liste. Damit setzt
auch nicht die berühmte 1-Jahres-Schranke ein, also daß man
eine Fachprüfung binnen eines Jahres BESTEHEN MUSS, wenn man
sich einmal eingeschrieben hat.

An meiner Universität ist es im BA üblich, dass man automatisch für die Prüfung eingeschrieben ist, sobald man sich zu einem Seminar oder einer Vorlesung angemeldet hat. Es sei denn, es gibt verschiedene Prüfungsmöglichkeiten zu Auswahl - aber da Claus im ersten Semester ist, hat er wohl eher keine Auswahl.

Die besten Unis momentan sind genau die, die endlich dieses
stufige System aufbrechen, dieses „Man braucht das und das
[als Zwangsvoraussetzung] dafür …“. Die besten Unis momentan
sind weiterhin auch die, die möglichst WENIGE Komplexprüfungen
schreiben - also Prüfungen über viel und vielleicht
verschiedenartigen Stoff in mehrere Einzelprüfungen aufteilen,
die man separat als Student wiederholen kann.

Es gibt aber auch Universitäten, die in exakt die
entgegengesetzte Richtung unterwegs sind!

Ich weiß - bei uns laufen irrigerweise gerade ähnliche Tendenzen ab, also daß Fächer absichtlich zu gewaltigen 180- oder 240-Minuten-Klausren zusammengestopft werden, oder daß mehr und mehr Stolpersteine angelegt werden, bspw. daß man „Theoretische Elektrotechnik“ nur noch schreiben darf, wenn man „Etechnik-Grundlagen“ erst bestanden hat (was völlig bekloppt und unlogisch ist).

An meiner Universität ist es im BA üblich, dass man
automatisch für die Prüfung eingeschrieben ist, sobald man
sich zu einem Seminar oder einer Vorlesung angemeldet hat. Es
sei denn, es gibt verschiedene Prüfungsmöglichkeiten zu
Auswahl - aber da Claus im ersten Semester ist, hat er wohl
eher keine Auswahl.

Dann bin ich echt froh, noch ein Diplom zu erwerben und ich mir diesen Wahnsinn nicht antun muß - diesen Punkt habe ich noch in keiner einzigen Diskussion gehört. Ich meine, es ist mir wirklich neu, daß mit der Umstellung auch gleichzeitig eine US-amerikanische Verschulung stattfindet. Gräßlich.

Wenn die Sachlage allerdings so ist, hat er Pech gehabt. Mehr kann man da leider nicht sagen… :frowning:

Hallo,

sorry, aber was du da von Dir gibst, ist so ziemlich alles falsch.

Schau Dir doch lieber mal die Prüfungsordnung an, da wirst Du sehen, dass praktisch an jeder Uni und in jedem Studiengang das endgültige Nicht-Bestehen einer Prüfungsleistung zur Exmatrikulation führt. Und da hat man eben - ebenfalls fast überall - genau zwei Chancen, wobei eine nicht angetretene Prüfung ohne Attest (evtl sogar vom Amtsarzt) als nicht bestanden zu werten ist.
Dort wo die Prüfungen frei vereinbar und planbar sind, gibt es Maximalfristen, bis wann und in welchem Zeitraum die Prüfungsleistung zu erbringen ist. (Bei uns war das damals das 7. Semester für das Vordiplom und man hatte zwei Chancen die - mündlichen - Prüfungen zu bestehen.

Im übrigen ist es außerordentlich sinnvoll, gewisse Vorkenntnisse zu verlangen.

Gruß

Peter

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Hallo Kel,

Irgendwie versteh ich deine Frage nicht ganz. Man bekommt doch
an der Uni keine „Fünf“, weil man irgendwo nicht
mitgeschrieben hat.

Ich befürchte, das darfts Du nicht verallgemeinern:wink:
Selbstverständlich erhälst Du eine 5, wenn Du Dich zu einer Prüfung anmeldest und danach unentschuldigst fehlst.
Nur muss man sich eben nicht in jedem Studienfach, nicht bei jeder Prüfung und nicht an jeder Uni nach diesem System zu Prüfungen melden:wink:

Aber in diesem Verfahren gibt es natürlich nur eine limitierte Anzahl von Versuchen (in der Regel 2, maximal 3 Versuche) …

Grüße
Jürgen

Hallo Claus,

ich habe eine grundsätzliche Frage zum Bacherlor. Nehmen wir
an ein Student schreibt im ersten Semester Prüfungen nicht und
erhält somit in allen ,Fächern" eine Fünf. Wird er dann vom
Studium ausgeschlossen, wenn er diese Prüfungen nicht nachholt
?

bei uns: Ja. Jeder hat drei Prüfungsversuche, wenn er bei allen drei nicht erschienen oder durchgefallen ist, wird er exmatrikuliert und verliert bundesweit den Prüfungsanspruch für dieses Fach.

Geht es theroetisch, dass sich jemand jedes Semester
neu einschreibt, jedoch nie Prüfungen schreibt , somit zwar
keinen Abschluß hat, jedoch an allen Vorlesungen teilnehmen
kann und ordentlicher Student ist ?

Das Neueinschreiben dürfte schwierig werden, wenn du im Vorjahr schon den Prüfungsanspruch verloren hast.

Grüße,
Anja

Hallo Jürgen,

Ich befürchte, das darfts Du nicht verallgemeinern:wink:
Selbstverständlich erhälst Du eine 5, wenn Du Dich zu einer
Prüfung anmeldest und danach unentschuldigst fehlst.
Nur muss man sich eben nicht in jedem Studienfach, nicht bei
jeder Prüfung und nicht an jeder Uni nach diesem System zu
Prüfungen melden:wink:

Gut, dann darf ich das eben nicht verallgemeinern…obwohl ich in 4 verschiedenen Fachbereichen Prüfungen abgelegt habe und mich nirgendwo anmelden musste. Kann ja nicht alles wissen. *grins*

Kel

Hallo Kel,

Gut, dann darf ich das eben nicht verallgemeinern…obwohl ich
in 4 verschiedenen Fachbereichen Prüfungen abgelegt habe und
mich nirgendwo anmelden musste. Kann ja nicht alles wissen.

und ich eben in zweien, in denen ich es zum überwiegenden Teil musste:wink:

Gruß
Jürgen

das ist uebrall anders
du musst in deine studien- und pruefungsordnung schauen. die hast du am ersten tag unterschrieben…theoretisch…:smile:

mfg
rene

Hallo,

sorry, aber was du da von Dir gibst, ist so ziemlich alles
falsch.

Eher Deine Meinung ist so ziemlich total falsch.

Natürlich gibt es gewisse Fristen, Vordiplom 6. Semester ist gängig. Das ist dann aber auch schon das alles. Studienhöchstdauer gibt es keine, man muß dann nur blechen.

Also keine Implikationen bitte.

Schau Dir doch lieber mal die Prüfungsordnung an, da wirst Du
sehen, dass praktisch an jeder Uni und in jedem Studiengang
das endgültige Nicht-Bestehen einer Prüfungsleistung zur
Exmatrikulation führt.

Darum ging es gar nicht - es ging um das Problem, daß man KEINE ‚5‘ bekommt, wenn man sich zu der entspr. Prüfung gar nicht anmeldet und dann auch nicht teilnimmt.

Daher auch meine Überraschung (weil das eine „neue Qualität“ ist), daß die Bachelor-Master-Studiengänge gleich zur Verschulung der Unis benutzt werden. Mehr war gar nicht los in dem thread.

Du redest an den Mitpostern hier vorbei.

Im übrigen ist es außerordentlich sinnvoll, gewisse
Vorkenntnisse zu verlangen.

Auch vorbei - ich sprach von oktroyierten Beweisen des Leistungsstandes, die im Falle von unvorhergesehenen Ausfällen (Krankheit, …) oder Nichtbestehen einem nur ein sinnloses Brett vors Bein schlagen.

Es ist wohl jedem klar, daß besonders Noten im Studium nun überhaupt nichts über das reale Können eines Studenten aussagen, schon gar nicht im Grundstudium.

Ein schlechter Tag, Krankheit, unbequeme Rechenaufgaben [„wo man es in dem Moment einfach nicht sieht“] und schon ist man schnell schon nichtmal mehr im Bereich der ‚3‘.

Vorkenntnisse natürlich - hier ging es aber um das zwanghafte Festhalten an formalen Gegebenheiten, die sich im Großteil der Fälle einfach nur als sinnlose Hürde entpuppen.

Ich selbst habe bspw. „Theoretische Elektrotechnik“ ohne viel Lernen, Üben bravorös bestanden (weil ich das nicht schlecht beherrsche), VOR Grundlagen der ET (was ich auf Grund von Krankheit und einem Patzer des Betreuers bei einem Praktika bereits zweimal schieben mußte - das hätte schon vor einem Jahr bestanden sein sollen).

Soviel zu solchen völlig irrigen Überlegungen - deutsche Unis sind nicht umsonst so relativ frei gestaltet. Frag vor allem die Physiker!
Wenn eine Gruppe von Studenten die Freiheit der Uni hochhält dann besonders die Physiker, weil die ihr zwangloses und zu 90% selbst zu gestaltendes Studium einfach wollen und lieben.

Gewisse formale Beschränkungen wie Höchstfristen gut, geschenkt! Aber nicht solche gewaltsamen Eingriffe zur gezielten Steuerung des Studentendaseins des einzelnen Studiosis.
Nichts gegen einen Arschtritt für Unistudenten - AB UND ZU dringend notwendig und viel zu viel Derartiges schleichend abgebaut die letzten Jahre, aber wenn ich in durchorganisierten Strukturen studieren will, gehe ich an die FH und dann sollen mir die Leute mit dem Mist an der Uni wegbleiben.
So einfach ist das.

MfG

Hallo,

ich kanns dir nur nochmal sagen, deine Kommentare sind einfach quatsch. Wenn die Prüfung ansteht und du sie nicht antrittst bekommst Du eine 5. Beim 2. Mal ists dann in der Regel aus.

Wer krank ist - mit Attest - kann die Prüfung verschieben. Das ist auch klar. Aber wenn man einfach nicht erscheint - durchgefallen.

Wer länger krank ist - da findet sich eine Lösung. Aber man kann nicht die Zeit aufhalten, indem man sich nicht der Prüfung unterzieht. Das ist einfach nicht richtig.

Wie es in der Physik zugeht, weiss ich ganz genau. Ich habe selbst Physik studiert.

Bei der Prüfungsordnung waren wir aber alle gleich. Zweimal durchgefallen = und tschüß. Keine Scheine gemacht = tschuß. Keine Prüfung absolviert = tschüß.

Gruß

Peter

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Hi,

Natürlich gibt es gewisse Fristen, Vordiplom 6. Semester ist
gängig.

das mag schon bei dir so sein, dennoch hat Claus eindeutig nicht nach Diplomsordnungen gefragt. Und beim Bachelor ist das definitiv anders.

Schau Dir doch lieber mal die Prüfungsordnung an, da wirst Du
sehen, dass praktisch an jeder Uni und in jedem Studiengang
das endgültige Nicht-Bestehen einer Prüfungsleistung zur
Exmatrikulation führt.

Darum ging es gar nicht - es ging um das Problem, daß man
KEINE ‚5‘ bekommt, wenn man sich zu der entspr. Prüfung gar
nicht anmeldet und dann auch nicht teilnimmt.

Beim Bachelor schon. Und nur darauf richtete sich die Frage von Claus.

Daher auch meine Überraschung (weil das eine „neue Qualität“
ist), daß die Bachelor-Master-Studiengänge gleich zur
Verschulung der Unis benutzt werden. Mehr war gar nicht los in
dem thread.

Das Studium soll halt stringenter durchgezogen werden, die Absolventen sind in Deutschland eh schon zu alt im Vergleich zu den anderen Ländern.

Du redest an den Mitpostern hier vorbei.

Nee, ich fürchte, das gilt für DICH. Denn Peter hat sich auf die Frage von Claus bezogen und sachkundig geantwortet.

Im übrigen ist es außerordentlich sinnvoll, gewisse
Vorkenntnisse zu verlangen.

Auch vorbei - ich sprach von oktroyierten Beweisen des
Leistungsstandes, die im Falle von unvorhergesehenen Ausfällen
(Krankheit, …) oder Nichtbestehen einem nur ein sinnloses
Brett vors Bein schlagen.

Hierzu muss ich schon wieder sagen, dass dies beim Bachelor nicht obligatorisch so ist, andererseits aber für manche Diplomstudiengänge durchaus gilt. Bei meinem Bachelor gibt es solche Zugangsvoraussetzungen gar nicht, bei den Mathematikern (Diplom) soweit ich weiß schon.

Es ist wohl jedem klar, daß besonders Noten im Studium nun
überhaupt nichts über das reale Können eines Studenten
aussagen, schon gar nicht im Grundstudium.

Schöne Ausrede für alle, die zu faul zum Lernen sind… Wenn ich mich umsehe, so stelle ich fest, dass bei uns gerade diejenigen die besten Noten bekommen, die auch tatsächlich viel lernen.

Ein schlechter Tag, Krankheit, unbequeme Rechenaufgaben [„wo
man es in dem Moment einfach nicht sieht“] und schon ist man
schnell schon nichtmal mehr im Bereich der ‚3‘.

Ja, gut, als einmaliger Patzer. Aber das gilt nicht für die Durchschnittsnote.

Gruß,
Anja

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Hallo,

ich kanns dir nur nochmal sagen, deine Kommentare sind einfach
quatsch. Wenn die Prüfung ansteht und du sie nicht antrittst
bekommst Du eine 5. Beim 2. Mal ists dann in der Regel aus.

Das ist aber nur deshalb so, weil ja gesagt wurde, daß man beim Bachelor (zumindest bei seinem) AUTOMATISCH ANGEMELDET wird.

Nochmal: Wenn ich ein Fach habe und mich dort nicht einschreibe, passiert mir GAR NICHTS. Es guckt nach 3 Jahren nur irgendeiner nach, ob Du Deine paarundzwanzig Klausuren geschrieben hast.

Damit sind die Kommentare überhaupt nicht quatsch sondern logisch sogar streng richtig.

Ich habe nicht behauptet, daß man keine ‚5‘ bekommt, wenn man angemeldet nicht erscheint. Ganz im Gegenteil. Dann greift sogar die 1-Jahres-Regel (bei den meisten Unis).

Also genau lesen bitte.

Wer krank ist - mit Attest - kann die Prüfung verschieben. Das
ist auch klar. Aber wenn man einfach nicht erscheint -
durchgefallen.

Wie gesagt, das gilt für den genannten „Spezialfall“ der automatischen Anmeldung.

Wer länger krank ist - da findet sich eine Lösung. Aber man
kann nicht die Zeit aufhalten, indem man sich nicht der
Prüfung unterzieht. Das ist einfach nicht richtig.

Immer dazu sagen, daß Du den Bachelor meinst.
Ich thematisierte ja die allgemeine Verfahrensweise ==> keine Anmeldung ==> niemand schert sich um einen.

Bei der Prüfungsordnung waren wir aber alle gleich. Zweimal
durchgefallen = und tschüß. Keine Scheine gemacht = tschuß.
Keine Prüfung absolviert = tschüß.

Bezogen aber auf die Höchstfrist.
Folgendes unrealistisches Gedankenspiel: Man nimmt in 4 Semestern an keiner Prüfung teil, und holt dann alle soundsovielen Klausuren geballt im 5. und 6. Semester nach - passiert einem gar nichts. Man hat eben 1 Jahr verloren, weil man die Diplomzwischenprüfungsfrist gnadenlos ausgereizt hat und so meist nicht an den Prüfungen fürs Hauptstudium teilnehmen darf.

Ist die Bachelor-Situation des Ausgangsposts gemeint, geht das natürlich nicht (wenn man automatisch eingeschrieben/angemeldet wird).

Daher kannst Du Dir mit Deinem Lieblingswort „Quatsch“ gerne den Schuh aufblasen. Ich halte mich im Ggs. zu Dir weiter von Implikationen fern.

MfG

Darum ging es gar nicht - es ging um das Problem, daß man
KEINE ‚5‘ bekommt, wenn man sich zu der entspr. Prüfung gar
nicht anmeldet und dann auch nicht teilnimmt.

Beim Bachelor schon. Und nur darauf richtete sich die Frage
von Claus.

Nein, er sagte eindeutig, er würde automatisch zu den Prüfungen eingeschrieben. Damit ist es genau das, was ich sage. Nur: Es trifft eben in keinem Fall auf ihn zu, weil ihm die Selbststeuerung der Prüfungen aus der Hand genommen wurde.

Das Studium soll halt stringenter durchgezogen werden, die
Absolventen sind in Deutschland eh schon zu alt im Vergleich
zu den anderen Ländern.

Das liegt aber auch daran, daß die Zeit nach hinten raus verschleppt wurde. Es gibt mehr als genug Leute (was man nämlich gar nicht so wahrnimmt), die haben 8 Semester volle Kanne durchgezogen und sind jetzt im 13. oder so - keine Prüfungen nach hinten raus mehr, nur noch Studienarbeit, Fachpraxis, Diplomarbeit, gutes Unileben, Gewöhnung.

Das überwindet man aber mit Sicherheit nicht durch Zwangsmaßnahmen, die in der Realität sowieso nie so sozial puffernd verwendet werden, wie sich das die Herren fernab am Schreibtisch ausgedacht haben. Ich hab das im letzten Jahr massiv erlebt, wie selbst an einer Nicht-Massenuni die Bürokratie bei jeder Gelegenheit gerne wilde Sau spielt und man dort mit logischen Argumenten und Kooperation gar nichts erreicht (selbst wenn man offenkundig im Recht ist).

Du redest an den Mitpostern hier vorbei.

Nee, ich fürchte, das gilt für DICH. Denn Peter hat sich auf
die Frage von Claus bezogen und sachkundig geantwortet.

Hat er ja eben nicht - er hat behauptet, ich erzählte Quatsch, was sichtbar eben nicht so ist. Nur weil er gewisse Sachen überliest oder logisch nicht trennen kann, lasse ich mir das nicht in den Stiefel stecken.

Hierzu muss ich schon wieder sagen, dass dies beim Bachelor
nicht obligatorisch so ist, andererseits aber für manche
Diplomstudiengänge durchaus gilt. Bei meinem Bachelor gibt es
solche Zugangsvoraussetzungen gar nicht, bei den Mathematikern
(Diplom) soweit ich weiß schon.

Und auch hier ist die Sachlage wieder verquer. Der Ausgangsposter sagte eindeutig, bei ihm bauen gewisse Klausuren auf den anderen auf - mit anderen Worten: Er muß das Fach nicht nur einfach absolvieren, sondern auch nachweislich bestehen.
Darauf bezog *ich* mich und meinte nur, daß dies nicht unbedingt in der Realität günstig ist.

Wie gesagt, quer über Deutschland verteilt erzielen momentan genau die Unis die meisten Erfolge bei Verkürzung der Studiendauer und Anhebung der Absolventenquote, die soviele losgelöste Einzelprüfungen als möglich schreiben und den Studenten noch in der gleichen Prüfungsperiode die erste Nachschreibechance einräumen.
Darüber hinaus gibt es auch mehr als genug Leute, die die These widerlegen, man bräuchte für dieses und jenes das und das (als FORMAL bestanden). Ich gehöre bspw. auch dazu.

Schöne Ausrede für alle, die zu faul zum Lernen sind… Wenn
ich mich umsehe, so stelle ich fest, dass bei uns gerade
diejenigen die besten Noten bekommen, die auch tatsächlich
viel lernen.

Hier machst Du es Dir vieeeel zu einfach und das geht an der Realität einfach vorbei. Ich spreche hier vor allem von anderen Leuten, wo ich das selbst miterlebt habe, UND auch bei Leuten, die viel gelernt haben.

Es besteht definitiv kein Zusammenhang zwischen Lernpensum und Note.
Dazu kommen dann auch noch berüchtigte Unsinnsmethoden bei der Bewertung für die Klausuren, wo man eindeutig sieht, daß es die pure Hürde zum Entfernen von Studenten ist.
Ich bin sicher kein Mensch, der Nichtlernen gut findet, aber man kann es sich keinesfalls so einfach machen und sagen, alle die einige schlechte Noten hatten sind faul oder dergleichen. Dazu gibt es mehr als gneug Gegenbeispiele.
Vielleicht trifft das Gepauke auf solche brotlosen Künste wie BWL, Soziologie, … zu, daß man steigendem Lernpensum die Note mitskaliert. Das gilt z.B. schon gar nicht mehr für sämtliche Technikwissenschaften, auch in Mathe hat uns das die Dozentin immer deutlich verneint.

Hier muß man wirklich äußerst relativ und zurückhaltend sein; am besten jeden Pauschalkommentar einsparen, weil die Realität es einfach so lehrt.

Ein schlechter Tag, Krankheit, unbequeme Rechenaufgaben [„wo
man es in dem Moment einfach nicht sieht“] und schon ist man
schnell schon nichtmal mehr im Bereich der ‚3‘.

Ja, gut, als einmaliger Patzer. Aber das gilt nicht für die
Durchschnittsnote.

Denkst Du - wenn Du in einer Periode bspw. 7 Klausuren schreibst und du bist aus wirtschaftlichen Gründen zum Schreiben gezwungen, kannst Du mit einem Streich per Krankheit gleich 7 Patzer einfahren. Man sollte nie im Hinterkopf die Zwänge vergessen, die mit dem Bafög zusammenhängen. Dann gibts da noch Dinge wie hanebüchende Bewertung, generell der Maßstab für die Noten.

Es sollte zum Beispiel zu denken geben, wenn Studenten bspw. Maschinenbau auf Grund mieser Noten an der Uni abbrechen und plötzlich an der Berufsakademie einen ganzen Notengrad besser als man selbst sind. Da spielen nicht direkt meßbare Sachen wie Niveau und Handhabung des Schwierigkeitsgrades eine Rolle.

Wie Einstein schon meinte: Nicht zuweit vereinfachen.

MfG