Darum ging es gar nicht - es ging um das Problem, daß man
KEINE ‚5‘ bekommt, wenn man sich zu der entspr. Prüfung gar
nicht anmeldet und dann auch nicht teilnimmt.
Beim Bachelor schon. Und nur darauf richtete sich die Frage
von Claus.
Nein, er sagte eindeutig, er würde automatisch zu den Prüfungen eingeschrieben. Damit ist es genau das, was ich sage. Nur: Es trifft eben in keinem Fall auf ihn zu, weil ihm die Selbststeuerung der Prüfungen aus der Hand genommen wurde.
Das Studium soll halt stringenter durchgezogen werden, die
Absolventen sind in Deutschland eh schon zu alt im Vergleich
zu den anderen Ländern.
Das liegt aber auch daran, daß die Zeit nach hinten raus verschleppt wurde. Es gibt mehr als genug Leute (was man nämlich gar nicht so wahrnimmt), die haben 8 Semester volle Kanne durchgezogen und sind jetzt im 13. oder so - keine Prüfungen nach hinten raus mehr, nur noch Studienarbeit, Fachpraxis, Diplomarbeit, gutes Unileben, Gewöhnung.
Das überwindet man aber mit Sicherheit nicht durch Zwangsmaßnahmen, die in der Realität sowieso nie so sozial puffernd verwendet werden, wie sich das die Herren fernab am Schreibtisch ausgedacht haben. Ich hab das im letzten Jahr massiv erlebt, wie selbst an einer Nicht-Massenuni die Bürokratie bei jeder Gelegenheit gerne wilde Sau spielt und man dort mit logischen Argumenten und Kooperation gar nichts erreicht (selbst wenn man offenkundig im Recht ist).
Du redest an den Mitpostern hier vorbei.
Nee, ich fürchte, das gilt für DICH. Denn Peter hat sich auf
die Frage von Claus bezogen und sachkundig geantwortet.
Hat er ja eben nicht - er hat behauptet, ich erzählte Quatsch, was sichtbar eben nicht so ist. Nur weil er gewisse Sachen überliest oder logisch nicht trennen kann, lasse ich mir das nicht in den Stiefel stecken.
Hierzu muss ich schon wieder sagen, dass dies beim Bachelor
nicht obligatorisch so ist, andererseits aber für manche
Diplomstudiengänge durchaus gilt. Bei meinem Bachelor gibt es
solche Zugangsvoraussetzungen gar nicht, bei den Mathematikern
(Diplom) soweit ich weiß schon.
Und auch hier ist die Sachlage wieder verquer. Der Ausgangsposter sagte eindeutig, bei ihm bauen gewisse Klausuren auf den anderen auf - mit anderen Worten: Er muß das Fach nicht nur einfach absolvieren, sondern auch nachweislich bestehen.
Darauf bezog *ich* mich und meinte nur, daß dies nicht unbedingt in der Realität günstig ist.
Wie gesagt, quer über Deutschland verteilt erzielen momentan genau die Unis die meisten Erfolge bei Verkürzung der Studiendauer und Anhebung der Absolventenquote, die soviele losgelöste Einzelprüfungen als möglich schreiben und den Studenten noch in der gleichen Prüfungsperiode die erste Nachschreibechance einräumen.
Darüber hinaus gibt es auch mehr als genug Leute, die die These widerlegen, man bräuchte für dieses und jenes das und das (als FORMAL bestanden). Ich gehöre bspw. auch dazu.
Schöne Ausrede für alle, die zu faul zum Lernen sind… Wenn
ich mich umsehe, so stelle ich fest, dass bei uns gerade
diejenigen die besten Noten bekommen, die auch tatsächlich
viel lernen.
Hier machst Du es Dir vieeeel zu einfach und das geht an der Realität einfach vorbei. Ich spreche hier vor allem von anderen Leuten, wo ich das selbst miterlebt habe, UND auch bei Leuten, die viel gelernt haben.
Es besteht definitiv kein Zusammenhang zwischen Lernpensum und Note.
Dazu kommen dann auch noch berüchtigte Unsinnsmethoden bei der Bewertung für die Klausuren, wo man eindeutig sieht, daß es die pure Hürde zum Entfernen von Studenten ist.
Ich bin sicher kein Mensch, der Nichtlernen gut findet, aber man kann es sich keinesfalls so einfach machen und sagen, alle die einige schlechte Noten hatten sind faul oder dergleichen. Dazu gibt es mehr als gneug Gegenbeispiele.
Vielleicht trifft das Gepauke auf solche brotlosen Künste wie BWL, Soziologie, … zu, daß man steigendem Lernpensum die Note mitskaliert. Das gilt z.B. schon gar nicht mehr für sämtliche Technikwissenschaften, auch in Mathe hat uns das die Dozentin immer deutlich verneint.
Hier muß man wirklich äußerst relativ und zurückhaltend sein; am besten jeden Pauschalkommentar einsparen, weil die Realität es einfach so lehrt.
Ein schlechter Tag, Krankheit, unbequeme Rechenaufgaben [„wo
man es in dem Moment einfach nicht sieht“] und schon ist man
schnell schon nichtmal mehr im Bereich der ‚3‘.
Ja, gut, als einmaliger Patzer. Aber das gilt nicht für die
Durchschnittsnote.
Denkst Du - wenn Du in einer Periode bspw. 7 Klausuren schreibst und du bist aus wirtschaftlichen Gründen zum Schreiben gezwungen, kannst Du mit einem Streich per Krankheit gleich 7 Patzer einfahren. Man sollte nie im Hinterkopf die Zwänge vergessen, die mit dem Bafög zusammenhängen. Dann gibts da noch Dinge wie hanebüchende Bewertung, generell der Maßstab für die Noten.
Es sollte zum Beispiel zu denken geben, wenn Studenten bspw. Maschinenbau auf Grund mieser Noten an der Uni abbrechen und plötzlich an der Berufsakademie einen ganzen Notengrad besser als man selbst sind. Da spielen nicht direkt meßbare Sachen wie Niveau und Handhabung des Schwierigkeitsgrades eine Rolle.
Wie Einstein schon meinte: Nicht zuweit vereinfachen.
MfG