Bachelor oder Diplom

Ist der Bachelor immer noch schlechter angesehen als ein Diplom?
Muss man auf jeden Fall danach einen Masters abschließen, um einen Job zu bekommen?
Was würdet Ihr vorziehen/zieht Ihr vor?

Ist der Bachelor immer noch schlechter angesehen als ein
Diplom?
Muss man auf jeden Fall danach einen Masters abschließen, um
einen Job zu bekommen?
Was würdet Ihr vorziehen/zieht Ihr vor?

Hallo ashara,

ba/ma ist ein sog. neues konzept um sich auch auf dem internationalen markt zu behaupten sprich internationaler wettbewerb und konkurrenz… nun es ist ja ganz klar das es ein angelsächsiches konzept ist. anstatt diplom oder magister schreit man jetzt ba/ ma…

interessant ist bei dem ganzen -seit der einführung der studiengänge ba/ ma inwieweit das ganze gut ankommt. von dänemrak weiss ich, das sie dieses konzept anfang der 90er einführten, aber jetzt wieder abschaffen- kaum einer mit BA Abschluss findet was -geschweige denn geht wirklich ab…

die problematik und die pro und contras sind endlos- überlege dir was und wo du studieren möchtest- ausland included ja oder nein- in welchem bereich erhoffst du dir ne stelle- frag mal potenielle arbeitgeber an-

ich persönlich ziehe diesem credit-point sytem/ ba/ oder was auch immer das gute alte humboldtsche prinzip vor- ich würd mir was im diplom bereich suchen… ne ba in der tasche sagt meiner meinung nach, kaum was aus…

Hallo,

Ist der Bachelor immer noch schlechter angesehen als ein
Diplom?

Bachelor dauert ca. 3Jahre, Diplom/FH ca. 4, Master ca. 5, Diplom/TU ca. 6. Nur um das mal zu unterscheiden. Und jetzt kannst Du auch sehen, was ein Bachelor wert ist: nicht so sonderlich viel. Mein Vorschlag: mach ein FH-Studium incl. Bachelor oder sogar Master. Das bedeutet, min. ein Jahr im Ausland, dafür aber in minimaler Zeit alle Abschlüsse.

Muss man auf jeden Fall danach einen Masters abschließen, um
einen Job zu bekommen?

Wenn man mal insb. amerikanische Ingenieure kennengelernt hat, muß man leider sagen, daß da schon ein deutscher Techniker mehr kann. Vergiss den Bachelor, das ist weniger als eine Grundausbildung.

Was würdet Ihr vorziehen/zieht Ihr vor?

s.o.

Axel (Haue erwartend)

Wieso Haue erwartend?
Hm, also der Diplomstudiengang, um den es bei mir geht, ist kein technischer, sondern ein geisteswissenschaftlicher, die Regelstudienzeit beträgt 9 Semester.
Der Bachelor ist ebenfalls geisteswissenschaftlich und wird an einer Universität angeboten (Regelstudienzeit 6 Semester), dort kann man auch nachfolgend einen Fachspezifischen Master machen (Regelstudienzeit 4 Semester).
Also zeitlich ist es es genau umgekehrt…
Ich bin sehr zerrissen, wofür ich mich entscheiden soll.
Auslandssemester sind in beide Studiengänge miteingeplant.

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Axel,

Wenn man mal insb. amerikanische Ingenieure kennengelernt hat,
muß man leider sagen, daß da schon ein deutscher Techniker
mehr kann. Vergiss den Bachelor, das ist weniger als eine
Grundausbildung.

keine Haue, ich kann das gleiche fuer Chemiker nur bestaetigen. Mit einem Bachelor wissen sie gar nix, mit einem Master kann man sie zumindest weiterbilden. Es lebe die CTA-Ausbildung
Ralph

Hallo,

ich bin eigentlich ganz froh, daß ich noch auf Diplom/FH studieren kann, denn die FH Köln stellt jetzt so langsam alle Studiengänge auf Bachelor und Masterabschlüsse um. Ich finde, daß die 3 Jahre Bachelor als Studium nicht besser sind als eine 3jährige Ausbildung, nur das man fürs Studium zahlt und nicht BEzahlt wird. Vor allem bei meinem Studiengang (Dolmetschen/Übersetzen) wär ein reiner Bachelorstudium nicht mehr als eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin…

Gruß, Aline

Ist der Bachelor immer noch schlechter angesehen als ein
Diplom?
Muss man auf jeden Fall danach einen Masters abschließen, um
einen Job zu bekommen?
Was würdet Ihr vorziehen/zieht Ihr vor?

Hallo,

die Ansätze sind verschiedene. Der Bachelor geht halt mehr ins praktische oder besser: Verwertbare.

Nach einem Diplomstudium BWL werde ich demnächst (rein spaßes- oder besser interessehalber) ein Bachelor of Laws-Studium dranhängen. Allein die Tatsache, daß mir aufgrund meines BWL-Studiums ein knappes Drittel des BoL-Stoffes erlassen wird, läßt einiges erkennen. Heute kann ein Jurist das zweite Staatsexamen ablegen und trotzdem für eine praktische Tätigkeit in der Wirtschaft vollkommen ungeeignet sein bzw. ist das eher die Regel. Der Bachelor-Gedanke sieht anders aus, eben anwendungsorientierter.

Ob man auf Diplom studiert oder BA/MA hängt davon ab, was man machen will. Um bei meiner persönlichen Situation zu bleiben: Für meine Tätigkeit reicht der Dipl.-Kfm. vollkommen aus, der BA ist allenfalls das Zückerchen obendrauf. Nur mit BA brauchte ich bei uns gar nicht erst aufzutauchen. Weder im Bereich Vertrieb/Kredit noch im Bereich Recht.

Es gibt aber sicherlich Tätigkeiten, bei denen ein BoL vollkommen ausreicht und ein vollwertiger Dipl. oder MA-Abschluß nicht notwendig ist.

Du siehst, ganz so einfach ist die Frage nicht zu beantworten.

Gruß,
Christian

Ach? Woher weißt Du das? Erkennt man das an der Fächerkombination?
Ich meine, was hat sich denn da an Deiner FH geändert?
Wäre lieb, wenn Du noch mal antworten könntest, denn genau das ist mein Problem!

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Hi!

Darf ich fragen, um welchen Studiengang genau es sich handelt? Ich selber studiere seit nunmehr zwei Jahren Anglistik und Geschichte auf B.A., und meine Bewertung des Ganzen ist sehr gemischt.
Was ich hauptsächlich am B.A. bemängeln würde, ist die schlechte Aufklärung über den Bachelor und seine offenbar mangelnde Einbindung in unser Gesellschaftssystem - man kann sich noch so abrackern und tolle Dinge wissen, von überallher wird einem erzählt, dass man mit einem Bachelor-Abschluss nichts wert ist. Die Frage ist nur: Warum?
Weil man ja in drei Jahren sowieso nicht so viel lernen kann, wie die Bosse das gerne hätten? Haben die Bosse schon mal versucht, einen Bachelor-Abschluss zu machen? So einfach ist das gar nicht. Zumindest an meiner Uni nicht.
Ich weiß ja nun leider nicht, wie der Bachelor sonstwo gehandhabt wird, aber hier in Bochum besteht jedenfalls Anwesenheitspflicht in jedem einzelnen Kurs und in jeder Vorlesung, sogar in manchen Tutorien. Wenn ich mir dagegen anschaue, wie mein Bruder WiWi auf Diplom studiert… der muss da prinzipiell nur zu den Klausuren hingehen und kommt trotzdem problemlos durch. Nicht so beim Bachelor.
Wir werden in jeder Veranstaltung auf die ein oder andere Weise geprüft - Hausarbeiten, Referate, mündliche Prüfungen… sozusagen eine ständig fortlaufende Zwischenprüfung.
Dazu kommt dann noch der Optionalbereich, der auch nicht wenig Zeit in Anspruch nimmt, und den Studenten eine breitere Bildung garantieren soll.
Meiner Meinung nach garantiert dieses System zumindest, dass man wirklich was lernt. Denn rücksichtsvoll bewertet wird man auch nicht, nur weil man auf B.A. studiert. Das einzig „Dumme“ daran ist, dass man eigentlich viel zuviel auf einmal machen muss, d.h. am Ende des Semesters wird man von den noch zu erledigenden Aufgaben und Prüfungen ziemlich erschlagen. Besser fänd ich es, wie es in Schweden gemacht wird (wo ich demnächst zum Studieren hingehe *freu*), da hat man nämlich eher so eine Art Blockseminar-System, mit intensiven Lerneinheiten, die jeweils 4-5 Wochen dauern und mit einer Leistungsüberprüfung abgeschlossen werden. Danach hat man dann wieder den Kopf frei für neue Inhalte.
So wie’s beim Bachelor-Studium in Bochum momentan ist (zumindest in meinen Fächern), wird der Lerneffekt durch leichte Überbelastung eher wieder gedrosselt.

Aber Pros und Contras hin oder her, eins steht jedenfalls fest: Der B.A. ist kein Faulenzerstudiengang. Und wenn man hinterher einen Master dranhängt (was hoffentlich nicht in Zukunft was kosten wird…), dann sollte man sogar die Wirtschaft damit zufrieden stellen können. Man ist dann zwar geringfügig schneller fertig, aber, glaub mir, man hat in der kurzen Zeit bestimmt trotzdem mehr abgerissen, als ein Durchschnitts-Magister. Allein schon wegen der Vorlesungen, die ja sonst kein normaler Student regelmäßig besucht…

Das dazu.

MfG und viel Spaß beim Studium!
Annie

Wieso Haue erwartend?
Hm, also der Diplomstudiengang, um den es bei mir geht, ist
kein technischer, sondern ein geisteswissenschaftlicher, die
Regelstudienzeit beträgt 9 Semester.
Der Bachelor ist ebenfalls geisteswissenschaftlich und wird an
einer Universität angeboten (Regelstudienzeit 6 Semester),
dort kann man auch nachfolgend einen Fachspezifischen Master
machen (Regelstudienzeit 4 Semester).
Also zeitlich ist es es genau umgekehrt…
Ich bin sehr zerrissen, wofür ich mich entscheiden soll.
Auslandssemester sind in beide Studiengänge miteingeplant.

Hi!

Darf ich fragen, um welchen Studiengang genau es sich handelt?

Es geht um einen Übersetzer-Studiengang.
Mittlerweile tue ich mich nicht mehr so schwer mit dem Akzeptieren eines Bachelors, werde wahrscheinlich aber aufgrund der Fächerwahl (es gibt z.Zt. nur technisch orientierte Master Studiengänge für Übersetzer in Deutschland) mich für den Diplomstudiengang entschließen.
Vielleicht kann ich im Notfall wechseln, wenn mir die Uni nicht zusagen sollte.
Ich glaube übrigens nicht, das ich da irgendetwas schwänzen werde können, dafür sind die Gruppen zu klein, VWL (oder Jura) eignet sich für so etwas besser! :smile:

Vielen Dank an alle für die zahlreichen Meinungen! :o*

Hallo,

hab Dir per E-Mail geantwortet. Konnte ich Dir helfen?

Ach? Woher weißt Du das? Erkennt man das an der
Fächerkombination?
Ich meine, was hat sich denn da an Deiner FH geändert?
Wäre lieb, wenn Du noch mal antworten könntest, denn genau das
ist mein Problem!

Hallo,

hab Dir per E-Mail geantwortet. Konnte ich Dir helfen?

Ich habe leider keine e-mail bekommen. Ich weiß gar nicht warum nicht. Kannst Du sie vielleicht nochmal abschicken?

Danke. :smile: