…außerdem dachte ich, dass man vor allen dingen lernen muss
jederzeit neues herauszufinden und seinen wissensstand immer
wieder den neuen anforderungen anzupassen und nicht nur dumm
irgendwas pauken und davon möglichst viel. von wegen pisa und
so…
Ja, also gerade kein Bachelorstudium, das doch sehr verschult und mit viel Pauken daherkommt. Das ist bei einem Diplom/Magister anders.
und es wurde nicht nur der name geändert sondern das ganze
system, was es einem ermöglicht fast überall jederzeit ohne
zeitverlust weiter zu studieren. auch ganz nett und
praxisbezogen, oder?
Abgesehen davon, dass die Universitäten in der Regel keine Probleme damit haben, Scheine „von der Konkurrenz“ anzuerkennen, wenn der richtige Name auf dem Zettel steht, stimmt das auch nur in der Theorie. Denn erstens wird Dir an den wirklich guten Universitäten im Ausland so schnell keiner irgendwelche „Credits“ von Deiner Gülleuni aus Deutschland anerkennen – es sei denn es besteht ein explizites Partnerprogramm. Und das gabs auch schon, als wir noch nen Kaiser hatten, ist also wahrlich nix neues.
Und zweitens ist so ein hin und her wechseln nicht ohne Probleme möglich, auch wenn Dir Deine Credits anerkannt würden. Das hast Du vielleicht als Erstsemester noch nicht so mitbekommen, aber für die Prüfungen sind die Professoren selbst zuständig (oder deren Assistenten). Und eine Vorlesung „fortgeschrittenes Bolzenrumdrehen“ bei Prof. Müller-Mallersdorf der Uni A unterscheidet sich von der gleichen Veranstaltung des Kollegen Prof. Bräsig and der Uni B wie Tag und Nacht. Cerdits nutzen Dir dann was? Genau, einen feuchten Kehricht.
außerdem wird durch englisch, edv,
präsentationstechniken etc. auch an die anderen skills
gedacht, you know?
Das es Denglish jetzt schon als Proseminar für Erstsemester gibt, ist nicht unbedingt begrüßenswert. Was willst Du mit den ganzen Tippsenkursen? EDV bedeutet doch i.d.R. Bedinung von M$-Schrottware, Präsentationstechniken will sagen: Powerpoint klicken und Allgemeinplätze verbreiten wie „bereiten sie ihre Präsentation gemäß der Zielgruppe gut vor und haben sie immer eine Ersatzlampe für den Beamer in der Tasche“
Abgesehen davon, dass es Sprachkurse an den Universitäten vor der großen Sparwelle für alle Studenten auf freiwilliger Basis in Hülle und Fülle gab, sollte man Englisch bereits in der Schule gelernt haben, sonst bekommt man beim Lesen der Fachliteratur spätestens im Hauptstudium Probleme. Ach ja, das findet beim Bachelor gar nicht erst statt. Na, da haben wir aber Glück gehabt.
Gruß
Fritze
)