Hallo,
ich studiere im 1. Semester Soziologie als Bachelorstudium und es gefällt mir immer weniger. Man scheint alle Themen nur kurz anzuschneiden und mir ist nicht klar, was ich damit mal machen soll (außer Taxi fahren). Wie sind Eure Erfahrungen zum Bachelor? Und speziell Soziologie? Wie ist der Bachelor in der Wirtschaft angesehen? Und wie der Master? Hat jemand Erfahrungen mit dem „2 Fächer Bachelor“ in Bochum?
Vielen Dank und mfG
Hallo,
ich studiere im 1. Semester Soziologie als Bachelorstudium und
es gefällt mir immer weniger. Man scheint alle Themen nur kurz
anzuschneiden und mir ist nicht klar, was ich damit mal machen
soll (außer Taxi fahren). Wie sind Eure Erfahrungen zum
Bachelor? Und speziell Soziologie? Wie ist der Bachelor in der
Wirtschaft angesehen? Und wie der Master? Hat jemand
Erfahrungen mit dem „2 Fächer Bachelor“ in Bochum?
Hmm, keine Ahnung was genau in Soziologie gefragt ist. Aber der Bachelor „Abschluss“ entspricht wohl eher einem Vordiplom. D.h. danach geht das richtige Studium erst los. Ein Bachelor ist auch gar nicht als akademischer Abschluss gedacht. Es ist ja des Teufels, wenn so viele junge Menschen wissenschaftlich ausgebildet werden. Man möchte lieber so eine art besseres Abitur. Frag mich nicht, wieso.
Wenn Du wissen willst, wie angesehen sowas ist, dann frage doch mal in der Wirtschaft direkt (Personalabteilungen oder Abteilungsleiter von Dich interessierenden Unternehmen). Ich meine aber, es wäre eine konkrete Forderung „der Wirtschaft“ gewesen, diese Schmalspurabschlüsse auch in Deutschland einzuführen. Wenn Du wissenschaftlich interessiert bist, dann solltest Du einen Masterstudiengang belegen. Der entspricht dem Diplom.
Gruß
Fritze
Bachelor in Soziolgie??? 
Hi Doro!
Erstmal allgemein: Es ist normal, dass im Grundstudium (sprich in den ersten Semestern) Themen nur angeschnitten werden. Die Vertiefung erfolgt später. Beim Bachelor ist es allerdings nicht allzuweit her mit dieser Vertiefung.
Dann gestatte mir bitte eine etwas provokante Frage: Du fragst, was mit mit Soziologie machen kann… was WILLST Du denn damit machen? Also, warum hast Du begonnen, es zu studieren?
Drittens: Mit einem Soziologie-Studium hat man (zumindest momentan) sowieso kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Mit nur einem Bachelor wahrscheinlich dann noch weniger… Ich sehe es allerdings eher so: Wenn schon Soziologie, dann bloss nicht noch zu lange, bringt Dich eh nicht weiter…
(sorry)
Bachelor-Studiengänge haben ihre Berechtigung für weniger qualifizierte Stellen in der Wirtschaft (vergleichbar einer Ausbildung). Generell bin ich allerdings kein Freund dieser „Amerikanisierung“ der Bildung. Die bessere Vergleichbarkeit der Abschlüsse geht einher mit einem Qualitätsverlust der Ausbildung und angeglichenenen, anti-individuellen Studienverläufen. Aber das nur am Rande…
Also: Wenn Du Dir sicher bist, das Soziologie „Dein“ Fach ist, dann studiere es, und zwar bis zum Master. Wenn Du eher am Fach als am Abschluss zweifelst, dann mach was anderes!
Viele Grüße,
Iceman
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hallo fritze,
vielen dank für die antwort. ich hoffe nicht, dass alle leute das so sehen wie du: ein 6-semestriges, total intensives studium (wir haben mehr zu tun als die meisten diplomstudenten) kann doch nicht nur so viel zählen wie ein vordiplom. unsere profs tun so, als ob wir in den 6 semestern all das lernen müssen, was andere in 8 semestern diplomstudium lernen.
wie sehen andere das?
Sehe ich leider auch so!
Hi nochmal!
Doch, ich sehe das leider genauso… Der Bachelor zählt nicht viel mehr als ein Vordiplom oder eine Ausbildung. Das Ihr mehr zu tun habt, als die Diplomer, halte ich für ein Gerücht. Aber Profs reden gerne mal son Zeug…
Ausserdem empfindet jeder immer das, was er gerade macht am schwersten - alte Regel. „Man wächst mit seinen Anforderungen.“
Generell müssen sich die Bachelor-Studiengänge in Deutschland natürlich noch durchsetzen. Die meisten wissen halt gar nicht so wirklich Bescheid darüber…
Gruß,
Iceman
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huch, übersehen
hallo iceman,
deine antwort hatte ich erst gar nicht gesehen…
also was hast du denn gegen soziologie? die arbeitslosigkeit unter soziologen liegt immerhin unter dem bundesdeutschen durchschnitt und das mit dem taxifahren war von mir natürlich als scherz gemeint, weil es das gängige vorurteil ist. hast du selber soziologie studiert oder abgebrochen oder so?
schöne grüsse
dorothe
Hi Doro!
Naja… nein, ich habe nicht Soziologie studiert, sondern WiWi. Kenne allerdings ein paar Soziologen.
Was ich dagegen habe? Wenn Du schon fragst… ich halte Soziologie für eine „Pseudo-Wissenschaft“ und das Studium für vollkommen unnötig, da man so gut wie nichts (für die Praxis relevantes) lernt, sondern sich stattdessen mit massenweise ABM-Diskussionen über Binsenweisheiten aufhält. Entschuldige meine Deutlichkeit, aber Du hast gefragt…
Selbst die Soziologen, die ich kenne, sehen das im Ansatz genau so! Soziologie (genau wie Sozialpädagogik u.Ä.) sollte eine Ausbildung sein, kein Studium.
Und natürlich liegt die Arbeitlosenquote von Soziologen unter dem bundesdeutschen Durchschnitt, schliesslich sind es ja Akademiker. Die Akademiker-Arbeitslosenquote in Deutschland liegt bei unter 4%. Sind die Soziologen da auch drunter?
Versteh mich nicht falsch, ich will Dich nicht angreifen. Wenn Du hinter Deinem Fach stehst, dann zieh es durch, keine Frage! Dann mach aber auch den Master, damit Du was „Anständiges“ hast. Das Jahr mehr lohnt sich in jedem Fall!
Viele Grüße,
Iceman
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…deine antwort spricht irgendwie (aus versehen sozusagen) für den bachelor: der ist nämlich sehr praxisbezogen. und dauert ja genau so lange wie eine ausbildung. aber ich wunder mich ja, dass du soziologie mit sozialpädagogik vergleichst…soviel ähnlichkeiten sind mir da noch nicht aufgefallen - von dem namen mal abgesehen. naja, trotzdem danke für die ehrliche meinung. die wollt ich ja hören 
ach ja: bei der arbeitslosenquote hast du natürlich recht…
…deine antwort spricht irgendwie (aus versehen sozusagen)
für den bachelor: der ist nämlich sehr praxisbezogen. und
dauert ja genau so lange wie eine ausbildung.
Praxisbezogener als der Diplomstudiengang, das mag stimmen. Aber nicht halb so praxisbezogen wie eine Ausbildung. Das ist natürlich auch richtig so, schliesslich ist es ein Studium. Aber gerade das habe ich ja kritisert.
aber ich wunder
mich ja, dass du soziologie mit sozialpädagogik
vergleichst…soviel ähnlichkeiten sind mir da noch nicht
aufgefallen - von dem namen mal abgesehen.
Nein, hab ich nicht inhaltlich verglichen! Nur meine Meinung, dass eine Ausbildung mehr Sinn machen würde als ein Studium gilt auch für Sozialpädagogik (und für viele weitere Studiengänge, bspw. Lehramt Primarstufe etc…). Aber bevor ich mir hier nur Feinde mache, bin ich lieber still!
)
Ich wünsch Dir viel Erfolg! Kannst ja dazu beitragen, mein Bild von Soziologen etwas zu verbessern! 
Viele Grüße,
Iceman
Hallo doro,
ich glaube, sowas kommt dabei heraus, wenn man Antworten von Leuten erhält, die weder von dem einen (BA) noch von dem anderen (Soziologie) eine Ahnung haben *schmunzel*.
Das Bachelor entspricht internationalen Studienstandards. Solltest du mal im Ausland arbeiten wollen oder in internationalen Unternehmen wird du mit dem BA etwas haben, womit die meisten Firmen was anfangen können. Beim deutschen Diplom oder gar „Magister“ ist das eher nicht der Fall.
Sicher kann man auch Genuß dabei empfinden, sich durch ein völlig abgehobenes, überzogenes, theoritsches deutsches Universitätsstudium zu quälen. Sinnvoll ist es sogar dann, wenn man eine universitäre Karriere oder den Doktortitel anstrebt.
Wenn du dich aber mal in der freien Wirtschaft umschaust, also bei Leuten, die tatsächlich arbeiten und die Wirtschaft am Laufen halten, dann wirst du sehr schnell merken, dass 80% dessen, mit dem du dich im Studium so wichtig rumgeschlagen hast, unnötiger Ballast war, an den sich nach ein paar Jahren kaum noch ein Mensch erinnert. Auf die Praxis bereiten Universitätsstudiengänge eher mangelhaft vor. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass größe Firmen Uni-Absolventen erstmal durch ein häufig mehrjähriges Trainee-Programm schicken um sie sanft auf die Realität vorzubereiten *g*.
Gruss
Marion, BA und FH-Dipl. und mal ein paar Semester WiWi und Soziologie an der Uni studiert (just for fun)
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meinungsfreiheit!
ich schätze ehrlichkeit und wenn ich erstmal bundeskanzlerin bin, dann werde ich dein bild von soziologen natürlich erheblich verbessern…
Hi!
ich glaube, sowas kommt dabei heraus, wenn man Antworten von
Leuten erhält, die weder von dem einen (BA) noch von dem
anderen (Soziologie) eine Ahnung haben *schmunzel*.
Von Soziologie habe ich sicher keine Ahnung, vom Bachelor schon.
Das Bachelor entspricht internationalen Studienstandards.
Sicher. Vor allem amerikanischen… 
Solltest du mal im Ausland arbeiten wollen oder in
internationalen Unternehmen wird du mit dem BA etwas haben,
womit die meisten Firmen was anfangen können. Beim deutschen
Diplom oder gar „Magister“ ist das eher nicht der Fall.
Die gängige Argumentation… ich sehe das etwas anders. Man sollte den Führungskräften in internationalen Unternehmen durchaus zutrauen, dass sie etwas mit nationalen, ausländischen Abschlüssen anfangen können. Grundsätzlich hast Du aber natürlich Recht: Das BA/MA-System vereinfacht es. Habe ich auch nie bestritten.
Sicher kann man auch Genuß dabei empfinden, sich durch ein
völlig abgehobenes, überzogenes, theoritsches deutsches
Universitätsstudium zu quälen. Sinnvoll ist es sogar dann,
wenn man eine universitäre Karriere oder den Doktortitel
anstrebt.
Wenn du dich aber mal in der freien Wirtschaft umschaust, also
bei Leuten, die tatsächlich arbeiten und die Wirtschaft am
Laufen halten, dann wirst du sehr schnell merken, dass 80%
dessen, mit dem du dich im Studium so wichtig rumgeschlagen
hast, unnötiger Ballast war, an den sich nach ein paar Jahren
kaum noch ein Mensch erinnert. Auf die Praxis bereiten
Universitätsstudiengänge eher mangelhaft vor. Es kommt ja
nicht von ungefähr, dass größe Firmen Uni-Absolventen erstmal
durch ein häufig mehrjähriges Trainee-Programm schicken um sie
sanft auf die Realität vorzubereiten *g*.
Najaaa… sicherlich sind die Uni-Studiengänge bei uns zu theorielastig. Es geht aber auch nicht darum, nur das zu lernen, was man später braucht. Wer weiss schon, was Du später brauchen wirst? Je nach gewählter Beschäftigung ist das vollkommen verschieden. Das Studium bereitet in sofern gut darauf vor, dass Du alles irgendwie schon mal gehört hast und sozusagen „weisst, wo es steht“. Eine breite Ausbildung verhindert zudem den Trend zum „Fachidioten“.
Ich habe nichts gegen den BA, man darf aber nicht vergessen, dass man damit keinen Uni-Abschluss im alten Sinne hat! Die ganz grossen Karrieresprünge sind damit (ob gerechtfertigt oder nicht beurteile ich hier nicht) in den meisten Fällen nicht möglich! Mag sein, dass sich das mit der Verbreitung der BA-Studiengänge ändert, zzt. ist es aber noch so! (Jaja, Ausnahmen bestätigen die Regel 
Gruß,
Iceman
ich schätze ehrlichkeit und wenn ich erstmal
bundeskanzlerin bin, dann werde ich dein bild von soziologen
natürlich erheblich verbessern…
Ja nee, is klar!
)
zu BA/BS, internationale Vergleichbarkeit, etc.
Hallo,
ich glaube, sowas kommt dabei heraus, wenn man Antworten von
Leuten erhält, die weder von dem einen (BA) noch von dem
anderen (Soziologie) eine Ahnung haben *schmunzel*.
Nur so zur Anmerkung, es gibt nicht nur den BA sondern auch den BS (nicht Bullshit, sondern Bachelor of Science). Ob die nun beide bull**** sind, darüber will ich gerne mit Dir streiten 
Das Bachelor entspricht internationalen Studienstandards.
Er entspricht dem, was im angloamerikanischen Bereich üblich ist.
Solltest du mal im Ausland arbeiten wollen oder in
internationalen Unternehmen wird du mit dem BA etwas haben,
womit die meisten Firmen was anfangen können. Beim deutschen
Diplom oder gar „Magister“ ist das eher nicht der Fall.
Glaube mir, alle Firmen, in denen es wert ist eine Arbeitstelle anzutreten können mit dem deutschen Magister und Diplom recht wohl etwas anfangen.
Sicher kann man auch Genuß dabei empfinden, sich durch ein
völlig abgehobenes, überzogenes, theoritsches deutsches
Universitätsstudium zu quälen.
Durch ein Studium in Deutschland muss man sich (fast) immer quälen, egal wie sich der Abschluss nennt. Das hat aber andere Gründe, über die ich an anderer Stelle gerne sprechen würde.
Sinnvoll ist es sogar dann,
wenn man eine universitäre Karriere oder den Doktortitel
anstrebt.
Nicht nur dann, denn …
Wenn du dich aber mal in der freien Wirtschaft umschaust, also
bei Leuten, die tatsächlich arbeiten und die Wirtschaft am
Laufen halten, dann wirst du sehr schnell merken, dass 80%
dessen, mit dem du dich im Studium so wichtig rumgeschlagen
hast, unnötiger Ballast war, an den sich nach ein paar Jahren
kaum noch ein Mensch erinnert.
Das gilt für alle Formen der Ausbildung mit Ausnahme vielleicht beim Anlernen von Hilfskräften. Einer meiner Lieblingsprofessoren hat es mal bei so einer dummen Frage (wo brauchen wir das denn später) ganz nett auf den Punkt gebracht: „In der Praxis brauchen Sie später höchstens 1 Prozent dessen, was wir ihnen hier beibringen. Das dumme ist nur, wir wissen nicht welches.“
Auf die Praxis bereiten
Universitätsstudiengänge eher mangelhaft vor. Es kommt ja
nicht von ungefähr, dass größe Firmen Uni-Absolventen erstmal
durch ein häufig mehrjähriges Trainee-Programm schicken um sie
sanft auf die Realität vorzubereiten *g*.
Das machen Unternehmen mit allen Mitarbeitern, die auf höhere Positionen kommen können/sollen. Das liegt vor allem daran, dass die Firmenabläufe auf keinen Fall Bestandteil einer externen Ausbildung sein können. Außerdem kann man so die Gehälter noch eine Weile drücken.
Der Bachelor als Abschluß funktioniert deshalb im Angloamerikanischen Ausland so gut und hierzulande so schlecht, weil sich unsere Ausbildungssysteme fundamental unterscheiden. Ähnliche Probleme haben wir bei den Studiengebühren. Wir machen gerade das, was Feynman als „Cargo Cult Science“ bezeichnet (siehe http://www.physics.brocku.ca/etc/cargo_cult_science…).
Wir erheben Gebühren und nennen unsere Abschlüsse anders und schwups sind alle unsere Universitäten wie Harvard und Princeton.
In den USA und im geringeren Maße auch in England sieht eine typische Karriere so aus: Man macht seinen High-School Abschluss und geht danach aufs College (dort macht man so eine art besseres Abitur und eben einen Bachelor). Danach ist man gründlich pleite, weshalb man erstmal anfängt zu arbeiten. Wenn man Glück hat oder sehr ehrgeizig ist, dann landet man in einer der größeren Firmen. Die werden dann hoffentlich auf einen aufmerksam und wollen einen gerne über ein bestimmtes Maß befödern. Dann schicken die Firmen einen wieder an die Uni und bezahlen einem den Master.
Alternativ gibt es ein sehr ausgereiftes Stipendienwesen und nebenbei geben die vielgescholtenen USA mehr öffentliche Gelder (Anteilig am Haushalt) für Hochschulen aus, als Deutschland vor Einführung der tollen Gebühren.
Hier ist es nun aber vollkommen unüblich, das Firmen einem das Studium bezahlen. Gut, bei den ganz großen gibt es Ausnahmen, aber meistens ist man mit dem Verlassen der Hochschule fertig. Damit muss man dann entweder für den Rest seines Lebens klarkommen oder aber kündigen und nochmal ran.
Solange sich das nicht ändert, sollte man meiner Meinung nach auf keinen Fall mit einem Bachelor aufhören. Es hilft nicht, diese Abschlüsse einzuführen ohne größere gesellschaftliche Reformen vor allem am Arbeitsmarkt. Nur durch Gebühren und neue Namen wird aus der Ruhr-Uni Bochum kein Harvard und aus der Uni Bonn kein Princeton. Und aus RWE auch kein IBM 
Gruß
Fritze
Jau!
Hi!
Glaube mir, alle Firmen, in denen es wert ist eine
Arbeitstelle anzutreten können mit dem deutschen Magister und
Diplom recht wohl etwas anfangen.
Ganz meine Meinung! Es ist zweifelsohne so, dass das Bachelor/Master-System die internationale Vergleichbarkeit vereinfacht. Nur - überschätzen sollte man den Effekt nicht. Ausserdem hat das am Ende zur Folge, das auch die Studiengänge sich angleichen (und damit verlieren). Aber das hatte ich ja bereits weiter oben schon irgendwo geschrieben…
Einer meiner
Lieblingsprofessoren hat es mal bei so einer dummen Frage (wo
brauchen wir das denn später) ganz nett auf den Punkt
gebracht: „In der Praxis brauchen Sie später höchstens 1
Prozent dessen, was wir ihnen hier beibringen. Das dumme ist
nur, wir wissen nicht welches.“
So sieht’s aus! Eine breite Ausbildung kann nicht schaden, so ist man auf alle Eventualitäten im Berufsleben zumindest rudimentär vorbereitet („schon mal gehört“). Fachidioten gibt’s genug. Aber das hatte ich heute auch schon mal hier geschrieben irgendwo, glaub ich… 
Auf die Praxis bereiten
Universitätsstudiengänge eher mangelhaft vor. Es kommt ja
nicht von ungefähr, dass größe Firmen Uni-Absolventen erstmal
durch ein häufig mehrjähriges Trainee-Programm schicken um sie
sanft auf die Realität vorzubereiten *g*.Das machen Unternehmen mit allen Mitarbeitern, die auf höhere
Positionen kommen können/sollen. Das liegt vor allem daran,
dass die Firmenabläufe auf keinen Fall Bestandteil einer
externen Ausbildung sein können. Außerdem kann man so die
Gehälter noch eine Weile drücken.
Ebenfalls ganz meine Meinung! Trainee-Programme bringen die Teilnehmer auf „Firmenlinie“. Interne Abläufe, Unternehmenskultur, Beziehungsgeflecht etc. eines Unternehmens können an keiner Uni der Welt gelehrt werden. Das hat mit fehlendem Praxisbezug des Studiums nun gar nix zu tun!
Ganz auf meiner Linie Dein Beitrag! Freut mich, dass ich nicht alleine stehe mit meiner Meinung. 
Gruß,
Iceman
Total off topic, aber tolle Sache!
Hallo,
Ganz auf meiner Linie Dein Beitrag! Freut mich, dass ich nicht
alleine stehe mit meiner Meinung.
Mich freut daran ganz besonders, dass Du mein Vorurteil gegenüber WiWis gründlich widerlegt hast. Ich dachte bisher immer, „diesen BWL-Fuzzis“ haben wir den ganzen Quatsch (Studiengebühren und Bachelor/Master) zu verdanken. Sind ja doch gar nicht alle auf den Kopf gefallen. Danke dafür!
Gruß
Fritze
Hallo!
…deine antwort spricht irgendwie (aus versehen sozusagen)
für den bachelor: der ist nämlich sehr praxisbezogen.
Nicht unbedingt. Ich studiere Informationsmanagement an einer FH (Diplomstudiengang) und unsere Professoren haben zugegeben, dass nicht alle Veränderungen positiv sind, z.B. werden wohl die 2 Praxissemester wegfallen. Gut, es gibt einen Unterschied zwischen FH und Uni, aber so allgemein formuliert stimmt es nicht.
MfG,
Car
antwort zu pendragon und car
hallo marion,
vielen dank, deine antwort motiviert mich und zeigt mir all das, was ich auch denke und gerne glauben möchte!
car: mein kommentar war nicht soo allgemein gemeint, hast ja recht, ist natürlich nicht überall gleich.
fritze,
ich bezahl überhaupt gar keine gebühren (vom semesterticket mal abgesehen). also nix mit harvard.
außerdem weiß ich gar nicht, warum dieses thema immer solche aggressionen weckt, aber ich muß echt mal sagen: das ist mir schon häufiger passiert.
komischerweise komme ich übrigens aus der wirtschaft also nicht gleich stempel: soziologie: naiv, frau, vegetarier, ca. 19, kriegt später mal kinder, neneee. also weiß ich, dass große firmen (die übrigens selbst im ausland nicht immer deutsche abschlüsse kennen!)praxisbezogene studenten brauchen und in good old germany verzweifelt suchen.
ich versuch mich nicht verunsichern zu lassen und weil ich ja nicht in die forschung und wissenschaft will sondern bedarfsgerecht in wirtschaft und praxis nützt mir die arroganz auch nix. klar habe ich nicht die möglichkeiten einer umfassenden bildung wie im magisterstudium, aber wer nutzt sie schon? viele meiner freunde feiern und machen dann nach einigen extra-semestern mal den abschluss. außerdem finde ich die deutsche arroganz auch nicht mehr ganz up to date. an unseren unis werden nicht nur goethes und schillers großgezogen, oder?
…außerdem dachte ich, dass man vor allen dingen lernen muss jederzeit neues herauszufinden und seinen wissensstand immer wieder den neuen anforderungen anzupassen und nicht nur dumm irgendwas pauken und davon möglichst viel. von wegen pisa und so…
und es wurde nicht nur der name geändert sondern das ganze system, was es einem ermöglicht fast überall jederzeit ohne zeitverlust weiter zu studieren. auch ganz nett und praxisbezogen, oder? außerdem wird durch englisch, edv, präsentationstechniken etc. auch an die anderen skills gedacht, you know?
vielen dank auf alle fälle nochmal für die rege diskussion!!!