Bachelor vs. Diplom

Hallo,

mich interessieren die Unterschiede (Vor- u. Nachteile) eines Diplom-Studiums von einem Bachelor-Studium.

Folgende Fragen habe ich hierzu:

Bei einem Bachelor-Studium muss man über die gesamte Studienzeit „Credits“ sammeln, die dann mit der Endnote verrechnet werden. Insofern muss man immer gute Leistungen erbringen; damit die Endnote auch gut ist. Wie ist das bei einem Dipl.-Studiengang? Hier, so glaube ich, gilt es, „Scheine“ zu sammeln. Aber ist es wichtig, nur die Examen zu bestehen, um die Scheine zu bekommen, oder wird da zum Schluss auch eine Durchschnittsnote aus den Einzel-Examen gebildet?
Dann eine weitere Frage: Muss man bei einem Bachelor-Studium eine Abschlussprüfung absolvieren, vergleichbar mit der „Diplomprüfung“, oder fällt das weg? Und wie ist das mit den Noten zum Schluss eigentlich genau? Ich meine, jetzt den konkreten Fall, wenn einer sagt: „Ich habe mein Diplom mit 1,5 [oder irgend einer anderen Note] abgeschlossen“ und der andere sagt „Ich habe einen Bachelor mit 1,5 [oder irgend einer anderen Note] gemacht.“ Mir ist natürlich klar, dass man Diplom und Bachelor in diesem Bereich nicht vergleichen kann, weil der Bachelor-Studierende weniger Wissen hat; wenn, dann müsste man Diplom und Master vergleichen. Aber das soll jetzt nicht vorrangig sein. Mich interessiert nur, welche Leistungen genau in die Endnote jeweils einfließen bei Bachelor und Diplom.
Und: Wenn man ein „einigermaßen entspanntes“ Studium machen will, zu was würdet ihr dann raten: Bachelor oder Diplom? Welche wesentlichen Unterschiede bzw. Vor- u. Nachteile von Bachelor und Diplom habe ich noch nicht erwähnt (abgesehen vom unterschiedl. Bekanntheitsgrad und späteren berufl. Aussichten)?

Tschüss,
Lisa

Hallo Lisa,

also ich mach grad den Bachelor und kann dir sagen das du eigentlich fast bzw keinen Studiengang mehr finden wirst wo als Dipl. angeboten wird.
Beim Bachelor ist es so, das du einen festen vorgeschrieben Plan hast mit Modulen, am ende des semester solltest du 30 ects gesammtelt haben oder auch nicht. Die Noten solltest du konstant auf top niveau halten da die einzelen Module (die sich aus mehreren Fächer zusammensetzten können) verschieden gewichtet und am Ende alle in die Endnote einfliesen. Dann schreibt man ganz normal eine Thesis und man hat eine mündliche Prüfung.
Ich kann sagen das beim Bachelor der Student nicht nach seinen Vorlieben die Fächer belegen kann da viele vorgeschrieben sind u nur noch wenig Zeit für Wahlfächer übrig ist. Bei Dipl. konnt man sich individuell fortbilden.
Also der Dipl., falls es den noch gibt, ist meiner Meinung nach schwerer.
Achso der Bachelor wir in der Anfangsphase weniger verdienen als der Dipl. aber das passt sich irgendwann an (alles Verhandlungssache *G*)

Gruß Roberto

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Auch hallo

Mich interessiert nur, welche
Leistungen genau in die Endnote jeweils einfließen bei
Bachelor und Diplom.

Das steht in beiden Fällen in der Prüfungsordnung, z.B. können zwei Fächer aus dem Grundstudium und drei aus dem Hauptstudium (insg. zur Hälfte) inkl. Diplomarbeit (andere Hälfte) über die Note entscheiden.

Und: Wenn man ein „einigermaßen entspanntes“ Studium machen
will, zu was würdet ihr dann raten: Bachelor oder Diplom?

Das sollte man wohl eher von der Menge an zu absolvierenden Prüfungsleistungen abhängig machen. Grundsätzlich sollte man sich aber in beiden Fällen ins Zeug legen.

mfg M.L.

Hallo
Ich studiere selbst gerade Landschaftsarchitektur im Bachelor-Studiengang. Grundsätzlich habe ich keine Wahl zwischen dem Diplom-Studium und dem Bachelor-Studium mehr, da vor zwei Jahren alle Studenten an unserer HS sich nur noch zum BA- Studium einschreiben lassen konnten.
Bei uns ist es so, dass die Studenten des Jahrgangs 2005 im nächsten Jahr Diplomanten sind und ihre Diplomarbeit schreiben und die BA-Studenten eine BA-Arbeit schreiben müssen. Die ist natürlich nicht so umfangreich, wie ein Diplom-Arbeit, aber eben doch auf einen Zeitraum von 6 Wochen ausgerichtet.
Wir haben an unserer HS viele Probleme mit dem BA, da vieles unsicher und ungeklärt ist. Bei unserem Studiengang ist es so, dass die Jedes Modul 1 fach zählt, nur eine Exkursion (wir müssen 3 machen) zählt 3 fach. Weiterhin müssen wir ein Praktikum von 20 Wochen machen, an dessen Ende wir eine Art Arbeitsbericht schreiben müssen, welches 6 fach zählt.
Die Abschlussarbeit zählt bei uns nur 2 fach.
Der eindeutige Nachteil ist, zumindest in unserem Fall, dass man mit dem BA noch nicht kammerfähig ist, dass heißt, dass man auch nach einiger praktischer Erfahrung, in die Architektenkammer aufgenommen werden kann. Grund ist hier, dass man wenigstens 4 Jahre studiert haben muss. Wir sind also alle „gezwungen“ unseren Master zu machen (nochmal 2 Jahre), um die Berechtigung zu erhalten.
Wenn Du noch Fragen hast melde Dich einfach.
Ich kann wirklich nur von unserem Studiengang, an unserer HS sprechen. Es kann woanders wirklich anders sein.
Stephanie

Hallo Lisa,
eines vorab: Jede Uni macht ihre Studiengänge anders, deswegen ist es tatsächlich unmöglich, dir auf alle deine Fragen eine allgemein gültige Antwort zu geben. Sogar das Notensystem ist teilweise von Uni zu Uni verschieden.
Ich versuche mich mal an einem Überblick:

Wie ist das bei
einem Dipl.-Studiengang? Hier, so glaube ich, gilt es,
„Scheine“ zu sammeln. Aber ist es wichtig, nur die Examen zu
bestehen, um die Scheine zu bekommen, oder wird da zum Schluss
auch eine Durchschnittsnote aus den Einzel-Examen gebildet?

Nein, das kann man so nicht sagen. Bei uns z.B. (ich studiere Physik auf Diplom) gibt es so gut wie keine Scheine. Von den paar wenigen, die es gibt, sind die meisten Praktikascheine. Das heißt, dass jede Klausur, die man am Ende des Semesters schreibt, entweder in die Diplomvorprüfungsnote oder in die Diplomhauptprüfungsnote einfließt. Für beide gibt es ein Zeugnis, wobei nur das letzte deine „Diplomnote“ ist.

Ganz anders ist es an einer anderen Uni (selbes Fach, selbes Bundesland): Dort muss man die von dir erwähnten Scheine sammeln, die man zur Anmeldung für die „richtige“ Prüfung braucht. Die Scheinnoten sind dabei egal, es zählt nur die mündliche Prüfung am Schluss.

Dann eine weitere Frage: Muss man bei einem Bachelor-Studium
eine Abschlussprüfung absolvieren, vergleichbar mit der
„Diplomprüfung“, oder fällt das weg?

Bei uns gibt es auch keine einzelne Diplomprüfung, dein Diplom bekommst du, wenn du über eine Reihe von Semstern eine Reihe von Prüfungen ablegst und dann die Diplomarbeit schreibst.
Bei den Bachelor-Studiengängen scheint es auch Unterschiede zu geben. Ich habe mal nach „Bachelorprüfung“ gegoogelt, da kommen unterschiedliche Herangehensweisen der verschiedenen Unis und Fachbereiche zum Vorschein. Ein paar Beispiele:
http://www.fh-furtwangen.de/deutsch/studienangebote/…
http://www.ruhr-uni-bochum.de/paedagogik/daten/Leitf…

Mich interessiert nur, welche
Leistungen genau in die Endnote jeweils einfließen bei
Bachelor und Diplom.

Wie gesagt, kommt ganz auf Uni und Fach an.

Und: Wenn man ein „einigermaßen entspanntes“ Studium machen
will, zu was würdet ihr dann raten: Bachelor oder Diplom?

Das kommt auch darauf an, inwieweit die Uni, die du dir aussuchst, schon Erfahrung mit Bachelorstudiengängen hat. Bei uns stellen sie gerade um, Chaos ist noch zu positiv beschrieben.
Ich weiß ja nicht, was für ein Studium dir vorschwebt, deswegen halte ich mich mir sonstigen Tipps zurück. Wenn du genauer wirst, dann kann man vielleicht besser Tipps geben.

Welche wesentlichen Unterschiede bzw. Vor- u. Nachteile von
Bachelor und Diplom habe ich noch nicht erwähnt (abgesehen vom
unterschiedl. Bekanntheitsgrad und späteren berufl.
Aussichten)?

Was mir noch einfällt zum Bachelor: Wenn du dich mit dem Gedanken trägst, Master zu machen, dann solltest du auch darauf achten (bei der Uniwahl), ob es an der Uni/FH bestimmte Kriterien gibt, wer Master beginnen darf.

Noch zur Uniwahl:
Also ich würde so vorgehen: Mach dir bewusst

  1. welchen Kriterien deine zukünftige Lehranstalt genügen soll (Massenuni, Region, technisch orientiert etc.)
  2. Dann bleiben im Normallfall nicht allzuviele übrig und du kannst schauen, ob deine „Traumuni“ überhaupt noch Diplom anbietet.
  3. Infos einholen: Webseiten der Unis anschauen, evtl. die Fachschaft anschreiben (das sind Gruppen von Studenten, die sich ehrenamtlich mit Hochschulpolitik und Problemen der Studenten beschäftigen, die können dir oft noch Tipps geben oder Fragen zu Studium/Atmosphäre der Uni beantworten)
  4. Studienpläne vergleichen (wichtig für deine Fragen oben)

Gruß
Kati