Bachlauf - Wasserbecken unter Quellstein möglich?

Hallo Zusammen,

ich habe mal eine Frage zum Thema Bachlauf, den ich gerne demnächst anlegen möchte.

Der Beginn meines Baches muss ja - naturgemäß - höher liegen als das Ende … Der Bach soll nicht in einem Teich enden, sondern sozusagen in einem Kiesbett versickern. Da ich an dieser Stelle aber nur sehr schlecht tief graben kann, stellt sich die Frage, wie ich das Problem mit dem Wasserbecken löse …

  1. Frage: Wenn man einen Bachlauf von ca. 4-5 Metern Länge, ca. 30 - 40 cm Breite und nur wenigen Zentimetern Tiefe (4 - 5 cm) anlegt. Wieviel Wasserbecken muss man da planen?

und 2: Kann man das Wasserbecken ggf. auch unter den Quellstein stellen? Dort muss ich ja eh aufhäufen, und daß wäre viel einfacher …

Meine Idee: Am Bachende eine flache Schale oder Becken eingraben, dann mit einer Pumpe, die unter dem Quellstein steht, über einen SChlauch das Wasser in ein großes Reservoir unter dem Stein pumpen, und dann halt wieder hoch in den Quellstein pumpen. Braucht zwei Pumpen - denke ich?

Aber ist das überhaupt machbar?

Ich freue mich über Eure Tips und Erfahrungsberichte!

Vielen Dank!

Hallo,

ich habe mal eine Frage zum Thema Bachlauf, den ich gerne
demnächst anlegen möchte.

Der Beginn meines Baches muss ja - naturgemäß - höher liegen
als das Ende … Der Bach soll nicht in einem Teich enden,
sondern sozusagen in einem Kiesbett versickern. Da ich an
dieser Stelle aber nur sehr schlecht tief graben kann, stellt
sich die Frage, wie ich das Problem mit dem Wasserbecken löse

wenn es gar nicht anders geht mit einem Presslufthammer.
Es gibt auch Bagger im Vorgartenformat, die man stundenweise mieten kann. Evtl. samt Baggerführer.
Selbst wenn Du gerne statt Teich ein Kiesbett sehen willst, muss unten drunter ein Wasserbehältnis sein.

  1. Frage: Wenn man einen Bachlauf von ca. 4-5 Metern Länge,
    ca. 30 - 40 cm Breite und nur wenigen Zentimetern Tiefe (4 - 5
    cm) anlegt. Wieviel Wasserbecken muss man da planen?

kommst stark darauf an, wie munter der Bach plätschern soll und damit wieder auf die Förderleistung der Pumpe. Förderleistung ergibt sich übrigens nicht aus der Strecke des Bachlaufs, sondern aus der Förderhöhe = der Differenz zwischen tiefstem und höchsten Punkt des Bachlaufs.
Und natürlich packt man die Pumpe an die tiefste Stelle, also dorthin, wo bei Dir das Kiesbett zu sehen sein soll

btw - vergiß nicht, dass aus einem Bachlauf heraus im Sommer sehr viel Wasser verdunstet. Es nützt m.E. wenig, eine Volumenberechnung aus Strecke, Bachlänge und Bachbrettbreite anzustellen. Damit kommst Du zwar auf die theoretischen Liter, praktisch brauchst Du aber ein mehrfaches davon.

und 2: Kann man das Wasserbecken ggf. auch unter den
Quellstein stellen? Dort muss ich ja eh aufhäufen, und daß
wäre viel einfacher …

damit machst Du die Dinge nur kompliziert.

Meine Idee: Am Bachende eine flache Schale oder Becken
eingraben, dann mit einer Pumpe, die unter dem Quellstein
steht, über einen SChlauch das Wasser in ein großes Reservoir
unter dem Stein pumpen, und dann halt wieder hoch in den
Quellstein pumpen. Braucht zwei Pumpen - denke ich?

Aber ist das überhaupt machbar?

theoretisch vielleicht schon. Praktisch hast Du zwei Wasserkreisläufe.
Es müsste Dir gelingen, den Umlauf Quellstein mit dem Umauf Bach zu synchronisieren. Geht vermutlich, mit Computer und entsprechendem Programm.

viele Grüße
Geli

Hallo.

Für einen Bachlauf genügt eine einzige Pumpe.

Das Prinzip heißt: Am Ende ansaugen und am Anfang rein pumpen.

So sind z.B. auch Bachaquarien realisiert. Und wenn der „Bach“ tief genug ist, reicht das auch völlig aus. Eine gewisse Tiefe braucht man meist für die Pumpe.

Zusätzliche Wasserbecken, quasi als Reserve kann man sich mit Speißfässern (Mörtelkübeln) konstruieren. Das erfordert dann aber immer eine gewisse Raffinesse, oder auch Klebearbeiten beim Verlegen der Folie. Solche Speißfässer kann man eingraben, mit Drahtgitter überspannen und mit Kies oder großen Steinen tarnen.

Als Quelltümpel und auch als Endtümpel, in dem die Pumpe steht.

Speißfässer mit heißem Wasser auswaschen, damit der Rußgestank nachlässt.

Notfalls gehen auch Plastikeimer.

Wenn der Bach starkes Gefälle haben soll, also bei Pumpenausfall leer läuft, muss der Mündungstümpel natürlich das gesamte Wasservolumen aufnehmen können. Sonst gibt es Überschwemmung.

Gruß, Nemo.

Der einfachste und zugleich sicherste Bach ist immer der ebene, geschlossene.
So, als würde man lediglich einen Teich anlegen, der dann allerdings entsetzlich langezogen und gewunden ist.

An beiden Enden zu und so gestaltet, dass das Wasser darin stehen bleibt, wenn die Pumpe nicht läuft.

Gefälle kann man durch Kiesschüttung vortäuschen.

Die Pumpe kommt ans Ende, der Schlauch verläuft im Bachbett, so kann auch nichts auslaufen. Die Mündung kann man natürlich auch höher legen, um so eine Art Quelle vorzutäuschen.

Reservebecken jeglicher Art sind unnötig.

mfg

Ach, das ist interessant, weil ich davon noch nie gehört habe!

Verstehe ich das richtig? Man legt den Bachlauf ohne jedes Gefälle an, damit er im Ruhezustand gefüllt bleibt? Das Fliesen kommt dann nur zustande dadurch, daß „hinten“ das Wasser weggesaugt wird, bzw. in eine Wann „fällt“? Das wäre ja super, dann braucht man ja gar nicht so `nen riesen „Eimer“ eingraben!!!

Bitte nochmal kurz bestätigen, ob ich das richtig verstanden habe! Vielen Dank!

Verstehe ich das richtig? Man legt den Bachlauf ohne jedes
Gefälle an, damit er im Ruhezustand gefüllt bleibt? Das
Fliesen kommt dann nur zustande dadurch, daß „hinten“ das
Wasser weggesaugt wird, bzw. in eine Wann „fällt“? Das wäre ja
super, dann braucht man ja gar nicht so `nen riesen „Eimer“
eingraben!!!

Bitte nochmal kurz bestätigen, ob ich das richtig verstanden
habe! Vielen Dank!

Das hast du ganz richtig verstanden.
Es genügt, wenn das Wasser am Ende des Bachlaufs so hoch steht, dass man da die Pumpe einsetzen kann.
Gewöhnlich nimmt man ja eine von den günstigen Pumpen, die im Wasser stehen müssen, damit sie arbeiten. (Bei mir ist es eine Springbrunnenpumpe mit Solarversorgung. Man muss nur darauf achten, dass sich statt des Spritzaufsatzes ein Schlauch anschließen lässt.)

Es geht natürlich auch mit Gefälle, dann muss man aber darauf achten, dass das Ende des Baches genügend Wasser aufnehmen kann, sonst läufts über.

Es kommt halt auch darauf an, was du haben willst, einen fließenden Bach, der voll bleibt, auch wenn die Pumpe mal aussetzt oder eher ein Geriesel, das beim Aussetzen der Pumpe trocken fällt.

Ich weiß, dass so etwas nach der reinen Beschreibung manchmal schwer umzusetzen ist.

Deshalb als Denkhilfe:
Nimm an, du hättest eine längere Rinne, etwa eine Dachrinne, die an beiden Enden geschlossen ist. Wenn du nun an einem Ende eine Pumpe einsetzt, die über einen Schlauch das Wasser zum anderen Ende pumpt, hast du den Fließeffekt. Natürlich kannst du die Rinne auch schräg halten, dann staut sich das Wasser eben am Pumpenende, während es am anderen Ende ganz flach wird.

Das Wasser kann, muss aber nicht, in ein Auffangbecken laufen, aus dem man es dann wieder nach oben pumpt. Das Auffangbecken kann man ebenfalls mit Teichfolie anlegen, so tief, oder so breit, wie mans halt haben möchte.

Man kann es auch mit grobem Kies auffüllen, wenn das Wasser da scheinbar versickern soll. In diesem Fall empfiehlt es sich, die Pumpe in einem durchlöcherten Plastikeimer aufzustellen, den man mit Steinen tarnt. Wichtig ist, dass die Folie dicht bleibt, deshalb Vorsicht mit kantigen Steinen, eventuell in Sand verlegen. Auch unter der Folie.

Wenn du noch Fragen hast…Bitte.

mfg M.

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Vielen Dank nochmals. Ich lass mir das mal ein paar Tage durch den Kopf gehen. Sollte ich da noch auf Schwierigkeiten stoßen, so würde ich mich gerne nochmal melden!

Bis dahin!