Ich sammle meine Koch- und Backrezepte auf dem Computer - und Word kreidet mir unter anderem folgende Wörter an:
bemehlt („Teig auf einem bemehlten Strudeltuch ausziehen“)
glattrühren („alle Zutaten miteinander glattrühren“) - mir wird „glattrührend“ und „Glattrühren“ angeboten!
Ribiseln, Ribiselfülle (Word verwendet als Wörterbuchsprache ausdrücklich Deutsch (Österreich)!!!)
Germteig
gestiftelt („gestiftelte Mandeln“) - mir wird „gestiftete“ stattdessen empfohlen.
Manchmal ist Word schon geeignet, mich ein wenig zu verunsichern.
Aber die von mir verwendeten Wörter gibt es doch, oder?
Ich sammle meine Koch- und Backrezepte auf dem Computer - und
Word kreidet mir unter anderem folgende Wörter an:
Das kommt wahrscheinlich davon, daß Du dieses vergessenswerte Rechtschreibprüfprogramm noch nicht entfernt hast. Von sowas läßt man sich einfach nicht quälen.
Das kommt wahrscheinlich davon, daß Du dieses vergessenswerte
Rechtschreibprüfprogramm noch nicht entfernt hast. Von sowas
läßt man sich einfach nicht quälen.
Das Programm ist sehr gut geeignet, Tippfehler zu finden, aber man muss es richtig bedienen:
Unter Extras/Optionen/Rechschreibung aktivieren:
während der Eingabe überprüfen
immer Korrekturvorschlag
Wörter in Grossbuchstaben ignorieren (Firmennamen u.ä.)
Wörter mit Zahlen ignorieren
unter „Grammatik“ alles abschalten
Dann zeigt dir Word laufend die nicht verstandenen Wörter mit roter Wellenlinie an, macht auch meist einen Vorschlag.
Wenn der Vorschlag gut ist, d.h. du hast einen Schreibfehler gemacht, dann übernimmst du mit Mausklick. (Dass diese Vorschläge oft etwas skurril sind, braucht dich nicht zu kümmern).
Dann bleiben noch die Wörter, die Word einfach nicht kennt. Das sind je nach Tätigkeitsgebier recht viele Fachwörter etc.
Du schreibst z.B. „Angelika Meierhuber“, dann wird die Angelika geschluckt, nicht Meierhuber. Nun musst du entscheiden: Wenn du denkst, dass Meierhuber oder „Brösel“ oder … ein gültiges Wort ist, dann klickst du auf „Hinzfügen“ und Word weiss das von nun an.
(Diese „privaten“ Wörter werden in ein eigenes Wörterbuch „benutzer.dic“ abgelegt).
Wenn du das diszipliniert machst, wirst du nach kurzer Zeit nur nach die wirklichen Schreibfehler angekreidet bekommen. Mir ist das seit Jahren eine wertvolle Hilfe. Es ist nicht alles schlecht, was von MS kommt. Und wenn man es nicht wünscht, kann man es unter Extras/Optionen/Rechtschreibung abschalten.
„C’est à prendre ou à laisser“ oder „take it or leave it“ [hier würde es nun rote Wellen hageln!]
Erich
Das Rechtschreibeprogramm in Word kann nur die absoluten Standards und wird sich schwertun mit jeglicher - ich nenn es mal- „Fachsprache“. Darunter fällt dann z.B. auch „gestiftelt“. Natürlich gibt es das Wort, steht auf jeder dementsprechenden Mandelpackung. Aber der Programmierer dieses Programms wird daran vielleicht grad nicht gedacht haben:wink:. Es gibt doch da diese wunderbare Funktion „Zum Wörterbuch hinzufügen“, mach das einfach, dann haste Ruh´!
Gruß, Dine
Mir wird auch immer z.B. „warmhalten“ oder „Muffins“ (Vorschlag: „Muffzins“ angekreidet. Ok, ok, „Muffins“ kommt natürlich aus dem Englischen, aber mir dafür „Muffzins“ anzubieten, was jetzt wirklich nicht existiert, ist schon höhere Frechheit. Soll die Kiste doch lieber ehrlich zugeben, daß sie keine Vorschläge hat!
Dafür kann Word nichts: Es heißt „glatt rühren“ – nach der neuen Rechtschreibung, sofern du dich daran halten magst.
Ribiseln, Ribiselfülle
Nimmt er bei mir anstandslos, obwohl ich als Wörterbuchsprache „Deutsch (Deutschland)“ habe und diese Wörter unter Garantie noch nie in Word getippt habe, seit ich diese Version habe.
Germteig
Wieder „Küchenfachwort“.
gestiftelt
Und noch einmal „Küchenfachwort“.
Manchmal ist Word schon geeignet, mich ein wenig zu verunsichern.
Ich lasse mich davon schon lange nicht mehr irre machen. Die Rechtschreibkorrektur ist nützlich für Tippfehler wie „nihct“ o. Ä.; ansonsten sollte man sie ignorieren.
Dafür kann Word nichts: Es heißt „glatt rühren“ – nach der
neuen Rechtschreibung, sofern du dich daran halten magst.
Genau das hatte ich erwartet: dass mir „glatt rühren“ empfohlen wird!
Ich war sehr erstaunt, dass das Programm dies nicht getan hat!
Ich lasse mich davon schon lange nicht mehr irre machen. Die
Rechtschreibkorrektur ist nützlich für Tippfehler wie „nihct“
o. Ä.; ansonsten sollte man sie ignorieren.
Seit ich aus der Schule bin - und vor allem, seit ich nicht mehr lese (nach dem 4. Kind fehlte einfach die Zeit für Bücher), hat sich mein Deutsch sehr verschlechtert. Hier im Forum lese ich viel, doch durch die vielen Rechtschreibfehler werde ich noch ganz irre. Etliche Wörter bekommt man ja häufiger falsch als richtig geschrieben zu Gesicht; und irgendwann habe ich mich so an das falsche Schriftbild gewöhnt, dass es mir normal erscheint.
Daher meine große und immer größer werdende Unsicherheit.
Hanna,
die zu Schulzeiten in Sachen Rechtschreibung absolut sattelfest war …
Genau das hatte ich erwartet: dass mir „glatt rühren“ empfohlen wird!
ich weiß nicht, welche Version du hast; meine schlägt „glatt rühren“ vor. Ich erinnere mich allerdings lebhaft, dass ihr Vorgänger ähnlichen Schwachsinn angeboten hat wie bei dir. Was Word nach wie vor nicht erkennen kann: dass es „warmhalten“ heißen muss, falls du „warm halten“ schreibst.
Hier im Forum lese ich viel, doch durch die vielen Rechtschreibfehler
werde ich noch ganz irre. Etliche Wörter bekommt man ja
häufiger falsch als richtig geschrieben zu Gesicht
Eigentlich kann man lesen, was man will – sei es nun ein fehlerfrei gedrucktes Buch, eine eher schluderige Zeitung oder gleich ein Forum, in dem jeder schreibt, wie es ihm gefällt –, solange man nicht nur im Falle äußerster Ungewissheit zum Wörterbuch greift. Oder wie ich es so nett auf der Buchmesse im Stil der Gesundheitswarnungen für Raucher gesehen habe: „Lesen gefährdet die Dummheit!“ Ich schlage sehr oft Begriffe oder Schreibungen nach, auch solche, die ich zu kennen oder wissen glaube. Manchmal entdeckt man, dass man doch falsch lag oder gewinnt etwas mehr an Sicherheit – und das lohnt sich, obwohl ich mir einbilde, einigermaßen fit zu sein, was Rechtschreibung und Grammatik angeht.
Eigentlich kann man lesen, was man will,
solange man nicht nur im Falle äußerster Ungewissheit zum
Wörterbuch greift.
Die vielen Unsicherheiten lassen mich oft sehnsüchtig nach dem Wörterbuch schielen; allein, es ist so viel Aufwand, es in die Hände zu kriegen, dass ich es in neun von zehn (der Wahrheit kommt näher: neunzehn von zwanzig) Fällen bleiben lasse.
Ich müsste mit meinem Mann eine Umstrukturierung unseres Büros diskutieren …
Aber die von mir verwendeten Wörter gibt es doch, oder?
JEDES Wort, das DU verwendest,gibt es!
Nur weil’s das Word nicht kennt… wenn wir nur die dem Word bekannten Wörter verwendeten, wären wir arm dran!
Sprache lebt und wenn jemand ein Wort verwendet, dann GIBT es das, auch wenn es nicht im Duden oder ÖWB steht, du kannst sogar deine eigene Sprache entwickeln - lass dich nicht vom Computer „buggelfünfern“ !
allein, es ist so viel Aufwand, es in die
Hände zu kriegen, dass ich es in neun von zehn (der Wahrheit
kommt näher: neunzehn von zwanzig) Fällen bleiben lasse.
Aber die von mir verwendeten Wörter gibt es doch, oder?
JEDES Wort, das DU verwendest,gibt es!
Nur weil’s das Word nicht kennt… wenn wir nur die dem Word
bekannten Wörter verwendeten, wären wir arm dran!
Wieviel künstlerische Freiheit darf man sich beim Gestalten der Sprache nehmen?
In der Familie, in der ich aufgewachsen bin, haben wir viele Wörter kreiert, die es bis dahin noch nicht gegeben hat, einfach aus der Notwendigkeit heraus, einen exakten Begriff zu prägen.
Im Schriftverkehr mit offiziellen Stellen jedoch wage ich Eingenkreationen nicht zu verwenden.
Sprache lebt und wenn jemand ein Wort verwendet, dann GIBT es
das, auch wenn es nicht im Duden oder ÖWB steht, du kannst
sogar deine eigene Sprache entwickeln - lass dich nicht
vom Computer „buggelfünfern“ !
Danke für diese Ermutigung! Ich werde meine Kreativität neu entfalten!
Übrigens: Ist dir der Ausdruck bekannt?
Ei, gewiss doch! Und dieses Word, das kann mich mal pfidschikababerln! Jawohl!
JEDES Wort, das DU verwendest,gibt es!
Nur weil’s das Word nicht kennt… wenn wir nur die dem Word
bekannten Wörter verwendeten, wären wir arm dran!
schön , dass du das geschrieben hast! Wirklich!
Es fällt den Menschen (oder nur den deutschsprachigen ?) offenbar schwer zu glauben, dass sie selbst es sind die das Maß der Sprache darstellen. Alles andere wie z.B. Wörterbücher sind nur Reflexionen. Und Microsoft ist wohl die Letzte, die MEINE Sprache hüten soll. Grade die nicht, die uns schon so manchen Pseudostandard aufdrückte.
Wieviel künstlerische Freiheit darf man sich beim Gestalten der Sprache nehmen?
das musst du jeweils aufs Neue herausfinden: Die denkbare Spanne beginnt bei „gar keine“ und endet bei „jede“. Da Sprache vorrangig der Kommunikation dient, kannst du jedes Wort und jede Formulierung benutzen, die von deiner Zielgruppe mit hoher Wahrscheinlichkeit verstanden werden. Wenn du einen Dialogpartner hast, der versteht, welche Anspielungen du mit deinen Wortschöpfungen, Kontaminationen und Zusammensetzungen machen willst, brauchst du dich ja nicht einzuschränken. Das gilt natürlich nicht nur für Neologismen, inklusive Privaterfindungen. Jedoch kann man bei verbreiteten, aber dem Empfänger unbekannten Wörtern darauf bauen, dass es Quellen gibt, die dieser im Falle der Unkenntnis zu Rate ziehen kann, was bei eurem Familienvokabular natürlich schwierig ist. Allein in Norddeutschland Wörter wie „pfidschikababerln“ zu verwenden, müsste als Versuch der Gesprächsverhinderung verstanden werden