Backupfunktion von Win7

Liebe Experten,

ich hatte es in etwa so verstanden, dass die Backup-Funktion von Windows 7 nicht nur die automatische Sicherung von Dateien erlaubt, sondern dabei auch die Möglichkeit bietet, ähnlich wie in der Time Machine von MacOS X 10.5 einzelne Dateien in verschiedenen Fassungen zu archivieren. Also:

Am 1. Tag wird ein Backup gemacht
Am 2. Tag ändere ich die Datei.
Am 2. Tag zu einem späteren Zeitpunkt läuft wieder das automastische Backup.

Ergebnis: Ich kann auf beide Datei-Fassungen zurückgreifen.

Aber stimmt das überhaupt? Gefunden habe ich die Möglichkeit, auf ältere Dateiversionen zurückzugreifen, nicht.

Und noch eine Frage: Verstehe ich es richtig, dass das erste Backup sehr lasnge dauert und alle späteren sehr schnell gehen, weil später immer nur die Änderungen gesichert werden? Das wäre ja schon mal gut.

Vielen Dank im Voraus!

Levay

Hallo Levay,

Und noch eine Frage: Verstehe ich es richtig, dass das erste
Backup sehr lasnge dauert und alle späteren sehr schnell
gehen, weil später immer nur die Änderungen gesichert werden?

JAIN.

Es gibt 3 Möglichkeiten ein Backup zu fahren.

  1. Vollbackup.
    Dabei wird jede Datei einzeln gesichert. Das dauert am längsten.

  2. Differentielles Backup.
    Es werden alle Dateien, welche sich seit dem letzten Vollbackup verändert wurden gesichert. Dauert natürlich jeden Tag länger.

  3. Inkrementelles Backup.
    Es werden nur die Dateien die sich seit dem letzten Backup verändert haben gesichert. ist die schnellste Variante.

Das ganze hat natürlich auch seine Kehrseite:
Wenn du die Daten wiederherstellen willst, musst du bei Variante 3. zuerst das Vollbackup einspielen und danach ALLE Einzelbackups in der richtigen Reihenfolge.

Bei Variante 2. muss man nur zwei Backups einspielen.

Wenn man unterschiedliche Versionen einer Datei vergleichen will, macht ein Versionskontrollsystem Sinn.

MfG Peter(TOO)

Hallo

  1. Vollbackup.
    Dabei wird jede Datei einzeln gesichert. Das dauert am
    längsten.

  2. Differentielles Backup.
    Es werden alle Dateien, welche sich seit dem letzten
    Vollbackup verändert wurden gesichert. Dauert natürlich jeden
    Tag länger.

  3. Inkrementelles Backup.
    Es werden nur die Dateien die sich seit dem letzten Backup
    verändert haben gesichert. ist die schnellste Variante.

Das ganze hat natürlich auch seine Kehrseite:
Wenn du die Daten wiederherstellen willst, musst du bei
Variante 3. zuerst das Vollbackup einspielen und danach ALLE
Einzelbackups in der richtigen Reihenfolge.

Bei Variante 2. muss man nur zwei Backups einspielen.

Bedeutet ein „inkrementelles“ Backup nicht dass die geänderten Dateien auch im Backup geändert werden. Damit hat man doch im Fall der Fälle immer ein vollständiges Vollbackup zur Verfügung, weil die Daten immer in eine Richtung (Arbeitsumgebung --> VollBackup) syncronisiert werden.

Oder sehe ich da was falsch.

Gruss vonsales

Hallo vonsales

Bedeutet ein „inkrementelles“ Backup nicht dass die geänderten
Dateien auch im Backup geändert werden. Damit hat man doch im
Fall der Fälle immer ein vollständiges Vollbackup zur
Verfügung, weil die Daten immer in eine Richtung
(Arbeitsumgebung --> VollBackup) syncronisiert werden.

Oder sehe ich da was falsch.

Jedes Backup erstellt eine neue Datei.

Es kann ja immer mal was schief gehen, auch bei einem Backup.
Zudem macht man auch die Backups auf unterschiedliche Datenträger, damit möglichst wenig Daten beschädigt werden.

Ein System wäre z.B. dass man 14 unterschiedliche Datenträger hat.
Man macht dann z.B. am Sonntag ein volles Backup.
Mo-Sa macht man dann auf unterschiedliche Datenträger die täglichen Teilbackups.
Diese 7 Datenträger kommen dann nach einer Woche weg und man erstellt die nächste Woche die Backups auf die Datenträger 8-14.

Im schlechtesten Fall sind dann die Daten einer Woche weg, wenn das Backup vom Sonntag in die Hosen ging.

Acja, es dauert zwar rund doppelt so lange, aber man sollte auf jeden Fall ein Verify machen.

Ich habe Fälle mitbekommen, wo ein Bandlaufwerk defekt war. Da hatte man dann nur leere Bänder, als man die Daten gebraucht hätte…

MfG Peter(TOO)

Hallo Peter(TOO.

Es kann ja immer mal was schief gehen, auch bei einem Backup.
Zudem macht man auch die Backups auf unterschiedliche
Datenträger, damit möglichst wenig Daten beschädigt werden.

Ein System wäre z.B. dass man 14 unterschiedliche Datenträger
hat.
Man macht dann z.B. am Sonntag ein volles Backup.
Mo-Sa macht man dann auf unterschiedliche Datenträger die
täglichen Teilbackups.
Diese 7 Datenträger kommen dann nach einer Woche weg und man
erstellt die nächste Woche die Backups auf die Datenträger
8-14.

Im schlechtesten Fall sind dann die Daten einer Woche weg,
wenn das Backup vom Sonntag in die Hosen ging.

Acja, es dauert zwar rund doppelt so lange, aber man sollte
auf jeden Fall ein Verify machen.

Deine Beschreibung klingt stark nach Backup in einer professionellen Umgebung. Für den privaten oder teilgeschäftlich genutzten Rechner zu Hause ist das aber zu aufwändig. Selbst bei automatisch geplanten Tasks gibt es meist das Problem das der Rechner nicht an ist oder dann zu langsam arbeitet usw. Äh, und viele Backups muss man auch wieder finden und richtig zusammenbauen…:smile:

Ich mache für meinen Privat Rechner 2-3 Backups der Datenpartition nach folgendem Schema. Sind ungefähr 3 GB die ich auf verschieden Datenträgern und einer weiteren Partition habe.

Ca. einmal pro (oder öfter) Woche-- Daten in Richtung andere Partition syncronisieren.
Ca. einmal(oder öfter) pro Woche-- Daten in Richtung USB Stick syncronisieren.
Ca. einmal pro Monat die zu sichernden Daten komplett auf DVD brennen.

Dabei verzichte ich bewusst auf eine Sicherung meines Systems. Zum einen habe ich die meisten Programme als portable Version auf meiner Datenpartition und somit sowieso gesichert, zum anderen würde ich eine Neuinstallation bevorzugen.

Gruss vonsales

Hallo vonsales,

Deine Beschreibung klingt stark nach Backup in einer
professionellen Umgebung. Für den privaten oder
teilgeschäftlich genutzten Rechner zu Hause ist das aber zu
aufwändig.

Tja, kommt halt drauf an, worauf man Wert legt und wie viel Sicherheit es sein soll.

Ca. einmal pro (oder öfter) Woche-- Daten in Richtung andere
Partition syncronisieren.

Zweite Partition, also selbe Festplatte.
Wenn dein Laufwerk ausfällt ist alles weg.
Da bringt nur etwas gegen versehentliches Formatieren oder einen Fehler in der Dateistruktur.
Eigentlich genügt das Überschreiben des MBR, damit die Daten erst mal nicht mehr lesbar sind, kann man aber mit Tools wieder retten.

Ca. einmal(oder öfter) pro Woche-- Daten in Richtung USB Stick
syncronisieren.

OK, das ist vernünftig, wenn der Stick danach abgesteckt wird.
Bei einem Ausfall des Netzteils, mit Überspannung auf dem +5V, sind sonst der Stick und die Festplatten gleichzetiig hinüber.
Kanns bei Überspannung im 230V-Netz und blitzschlag geben.

Ca. einmal pro Monat die zu sichernden Daten komplett auf DVD
brennen.

Hier sollte man nach dem brennen noch die gebrannten Daten mit denen auf der Festplatte vergleichen, kann man bei den meisten Brennprogrammen so einstellen. Wenn der Brennlaser defekt ist, merkst du sonst gar nicht, dass die Daten gar nicht auf der DVD sind.

Dabei verzichte ich bewusst auf eine Sicherung meines Systems.

OK, muss nicht sein, ist aber schnell 1-2 Tage Arbeit.

MfG Peter(TOO)