Badeseen und Keime

Hallo,

stimmt es, dass kleinere Badeseen immer mit Krankheitskeimen
verseucht sind und dass die Belastung selbst innerhalb der Grenzwerte
krank machen kann?
Wie steckt man sich mit z.B. Magen-Darm-Keimen an? Durch
Wasserschlucken oder auch durch andere Körperöffnungen?

Gruß
Erich

Weiß jetzt nicht, ob du von Deutschland oder Österreich sprichst. In Österreich sind, bis auf drei Flachwasser-Seen, alle Badeseen in der höchsten Gewässergütestufe. Gut, trinken würde ich das Wasser aus vielen Seen sicher nicht, aber wenn man mal einen Schluck erwischt wird man sicher nicht krank, es sei denn, man ist gesundheitlich etwas schwach auf der Brust.

Aber was einen nicht umbringt macht einen härter…

MfG

stimmt es, dass kleinere Badeseen immer mit Krankheitskeimen
verseucht sind und dass die Belastung selbst innerhalb der
Grenzwerte
krank machen kann?

Hi
Die Grenzwerte sagen ja offenbar nur, dass man ohne Bedenken in einem See schwimmen kann, solange die Werte darunter liegen. Das heißt nicht, dass man das Wasser einfach so trinken kann. Einen Schluck zu nehmen ist aber nicht direkt schädlich. Bakterien sind überall…
In kleinen Badeseen ist das Risiko wohl höher, dass das Wasser verkeimt, durch mehr Badegäste und eine höhere Temperatur im Sommer. Da würde ich dann die zuständige Stelle fragen, wie oft dort Proben entnommen werden. Generell gilt jedoch, dass als Badeseen ausgeschilderte Seen auch im Hochsommer immernoch ungefährlich sind, wenn man badet.

Wie steckt man sich mit z.B. Magen-Darm-Keimen an? Durch
Wasserschlucken oder auch durch andere Körperöffnungen?

Generell kommen die meisten Keime durch Verschlucken in den Organismus. Da sind es vorallem die berühmten Coli-Bakterien, die Durchfälle auslösen können.

Aber selbst wenn dort Colis sind, heißt es nicht, dass man krank wird.

Grüße

Laralinda

Hi

eine grundanzahl darmbewohner gibts in jedem gewässer, die bringen mensch, tier und luft mit, können sich aber ob des ungemütlichen raumes nicht planlos vermehren.

als passionierte basler rheinschwimmerin - auch im mündungsgebiet der fäkalbakteriologisch nicht besonders sauberen birs - folgendes dazu: so dreckig kann eine brühe nicht sein, das man nicht drin schwimmen kann, dies gilt zumindest in mitteleuropas für als badegewässer ausgeschriebenen flüsse und seen.

selbst wenn die wasserqualität als schlecht ausgewiesen ist, kann man schwimmen, man darf nicht tauchen, damit man kein wasser in mund, nase und augen bekommt und sollte nach dem schwimmen gut duschen.

durch „andere körperöffnungen“ dringen keine keime ein.

andere verunreinigungen wie schwermetalle etc. halte ich für langfristig bedenklicher, aber auch da gibst ja messungen.

die betonung in deiner frage liegt auf dem krank machen „kann“: wenn du immungeschwächt bist (dauerhaft oder durch vorangegangener erkrankung), zu durchfällen neigst etc. solltest du die schmutzigeren gewässer meiden, einen sauberen badesee mit ein paar E.coli wirst du wohl unbeschadet überstehen.

in den zeiten von cholera u.ä. gelten anderer regeln, aber die haben wir nicht.

viele grüsse, sama