hi,
Ich bin mir nicht sicher, warum die Bodenfliesen gerissen
sind; ob es am Terrazzo oder gar am Untergrund lag.
Am Untergrund eher nicht, Terrazzo Reißt schon gern mal. Auch da früher die Bauteile nicht getrennt wurden. Auch möglich das die Fliesen nicht ganz fachgerecht verlegt sind.
Wie gesagt, das ist ein Erdgeschoss; nicht unterkellert -
daher will ich auch den Terrazzo rausklopfen.
da führt ohnehin nicht viel vorbei. Entkoppeln wäre möglich, aber wenn schon komplett Saniert wird dann lieber von Grund auf.
So käme ich theoretisch auf die Bodenplatte - Geräuschschutz
ist da irrelevant, aber event. Wärmedämmung…
Wie wird die am Boden gewährleistet?
Trittschalldämmung wird im Grunde ohnehin mit eingebaut, das ist nicht weiter Zusätzlich. Ein Randdämmstreifen ist für den Schallschutz und die Bewegung gleichermaßen wichtig.
Nur wenn sich der Terrazzo sauber vom Untergrund lösend würde und der UG weitgehend ok ist, würde man mit einem dunnschichtigem Aufbau direkt auf dem alten Mörtelbett einiges an Aufwand einsparen, aber eben auf die Dämmung verzichten.
Wäremdämmung durch zB. Styropor unter dem Estrich. Eben soviel als möglich. Der damit erreichte Schallschutz ergibt sich von selbst und ist ausreichend.
Die Dämmung ist in vielen Dicken erhältlich und wird je nach vorhandener Höhe ausgewählt.
Sperrschicht - z.B. aus Folie oder Schweißbahn - und darauf
gleich den Estrich??
Oder irgendwelche Dämmplatten??
Der Estrisch müßte dann ja schon 5-10cm werden und sicherlich
auch mit Armierung…
kommt auf die Höhe an, die ohne Terrazzo übrig bleibt.
Für den Estrich sind 4,5cm ausreichend. Alles was übrig ist wird Dämmung.
Da unbekannt ist, wie gut die Bodenplatte gegen Nässe geschützt ist, empfiehlt sich auf jeden Fall eine Sperrschicht. Die erwähnte ‚Katja‘ wird nur lose aufgelegt und wird untereinander an den selbstklebenden Rändern verklebt. Einfacher gehts kaum. Sinn ist nur das Eindringen von Feuchtigkeit in die Dämmung zu verhindern.
Ist man sich sicher, dass die Bodenplatte trocken ist und bleibt, würde auch eine PE-Folie reichen.
Über der Dämmung wird eine PE-Folie verlegt, um die Dämmung vor Wasser aus dem Estrich zu schützen.
Ein Randstreifen kommt umlaufend dran, da der Estrich schwimmend verlegt wird.
Armierung ist unnötig, kann aber eingebaut werden (AKS-Gitter). Wichtiger ist, wie schon erwähnt, die Trocknungszeiten im Auge zu behalten und eventuelle Zusätze beizumischen, wenn man für den Umbau ein zu kleines Zeitfenster hat.
Sind nach dem Ausbau des Terrazzo weniger als 5cm (Mindesthöhe Sperrbahn + Estrich) vorhanden bleibt die Option den Estrich im Verbund einzubringen oder auf Trockenestrich (Fermacell) umzusteigen.
Hat man nicht die Möglichkeiten Estrich anzumischen und/oder herbei zu schaffen (Sackware fällt aus, wenn es nicht ein Bad von 2m² ist) kann natürlich auch gleich mit Trockenestrich gerechnet werden. Das ist eben Situation- und Kostenabhängig.
Wenn die Möglichkeit besteht, Zementestrich einzubauen ist es einen Tick besser und sicher auch günstiger. Es spricht aber auch nichts generell gegen Trockenestrich. Er punktet vor allem bei der Verarbeitung und beim Transport.
Einzig wenn eine bodengleiche Dusche eingebaut werden soll, scheiden Gipsfaserplatten am Boden aus. Dann müssten zementgebundene Estrichelemente verwendet werden. Beides sind Trockenestrich-Elemente. Die Gipsfaserplatten sind die üblicherweise verwendeten.
grüße
lipi