*grübel*
Hi!
Eben. Und das kann auch kein Argument sein.
Sonst müssten wir hier alles Ausgaben auflisten, die ein BL
hat.
Das wäre glaube ich dann doch zu pingelig 
Das ist klar. Denn sie brauchen dann ja auch nicht mehr so
viel. Allein schon die halbierte Verwaltung bringt unheimliche
Einsparungen.
Das würde schon reichen. Die sonstigen Etats könnten von mir
aus unverändert bleiben.
Würde ja leider eben nicht ausreichen. Die Beamtenversorgung, der Beamten, die wegfallen würde, macht lediglich etwa 1-2% (zumindest stand dies neulich in der Presse) des Berliner Haushaltes aus. Also nicht wirklich ein Kosteneinsparungsfaktor.
Dasjenige, welches sie auch vorher bekommen hatten.
Sowie auch eine Umschichtung der Länderschulden und die
Möglichkeit, sie irgendwann zu tilgen. Denn die
Wirtschaftsmacht und die Steuereinnahmen steigen ja auch an,
betrachtet im Vergleich zu der jeweiligen Situation vorher.
Jeder bekommt ja die Firmen und Steuern des anderen dazu.
Sie steigen nicht an, sie bleiben gleich. Warum sollten die Steuereinnahmen ansteigen? Es wird doch alleine wegen einer Länderfusion nicht mehr produziert.
Es bekommt dann das neue BL eine gewisse Summe, die
effektiver, also auch zum größeren Vorteil der Bürger,
eingesetzt werden kann.
Wie gesagt: die 1-2% bringen nicht wirklich Vorteile.
Naja, Du scheinst einer der alten „Betonköpfe“ zu sein, die
die Mauer wieder herbeten. QWie man das sich als Ossi
allerdings wünschen kann, wird mir ein Rätsel bleiben.
Ich bete keine Mauer her und ich bin froh, das ich so aufwachsen konnte, wie ich es kann.
Ich sagte ja auch, sich Steuergelder angeln, wenn ich dort Industrie hinstelle, dann empfinde ich das als legitim.
BASF: Schwarzheide
Die Anlagen waren vorhanden. Sie wurden mit Steuergeldern saniert.
Mühlbauer: Dreden
Infineon: Dresden
AMD: Dresden
Diese Firmen haben noch nicht lange ihre Produktion wieder dort. Aber kleines Beispiel für kaputtmachen: Es gab früher in Sömmerda und Dresden auch schon Computerfirmen. Aber erst in 1997 wurden diese Firmen dort wieder eingerichtet…
Warum aber nicht gleich 1997? War es da weniger attraktiv? Mit Sicherheit…
Weiteres Beispiel… der Betrieb meiner Mutter wurde für 1 DM an einen Investor aus Nordrhein-Westfalen veräußert. Das Unternehmen meiner Mutter produzierte für Versandhäuser Möbel in großen Stückzahlen, bekam neue Aufträge. Es wurden Gewinne produziert noch und nöcher. Alle freuten sich. Irgendwann lieferten die Lieferanten nicht mehr. Die Produktion stockte, die Produktion lag lahm, die Versandhäuser kündigten alle Verträge und etwa 1000 Menschen standen auf der Straße, wenn man den ganzen Betrieb zusammenzählt. Grund? DEr Aufkäufer, der das Unternehmen für 1 DM gekauft hatte, nahm die Gewinne und zahlte die Schulden seines Stammbetriebes, die Rechnungen der neu erworbenen Firma bezahlte er nicht. Die neu erworbene Firma gliederte er nicht bei sich ein, folgedessen war eine einfache Liquidation möglich.
Im Übrigen sind die von dir genannten Objekte Repräsentativobjekte, wie z.B. Rolls Royce bei Berlin. Die Industrie konnte nur mit satten Vergünstigungen gelockt werden. Das gute ausgebildete Personal ist damals in den Westen gegangen, weil es dort mehr Geld zu verdienen gab. Es wird also Jahre dauern, bis dort wieder richtig produziert werden kann. Meiner Meinung nach. Dass die Menschen aufgrund von Verdiensten wegewandert sind, empfinde ich auch als legitim. Aber so fehlen dort nunmal auch qualifizierte Arbeitsplätze.
Das alles sind Westfirmen bzw. ausländische Investoren, die im
Osten unehimlich was aus dem Boden gestampft haben.
Da gebe ich dir recht. auch wenn sie ersteinmal geködert werden mussten. Da dies auf lange Sicht aber rentabel ist, empfinde ich dies nicht verwerflich. Ich freue mich sogar über dieses Engagement.
Und das alles auf Kosten der Wessis, die ja die Fördergelder
mit ihren Steuern bezahlen.
Eben… und das ist doch der eigentliche Punkt… wieso müssen diese Firmen erst durch Steuergelder animiert werden, dort auch zu produzieren? Es muss doch gewisse Gründe haben…
Warum nicht so, wie bei Porsche? … sie bauen in Leipzig und beziehen dabei keine Fördergelder…
Weil man sie wachsen LIEß!!!
Was können denn die Wessis dafür, daß die DDR ein derartiger
wirtschaftspolitischer Saustall war?
Nichts… 
Nun bezahlen wir Euch den Aufbau, freuen uns über die Einheit
und Du meckerst immer noch.
Ich meckere nicht… ich freue mich sogar, dass es bezahlt wird. Aber ich verstehe nicht die Industrie, die erst durch Fördermittel dazu animiert werden muss.
Glücklicherweise nicht.
Nur die Wertschöpfung findet oftmals woanders statt. s.o.
Okay… die Wertschöpfung findet in den genannten Orten statt, aber wo führt denn der Produzent seine Steuerleistungen ab? Dort, wo die Gewinne geschrieben werden.
Und diese Gewinne liegen nunmal nicht in den neuen Bundesländern. Dort werden bestenfalls Lohnsteuern abgeführt.
Du machst nicht ernsthaft die Tramsferleistungen für das
Scheitern des real existierenden Sozialismus verantwortlich,
oder?
Überleg dir selber etwas dazu: In Thüringen wurde Uran abgebaut, dieser wurde in Waggons verladen und nach Russland geliefert. Folgedessen: Die schulden der DDR bei der UdSSR nahmen dadurch im Jahr um den Weltmarktpreis ab. Die Schulden betrugen aber Billionen, denn obwohl man ganze Industrieanlagen im Osten demontierte und in Russland wieder aufbaute, ganze Gleise nach Russland mitnahm und dort verlegte, waren noch Ersatzleistungen vorhanden.
Gut, nun will aber auch jemand, der arbeitet Lohn sehen. Verständlich. Aber woher, wenn dein Minus nur geringer wird? Und gegen den großen Bruder auflehnen? Also konnte nur wenig gezahlt werden, dazu musste dann aber wiederum der Rest subventioniert werden.
Sicherlich nicht das ausschlaggebende, aber mit sicherheit auch kein zu verachtendes Problem.
Fakt ist, daß die DDR ein wirtschaftspolitischer Sauladen war,
den wir nun wieder aufbauen. Alle zusammen.
Das ist richtig… gebe ich dir recht… aber siehe oben, es spielten dabei auch Faktoren mitrein.
Daß das seine Zeit braucht und man 40 Jahre Stillstand nicht
in 10 Jahren aufholen kann, ist wohl klar.
o’kay… dann sind wir uns einig 
Dies gilt natürlich jeweils nur für einige Leute, nicht für
alle.
Aber diese Tendenzen sind klar vorhanden.
Klar… die Tendenzen sind vorhanden… in vielen Köpfen geistert aber eben noch herum, dass früher jeder Arbeit hatte und heutzutage etwa 15-20% auf der Straße hocken… dass dabei auch weniger Firmen vorhanden sind und mehr Freiheit da ist, sehen wiederum weniger Menschen… ich kann es nicht ändern, wie du mittlerweile weißt, gehöre ich nicht zu denen 
Sie wird noch ca. 30 Jahre dauern, fürchte ich.
Denke ich auch fast,… zumindest bis in die nächste Generation…
Ja, aber das gleicht sich doch locker aus dadurch, daß ja auch
für jeden Teil die Firmen und Steuern des anderen Teils
hinzukommen!
Wie gesagt… die Einnahmen werden durch eine Fusion nicht größer… sie bleiben gleich… genauso wie die Schulden 
Und aufgeteilt ist es nunmal so, dass es für den Brandenburger eine höhere Belastung zur Folge hätte.
Gruß
Marco