Bäume

Liebe/-r Experte/-in,
ich habe einen riesigen alten Walnussbaum, der sich seit dem letzten Jahr sehr verändert hat: Überall abgestorbene Äste verteilt in der ganzen Krone. Er sieht richtig fusselig aus. In diesem Frühjahr wollte er auch garnicht grün werden, erst als alle anderen Bäume im Garten schon ihre Blätter hatten, kam er doch noch. Die Rinde am Stamm hat seit letztem Jahr eine leicht orange Verfärbung bis in ca 1 m Höhe.
In diesem Jahr trägt er auch zum ersten Mal nicht.
Was kann das sein ? Alter? Mangel an irgendwas ? Eine Krankheit ? Ich trage mich jetzt mit dem Gedanken, ihn im Herbst mal professionel schneiden zu lassen, damit das ganze Totholz rauskommt aber ich habe irgendwo gelesen, dass man Walnussbäume nicht beschneiden sollte, die würden das übelnehmen.
Schade ich dem Baum damit vielleicht noch mehr ?

Vielen Dank für Deine Hilfe, ich bin ziemlich ratlos.
LG Schneckenkorn

Hallo,
dieses Jahr sind alle Walnussbäume außerordentlich spät gekommen, Bzw. Später, als alle anderen Bäume sind die Walnüsse eigentlich immer. Die Verfärbung am Stamm deutet auf einen Frostschaden hin… das wird man aber spätestens nächstes Jahr sehen. Totholz sollte schon rausgeschnitten werden. Auch beim Walnuss!

Mit freundlichen Grüßen,
Michael Gold

Hallo,
ohne den Baum gesehen zu haben, kann ich relativ wenig dazu sagen. Der Baum scheint schon recht alt zu sein und die orange Verfärbung am Stamm deutet auf einen Flechtenbefall hin. Ich würde einen Baumgärtner hinzuziehen, außerdem für alle Fälle gleich einen neuen Baum pflanzen!
Gutes Gelingen!
Eberhard

hallo schneckenkorn,
der walnussbaum ist wärmeliebend und hat dieses jahr aufgrund der langen kälte erst sehr spät ausgetrieben.
dazu kommt noch die trockenheit diesen sommer.
wenn schneiden, dann bald - walnuss sollte in vollem laub beschnitten werden. totholzentfernung ist schon aus sicherheitsgründen zu empfehlen.
fragt sich auch, ob irgendwelche baumassnahmen im umkreis den grundwasserspiegel gesenkt haben oder ob durch bodenverdichtung im traufenbereich die wasserzufuhr erschwert wurde.

fazit : ein schnitt im spätsommer und eventuell ein tiefgründige bodenlockerung (mit einer speziellen lanze) sind sicherlich hilfreich.
frag mal ein professionelles baumpflegeunternehmen-
lieber 2, denn der spass wird nicht ganz billig -
500 eu oder eher mehr werden wohl gefragt werden…
gruss axel

Hallo!

Walnussbäume werden im Allgemeinen nicht so alt. 80-100 Jahre ist in etwa das Höchstalter. Und mit dem Alter nimmt auch der Fruchtertrag ab. Wenn der Baum so viel Totholz bildet ist es meistens ein Zeichen, dass er sein Alter erreicht hat oder ein gröberer Defekt in der Wurzel oder am Stamm vorhanden ist. Unter der Verfärbung kann ich mir nicht wirklich was vorstellen. Sind das Pilze oder nur eine Verfärbung aufgrund eines Saftflusses?

Die Entnahme des Totholzes sollten sie auf jeden Fall durchführen lassen, das schadet dem Baum sicher nicht und dient zu Ihrer eigene Sicherheit. Es stellt sich nur die Frage, ob es sich noch auszahlt bei einem solchen Baum, da sich der Zustand wahrscheinlich nicht bessern wird. Ein Baumexperte wird sie da sicherlich bei einem Lokalaugenschien beraten können. Eine Ferndiagnose ist da nur schwer möglich.

Ich hoffe ich konte Ihnen weiterhelfen. Falls Sie mir noch Bilder schicken können würde ich mir diese gerne anschauen und meine Fachmeinung dazu abgeben.

mfg

Thomas Seidl


Baumkontrolle - Baumgutachten - Baumkataster

Hallo Schneckenkorn,

der Wallnußbaum sollte in der Tat von einem Baumfachmann mit Erfahrug, den man i.d.R. im Gartenlandschaftsbau-Betrieb bzw. in einer guten Baumschule findet, begutachtet werden. Und zwar jetzt im Sommer.Das ist in der Regel kostenlos.
Der Schnitt solte auch jetzt gemacht werden, alternativ im Januar, Februar.
Zu klären ist, ob der Baum einen Pilz hat oder eine Viruserkrankung. Wobei bei beidem nur der Fachmann beurteilen kann, ob der Schnitt sinnvoll ist, denn auch hier infiziert mann das Schnittwerkzeug und trägt die Krankheit von Ast zu Ast.
Evtl. trennt man sich eher von dem Baum.
Walnussbäume wachsen gesund in einem milderen Klima und bevorzugen frische, nahrhaft und durchlässige Böden von sauer bis kalkhaltig.

Hallo Schneckenkorn,
erstal find ich den Namen echt toll… ich schließe daraus daß es wenigstens keine Probleme mit Schnecken gibt :wink:)
Aber zur Frage:
Ich habe selbst 2 große Walnußbäume und schneide (säge)
diese jedes Jahr zurück. Die tropfen dann regelrecht aus den Schnittflächen; geschadet hat es ihnen bisher nie. Da braucht man nicht so zimperlich sein. Ruhig mal den Kronenbereich kräftig auslichten und damit den Neuaustrieb anreizen.
Mein Nachbar hat im Februar die Radikalmethode angewendet… so mit Motorsäge ganz unten!
Ohne Witz das Teil hat wieder ausgeschlagen und ist jetzt schon wieder ca. 80cm hoch.
Will damit nur sagen, die Bäume nehmen nichts krumm.
Was die Rinde angeht, könnte ich mir vorstellen, dass der Stammbereich, nach einem Regen oder hoher Luftfeutigkeit,zu langsam abtrocknet. Zu viel Blattmasse.
Ich hoffe ich konnte helfen

LG Thomas

Mit profi Hilfe kannst Du nix falsch machen. Der Baum scheint Streß zu haben. Wir hatten ja einen echt harten Winter und wenn Du bedenkst, dass die Walnuss von den Römern über die Alpen mitgebracht wurde, dann ist es nicht so verwunderlich, dass der Baum schwächelt.
Das tote Holz kann immer aus dem Baum entfernt werden. Er soll nur nicht bei vollem Saftfluss geschnitten werden, sonst tropft er so doll. Las ihm Zeit ein Baum ist baumisch wie Baumbart sagen würde. Gruß, Bert

Liebes Schneckenkorn,

an sich ist die Walnuss robust. Als Krankheit ist bei ihr die Blattfleckenkrankheit bekannt, die aber nicht diese Symptome hat. Könnte ein Frostschaden vorliegen?
Hier sind Walnüsse empfindlich. Siehe z.B.:
http://www.stadtbaum.at/cpag/127.htm

Aber natürlich ist auch immer ein Pilzbefall nach einer Verletzung(meist Stamm)möglich. Durch dessen Verstopfen der Leitbahnen sterben Zweige und Äste oder gar der ganze Baum ab.

Totholz kann immer entfernt werden. Für einen Rückschnitt oder ein Auslichten ist jetzt bis Mitte September der geeigneteste Zeitraum bei der Walnuss. Jetzt kann sie am Besten Wunden abschotten.

Also, falls möglich, prüfen lassen, ob Pilzbefall vorliegt. Dann sollte der Baum gefällt werden. Sonst prüfen, ob ein Rückschnitt hilfreich bzw. sicherheitsrelevant sein wird.

Viel Erfolg!

P.S. Entschuldige die späte Antwort. Ich war im Urlaub.

Hallo,
gute Idee ihn professionel schneiden zu lassen, achte dabei das es Baumpflegefirmen sind und keine Gärtner oder Hausmeister. Schneide ihn im Sommer, da kann er am besten reagieren. Nussbäume bringen ihr Laub nach den anderen das ist normal. Wenn er schon alt ist kann es sein dass er weniger trägt. Wurde Erde aufgeschüttet am Stamm? Das mag er garnicht. Hat er irgendwo Pilze? Hast du vieeleicht ein Photo, ist immer schwer zu sagen, wenn man ihn nicht sieht.
Gruß Sylvi