Hallo!
auch ich „muss“ da noch meinen Senf dazugeben
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ad 1. (Größe): erstensmal ist Efeu ein Epiphyt und kein Schmarotzer = der tötet weder Bäume noch Häuser (musste mal gesagt werden …
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nehmen wir mal an der Baum steht in optimalem Boden, alle Schädlinge sind ausgestorben und eine ewig tiefe (aber lichtmässig optimal ausgerichtete) Schlucht schützt den Kandidaten vor Stürmen etc, dann könnte ein Baum schon recht hoch werden…
ABER: so hoch, dass Gelis „Atmosphärenende“-Argument zieht wird er nicht, WEIL wieso sollte er??
Eine Buche im „Kleinengelein“ (Waldgebiet hier) wir 50m hoch, weil sie sonst überwachsen wird und an Lichtmangel eingeht… - eine Buche auf der freien Wiese wird nur 15-20 m hoch, alles andere ist ein irrer Aufwand, der DORT nicht nötig ist…
Ausserdem haben viele Baumarten irgendwo eine natürliche Höhengrenze, der Höhenzuwachs nimmt mit dem Alter ab (ist noch da, wird aber immer weniger…) -> schön zu sehen an Weisstannen, die deswegen ein sog. „Strochennest“ = in der Oberkrone immer enger stehende Äste haben…
ad 2. (Tod): ja das find ich ziemlich schwierig! (beim klonen praktisch nie…), ist eine Eibe tot, wenn 50%/90%/99,9% der ursprünglichen Masse schon weg sind oder erst, wenn die letzte Nadel verdorrt? das kann Jahrhunderte dauern!! gerade die ältesten Bäume sind oft nur noch Schatten ihrer selbst…
andererseits müsste hier auch die Frage geklärt werden, wo man einen Baum abgrenzt… - bei ner Fichte recht einfach (auch wenn die sich auch via Wurzeln verbinden können…), aber was ist mit den sog. „Uhrglasklonen“? (Aspen z.B. vermehren sich vegetativ und neben den inneren größeren stehen zum Rand hin immer kleinere = das ganze sieht wie ein gigantischer Wassertropfen oder eben ein mit der Rundung nach oben liegendes Uhrglas aus = ist das nicht alles EIN Baum im Sinne von genetischem Individuum???)
Und was ist mit Wurzelbrut (Zwetschge, Eissigbaum), Absenkern usw…
ziemlich klar ist wohl eine Hiebsmassnahme - WENN nicht… (sieh 3.)
ad 3. („Stumpf“): der Stumpf heisst normalerweise Stock und daher nennt man das Phänomen „Stockausschlag“. Bei einer Wirtschaftsweise, dem Niderwald war das Methode: alle 20 Jahre wurde alles „runtergerotzt“ und zu Brennholz verwerkelt und aus den Stöcken (Hasel, Hainbuche, Linde, Ahorn…) trieb fröhlich die nächste Generation aus = das sind alles die gleichen Bäume, bzw. dann halt meist „mehrköpfige“ Kandelaber…
zu Stecklingen, Veredelung etc. wurde schon einiges gesagt, wobei letzteres dann im Grundegenommen eine Symbiose aus ZWEI Bäumen ist!! (die Unterlage ist aus einem Samen gewachsen, die fruchttargenden Zweige oder die Blühtriebe der Rose hat so ein Blödel dann oben „draufgepappt“ - aus biologischer Sicht ist das für die Unterlage nix anderes als eine Mistel, die ein Vogel da an den Ast geschmiert hat und dann festgewachsen ist…
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ad 4. (ewiger Winter): nun ja, die natur zeigt ja über verschiedene Klimazonen, dass die Winterpause mal länge mal kürzer sein kann… - wie weit man das Gedankenexperiment treiben kann ist sicher mehr theoretisch aber doch nicht uninteressant…
klar wäre zu beachten, dass das „Innere“ (Wurzel) nicht komplett erfroren wird, aber dann bauen wir halt eine Mehrzonen-Kühlkammer 
die nördlichen Breiten und höheren Gebirgslagen sind deswegen Fichtengegenden, weil die a) den harten Winterfrost aushält und b) Laubbäume im kurzen Sommer zuwenig Zeit/Licht/Kraft hat, neue Blätter und Knospen zu bilden…
im Gedankenexperiment könnte ein „Jahr“ aber vielleicht doch 8 Monate Sommer und 99 Monate Winter haben…
ich bin mal optimistisch und trauen das den Bäumen zu, die find ich sowieso phantastisch: können 1000 Jahre wo stehen und sich nie verstecken, ducken oder verkriechen, und halten soch alle Kälte, Nässe, Hitze und Knabbereien aus, warum nicht auch nen „etwas“ längeren Winter
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cu kai