Bäume wässern?

Hallöchen,

ich habe mich schon öfter gewundert, dass Bäume und große Büsche auch bei längerer Trockenheit grün bleiben, selbst wenn alles andere um sie herum verdorrt, sofern nicht gewässert wird. Die Wurzeln können doch wohl nicht bis ins Grundwasser reichen? Zumindest nicht bei Büschen.

Jetzt aber las ich in der Tageszeitung, Anwohner sollten Bäume in der Nähe Ihrer Häuser wässern, zwei bis drei Eimer am Tag sollten es aber schon sein.

Nanu? Ich meine, einmal gelesen zu haben, dass ein großer Baum mehrere hundert Liter Wasser am Tag verdunstet. Da wären zwei bis drei Eimer, also 40 bis 60 Liter, auch keine Hilfe.

Dass man jung angepflanze Bäume wässern muss, ist klar, ich meine ausgewachsene Exemplare.

Weiß jemand Genaueres?

Neugierige Grüße
Peggy

Hallo Peggy,

aus meinem bescheidenem Wissensschatz: Ja, die Wurzeln reichen bis in die Grundwasser führende Schicht. Und die ist nicht immer so tief, wie man denkt. Bei Bäumen ist das normal, Büsche und Sträucher können ebenfalls sehr tief wurzeln (einige Meter). Dort gibt es (wenns nicht gerade auf dem Sandberg ist) immer Wasser.

Nanu? Ich meine, einmal gelesen zu haben, dass ein großer Baum
mehrere hundert Liter Wasser am Tag verdunstet. Da wären zwei
bis drei Eimer, also 40 bis 60 Liter, auch keine Hilfe.

Das wenige Wasser versickert in den obersten Erschichten. Dort liegen bei Bäumen und Büschen ganz feine Faserwurzeln die besonders schnell Wasser aufsaugen können und damit auch Nährstoffe. Und dieses wenige Wasser kommt dann auch ganz schnell in höhere Regionen. Das „Stammwasser“, also die grundversorgung nimmt die Pflanze vom Grundwasser oder den nahen Bereichen des Grundwassers.

Übrigens, senkt sich das Grundwasser um ein paar Meter, dann können schlagartig ganze Wälder eingehen, verdursten. Wunderbar ist dies in der Nähe von trockengelegten Mooren oder auch bei Tagebauen zu sehen.

Gruß
André

Hallo !

Mal so, mal so!

Es gibt Flachwurzler wie Rhododendron, Kiefern, Tannen, die brauchen Wasser, unbedingt.
Oder, als Hilfe, niemals unter diesen Pflanzen alles sauber fegen. Hier eine dicke Schicht Blätter, Gras usw unterharken, damit die Erde feucht bleibt. Zusätzlich sehr viel gießen.

Eine Eiche, 150 jahre alt, hat ihre Wurzeln unten. Aber ob im Wasser, das weiß man nicht. Der Grundwasserspiegel kann bei 3 Metern liegen und bei 15. Nur - eine Eiche von dem Alter und Größe gießt man vergebens.
Eine Zweijährige muß sogar gegossen werden, sonst geht sie ein.

Also grundsätzlich : Es kommt auf das Alter an. Jung : Viel gießen. Alt : Bringt nichts. Außerdem hat diese Pflanze bewiesen, dass sie überleben kann.

Gruß max

hallo Peggy
es gibt Pfahlwurzeln (z.B. Fichten) die bohren sich viele meter in den Boden.
Doch das Wasser bekommen die Bäume daher, dass das Grundwasser nicht nur in 3 oder 10 m tiefe fließt. Die Erde darüber saugt sich voll davon. So ein Grundwasserspiegel ist nicht einfach ein Fluss, der 2 cm darüber trocken ist. Der „Schwamm“ geht bis an die Oberfläche. Und das saugen die Bäume weg. Jetzt gibt es in den Städten ha Probleme mit dem Grundwasser. Unsere Technik zerstört ja so einiges. So auch den ungehmmten Fluss des Grundwassers. Denk nur an die Kaufhäuser und Tiefgaragen.
ausgewachsene Bäume brauchen in den seltensten Fällen Gießhilfe. Besonders nicht in unseren Breitengraden. Wir haben so viel Grundwasser, dass hier kein Mangel herrscht. So heiß es auch z.Zt.ist, am Grundwasser hat sich fast nichts geändert.
auch ist die „Gießtechnik“ der Anwohner Wasservergeudung. Ein Baum muss so weitflächig gegossen werden, wie die Krone reicht. Was aber machen die Baumfreunde? Die „pinkeln“ den Stamm an. Das bringt nicht viel.
Ein gutgemeinter Aufruf, aber sinnlos.
Grüße
Raimund

Flach- u. Pfahlwurzeln
Hallo Raimund!

Vorneweg: Ich schätze deine Beiträge sehr, doch in diesem Fall

es gibt Pfahlwurzeln (z.B. Fichten)

irrst du dich.

Fichten sind Flachwurzler, deshalb ist auch ihre Standfestigkeit gegenüber Stürmen sehr gering, sie werden regelrecht „ausgehebelt“, und in den Monokulturen kann das schon zu erheblichen Schäden führen.(Nov.2002 in Österreich)
Tannen hingegen (@Max… )wurzeln tief, auch Lärchen haben Pfahlwurzeln.

Chao! Helene

hallo abu,
mea culpa!
Hab´s mit der Tanne verwechselt.
Doch an der Sache an und für sich ändert sich da nichts: das Grundwasser durchdringt den Boden und die Bäume saugen das auf. Ein nachgießen ist in unseren Breitengraden nur bei Jungpflanzen nötig. Was anderes ist es mit der Düngung: da die Bäume in den Städten ganz"arme Schweine" sind und nicht die Nährstoffe der Wälder haben, muss man nachdüngen. Da machen aber die Stadtgärtnereinen. Da wird bei der Pflanzung schon mal ein Rohr eingebuddelt. Und schon ist die Chance, dass das Babybäumchen auch gut gedeiht recht groß.
Grüße
Raimund