ich denke über ein Strudium nach und habe mal einen Online-Bafög-Rechner ausprobiert.
Dabei wurde ich nur nach dem Bruttoeinkommen meiner Eltern gefragt.
Diese sind jedoch geschieden und wohnen getrennt. Mein Vater zahlt Unterhalt (einen Anteil vom Nettoeinkommen) an meine Mutter.
Daher ist sein Bruttoeinkommen deutlich höher, als das, was ihm zum Leben übrig bleibt.
Nimmt das Bafög-Amt darauf Rücksicht?
Wie wird das gerechnet?
Kann mir jemand weiterhelfen?
Hallo Tato,
also ich sag’ gleich, was die genauen Regelungen bei geschiedenen Eltern angeht, da kenne ich mich nicht aus.
Was ich Dir aber sagen kann ist folgendes:
Für Deine Förderung wird als Basis das Bruttoeinkommen Deiner Eltern angesetzt (dazu können noch Vermögenswerte ab einer bestimmten Höhe gerechnet werden). Davon abgezogen werden pauschale Freibeträge, und zwar für den Lebensunterhalt Deiner Eltern und für jedes Deiner Geschwister, das noch zur Schule geht oder selbst studiert, d.h. kein eigenes Verdienst hat. (Außerdem gibt es noch weitere Freibeträge bzw. Härtefallregelungen, z.B. falls die Eltern Schulden haben).
Der nächste Schritt ist nun, daß ein bestimmter Betrag angenommen wird, den Du als Student im eigenen Haushalt zum Unterhalt brauchst. Das sind derzeit, glaube ich, 466 € (?). Dazu kommt dann noch Deine Miete - 133 € (den Betrag mußt Du selbst aufbringen). Und diese Summe wird mit dem Betrag verrechnet, der Deinen Eltern noch für Dich übrigblieb.
Ein Beispiel:
Deinen Eltern bleiben nach Abzug aller Freibeträge noch 230€, die sie Dir als Unterhalt zahlen könnten. Angenommen, Du hast eine Miete von 150€, dann benötigst Du also 466 + 17 (150 - 133 €)= 483 €. Deine Fördersumme, d.h. das Geld, das Dir demnach als BAFöG zusteht, beträgt somit 483 - 230 = 253 €.
[Alle Angaben ohne Gewähr.]
Alles klar? Ansonsten kannst Du Dich auch direkt bei Bafög-Ämtern beraten lassen.
unter http://www.das-neue-bafoeg.de/ kannst du dir Informationen holen. Da findest du auch eine kostenlose Telefonnummer (sehr zu empfehlen, die Leute dort sind hilfsbereit und sehr nett).
Da findest du auch eine kostenlose
Telefonnummer (sehr zu empfehlen, die Leute dort sind
hilfsbereit und sehr nett).
Kann ich nur bestätigen. Halt dich an die kostenlose Nummer. Sind im großen und ganzen wirklich kompetent und hilfsbereit (mein persönlicher Eindruck). Informier dich vorab genau (über das Internet), auf keinen Fall auf mündliche Zusagen des Sachbearbeiters oder sonstiger Sachbearbeiter des Studentenwerks verlassen. Nach meiner Erfahrung geht das immer in die Hose.
gruß stsp
P.S…und viel Spaß beim ausfüllen von Formblatt a - z plus Zusatzblätter, Anlagen mit Beglaubigungen nicht vergessen, auf genaues Datum von Kontoauszügen achten,…etc
ich habe heute mal bei der Hotline angerufen.
Die Frau war zwar freundlich, konnte aber auch keine genaue Auskunft geben. Ich solle mich an die Stelle für Ausbildungsförderung an meiner Hochschule / Uni wenden. Die können mir angeblich besser wieterhelfen.
Nun bin ich auch noch nicht schlauer, weil sie mir nur die zwei Möglichkeiten aufzeigen konnte, die ich bereits vermutete.
1.) Der Bruttolohn meines Vaters unter Berücksichtigung der Unterhalszahlung an meine Mutter mittels Freibetrag.
2.) Die Unterhaltszahlung meiner Mutter wird als Gehalt gerechnet.
Aber irgendwie ist beides etwas unlogisch, da bei
zu wenig berücksichtigt wird, dass zwei Haushalte zu führen sind (wobei der Freibetreg bestimmt zu wenig ist) und bei
ja gar kein „Brutto-Betrag“ vorhanden ist.
P.S…und viel Spaß beim ausfüllen von Formblatt a - z plus
Zusatzblätter, Anlagen mit Beglaubigungen nicht vergessen, auf
genaues Datum von Kontoauszügen achten,…etc
Danke, das macht mir sehr viel Mut
Davon habe ich gehört und mir wird schon mulmig zumute. Vor allem, wenn die ganze mühe nichts bringt, weil mein Vater für’s Amt zuviel verdient!
Daher wollte ich das vorher mal klären, welche Möglichkeiten es gibt, ehe ich solch einen Aufwand betreibe.
P.S…und viel Spaß beim ausfüllen von Formblatt a - z plus
Zusatzblätter, Anlagen mit Beglaubigungen nicht vergessen, auf
genaues Datum von Kontoauszügen achten,…etc
Daher wollte ich das vorher mal klären, welche Möglichkeiten
es gibt, ehe ich solch einen Aufwand betreibe.
der aufwand lohnt sich schon, immerhin 100€ (bei mir) die muss ich schon nicht durch nebenjobs aufbringen.