Bafög Anspruch

Hätte da mal folgende Frage:

Person A: Zwei Ausbildungen gemacht, erste nach dem Dualen System, zweite war rein Schulisch (zweijährig). Für die zweite Ausbildung gabs Bafög. In der zweiten Ausbildung gabs noch als zusatz die möglichkeit das Fachabi mitzumachen, wo aber nicht das Halbsjahresziel von den Noten 3-3-4 erreicht wurde. Nun möchte Person A nach dieser Ausbildung ganz gerne ihr Fachabi nachholen, Form B (einjähriges), und danach Studieren gehen. Hat die Betroffene Person Anspruch auf Bafög für das Fachabi und das Studium, auch wenn sie vorher schon zwei Jahre Bafög für Schüler bezogen hat?

Hallo,

also, ich kann nur sagen wie’s bei mir war. Ich habe nach der Realschule eine Ausbildung gemacht, dann eine Umschulung und dann mein Abitur nachgemacht. Dann wollte ich für mein Studium Bafög und es wurde abgelehnt, mit der Begründung, dass ich bereits zwei Fachrichtungswechsel hatte.
Eine Ausbildung + Studium = normalerweise Baföganspruch
Zwei Ausbildungen + Studium = zweifacher Fachrichtungswechsel, also kein Anspruch auf Bafög. Dabei ist es auch unerheblich, ob z.B. Ausbildung und Studium aufeinander aufbauen, also z.B. nach einer Erzieherausbildung ein Sozialpädagogikstudium, oder nach einer kaufmännischen Lehre ein BWL-Studium folgt. Gilt trotzdem als Fachrichtungswechsel. Und es spielt auch keine Rolle, dass man vorher kein Abitur hatte und deshalb nicht studieren konnte. Das habe ich damals alles als Begründung beim Widerspruch angegeben, hat trotzdem nix genützt.

Was Du allerdings versuchen könntest ist ein Stipendium zu bekommen. Da gibts welche, die politischen Parteien nahe stehen, und welche die z.B. nur Leute mit bestimmter Konfession unterstützen oder solche, wo der Vater bestimmte Berufe ausübt. Google doch einfach mal nach „Studienstiftungen“.

Gruß Tanja

Guten Tag,

Was währe wenn man die zweite Ausbildung abbrechen würde?

Spielt leider auch keine Rolle. Die Umschulung hatte ich auch abgebrochen. Außerdem spielt es auch keine Rolle wie alt man ist, ob die Ausbildungen/Umschulungen schulisch oder dual sind etc. etc.

Muss aber sagen das war bei mir damals im Jahr 2002. Vielleicht hat sich mittlerweile was an den Voraussetzungen für Bafög geändert. Informiere Dich am besten schon vorab beim Amt für Ausbildungsförderung, behalte Dir aber andere Möglichkeiten wie Stipendienstiftungen, Nebenjob, Geld von Familie, Studienkredit der KfW im Hinterkopf.

Gruß Tanja

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Was ist KfW?

Geld von Familie wird es weniger geben. Auch handelt es sich um Elternunabhängiges Bafög da Ü25 und Weiblich.

Hallo

Was ist KfW?

Also, was jetzt die Buchstaben KfW genau heißen,

Kreditanstalt für Wiederaufbau
http://www.kfw.de/

Gruß
Wawi

Was ist KfW?

Also, was jetzt die Buchstaben KfW genau heißen, weiß ich nicht, aber
die KfW ist eine Förderbank, die Studienkredite anbietet. Gibt aber
auch Studienkredite von anderen Banken. Müsste MAN sich vielleicht mal
Angebote verschiedener Banken einholen und überlegen, ob es für JEMANDEM eine Alternative zum Bafög wäre.

Geld von Familie wird es weniger geben. Auch handelt es sich
um Elternunabhängiges Bafög da Ü25 und weiblich.

Hm, ich kann nur nochmal wiederholen: Ich war damals über 25 und
bin weiblich (ich hatte sogar ein kleines Kind und war
alleinerziehend, aber das interessierte die vom Bafögamt nicht,
ob mein Kind was zu essen hat oder nicht). Da ich bereits eine
abgeschlossene Ausbildung hatte, war ich auch der Meinung mir würde
elternunabhängiges Bafög zustehen. Wie schon in einem anderen Posting
gesagt: Am besten sollte MAN beim Bafögamt nachfragen und wenn man dort mit zweitem Fachrichtungswechsel argumentiert, muss MAN sich halt nach einer alternativen Studienfinanzierung umsehen. So habe ich es auch gemacht.

Ich finde es auch scheiße, dass man Billdungswilligen immer weiß machen will mit Mittlerer Reife und Berufsausbildung sei nichts verloren, weil das Schulsystem ja so super durchlässig wäre und man könne ja später immer noch das Abi nachholen, blablabla. Dass man dann aber oft keine finanziellen Hilfen wie studentische Krankenversicherung, Bafög etc. mehr in Anspruch nehmen kann, wenn man sein Abi auf dem Zweiten Bildungsweg macht und dann zwangsläufig etwas älter ist und schon eine berufliche Vorgeschichte, z.B. einen Berufswechsel hinter sich hat, das wird dabei verschwiegen. Aber wenn MAN wirklich studieren will, dann findet MAN auch einen Weg es zu finanzieren.