Bafög- Nebenverdienst

Hallo Experten,

ich habe eine Frage zum Bafög: ich bekomme theoretisch den vollen Bafög-Satz (wohne derzeit bei meinen Eltern, ziehe aber bald aus und bekomme dann volles Bafög) und habe seit letztem Jahr Oktober bis Ende Mai einen Hiwi-Job mit einem monatlichen Einkommen von 148 € brutto gehabt. Jetzt werde ich ab nächsten Monat stattdessen einen Job mit 340-400 € monatlich antreten, und zwar voraussichtlich bis Ende Januar nächsten Jahres.

Soweit ich weiß, darf man ein bestimmtes Jahreseinkommen (4200 €?) durch Nebenjobs nicht überschreiten, ohne dass beim Bafög Abstriche gemacht werden…ich frage mich jetzt, ob ich nur aufs Jahr gesehen nicht mehr als diesen Freibetrag verdienen darf, oder ob ich umgerechnet auf einen Monat nicht mehr als eben diesen Freibetrag durch 12 verdienen darf. Da ich ja in diesem Jahr in den ersten 5 Monaten deutlich unter der monatlichen Grenze lag, dürfte ich dann also in den restlichen 7 Monaten monatlich so viel mehr verdienen, wie mir in den vergangenen Monaten zur Hächstgrenze gefehlt haben?

Ich werde nämlich als Pauschalkraft arbeiten und da wird die monatliche Arbeitszeit und somit das Gehalt schwanken. Ich hoffe jemand versteht mein umständlich formuliertes Problem und weiß Rat…

Liebe Grüße, die Oimeline

Hallo,

Soweit ich weiß, darf man ein bestimmtes Jahreseinkommen (4200
€?) durch Nebenjobs nicht überschreiten, ohne dass beim Bafög
Abstriche gemacht werden…ich frage mich jetzt, ob ich nur
aufs Jahr gesehen nicht mehr als diesen Freibetrag verdienen
darf, oder ob ich umgerechnet auf einen Monat nicht mehr als
eben diesen Freibetrag durch 12 verdienen darf. Da ich ja in
diesem Jahr in den ersten 5 Monaten deutlich unter der
monatlichen Grenze lag, dürfte ich dann also in den restlichen
7 Monaten monatlich so viel mehr verdienen, wie mir in den
vergangenen Monaten zur Hächstgrenze gefehlt haben?

du kannst ohne Abzüge beim BaFöG 400 Euro im Monat verdienen. Weihnachtsgeld und solche Extras werden auf die Monate umgerechnet.

Letztendlich darfst du so viel verdienen, wie du willst, fraglich ist nur, ob sich das finanziell lohnt, denn wenn du dein Studium nach dem 1.3.2001 aufgenommen hast, musst du nur 10000€ zurückzahlen, unabhängig davon, wie viel du ausgezahlt bekommst. Da das höchstwahrscheinlich eine ganze Menge mehr sein wird, arbeitest du ab einem Betrag von 400 Euro im Endeffekt quasi für nichts.

mfg
MB

Hallo,

du kannst ohne Abzüge beim BaFöG 400 Euro im Monat verdienen.
Weihnachtsgeld und solche Extras werden auf die Monate
umgerechnet.

Kannst du mir bitte eine aktuelle Quelle dafür nennen? Habe nämlich mittlerweile verschiedene Aussagen bezüglich dessen…

Letztendlich darfst du so viel verdienen, wie du willst,
fraglich ist nur, ob sich das finanziell lohnt, denn wenn du
dein Studium nach dem 1.3.2001 aufgenommen hast, musst du nur
10000€ zurückzahlen, unabhängig davon, wie viel du ausgezahlt
bekommst. Da das höchstwahrscheinlich eine ganze Menge mehr
sein wird, arbeitest du ab einem Betrag von 400 Euro im
Endeffekt quasi für nichts.

Ja, das schon…aber wenn ich im nächsten Jahr nicht mehr arbeite, um in den letzten beiden Semestern Zeit für Diplomarbeit und Prüfungen zu haben, und mir dann auch noch Geld vom Bafög wegen zu viel Verdienst aus diesem Jahr abgezogen wird, dann hab ich ja im Endeffekt nächstes Jahr weniger, obwohl ich jetzt arbeiten gehe…und das müsste ich ja schon vorher wissen, wieviel mir dann fehlen würde, damit ich das Geld vom jetzigen Verdienst zur Seite lege, um nächstes Jahr nicht schlechter dazustehen. Ist meine Logik nachvollziehbar? Ich weiß nicht, wie ich es verständlicher formulieren soll…

Liebe Grüße, Oimeline

Hallo,

die Grenze des hinzuverdienstes liegt zwischen 300 und 400 EUR pro Monat.

Etwa 360 EUR in Wirklichkeit, ab Herbst 2008 sollen es 400 EUR / Monat sein (vgl. http://www.das-neue-bafoeg.de/de/378.php, unterster Absatz).

Wenn Du nur bis Jan 2009 den Job hast, dann kannst Du beim nächsten Antrag im Februar als zu erwartendes Einkommen wieder einen niedrigeren Betrag angeben, d.h. Dir wird dann nicht Deine Förderungssumme gekürzt.

Generell solltest Du bei dem monatlichen Einkommen im Antrag angeben, wieviel Du tatsächlich pro Monat verdient hast, d.h. das Jahreseinkommen geteilt durch 12. Ich hatte einige Monate mit über 600 EUR Hinzuverdienst, es gab da nie irgendwelche Probleme.

I.d.R. sind die Berater im Amt auch immer recht hilfsbereit, so dass sich eine Nachfrage dort immer lohnt.

Lieben Gruß
Patrick

Hallo,

Generell solltest Du bei dem monatlichen Einkommen im Antrag
angeben, wieviel Du tatsächlich pro Monat verdient hast, d.h.
das Jahreseinkommen geteilt durch 12.

Das ist es ja eben, ich weiß ja noch nicht, wieviel ich monatlich verdienen werde. Das kann schon um 100 € pro Monat schwanken…aber ich werde nächste Woche zum Amt gehen und dort auch noch fragen.
Trotzdem danke und ein schönes Wochenende,

Oimeline

Hallo Oimeline,

Das ist es ja eben, ich weiß ja noch nicht, wieviel ich
monatlich verdienen werde. Das kann schon um 100 € pro Monat
schwanken…aber ich werde nächste Woche zum Amt gehen und
dort auch noch fragen.
Trotzdem danke und ein schönes Wochenende,

Wenn es um eine A-Priori-Vermutung geht, dann ist jede ANgabe genausogut wie jede andere: im Vorhinein weiss man es nicht, wieviel es ist.

Gebe einfach - wenn Du meinst die Grenze wird gesprengt - etwas weniger ein. Dann wird nicht gekürzt.

POST-HOC müsstest Du im Fall der Fälle immer noch korrigieren und zurückzahlen.

Da Geld aber als Student knapp bemessen ist ohne reichen Papi und Mami ist die Nachzahlung eigentlich besser als der Vorwegabzug.

Wenn Du schon gezwungen wirst etwas anzugeben, was Du noch gar nicht genau wissen kannst, kann Dich aber niemand zwingen, diese Angabe so zu machen sie Dir zum Nachteil gereicht.

Also lieber Unterschätzen als Überschätzen.

Lieben Gruß
Patrick

Hallo Patrick,

Gebe einfach - wenn Du meinst die Grenze wird gesprengt -
etwas weniger ein. Dann wird nicht gekürzt.

POST-HOC müsstest Du im Fall der Fälle immer noch korrigieren
und zurückzahlen.

So werd ichs wohl machen. Danke dir. Einen schönen Samstagabend :smile:

Liebe Grüße, Oimeline

Hallo zusammen,

um das Thema zu einem Abschluss zu bringen:

Ich habe mich mittlerweile beim Bafög-Amt erkundigt und mir wurde gesagt, ich darf 4200 € im Bewilligungszeitraum verdienen, ohne das mein Bafög gekürzt wird. Wie diese Summe über die Monate gesehen zusammenkommt, ist dabei unerheblich.

Liebe Grüße, Kathi