Zwar warte ich noch auf die Annahme, bzw. Ablehnung der Unis, an denen ich mich beworben habe, aber trotzdem vorab schonmal eine mir absolut unverständliche Tatsache und eine Frage:
Bafög- die Summe, die man über die Studienjahre erhält, die ist doch so hoch, kann man die wirklich zurückzahlen?!? Also auch über mehrere Jahre- was ist zb., wenn man nach dem Studium erstmal keinen Job erhält??
Oder wenn es gerade so reicht, um zu leben? Und wie lange zahlt man daran ab, tut das wirklich jeder oder gibt es so wie bei Hartz4 … ja, welche, die das ausnutzen können…??
Wäre toll, wenn ich zumindest ein ein paar Antworten bekäme… =)
eine mir absolut unverständliche Tatsache und eine Frage:
Bafög- die Summe, die man über die Studienjahre erhält, die
ist doch so hoch, kann man die wirklich zurückzahlen?!?
ich möchte hier doch mal anmerken, dass ich viele Leute kenne, die sich schon für ein Auto höher verschulden. Aber wenn es eine Ausbildung ist, dann darf man sich dafür nicht verschulden, oder wie?
Wäre toll, wenn ich zumindest ein ein paar Antworten bekäme…
Zu den Rückzahlungsmodalitäten wurde ja schon gepostet.
Gruß, Karin die übrigens ihre Tochter beim Studium unterstützen konnte, und das auch gemacht hat, aber das ist ein anderes Thema
Aber wenn es
eine Ausbildung ist, dann darf man sich dafür nicht
verschulden, oder wie?
Wie seltsam- hast du das irgendwo gelesen? Das wäre komisch- niemand hat das geschrieben, was du anprangerst, dass man sich für eine Ausbildung nicht verschulden dürfe…
Gruß, Karin
die übrigens ihre Tochter beim Studium unterstützen
konnte, und das auch gemacht hat, aber das ist ein anderes
Thema
Oh, aber gut, dass du trotzdem noch darauf hingewiesen hast; ich bin sicher, es wird dein Selbstwertgefühl in dem Maße gehoben haben, in dem du das gerade brauchtest…!
Aber wenn es
eine Ausbildung ist, dann darf man sich dafür nicht
verschulden, oder wie?
Wie seltsam- hast du das irgendwo gelesen?
das habe ich aus Deinen Zweifeln herausgelesen, dass man diese Schulden jemals abtragen könne. Wie schon im ersten Posting geschrieben: Ein Auto auf Pump ist teurer.
Und wenn ich etwas klein formatiere, dann braucht es jemand, der sich daran stört auch NICHT zu lesen.
das habe ich aus Deinen Zweifeln herausgelesen, dass man diese
Schulden jemals abtragen könne. Wie schon im ersten Posting
geschrieben: Ein Auto auf Pump ist teurer.
das spielt aber keine Rolle, wenn man Schulden hat - ich zahle grad Bafög ab (bzw. erst noch das Bankdarlehen) und habe tatsächlich das Gefühl, dass ich daran mein Leben lang zahlen werde (auch wenn das nicht so sein wird). Besonders, weil ich die ersten Jahre eben keinen adäquaten Job hatte und die Rückzahlung immer weiter verschieben musste.
Ein Auto auf Pump könnt ich mir auch nicht leisten, aber das war nicht die Frage und ist auch nicht vergleichbar.
ich hatte das Pech, gerade zu der Zeit zu studieren, als das komplette Bafög ein Volldarlehn war. Da sammelt sich während eines Studiums ganz schön was an. Allerdings gab es zu meiner Zeit auch Möglichkeiten, den Rückzahlungsbetrag zu reduzieren, nämlich: besonders schnelles Studieren, besonders gute Abschlussnote und Rückzahlung in einem Betrag statt Ratenzahlung. Ich hab alle drei Möglichkeiten genutzt, da blieb dann gar nicht mehr soooooo viel übrig.
Vielleicht erkundigst du dich, ob es heutzutage auch noch diese Verringerungsmöglichkeiten gibt?
Die gibt es noch, das weiß ich!!!
Kannst du mir sagen, wie viel bei dir prozentual noch übrig blieb?? Das wäre toll! Ich will das nämlich auch alles drei machen! Bin zwar nicht sooo sonderlich intelligent, aber ziemlich willensstark, wenn ich was erreichen will!!
lg Cleo
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Kannst du mir sagen, wie viel bei dir prozentual noch übrig
blieb??
Also ehrlich gesagt weiß ich das nicht mehr so genau, ist ja auch schon ein Weilchen her bei mir *hüstel*. Aber ich meine, es wären weniger als 50% gewesen. Zwar hatte ich das Geld da auch noch nicht vollständig zusammen, aber konnte mir was dazu leihen, und das war finanziell dann immer noch günstiger, als den Restbetrag abzustottern. Allerdings hab ich die ersten Jahre nach dem Studium auch nicht wesentlich anders gelebt, als während des Studium, also preiswertes WG-Zimmern, kein teurer Urlaub etc., obwohl ich in der Zeit ja schon verdient habe. Sonst hätte das gar nicht funktioniert.
Das wäre toll! Ich will das nämlich auch alles drei
machen! Bin zwar nicht sooo sonderlich intelligent, aber
ziemlich willensstark, wenn ich was erreichen will!!
Mmh… Wird dir das Bafög denn jetzt einfach von dem was du
vedienst abgezogen? Das entmutigt mich doch wieder so…
jepp, das geht monatlich vom Gehalt runter, mind. 100 Euro. Am Anfang ist das ein bisschen demotivierend, aber immerhin hab ich das Geld seinerzeit bekommen und habe davon gelebt, klar muss ich es zurückzahlen. Außerdem rechne ich mittlerweile generell mit 100 Euro weniger monatlich, da gewöhnt man sich dran.
Das habe ich aber auch erst vor zwei Jahren gestartet. Bis dahin bekam ich halbjährlich die Aufforderung, die Abzahlung zu beginnen und konnte immer schriftlich erklären, dass mir das zu der Zeit nicht möglich war. Wurde immer problemlos akzeptiert.
Also angenommen, du würdest 9 Semester studieren und bekommst den derzeitigen Höchstsatz von ca. 530 EUR sind das insgesamt 28620 EUR, die du bekommst. Davon musst du nur 10000 EUR zurückzahlen, also nur ca. ein drittel. Auch wenn du nach den Bachelor-Systemen d.h. ca. 6 Semester studierst, is das noch super!
Wenn du mit deinem Abschluss noch zu den besten Leuten deines Jahrgangs gehörst, wird der Rückzahlungsbetrag nochmal um einiges reduziert.
Mit der Rückzahlung musst du erst 5 Jahre nach ABschluss deines Studiums beginnen und innerhalb von 20 Jahren (!) zurückzahlen.
Wenn du weniger als 1000 EUR/Monat verdienst, wird die Rückzahlung erstmal ausgesetzt (soviel zu Hartz IV und anderen Spässchen).
Problem mit der Rückzahlung? Einen günstigeren Kredit bekommst du nirgends. Und wenn du dich mit dem Studium richtig anstrengst, musst du erstens fast nichts zurückzahlen und wirst wahrscheinlich auch nicht von HArtz IV leben müssen.
das habe ich aus Deinen Zweifeln herausgelesen, dass man diese
Schulden jemals abtragen könne. Wie schon im ersten Posting
geschrieben: Ein Auto auf Pump ist teurer.
das spielt aber keine Rolle, wenn man Schulden hat - ich zahle
grad Bafög ab (bzw. erst noch das Bankdarlehen) und habe
tatsächlich das Gefühl, dass ich daran mein Leben lang zahlen
werde (auch wenn das nicht so sein wird).
um eines mal klarzustellen: Ich habe seinerzeit mein Ingenieursstudium auf einem privaten Darlehen aufgebaut. BAFöG habe ich nicht gekriegt, weil das mein Zweitstudium war. (Das Erststudium war übrigens ein nebenberufliches Fernstudium ohne Förderung an der FeUni Hagen, aber das hat für die Beurteilung der BAFöG-Würdigkeit des Zweitstudiums nicht gezählt). Ich hätte damals gerne staatliche Förderung für mein Studium erhalten, wenn ich sie denn gekriegt hätte.
Zurückgezahlt habe ich mein Privat-Darlehen dann in den ersten 10 Jahren nach meinem Studium, also weder Teilerlass, noch Rückzahlungsverzögerung. Nur zinsfrei war es auch. Und ich hatte auch nie das Gefühl, in Schulden zu ersticken, weil ich das halt schon vor meinem Studium aus- und ein mögliches Ingenieursgehalt (gut jetzt bin ich technische Redakteurin) gegengerechnet habe. Das hat dann von Anfang an den Unterschied zu meinem vorherigen Verdienst (ich habe nach dem Abitur erst mal ein paar Jahre gearbeitet und bin dann Mutter geworden) sich locker gerechnet.
Ein Auto auf Pump könnt ich mir auch nicht leisten, aber das
war nicht die Frage und ist auch nicht vergleichbar.
Natürlich ist das nicht vergleichbar, weil man von einer ordentlichen Ausbildung im Lauf seines Lebens mehr hat. Daher bleibe ich dabei, dass es unnötige Panikmache ist, wenn man sich - oh Schreck - wegen seiner Ausbildung mit einem so günstigen öffentlichen Kredit, wie das BAFöG das ist, verschuldet.
Meeeeeensch, du bist ja wirklich eine tolle, bewundernswerte, erfolgreiche und so(!) (charakter)starke Frau…!!!
Liebe Grüße, auch an Dich, Cleo (die hofft, ihre gute Tat für heute getan zu haben…)
Hallo Cess und Cleo,
um eines mal klarzustellen: Ich habe seinerzeit mein
Ingenieursstudium auf einem privaten Darlehen aufgebaut. BAFöG
habe ich nicht gekriegt, weil das mein Zweitstudium war. (Das
Erststudium war übrigens ein nebenberufliches Fernstudium ohne
Förderung an der FeUni Hagen, aber das hat für die Beurteilung
der BAFöG-Würdigkeit des Zweitstudiums nicht gezählt). Ich
hätte damals gerne staatliche Förderung für mein Studium
erhalten, wenn ich sie denn gekriegt hätte.
Zurückgezahlt habe ich mein Privat-Darlehen dann in den ersten
10 Jahren nach meinem Studium, also weder Teilerlass, noch
Rückzahlungsverzögerung. Nur zinsfrei war es auch. Und ich
hatte auch nie das Gefühl, in Schulden zu ersticken, weil ich
das halt schon vor meinem Studium aus- und ein mögliches
Ingenieursgehalt (gut jetzt bin ich technische Redakteurin)
gegengerechnet habe. Das hat dann von Anfang an den
Unterschied zu meinem vorherigen Verdienst (ich habe nach dem
Abitur erst mal ein paar Jahre gearbeitet und bin dann Mutter
geworden) sich locker gerechnet. Daher
bleibe ich dabei, dass es unnötige Panikmache ist, wenn man
sich - oh Schreck - wegen seiner Ausbildung mit einem so
günstigen öffentlichen Kredit, wie das BAFöG das ist,
verschuldet.