Bahn - 40Euro weil Ticket nicht entwertet

Hallo,

ich habe folgendes Problem. Bin zusammen mit meinem Ehemann Besitzer zweier Bahncard 25 und bisher lief immer alles ohne Probleme. Doch letztens steig ich in eine S-Bahn die dermaßen überfüllt war, dass ich mit meiner schweren Reisetasche nicht an den Knipser zum entwerten kam.
Naja, die letzten drei Monate bin ich auch nicht einmal kontrolliert worden, also machte ich mir keine weiteren Gedanken. Am Bahnhof angekommen steige ich in den Zug ein und paar Minuten später kommt der Schaffner. Ich ihm die Geschichte erzählt, aber er knallhart. Stellt mir eine Fahrpreisnacherhebung in Höhe von 40Euro aus.
Ist natürlich äußerst frustrierend und eigentlich hab ich mich auch schon darauf eingestellt, die wohl zahlen zu müssen. Schwer zu beweisen, dass meine Geschichte nicht erfunden ist. Hat jemand Erfahrung mit sowas und ist da schon mal wieder rausgekommen?

Wäre für ein paar Tipps sehr dankbar.
Gruß
Ceres

Servus Ceres,

seit ich mich in der Frankfurter S-Bahn mal mit einigen Kontrolettis in die Krawatte gekriegt habe, die einen Gast aus Venezuela in der Flughafen S-Bahn wegen 20 Minuten Zeitüberschreitung eines 24-h-Tickets rausgeholt hatten (er hatte das für ein H&R-Ticket gehalten, und die aushängenden Texte zum Tarifsystem sind ja auch für Deutsche nicht wirklich verständlich), hab ich dazu etwas Hintergrund erfahren (von den gleichen Kontrolettis, die mir das dann im Anschluss auf dem Bahnsteig beiseitegenommen erklärt haben): Die Kontrollen hätten gar keinen Sinn, wenn die Kontrolleure nicht im Zug selber kompromisslos mit „zero tolerance“ aufträten. Man kann aber in Situationen an der Grenze zwischen Schwarzfahren und Irrtum/Versehen/force majeure tatsächlich über alles diskutieren. Diese Möglichkeit erschließt sich aber nur dann, wenn man kein Geld, sondern bloß die Personalien dagelassen hat: Dann kommt man schriftlich an Ansprechpartner im Hintergrund, die nur gegenüber notorischen Querulanten, „Nixversteh’“ und selbsternannten Berufsrevolutionären unerbittlich sind.

Wobei ich mich allerdings frage, wo in D es noch ein S-Bahn-System gibt, in dem die Entwerter nicht auch auf dem Bahnsteig stehen.

Schöne Grüße

MM

Hallo,

das kann ich aus zwei Gründen nicht nachvollziehen:

  • Bei den S-Bahnen, die ich kenne (Hamburg, Berlin) gibt es keine Entwerter in den Wagen, sondern in den Bahnhöfen. Dort steht dann auch ziemlich eindeutig, dass man die Linie, wo die Entwerter stehen, nur mit gültigem Fahrschein überqueren darf.
  • Wenn ihr eine Bahncard habt und eine Fernreise gemacht habt, habt ihr möglicherweise die „City-Option“, das steht auf der Fahrkarte dann drauf ("+City"). Da berechtigt die Fahrkarte zu einer Anschlussfahrt im Stadtgebiet in einem bestimmten Bereich.

Gruss Hans-Jürgen
***

Hallo,
was kannst du daran nicht nachvollziehen?
zu 1: nur weil du die Entwerter nur auf den Bahnhöfen und nicht in den Wagen kennst, bedeutet das nicht, daß es nicht woanders auch anders sein kann; was hier vermutlich der Fall war
zu 2: Wenn er eine Fahrkarte mit City-Option gehabt hätte, wäre die 40,- Euro nicht erhoben worden.

Es ist mir auch schon passiert, daß ich keine Möglichkeit der Entwertung hatte (auf dem Bahnhof kein funktionierender Automat und im Wagen kein schnelles Durchkommen zum Automaten möglich).
Ich hatte allerdings Glück und einen verständnisvollen Schaffner.

Gruß
Marion

das kann ich aus zwei Gründen nicht nachvollziehen:

  • Bei den S-Bahnen, die ich kenne (Hamburg, Berlin) gibt es
    keine Entwerter in den Wagen, sondern in den Bahnhöfen. Dort
    steht dann auch ziemlich eindeutig, dass man die Linie, wo die
    Entwerter stehen, nur mit gültigem Fahrschein überqueren darf.
  • Wenn ihr eine Bahncard habt und eine Fernreise gemacht habt,
    habt ihr möglicherweise die „City-Option“, das steht auf der
    Fahrkarte dann drauf ("+City"). Da berechtigt die Fahrkarte zu
    einer Anschlussfahrt im Stadtgebiet in einem bestimmten
    Bereich.

Gruss Hans-Jürgen
***