Hallo zusammen,
ich möchte gern von Berlin nach Krakau/ Polen mit der Bahn fahren. Da in Polen die Tickets viel billiger sind, möchte ich von Berlin die kürzeste Verbindung nach Polen nehmen und dort ein Ticket nach Krakau kaufen. Weiß jemand, welche Strecke ich da am besten fahre?
Welche polnische Stadt liegt nah bei Berlin und hat eine halbwegs gute Zuganbindung?
Und weiß jemand, ob sich in Polen ein Euro Domino Ticket lohnt? Oder sind die Preise da so billig, dass es sich nicht lohnt?
Danke für Eure Tipps,
Martina
Hallo Martina
möchte ich
von Berlin die kürzeste Verbindung nach Polen nehmen und dort
ein Ticket nach Krakau kaufen. Weiß jemand, welche Strecke ich
da am besten fahre?
Frankfurt und Küstrin nehmen sich nicht viel gegenseitig. Der näher bei der Luftlinie gelegene Weg über Forst führt über sehr schlecht bediente Abschnitte. Görlitz geht vom Zeitaufwand am besten, aber da ist schon eine längere deutsche Strecke drin.
Und weiß jemand, ob sich in Polen ein Euro Domino Ticket
lohnt?
Nur für den einen Weg Hin & Rück ist es uninteressant. Wie viel Weg hast Du sonst noch in PL vor?
Schöne Grüße
MM
Frankfurt und Küstrin nehmen sich nicht viel gegenseitig. Der
näher bei der Luftlinie gelegene Weg über Forst führt über
sehr schlecht bediente Abschnitte. Görlitz geht vom
Zeitaufwand am besten, aber da ist schon eine längere deutsche
Strecke drin.
Hallo Martin,
entschuldige, eine blöde Rückfrage: Frankfurt a.d.Oder ist doch noch Deutschland, oder? Wie kann ich mir da ein Ticket zum polnischen Preis kaufen?
zu deiner anderen Frage: ich will quer durch Polen fahren, von Krakau über Warschau, Danzig, dann die Strecke Allenstein - Suwalki - Mariampole (Litauen), und dann durch die baltischen Staaten weiter nach Osten.
Es werden also in Polen schon einige KM zusammen kommen. Ich denke daher an Euro Domino für 4 oder 5 Tage. Was meinst du?
Gruß Martina
Hallo nochmal,
entschuldige, eine blöde Rückfrage: Frankfurt a.d.Oder ist
doch noch Deutschland, oder? Wie kann ich mir da ein Ticket
zum polnischen Preis kaufen?
gaanich blöd. Schließlich hast Du danach ja auch explizit gefragt. Die explizite Antwort heißt: Der erste Bahnhof in PL heißt bei diesem Weg Slubice.
zu deiner anderen Frage: ich will quer durch Polen fahren, von
Krakau über Warschau, Danzig, dann die Strecke Allenstein -
Suwalki - Mariampole (Litauen), und dann durch die baltischen
Staaten weiter nach Osten.
Da kommt schon gut etwas zusammen.
Für eine grobe Übersicht: Slubice-Krakau wird bei umgerechnet etwa 15€ liegen. Euro-Domino PL kostet für vier Tage (glaube ich) 68€.
Und bevor mich jetzt Adelheid gleich schlägt, weil ich so viele Reisen im Kopf und so wenige auf echt mache, gebe ich Dir die Werkzeuge zum Selberrechnen in die Hand:
(1) Die HP der polnischen Eisenbahngesellschaft (einschließlich englischer Version; Fahrpreise werden nicht wie bei der deutschen Version von HaFas mit den Verbindungen angezeigt, sondern man muss extra „Fares“ anklicken):
http://www.pkp.pl
(2) Einen Währungsrechner:
http://www.oanda.com/convert/classic
(3) Die Auskunftseite unsrer Dehback, bei der man Einzelheiten über Eurodomino findet und auch ein komfortables Auskunftssystem, das Osteuropa einigermaßen detailliert auch abdeckt:
http://reiseauskunft.bahn.de
Schöne Grüße
MM
Frankfurt (Oder) - Offtopic
Hallo Martin,
entschuldige, eine blöde Rückfrage: Frankfurt a.d.Oder ist
doch noch Deutschland, oder?
Laut Landkarte schon, aber an einem Samstag wie Heute sind hier in der ‚City‘ mehr Polen als Deutsche unterwegs, besonders in den Modeläden.
Hallo Olaf,
so ändern sich die Zeiten:
hier in der ‚City‘ mehr Polen als Deutsche unterwegs,
besonders in den Modeläden.
Bei meinen Besuchen 1974 und 1977 im Bezirk Löbau wurde den in Bautzen, Görlitz, Frankfurt unterwegs befindlichen polnischen Reisegruppen ganze Straßenzüge weit neidvoll nachgeschaut, weil sie so schicke Klamotten hatten.
Insofern darf man die heutigen Tagestouristen eigentlich bloß als eine Art gerechten Ausgleich betrachten…
Schöne Grüße
MM
Bei meinen Besuchen 1974 und 1977 im Bezirk Löbau wurde den in
Bautzen, Görlitz, Frankfurt unterwegs befindlichen polnischen
Reisegruppen ganze Straßenzüge weit neidvoll nachgeschaut,
weil sie so schicke Klamotten hatten.
In der Tat, mich wundert das auch ein wenig, aber „drüben“ gibt’s wohl nicht die richtigen Läden, deren Mode „westlich“ aussieht.
Aber gute Herrenmode sollte man auf polnischer Seite immer noch bekommen. Hab’ vor vier Jahren in einer schmucken Boutique ein klasse Herrenhemd samt Kravatte gekauft. Qualität Tip Top und der Preis sehr akzeptabel.
Insofern darf man die heutigen Tagestouristen eigentlich bloß
als eine Art gerechten Ausgleich betrachten…
Der (ein Umdenken hat auch bei den Händlern stattgefunden) mittlerweile gern gesehen wird.
Früher waren die lediglich die Ladendiebstahlshinweisschilder in polnisch, heute liest man „Serdecznie witamy“ (herzlich Willkommen) und wirbt damit, dass man im Laden auch polnisch spricht.
Aber:
Wenn man das „Kleider machen Leute“ mal weglässt -
Ich schau immer, wenn sie mal hier sind, mit dem allergrößten Vergnügen meinen „ausgelagerten“ Kollegen Krysztof und Smyszek beim Schaffen zu: Wenn man eine Allegorie auf „europäische Rasse“ malen wollte - mit einem feinnervigen, profiligen, tiefblaublütigen El-Greco-Aristokraten einerseits und einem wurzeligen, runden, starken Bauernmannsbild andererseits (und aus diesen beiden Elementen ist Europa geschmiedet): Dann kämen grad die beiden dabei heraus. Die zwei brauchen keine wieauchimmergearteten besonderen Kleider - die stehen da als die, die sie sind: In Rupfen, in Zwillich, in Brokat oder Acetat - ganz egal.
Das haben wir glaube ich als D-West und D-Ost, kleine Brüder der großen Brüder, ein wenig verlernt in der Zwischenzeit. Und die in anderem Zusammenhang kürzlich diskutierte Deutschlederne ist halt selten geworden.
In diesem Sinne
MM