Bahnoberleitung stört Radioempfang?

Hallo Wissende,
kann das wirklich wahr sein, dass eine Bahnoberleitung in geschätzten 15 Meter Abstand so gut wie alle Radios im Haus mit einem mehr oder weniger heftigen Dauerknistern stört?
Vielen Dank für Auskünfte und Ideen.

Hallo Wissende,
kann das wirklich wahr sein, dass eine Bahnoberleitung in
geschätzten 15 Meter Abstand so gut wie alle Radios im Haus
mit einem mehr oder weniger heftigen Dauerknistern stört?
Vielen Dank für Auskünfte und Ideen.

Hallo und guten Tag,
ich denke ihr bekommt auf zwei Wegen die „Sauerei“ in die Hütte:

über das Netz, hier hilft nur ein entsprechend dimensioniertes
Netzfilter am HA (Hausanschluss) der die 16 2/3 Hz Bahnstrom ausfiltert
2.
als elektromagnetische Welle. Von elektromagnetischer Welle kann man erst reden, wenn die Distanz zur Strahlungsquelle in der Größenordnung einer Wellenlänge liegt. Die Betonung liegt auf Größenordnung!
Im Falle von 16 2/3 Hz wäre dies eine Wellenlänge von 17,6 km. :smile:

Wenn also ein Feld stören sollte, wäre es das E- „oder“ H-Feld. Im vorliegenden Fall könnte das eine oder andere zutreffen, weil der Radioempfänger nur gerade 15 Meter von der Störquelle entfernt ist.

Wenn es eine E-Feld-Störung ist, müßte die Störung immer konstant sein. Ist es ein H-Feld, ändert sich die Stärke des Einflusses in Abhängigkeit eines herannahenden oder abfahrenden Zuges. Besonders dann wenn eine Lok anfährt, müßte durch den plötzlich auftretenden Strom ein erhöhtes H-Feld auftauchen und der Radioempfang müßte stärker gestört sein.

Also sage uns zuerst ob die Störungen immer gleich sind oder stärker werden wenn ein Zug vorbeifährt. Es müssen dann verschiedene Maßnahmen getroffen werden. Was ist mit dem Fernseher oder einem Monitor, fangen die an zu „zittern“?

Bis dann
Viele Grüße

Hallo,

kann das wirklich wahr sein, dass eine Bahnoberleitung in
geschätzten 15 Meter Abstand so gut wie alle Radios im Haus
mit einem mehr oder weniger heftigen Dauerknistern stört?

Ja. Die Störungen durch Funken zwischen Lok und Draht pflanzen sich ziemlich weit fort. Und der Draht ist eine gute Sendeantenne für diese breitbandigen (also viele Frequenzen betreffende) Störungen.

Es könnte helfen, die Antenne in Richtung Bahn abzuschirmen (gut geerdetes Blech oder Gitter zwischen Antenne und Bahn). Das ist natürlich heftig aufwändig, wenn man das bei allen Radios machen muss, da würde sich empfehlen, auf Kabelempfang umzusteigen und alle Geräte mit gut abgeschirmten Antennenkabeln anzuschließen.
Satellitenempfang sollte natürlich auch nicht gestört sein.
Gruß
loderunner

Hallo, das wird wohl mein erster Versuch werden mit dem „gut geerdeten Blech“. Bedeutet „geerdet“, dass ich kann Alublech nehmen kein ?

Es könnte helfen, die Antenne in Richtung Bahn abzuschirmen
(gut geerdetes Blech oder Gitter zwischen Antenne und Bahn).

Satellitenempfang sollte natürlich auch nicht gestört sein.

Stimmt, ist er nicht.
Danke vorerst, und frdl. Grüße aus Hofheim von wlauer

Hallo, wie ich das folgende Zitat lese und noch mal nachdenke, stimmt das so: Störung stärker.

Besonders dann wenn eine Lok anfährt, müßte
durch den plötzlich auftretenden Strom ein erhöhtes H-Feld
auftauchen und der Radioempfang müßte stärker gestört sein.

Der Fernseher sagt nix dank Schüsselempfang. Der Monitor zeigt manchmal minimale Störungen, das stört aber nicht weiter.

Danke und frdl. Grüße wlauer

Hallo,

Bedeutet „geerdet“, dass ich kann Alublech
nehmen kein ?

Ich weiß nicht, was Dein Satz bedeutet, aber Du kannst es erstmal mit Alublech versuchen. An der Heizung Erden, dabei aber die Oxidschicht vom Alu (z.B. mit einer Fächerscheibe, einer ‚geriffelten Unterlegscheibe‘) und ggf. die Farbe an der Heizung mit dem Kontakt durchdringen.
Gruß
loderunner

Hi loderunner,
das war mein schlechtestes Deutsch seit Jahren. Sollte ich abgelenkt gewesen sein? Fuhr da vielleicht ein Zug vorbei?
Es sollte heißen: Bedeutet „geerdet“, daß ich kein Alublech nehmen kann?

ich werde das dann so versuchen.
Danke und freundliche Grüße

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Stimme dir soweit zu, allerdings:

Im Falle von 16 2/3 Hz wäre dies eine Wellenlänge von 17,6 km.

-)

Das müssten wohl eher 17600 km sein…
Die Leitungen an sich sollten nicht stören, bloß wenn eine E-Lok vorbeifährt is es gut möglich dass die großen und sich stark ändernden Ströme EMV Probleme ergeben.
Wenn so ein Leistungs-GTO ab-/angeschaltet wird gibts ja schon enorme Wechselfelder…

Sorry, habe c in m/s gerechnet. Passiert nicht wieder. :smile:

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,
Du gehst von völlig falschen Annahmen aus. 16 2/3 Hz knistern nicht, sie sind nicht mal hörbar. Was den Empfang stört, ist deshalb weder das H- noch das E-Feld, sondern die Oberwellen und Funken beim Betrieb der Bahn. Und aufgenommen wird das nicht über das Stromnetz (sonst würden TV-Geräte auch bei Kabel- oder Satempfang gestört und batteriebetriebene Geräte gar nicht) sondern über die Antenne - was auch gleich einen Hinweis auf die Frequenz liefert, denn da sind sowas von Filter im Empfänger eingebaut…
Netzfilter helfen hier also genau gar nichts.
Gruß
loderunner