ist schonmal jemand von Euch mit dem Zug nach Rom gefahren (ich würde von Deutschland/ Thüringen aus starten)und kann mir hierzu bissl berichten, ob das empfehlenswert ist?!
Habe sowas im Oktober vor- ich möchte nicht fliegen und hab auch (innerdeutsche) Bahnerfahrungen, bin aber trotzdem noch unsicher, ob eine solche Reise zu gewagt ist…
ja, ich dachte mir schon, dass meine Formulierung leicht ironische Kommentare provoziert
Vielleicht noch kurz zur Erklärung- mein halbwüchsiger Sohn wünscht diese Reise mit mir zu machen, von daher brauch ichs schon ein bissl „sicherer“ in der Organisation.
Der Nachtzug soll es eigentlich nicht (nur) sein, da wir ja auch was sehen wollen- sonst könnten wir ja doch fliegen (was mit Sicherheit auch billiger ist, oder?!)
schau halt mal, welche Strecken in Frage kommen (MünchenBasel) und wann Du interessante Abschnitte passieren willst. Ligurische Küste bei Nacht und Poebene bei Tag sind wahrscheinlich ziemlich uninteressant!
Buon viaggio!
Bahnreise von Zürich über Turin nach Levanto
Moin!
Ich habe letztes Jahr im Juni unter anderem die Strecke von Zürich über Turin nach Levanto gemacht. Das ist jetzt natürlich nicht dieselbe Strecke, die Du planst. Aber ich sage trotzdem: tu es!
Mir hat die Bahnfahrt am Tag gut gefallen. Die Alpen fand ich unglaublich hübsch, immer wieder Seen mit steil aufsteigenden Bergwänden. Auch die Fahrt durch die Poebene fand ich beeindruckend, so flaches Land, am Horizont Schneebedeckte Berggipfel, malerisch!
Besonders toll war das letzte Stück, wo immer wieder ein Blick auf das Meer zu erhaschen war.
Die Fahrt nach Rom ist sehr lang, fast nicht in einem Tag zu schaffen. Ich würde an Deiner Stelle die Fahrt auf zwei Tage (oder 3) aufteilen, um auch Strecken am Meer nutzen zu können. Die dauern sicher länger, sind aber (denke ich) noch schöner. Und ggf. billiger und besser zum gucken, weil die Regionalzüge nicht so schnell fahren.
Ist nur die Frage, ob das einem Kind nicht doch alles viel zu lang ist…
wenn es die Reisekasse mitmacht, würde ich an einem Tag bis Chiasso und tags darauf den Rest fahren. Dann habt ihr den Gotthardpass und auch den Apennin bei Tag.
Und Dein Junior wird später mal erzählen können, dass er die Gotthardbahn noch erlebt hat. In einiger Zeit wird der Gotthardbasistunnel fertig sein, dann ist diese Traumstrecke Vergangenheit.
alldieweil man von Leipzig her doch schon eine Weile unterwegs ist, böte sich als Etappenstation auch Basel an - die Oberrheinlinie ist vom Zug aus abgesehen von einzelnen Ausblicken auf die Ortenau und am Isteiner Klotz eher langweilig, so dass man sie gut ans Tagesende legen kann, und am anderen Tag kann man dann die Gotthardbahn mit frischen Sinnen angehen. Der Bahnhof Basel SBB ist verglichen mit den großen Bahnhöfen in D sehr übersichtlich, der Umsteiger zur Straßenbahn mit wenigen Schritten ist technisch genial gelöst, und mit dem Tram 11 kann man in einer Viertelstunde komfortabel bis St. Louis Grenze fahren, wo keine hundert Meter von der Tramstation hinter der französischen Grenze zwei Hotels (Citéa und Porte de France) stehen, in denen man zu französischen Preisen (d.h. etwas weniger als die Hälfte von dem, was man in Basel bezahlt, Zimmer etwa 50-60 €) angenehm nächtigen kann; im Hotel „Porte de France“ ist auch eine nette Brasserie mit Hausmannskost, für die ca. 15 €, für die man dort Fleischstücke bekommt, die dem Appetit eines 15-25jährigen gewachsen sind, gibts in der Schweiz maximal einen Teller Bratkartoffeln ohne was dabei.
Hallo und vielen Dank-
das ist genau die Sorte Tipps, die ich mir gewünscht habe…werde jetzt nochmal mit Filius die Landkarte studieren, einen ungefähren Plan aushecken und dann zu nem DB- Reisecenter pilgern und alles klarmachen, was geht.
Bin schon sehr gespannt auf unseren Trip…also Danke nochmal und bis bald-
LG regenbogen
Hallo,
auch Dir vielen Dank für die Antwort.
Ja, möglicherweise wird es anstrengend für ihn/uns aber das finden wir nicht schlimm- wir bewegen uns ja in zivilisierten Gegenden und auf meinen Bahnreisen bisher war das größte Abenteuer das, den jeweiligen Anschlusszug zu bekommen
Nein, im Ernst, ich werde die Reise so detailliert wie es nur geht, planen, mit genügend Aufenthalten und Zwischenstationen und dann wird das schon- Deine Erfahrungen klingen ja auch echt schön…
LG regenbogen
Der Bahnhof Basel SBB ist verglichen mit den großen Bahnhöfen in D sehr übersichtlich,
Öd und ALT!
gibts in der Schweiz maximal einen Teller Bratkartoffeln ohne was dabei.
Frechheit so was zu behaupten! Du scheinst das Geld zu haben nur in Edelrestaurants zu speisen, ich eigentlich auch aber, wenn ich in der Schweiz bin –dort aufgewachsen- gehe ich gerne im Migrosrestaurant essen, wobei Cooprestauran genauso so gut sind. Da bekommst du – wenn du umgerechnet hast – auch für günstiges Geld was auf den Teller.
Warum muss den 11er Tram nach Frankreich nehmen? Ich kann die 6er Linie nach Riehen nehmen und bin in Lörrach. Ich kann aber auch die Linie 31/38 ab Heuwaagen nehmen und in Allschwil übernachten. Wobei mit der Linie 14 ich ganz schnell in Pratteln bin.
Für zwischendurch mal was für den Gaumen empfehle ich die Brötlibar am Bafüsserplatz –Linie 11und 8 ab SBB. Obwohl, mit Stadtplan, bin ich vom SBB binnen 10-15 Minuten dort.
Von dort über den Rathausplatz (Links die Gassen zur Altstadt), an der Mittelrenrheinbrücke nach Kleinbasel. Vor der Mittelrenrheinbrücke geht es rechts durch alte Gassen zum Münster am Naturkundemuseum.
Also lieber Blumenpeder nicht so schnell Empfehlungen abgeben. Lieber besser sorgfältiger recherchieren.
Schönen Gruß
Claude, Basler Kind.
wenn Bratkartoffeln bei dir Rösti sind, naja
aus dem Grund, den ich schon beschrieben habe, falls Du das gelesen hast und nicht lieber gleich auf 180 aufgedreht hast: Weil es eine Möglichkeit ist, als Ortsfremder einfach und schnell in ein komfortables und wohlfeiles Quartier zu kommen und ein gediegenes Nachtmahl einzunehmen. Die S-Bahn nach Lörrach fährt eine halbe Stunde, der Elfer nach St. Louis Grenze bloß eine Viertelstunde, außerdem fährt der auch noch am Abend viertelstündlich, die S-Bahn zweimal die Stunde. Das macht einiges aus.
Du brauchst mich übrigens nicht so arg anpfurren: Als ich 1980 das erste Mal auf eigene Faust in Basel war, hab ich von meinem Lehrlingssalär von - wenn ich mich recht erinnere - 210 DM (außer Kost und Wohnung) das Quartier bei den Blaukreuzlern, die Wurstsuppe und den Kaffee fertig in der Hasenburg und die Läberli & Rösti im Gifthüttli sehr gut bezahlen können. Aber d’Zîte hän g’anderet sîthar.
Noch eine ganze Weile früher hat man rund um den Bodensee die Währung der Nachbarn gar nicht gebraucht, weil überall Mark für Franken und umgekehrt angenommen wurde: Einmal war die Mark ein bissel höher, einmal wieder der Franken, das hat sich über die Zeit weg ausgeglichen.
Ist aber über vierzig Jahre her und für einen Reisenden im Jahr 2012 nicht nützlich, deucht mir.
Und über Frechheiten und Kinderstube diskutieren wir dann vielleicht ein andermal.
da gehörst Du doch tatsächlich zu den Leuten, die mit der Landkarte Eisenbahn fahren?
Dann solltet Ihr Euch die Strecken Fulda - Würzburg - Stuttgart - Tuttlingen - Singen - Zürich nicht entgehen lassen: Prächtige Mittelgebirgslinien! Man sieht es dem spärlichen Fahrplan von Regionalbahnen zwischen Stuttgart und Würzburg nicht mehr an, dass das die alte Berliner Schnellzuglinie ist.