Hi,
in Hamburg ist das Betreten des U/S-Bahnsteigs ja nicht erlaubt wenn man keine Fahrkarte besitzt oder wenigstens für glaub €0.25 eine Bahnsteigkarte kauft. Jemanden zur U/S-Bahn bringen ist also quasi nicht möglich.
Sowas kannte ich früher nur aus Erzählungen von alten Leuten oder aus Filmen drum würde mich mal interessieren, ob es das noch wo anders gibt z.B. auch im (europäischen) Ausland.
Kennt jemand den Grund warum es die in Hamburg immer noch gibt? Damit man Obdachlose verjagen kann? Warum haben andere Städte offenbar kein Problem ohne auszukommen?
in Hamburg ist das Betreten des U/S-Bahnsteigs ja nicht
erlaubt wenn man keine Fahrkarte besitzt oder wenigstens für
glaub €0.25 eine Bahnsteigkarte kauft.
der Grund für diese Maßnahme ist einfach. Denn nur so sind die typischen Abgangskontrollen möglich. Ansonsten könnte jeder behaupten, nur jemanden zum Zug gebracht zu haben und gar nicht mit der S-Bahn gefahren zu sein.
der Grund für diese Maßnahme ist einfach. Denn nur so sind die
typischen Abgangskontrollen möglich.
Was meinst du mit Abgangskontrollen? Fahrscheinkontrolle NACH dem Aussteigen?
Es gibt in Deutschland mindestens 13 S/U-Bahnen. Kann man in den anderen Städten also faktisch schwarzfahren?
Ansonsten könnte jeder
behaupten, nur jemanden zum Zug gebracht zu haben und gar
nicht mit der S-Bahn gefahren zu sein.
Rechtsgrundlage
An der Legalität habe ich nicht gezweifelt, an der Sinnhaftigkeit schon
der Grund für diese Maßnahme ist einfach. Denn nur so sind die
typischen Abgangskontrollen möglich.
Was meinst du mit Abgangskontrollen? Fahrscheinkontrolle NACH
dem Aussteigen?
Genau so ist es. Die Abgänge werden zu beiden Seiten durch Kontrollpersonal abgeriegelt. Jeder Fahrgast, der den fahrkartenpflichtigen Bereich verlässt, wird kontrolliert. Davor passen zivile Mitarbeiter auf, ob nicht jemand umkehrt.
Es gibt in Deutschland mindestens 13 S/U-Bahnen. Kann man in
den anderen Städten also faktisch schwarzfahren?
Nein, nur dort finden die Kontrollen ausschließlich im Zug statt. In HH gibt es natürlich auch Kontrollen in den Zügen. Aber die Abgangskontrollen stellen eine höchst effektive Ergänzung dar. Manchmal sogar mit anwesender Polizei, dann werden in der Regel noch viele Straftäter aufgegriffen.
An der Legalität habe ich nicht gezweifelt, an der
Sinnhaftigkeit schon
In Hamburg würde niemand auf die Idee kommen, diese Möglichkeit abzuschaffen. Beispielsweise auf dem Südast der S 3 (Veddel, Wilhelmsburg, Harburg, Neuwiedenthal, Neugraben) oder dem Ostast der U 3 (Hamm, Billstedt, Mümmel) sind normale Kontrollen kaum möglich.
darf ich fragen, woher du das weißt was du schreibst? Sind das deine Erfahrungen, Presseberichte, Freunde, …?
Genau so ist es. Die Abgänge werden zu beiden Seiten durch
Kontrollpersonal abgeriegelt. Jeder Fahrgast, der den
fahrkartenpflichtigen Bereich verlässt, wird kontrolliert.
Davor passen zivile Mitarbeiter auf, ob nicht jemand umkehrt.
Ich finde, das klingt nach Terroristenfahndung. Bist du sicher, dass du von einer Fahrscheinkontrolle sprichst?
Manchmal sogar mit anwesender Polizei, dann
werden in der Regel noch viele Straftäter aufgegriffen.
Warum werden die Bahnhofskameras nicht gleich automatisch per Mustererkennung mit Fahndungsfotos verglichen?
In Hamburg würde niemand auf die Idee kommen, diese
Möglichkeit abzuschaffen.
Haben denn andere Städte keine „Problemzonen“ im ÖPNV die sie auch meistern? Was ist in der Hamburger U/S-Bahn anders?
was Ultra sagt kann dir jeder Hamburger der regelmaessig mit der U/S-Bahn faehrt bestaetigen. Das ist ganz normal dort und ja, es laeuft unter „Fahrscheinkontrolle“. Oft genug selbst erlebt (aber immer safe da Abokarte). Warum man das in anderen Staedten anders hanhabt weiss ich auch nicht. Und warum man das nicht so wie in Asien (Singapur, Hong Kong, Shanghai, Peking etc.) macht wo man ohne Fahrkarte gar nicht erst rein bzw. raus kommt bleibt mir wohl fuer immer ein Raetsel.
Aber ok, ist halt Deutsch. Warum einfach wenn es auch kompliziert geht.
Aber immerhin noch besser gelöst als bei uns in Wien.
Da steht zwar bei jedem Zugang zur U-Bahn, dass das „Durchschreiten der Sperren ohne gültigen Fahrausweis verboten“ ist. Wobei die Sperren keine wirklichen Hindernisse sind, sondern nur Metallbügel (längs zur Gehrichtung aufgestellt) an denen auch die Entwerter montiert sind.
Aber es gibt auch keine Bahnsteigkarten oder Ähnliches zu erwerben.
Allerdings gibt es zu diesem Thema auch unterschiedliche juristische Auffassungen, ob das jetzt nun wirksam ist oder nicht, weil man als Schwarzfahrer ja gar keinen Vertrag mit den „Wiener Linien“ abgeschlossen hat und daher auch nicht ihre Beförderungsbestimmungen befolgen muss.
die Älteren unter uns haben die Zeit der „Sperre“ am Zugang zum den Bahnsteigen noch erlebt. Als Bub und „Fahrschüler“ habe ich mich immer besonders gefreut, wenn ich den Eilzug 16:10 habe abfahren sehen, und vor mir standen noch vier Leute in der Schlange vor der Sperre. Da gabs nämlich keinen Taktverkehr, der nächste fuhr zwar eine Stunde später, war aber ein Personenzug, der von Biberach nach Schussenried etwa eine halbe Stunde unterwegs war.
In Ländern, in denen Löhne nichts kosten, kann man natürlich leicht fünfzehn Sperren einrichten.
Ob es in München in den ersten Jahren der S-Bahn noch Sperren gab, kann ich nicht sagen. Aber das Abfahrsignal mit Trillerpfeife und grüner Kelle, gegeben durch den Zugführer oder die Bahnsteigaufsicht (an größeren Stationen) für die Münchener S-Bahn gab es 1972 sicherlich noch, die Züge wurden abgefertigt wie alle Personenzüge. Es fehlte halt der Ruf vom Gepäckschaffner an den Zugführer „Gepäck fertig!“…
Nun, wäre eine leichte Möglichkeit, eine Viertelmillion Arbeitsloser unterzubringen, so wie das ein paar Jahrzehnte lang durch die deutsche Bundesbahn gemacht wurde. Bloß: Wer soll das bezahlen?
Hi,
was Ultra sagt kann dir jeder Hamburger der regelmaessig mit
der U/S-Bahn faehrt bestaetigen. Das ist ganz normal dort und
ja, es laeuft unter „Fahrscheinkontrolle“. Oft genug selbst
Ist das nur in bestimmten Zonen so oder ueberall in HH?
Ich bin zwar tendenziell eher mit dem Rad unterwegs, aber in
regelmaessigen Abstaenden auch mit der U/S-Bahn.
In 9 Jahren Hamburg bin ich noch nie beim Betreten oder Verlassen
des Bahnsteigs kontrolliert worden. Lediglich 2-3mal in der Bahn.
in Hamburg ist das Betreten des U/S-Bahnsteigs ja nicht
erlaubt wenn man keine Fahrkarte besitzt oder wenigstens für
glaub €0.25 eine Bahnsteigkarte kauft. Jemanden zur U/S-Bahn
bringen ist also quasi nicht möglich.
In London geht das auch nicht. Ob es da für die U-Bahn überhaupt eine Bahnsteigkarte gibt, weiß ich nicht. Jedenfalls kommt man ohne Karte nicht zum Gleis.
Für die Fernzüge gibt es jedenfalls eine Bahnsteigkarte. Da sind auch alle Gleise vorne mit so Schranken abgesperrt.
Umständlich, aber eigentlich gut so, denn ich habe keine Lust, für Schwarzfahrer mitzuzahlen.
sehr schade, ich bringe Leute gerne zum Zug und hole sie auch
auf dem Bahnsteig wieder ab.
Das ist doch aber auch nur eine Frage der Gewohnheit. Am Flughafen kannst Du Leute auch nur bis zur Sperre bringen bzw. abholen.
Mich hat das in Hamburg auch erst irritiert auf den Bahnsteigen, aber andererseits finde ich, dass es der zumindest empfundenen Sicherheit dient, wenn keine Personen auf den Bahnsteigen rumgammeln, und ich denke, das ist die Absicht dahinter.
Gruß
Jette