weiter unten gibt es ein posting zu johanniskraut und seiner wirkungsweise.
jetzt hab ich mal die frage, wie ist es eigentlich mit der wirkung von baldrian?
ich habe mal gelesen, dass baldrian erst nach regelmäßiger einnahme von 2-4 wochen wirkt.
hallo, frank
baldrian - gleich in welcher dosierung - gilt in „fachkreisen“ als sog. „edelplacebo“
alles gute
peter
dachte ich es mir: ein „placebo-forte“
was ist denn statt baldrian (möglichst ohne nebenwirkungen bzw. ohne gewöhnungseffekt) empfehlenswert?
danke auf jeden fall für die info!
dachte ich es mir: ein „placebo-forte“
snip
ich würde kava-kava-wurzelstockextrakt vorschlagen. achte auf eine standardisierung der inhaltsstoffe „kavapyrone“, die pro dragee doch 45 mg betragen sollten. davon kann man 2 dragees pro tag einnehmen.
produkte nenne ich dir gerne per mail.
peter
baldrian - gleich in welcher dosierung -
gilt in „fachkreisen“ als sog.
„edelplacebo“
Hallo Peter,
ganz so fachlich können die Kreise wohl nicht sein, denn der Römpp (dem man nun kaum esoterische Züge nachsagen kann) gibt da etwas andere Informationen.
Gandalf
Baldrian
(Valeriana officinalis L. s.l., Valerianaceae). Über 1 m hoch werdende Pflanze mit rötlichen bis weißen Trugdolden-Blüten. Kommt in den gemäßigten Zonen Europas u. Asiens an feuchten Standorten vor u. wird schon seit alten Zeiten kultiviert. Die Wurzeln enthalten Gerbstoffe, Enzyme, Gummen, Schleimstoffe, Stärke, Zucker, Baldrianöl (0,4–0,6%) sowie die nicht Wasserdampf-flüchtigen Valepotriate (0,5–2,0%). Dies sind monoterpenoide Iridoide mit dem Hauptbestandteil Valtrat, denen eine äquilibrierende, d. h. sowohl Thymoleptika- (Stimmungsaufhellend) wie auch Tranquilizer-Wirkung zukommt. Sie sind sehr empfindlich u. lassen sich bes. schonend durch überkrit. Fluid-Extraktion isolieren. In B.-Tee, -Tinktur od. -Wein sind sie nicht enthalten. Deren sedierende Wirkung ist wohl lipophilen Sesquiterpenen wie Valeranon zuzuschreiben. B.-Auszüge werden seit dem 5. Jh. n. Chr. gegen Schlafstörungen, Herzbeschwerden, Krämpfe, Koliken usw. sowie als Klistier gegen Würmer verwendet; in größeren Dosen rufen B.-Extrakte jedoch zentrale Lähmungen hervor. B. ist noch heute Bestandteil von Nervenberuhigungs- u. Schlafmitteln (B.-Präp.). B.-Wurzeln enthalten auch Terpen-Alkaloide mit Pyridin-Gerüst wie Actinidin , dem die Katzen anregende Wirkung des B. zugeschrieben wird .
Lit.: 1 Tetrahedron Lett. 1966, 445 ff.; J. Chem. Soc., Perkin Trans. 1 1981, 1909 ff. 2 Bull. Chem. Soc. Jpn. 32, 315 f. (1959); Chem. Abstr. 54, 21 226 (1960); s. aber Chem. Abstr. 67, 10 216 (1967).
allg.: DAB 10 u. Komm. (B.-Tinktur, B.-Wurzel, B.-Wurzeltrockenextrakt) ï Hager (5.) 7, 1067–1095 ï Dtsch. Apoth. Ztg. 136, 751–759 (1996) ï Wichtl (2.), S. 79–82 ï s. a. Valepotriate.
E valerian
F valériane
I = S valeriana
Z 1211 90
Quelle: Römpp Lexikon Chemie – Version 2.0, Stuttgart/New York: Georg Thieme Verlag 1999
wow! danke für die viele arbeit, gandalf!
mfg - george