vielleicht kann hier jemand für mich ein Rätsel klären: vor drei Jahren erstand ich in einem Blumenmarkt Chrisan - Chrisamthemen (verdammt - wie schreibt man die eigentlich?) - also eben so Herbstblumen. Auf Nachfrage wurde mir mitgeteilt, daß es einjährige wären und Überwintern somit keinen Sinn hätte. Als erstes sind alle vorhandenen Blüten verblüht, dann sind die Teile gewuchert wie blöde und haben hunderte (bei der dicksten hab ich über 130 gezählt) von Knospen angesetzt, aber geblüht hat nix - bis der Frost kam. In der restlichen Strasse wurden alle Balkone abgeräumt und bei mir blühte es bis in den Januar. Als dann alles verblüht war, hab ich die Teile grob zurückgeschnitten (5 cm Restlänge) und mit in die Winterpause gestellt - man kann ja nie wissen, und siehe da: Mitte Februar fangen die Teile an, neu auszutreiben, wuchern den Sommer wie gestört, setzen Knospen an und warten wieder mit dem Blühen bis Dezember. Jetzt stehen diese „einjährigen“ Pflanzen das dritte Jahr in ihrer Kiste und ihr dürft raten, wer vor 'ner Woche mit Blühen anfing…
Kann mir irgendjemand erklären, was mit diesen komischen Pflanzen Sache ist?
freundlich abwartend
Sibylle
PS an Mod: Wenn Du weißt, wie man die Teile schreibt, könntest Du dann den Titel entsprechend anpassen??? Danke
dank Dir erstmal für die Links - offenbar hab ich aus dem Gefühl heraus alles richtig gemacht - und die Tante in dem Gartencenter hat gelogen , bestimmt, um mir im nächsten Jahr neue verkaufen zu können…
Aber das die Teile erst bei Frost anfangen zu blühen, ist mir immernoch ein Rätsel - tun sie doch woanders auch nicht, oder stellen die Blumenhändler die Chrysanthemen gelegentlich in die Kühltruhe?
Du würdest Dich wundern …
…, liebe Sibylle,
was alles mit Pflanzen angestellt wird, um sie zu verkaufen.
Den beliebten Weihnachtssternen werden z.B. durch künstliche Beleuchtung falsche Taglängen vorgegaukelt, um sie pünktlich für das Weihnachtsgeschäft in voller Pracht verkaufsfertig zu haben.
Andere Pflanzen werden manipuliert, indem sie „gefrostet“ oder beheizt werden, um bestimmte Effekte zu erzielen. Dem Gießwasser werden Farbstoffe beigemischt, um „modische“ Farbstellungen zu erzielen und, und, und …
Natürlich wundert sich dann der Kunde, dass eine so gezogene Pflanze in der Umgebung, die sie nach dem Verkauf vorfindet, diese wunderbaren Eigenschaften wieder verliert.
Na, egal, sie wird sowieso auf den Kompost geworfen und der Kunde kauft wieder eine neue.
Ganz abgesehen davon, dass Schnittblumen um die halbe Welt gejettet werden (mit dem dementsprechenden Umwelteffekt) damit man auch zu Weihnachten Tulpen, Primeln und Veilchen kaufen kann - abgesehen von dem ganzen tropischen Zeugs.