Hallo Experten,
ich trage mich mit dem Gedanken, meinen Balkon zu schließen. Er ist Teil der Geschossplatte, voll unterkellert (daher auch der Bedarf nach Überdachung!) und an zwei Seiten mit einer 110cm hohen massiven Mauer aus KS umgeben (die andern beiden Seiten sind die Haus-Aussenmauern). Er wird im Augenblick zu 2/3 vom darüberliegenden Balkon überdeckt. Den restlichen Freiraum (ca. 1m tief und 4m lang) wollte ich mit einer Eigenbau-Holzkonstruktion aus 10/10er Leimbindern überdachen. Abdecken mit Doppelstegplatten und vier normale Baumarktfenster in die Zwischenräume der Balken. Ansonsten keine Änderung am Balkon (also keine Heizung; bestehende Iso-Fenster und Balkontüren bleiben erhalten)
Meine Fragen jetzt:
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Komme ich bei so was mit irgendwelchen Wärmeschutzvorschriften o.ä. in Konflikt? (Ich hoffe ihr merkt, wie sorgfältig ich bisher das Wort „Wintergarten“ vermieden habe?)
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Ich werde wohl (Rheinland-Pfalz) um einen Bauantrag nicht herum kommen. Wie sieht das mit der Statik aus? Normalerweise sollte ich mit meinen Monsterbalken jenseits aller Schneelasten liegen. Brauche ich trotzdem einen Statiker? Was meint der zum Thema Selbstbau? (Bin zwar kein Zimmerer, bekomme aber einen Fersenversatz noch hin)
Gruß
Stefan
Hi Stefan,
Er ist Teil der Geschossplatte, voll unterkellert (daher auch
der Bedarf nach Überdachung!)
bitte versteh´ mich nicht falsch, aber … diese direkt entstehende Notwendigkeit muss man nicht verstehen, oder ?!
Meine Fragen jetzt:
- Komme ich bei so was mit irgendwelchen
Wärmeschutzvorschriften o.ä. in Konflikt? (Ich hoffe ihr
merkt, wie sorgfältig ich bisher das Wort „Wintergarten“
vermieden habe?)
- Ich werde wohl (Rheinland-Pfalz) um einen Bauantrag nicht
herum kommen. Wie sieht das mit der Statik aus? Normalerweise
sollte ich mit meinen Monsterbalken jenseits aller
Schneelasten liegen. Brauche ich trotzdem einen Statiker? Was
meint der zum Thema Selbstbau? (Bin zwar kein Zimmerer,
bekomme aber einen Fersenversatz noch hin)
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zum Einen würde ich BSH-Balken von 10/10 nicht direkt als „Monsterbalken“ bezeichnen. Tatsächlich dürfte es schwer sein, irgendwo noch (!) kleinere zu finden … aber mal ganz abgesehen davon - die Statik gehört immer zum Bauantrag dazu und wird dann vom Prüfstatiker nochmal nachgerechnet.
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zum Anderen kann ich nach Deinen Beschreibungen die genauen Umstände nicht beurteilen - und je nach Gebäude kann z.B. der Brandschutz ein grosses Problem sein. (Oder Denkmalschutz, oder die Landesbauordnung (Abstandsflächen usw.) …)
Kurzum: am besten redest Du mit jemandem, der sich auskennt (z.B. Architekt aus Deiner Stadt) und Dir nach Begutachtung der Situation vor Ort verbindlich sagen kann, ob Dein Vorhaben so zu realisiereen ist.
Das ist auch insofern empfehlenswert, als dass Du ja spätestens beim Bauantrag jemanden brauchst, der Bauvorlageberechtigt ist …
Viel Erfolg
Tim
Hallo Tim,
Er ist Teil der Geschossplatte, voll unterkellert (daher auch
der Bedarf nach Überdachung!)
bitte versteh´ mich nicht falsch, aber … diese direkt
entstehende Notwendigkeit muss man nicht verstehen, oder ?!
Naja, die bisherige Erfahrung hat eben gezeigt, dass man das Ding nicht auf Dauer dicht bekommt, egal wie gründlich man beim Fliesenlegen vorgeht. Irgendwann suppt es wieder durch. Überdacht -> Keller trocken.
- zum Einen würde ich BSH-Balken von 10/10 nicht direkt als
„Monsterbalken“ bezeichnen. Tatsächlich dürfte es schwer sein,
irgendwo noch (!) kleinere zu finden … aber mal ganz
Stimmt schon, allerdings hat mir ein Bekannter aus dem Baugewerbe mal gesagt, für diese Konstruktion würden sogar noch viel dünnere Vollholzbalken ausreichen. Er bezeichnete meine Planung als überzogen.
Kurzum: am besten redest Du mit jemandem, der sich auskennt
(z.B. Architekt aus Deiner Stadt) und Dir nach Begutachtung
der Situation vor Ort verbindlich sagen kann, ob Dein Vorhaben
so zu realisiereen ist.
Grundsätzlich zu realisieren ist das - wir haben uns nämlich mal ein Angebot von einer Firma für einen „richtigen“ Wintergarten machen lassen und hatten auch schon mal einen Architekten da. Allerdings sind wir beim Kostenvoranschlag japsend auf den Rücken gefallen!
Das ist auch insofern empfehlenswert, als dass Du ja
spätestens beim Bauantrag jemanden brauchst, der
Bauvorlageberechtigt ist …
Wäre ja auch zu schön gewesen, wenn in D mal etwas einfach gewesen wäre. Habe schon sowas befürchtet, naja da werde ich doch mal beim Bauamt vorbeischauen und einfach mal naiv fragen…
Merci
Stefan